Dienstag, 23. Juni 2015

Des einen Zinken ist des anderen Leid

Anfangs jedoch mit großer Skepsis gesehen, spielte das Wetter ganz gut mit. Wir hatten von allem etwas abbekommen, nur keinen Regen. Das war gut so. Mit dem Auto fuhren wir zum Bottinghaus, um von dort die Tour zum Pleschnitzzinken zu starten. Ich reihte mich mit Lenchen gleich vorn ein und wir stiefelten den Weg hinauf. Später ging es durch den Wald über einen Pfad und dann später steil hinauf zu einem ersten Aussichtspunkt. Es war beeindruckend. Katrin lag auf Knien, aber nicht um zu danken, sondern um Pflanzen zu bestimmmen, die wir angeblich im Garten haben. An der ersten Hütte konnten wir unsere erste Pause machen. Der Blick in das Ennstal war einzigartig. Wir blickten hinauf zum Gipfelkreuz des Pleschnitzzinken. Es war mit 30 Minuten angegeben. Innerlich meinte ich zu mir das es machbar sei. Sprachlich stapelte ich tief und sagte 45 Minuten. Micha musste ja auch unbedingt die Kiste Bier mitnehmen, die er tagtäglich bei sich trägt. Damit wird es so nichts. Er wollte in einer Stunde oben sein. 
Lenchen brannte das Gesicht. Im Augenblick konnte man nicht ahnen ob dies vom Wind, von der Sonne oder doch mehr die Anstrengung war. Auf den letzten Metern pustete die Kleine so stark, dass man hätte meinen können der Wind stammt von ihr. Ich tippte also auf die Naturgewalten, am Ende war es doch die Sonne die sich ab und zu etwas spärlich zeigte, aber dann mit aller Gewalt. Hinab ging es den Ostweg entlang in Richtung Alm. Wir mussten ja auch noch was essen. Vorher versuchte ich jedoch über ein letztes Schneefeld mit einem Sitzkissen hinab zu rodeln. Etwas langsam, aber dennoch von Erfolg gekrönt verließ ich die Bahn. Auf der Alm nahmen wir unser genüßliches Essen ein. Lecker. Dazu gab es Frischmilch. 
Beim Essen starten wir auf unser erstes Murmeltier und versuchten ein vernünftiges Foto zu machen.
Micha führte uns dann mit seinem Kombi wieder hinab ins Dorf mit künstlerischen Fahrtechniken. Katrin indes hielt ihren Kotzteller waagerecht, um bei Bedarf nichts zu verschütten.
Zu Hause wurde sich frisch gemacht und dann doch noch der Ofen angeheizt. Wir mussten später lüften. Es wurde doch etwas zu warm. Der Ofen lief.
Es war ein gelungener Einsteigertag für alle, der jetzt (Dienstagfrüh) die ersten Schäden an Knochen und Muskeln an das Tageslicht führte. Ich fühlte mich jedoch gut. Es kann weiter gehen. Im Augenblick liegen wir jedoch in den Wolken und es regnet.

Gruß aus der Hütte, eure Sandsteinjäger