Wie versprochen möchte ich Euch einen kleinen Nachbericht liefern, der unsere kleine Unternehmung in der Sächsischen Schweiz betrifft. Leider ging dieser wundervolle Urlaubseinsatz viel zu schnell zu Ende. Die Verletzung von Katrin hatte uns zwar psychisch und physisch kurz nach hinten geworfen, wussten aber damit umzugehen. Trotz des Umstandes haben wir trotzdem viele Kilometer geschafft und auch die Höhenmeter hatten so einiges zu bieten. Sicherlich war es teilweise sehr warm zu der Zeit, was uns aber nicht daran halten sollte unsere eigenen Prüfungen zu bestehen. Wir hatten einen Auftrag.
Wieder einmal hatten wir mit dem Wetter sehr viel Glück. Zwar warfen uns die Temperaturen der Tage von über 30°C für einen Tag nach hinten, konnten dies aber nach dem Ruhetag wieder ausmerzen. Viele neue Wege und alt bekanntes haben wir erreicht und aufgeklärt, so dass wir am Ende auf 361 Kilometer gekommen sind. Hinzu kamen auch noch etliche Höhenmeter die ich jetzt ausrechnen werde.
Und jetzt hat uns seit Wochen der normale Rhythmus des Alltags wieder. Nun kann ich wieder weiterhin mit Wald-Kilometern dienen und muss diese aber fast immer allein bewältigen. Zudem regnet es seit Wochen. Die Sonne haben wir schon lange nicht mehr den ganzen Tag gesehen. Hin und wieder wage ich mich dann mal in den Wald, um die Konsistenz der Waldböden zu testen. So langsam sammeln sich in einigen Bereichen schlammige Löcher und ich kann nur sagen: "sehr empfehlenswert". Der Boden ist nun mit Himmelsflüssigkeit so getränkt, dass es sich in einigen Bereichen anfühlt als habe man einen Platten. Es gibt einfach keinen Vortrieb am Rad. Abwärts sei dann immer vorsicht geboten, denn böse Schlammlöcher stellen sich mir öfters in Weg und lassen mich nicht vorbei. So bin ich gezwungen hindurchzufahren. Von Aquaplaning kann ich nicht mehr reden, ich nenne es Dirtplaning (sprich: "Dörtplänning", Übersetzt: Schmutzglätte). Selbst ein leichtes Querstellen des Lenkers um aus der Gefahrenzone zu schlittern, bringt gar nichts. Schon mal längs in einer Pfütze gelegen? Bis jetzt hatte ich so ziemliches Glück und die Waschmaschine die Arbeit ;-)
Aber nebenbei fanden Katrin und ich auch Zeit für eine lange Cruiserrunde durch die entfernte Gegend um Doberan. Selbst hier gibts Bereiche wo wir noch nie waren. Jedoch werden solch Abendrunden immer weniger werden. Der Sommer neigt sich dem Ende entgegen und die Helligkeit am Abend zwischen den Bäumen ist dementsprechend gut. So werden sich die Touren auf die Wochenenden beschränken und die werden dann durch schlechtes Wetter und Wanderer mit Kind, Kegel und Hund im Hütter Wohld gestört werden. Da muss ich wieder höllisch aufpassen und mich anpöbeln lassen.
Zwei große Einsätze stehen den Sandsteinjägern in diesem Jahr noch bevor. Einer davon soll nach Rerik gehen. Zu dieser Tour werden die Teilnehmer streng getestet und unter die Lupe genommen ob sie für weitere Einsätze geeignet sind. Die erreichten Dienstgrade im Jahre 2006 von Annett und Gitti (Sanitätsoffizier bzw. Feldwebel) müssen unter Beweis gestellt werden.
Die zweite Tour der Aufklärer wird über die Insel Poel gehen.
Gruß
Euer Sandsteinjäger im Traningslager
Die zweite Tour der Aufklärer wird über die Insel Poel gehen.
Gruß
Euer Sandsteinjäger im Traningslager