Unsere heutige und letzte Tour für das Jahr 2010 begann mit bedecktem Himmel und schwüler Luft. Die Sonne wollte irgendwie - konnte aber nicht. Das sollte uns jedoch nicht hindern eine kurze Tour in Richtung "Neuer Wildenstein", also zum Kuhstall zu unternehmen.
Wir begannen in Bad Schandau und fuhren wieder einmal die Zauke nach Rathmannsdorf hinauf. Statt dann jedoch zur Kohlmühle hinunter zu fahren, bogen wir rechts ab und zogen nach Altendorf. Den Adamsberg ließen wir links liegen, um etwas Kraft zu sparen. Gestern hatten wir diese gewaltig "vergeudet". Man konnte es in den Gelenken oder sogar im Arsch spüren welch Anstrengungen wir in den letzten Tagen hier gehabt haben.
So sei es. Weiter ging es die Straße hinab nach Mittelndorf und dann wieder hinauf nach Lichtenhain.
In Lichtenhain selbst gab es eine längere Rast mit Blick auf die Affensteine und den anderen Bergen. Jetzt sollte der Spaß wieder beginnen. Wir bogen in die Straße ein, die uns zum Kirnitzschtal bringen sollte. Mit viel Schwung und weniger als in 3 Minuten huschten wir am Bach entlang, der das Becken des Anscheißer-Wasserfalls füllt. Lichtenhainer Wasserfall nennt man diese Spektakel, dass sich viertelstündlich für ein paar Sekunden in die Tiefe schmeißt. Diese künstliche Ding ist nur für Touris die für 10 Minuten aus dem Bus steigen dürfen.
Weiter ging es für uns in Richtung Radweg Kuhstall. Für mich selbst ist es eine Art Bewältigungsprobe. Es sind gute 3 Kilometer mit ungleichmäßigen Anstiegen zwischen 9 und 12 %. Ich hatte diesen Weg schon einmal geschafft. Ich hatte aber auf der Hälfte der Strecke dann auf Katrin gewartet und so also Pause gehabt. Heute aber sollte es geschehen. Ich wollte diesen Weg auf leichtem Schotter bis oben schaffen. Sollte es wirklich gelingen?
Dieser Weg besitzt in den Kurven immer wieder eine Art Steigungsänderung, so dass man hier gewillt war nicht doch noch vom Rad zu springen. Ich wollte mich aber heute nicht selbst besch....
Dieser Weg besitzt in den Kurven immer wieder eine Art Steigungsänderung, so dass man hier gewillt war nicht doch noch vom Rad zu springen. Ich wollte mich aber heute nicht selbst besch....
Mit klugen Sprüchen zu mir selbst hielt ich die komplette Strecke durch. Das Wasser lief mir sonst wo herunter, aber ich fühlte mich wohl. Von Wadenkrampf war nichts Spüren. Nur der Hintern tat mir ordentlich weh. Die Anstrengung ging in die Oberschenkel unterhalb des Hinternansatzes. Da schon mal nen Krampf bekommen? Zum Glück blieb auch der erspart. In guten 15 Minuten und 42 Sekunden hatte ich die 300 Höhenmeter überwunden bzw. bewältigt. Um Katrin machte ich mir keine Sorgen. Als ich oben gewartet hatte rechnete ich zurück, denn laut Hinweisschild müsste sie 10 Minuten nach mir ankommen. Dort stand nämlich geschrieben "25 Minuten Fußweg" bis zum Kuhstall. So war es dann auch. Ich hätte nun drunterschreiben können: "15 Minuten mit dem Rad".
Nach der benötigten Ruhepause und Lockerungsübungen der Muskulatur ging es nun wieder hinab. Knapp 3 Minuten auf Schotterpiste sind ziemlich wagemutig, aber dennoch machbar. Hinauf und hinab geht da bestimmt noch etwas. Vielleicht im nächsten Jahr.
Vom Kuhstall selbst haben wir für Klaus noch etwas mitgebracht. Da er so gern am Kuhstall und am Lichtenhainer Wasserfall war, musste es etwas aus dieser Region sein. Ein Stein, ein Sandstein den Katrin vorab schon ausgemacht hatte, steckte ich mir in den Rucksack. Anfangs erzählte sie mir von dem Stein den sie schon gesehen hatte als wir hinauf fuhren bzw. gingen. Diesen Stein sollte ich also mitnehmen? Gute 4 Kilo wiegt das Teil. Zu dem hatte sie noch zwei andere dabei. Alles schön sortiert und bereitgelegt. Na dann man los. Der Beutel mit den Steinen lag zwar gut im Rucksack, dennoch wünschte ich mir bald zu Hause zu sein. Schon lange hatte ich solch schweren Rucksack nicht mehr auf dem Rücken. Ich dachte an einen Stein, Katrin meinte einen Fels. Egal, der sollte es sein und so fuhr ich mit dem Geröll los, hinab ins Tal von Bad Schandau zum Eis essen und kurz nochmal bummeln gehen. Nebenbei kurze Pause am Kneipp-Becken. Hier konnte ich mich befreien und mich mal wieder gerade machen. Als wir zu Hause waren sah ich die Striemen und ich war froh endlich wieder in der Unterkunft zu sein.
Am Abend fuhren wir zum Abschluss noch einmal zur Liethenmühle und aßen unser Lieblingsessen.
Auch wenn unsere Tour heute nicht so lang sein sollte, bis zum Abend waren es doch wieder 39 Kilometer.
Eure wieder heimkehrenden Sandsteinjäger
P.S. Nachbericht über Kilometer und Höhenmeter folgt und interessiert uns ebenfalls brennend was wir da so hingelegt haben.
Eure wieder heimkehrenden Sandsteinjäger
P.S. Nachbericht über Kilometer und Höhenmeter folgt und interessiert uns ebenfalls brennend was wir da so hingelegt haben.