Donnerstag, 16. Juli 2026

Schlagloch-Reisen

Eigentlich sollte es heute gar nicht so warm werden und Regen war ebenfalls angekündigt. Vom Regen war allerdings weit und breit nichts zu sehen und der Wetterbericht hatte sich wohl kurzerhand frei genommen. Es ist jetzt 17:13 Uhr und das Thermometer ist tatsächlich schon auf angenehm kühle 29,9 °C gefallen. Unterwegs waren Schattenplätze deshalb ungefähr so begehrt wie Liegen am Hotelpool.

Los ging es mit dem Bus nach Gohrisch. Wobei "nach Gohrisch" etwas untertrieben ist – vorher wurde gefühlt jedes Dorf der Sächsischen Schweiz persönlich begrüßt. Katrin murmelte unterwegs etwas von Reisetabletten. Verständlich. Wenn der Bus jede Kurve und jedes Schlagloch mitnimmt, weiß man hinterher nicht mehr, ob man wandern oder seekrank werden wollte.

In Gohrisch stand zunächst der Bäcker auf dem Programm. Schließlich braucht man ausreichend Energie für zwei Tafelberge – und Kuchen zählt bekanntlich zur Grundausstattung einer Wanderung.

Anschließend ging es über Pauls Ruhe durch die Falkenschlucht hinauf auf den Gohrisch. Oben angekommen suchten wir uns erst einmal ein schattiges Plätzchen. Die Aussicht war wie immer großartig – und der Schatten fast noch wertvoller. Am Pavillon wurde dann die mitgebrachte Verpflegung ausgepackt. Irgendwann muss der Kuchen schließlich seiner Bestimmung zugeführt werden.

Danach führte der Weg weiter auf den Papststein. Dort warteten bereits die Relaxschaukeln und ein Eiskaffee auf uns. Die Schaukeln fanden allerdings nur bei mir Begeisterung. Katrin verzichtete lieber. Ihrer Meinung nach bietet die Busfahrt durch Papstdorf bereits genügend Schaukelbewegungen für einen ganzen Tag.

Schließlich ging es wieder hinunter ins Tal. Ein schneller Blick in die App verriet, dass der Bus bald in Papstdorf abfahren sollte. Also machten wir uns zügig auf den Weg und standen pünktlich an der Haltestelle „Zur Hoffnung“. Ein schöner Name. Man hofft dort auf den Bus, auf angenehme Temperaturen, auf gutes Wetter und vielleicht sogar darauf, dass der Gasthof irgendwann wieder öffnet. Letzteres dürfte allerdings die größte Herausforderung des Tages sein. Der Bus fuhr uns jetzt wieder in das Tal zurück, durch alle Löcher die die Gegend zu bieten hat.

Der Tag ist aber noch nicht vorbei. Heute Abend geht es noch zur Liethenmühle. Mal sehen, was uns dort noch erwartet – hoffentlich etwas Kühles, denn mit dem Wetterbericht sind wir für heute ohnehin fertig.

Eure Sandsteinjäger