Wir zwei hatten es uns es wohl heute verdient. So sehe ich es jedenfalls. Am Freitag und Samstag sind wir umgezogen. Wir hatten es mit tatkräftiger Unterstützung wirklich geschafft in zwei Tagen in unsere neue Wohnebene zu ziehen. Sonntag wäre noch ein Tag für Restarbeiten geblieben und Montag wäre Ruhetag. Ja, so ähnlich, wenn da nicht Nettchen gekommen wäre. Also noch ein Umzug an einem Tag und alles wurde verschoben. Aber diese Geschichte kann man keinem Leser zutrauen, dass dieser sich über unsere Umzugsprobleme informiert. Hier geht es um unsere Freizeittaten. Wie also schon angekündigt bestiegen wir unsere Räder. Anfänglich nur um ein paar Pigmente zu haschen und die Sonne zu genießen. Es war zwar kalt, aber hier in der Stadt so ziemlich geschützt. Katrin sprach gleich von einer Tour an die Ostsee, aber im gleichem Atemzug "Was zieh ich an?". Ich gab ihr dann eine wärmende lange Hose. Dann noch was drüber und noch was drüber und fertig war der "Lack".
Mit einer Thermoskanne Tee ging es dann vorerst in die Stadt zur Bäckerei. Katrin holte uns etwas für ein Picknick. Dabei stellte ich mir vor wie wir so am Wegesrand sitzen und uns mit unserem Heißgetränk versuchten wieder aufzutauen. Halten wir den kalten Westwind denn heute aus? Das Thermometer zeigte nur 5°C (fühlend 0°C). Hin und wieder wurde es etwas warm an den Beinen. Aber es war doch mehr der Gedanke an eine warme Wohnung oder an die Sonne selbst, die uns nicht abbrechen ließ. Schon auf dem Hinweg strahlte die Sonne durch den Wald. Dabei kam so eine kleine Frühlingsstimmung auf. Es war einfach schön. Doch als wir den Wald verließen zog es so richtig über das Feld. Wir waren gut drauf und das war die Hauptsache. Endlich in Heiligendamm angekommen stellten wir uns an den Strand, drehten den Tee auf und aßen unsere "Butterbrote". Es waren leckere Hackepeter- und Eibrötchen. Nun wurden die Vorderflossen schön kalt. Schnell aufgegessen, Handschuhe an und den Tee in die Magengegend verschwinden lassen. Aua, das war heiß.
So langsam wurde es nun wirklich kalt und kälter an den Beinen, Händen oder Füßen. Wir hatten aber zuerst einen tollen Vorteil. Rückenwind von Heiligendamm bis Börgerende. Von Börgerende bis Doberan rein stieß uns das Grauen ins Gesicht. Zwar schien noch schön die Sonne die uns strahlen ließ, jedoch der Wind kam nun direkt von vorn. Katrin schwächelte nun etwas (ehrlich gesagt ich auch), daher habe ich sie teilweise geschoben. Mir wurde dabei nun richtig warm. Kalte Hände oder Füße? Negativ.
Endlich kamen wir in den geschützten Bereich unserer Stadt. Wir schlängelten uns dann am Münster vorbei, machten dabei die Räder nochmal richtig dreckig und fuhren in den sicheren Hafen ein. Tolle spontane Tour bei eisigen Temperaturen. Viel Gelacht und etwas gefroren.

Hier zeige ich heute einmal was ich mir von meinem (eurem) Geburtstagsgeld gekauft habe. Zu aller erst gab es einen Laufradsatz mit Scheibenbremsen. Als das dann endlich verbaut war und noch etwas übrig war, sparte ich noch etwas und legte mir dann eine "Supernova Airstream" zu. Das ist ne geile Funzel. Heller als jeder Autoscheinwerfer. Vielen Dank nochmal an alle Beteiligten, die mich so reich unterstützen.Viele Grüße, eure Sandsteinjäger
http://www.sandsteinjaeger.de