Montag, 22. Juli 2019

Durch das Nadelöhr gedrückt


Die für heute angesagten 31 Grad hatten wir einfach ignoriert. Statt dessen hatten wir, wie immer, unsere Regencapes dabei. Wir sind immer gut gerüstet auf das was nicht werden soll. Wir hatten uns gestern eine wahnsinnige Tour zusammengestellt. Diese sollte uns von Königstein über den Pfaffenstein und dann über Papstdorf und Kleinhennersdorf, weiter zur Liethenmühle führen. Die Liethenmühle hat neue Betreiber bekommen, welche nun ein schweres Erbe antreten. Dazu später mehr.

Heute früh waren kaum Wolken zu erspähen. Die Hitze nahm bis zum Mittag weiter zu. Im Gegensatz zu gestern war es jedoch weitaus angenehmer. Irgendwann zog der Himmel langsam zu und die Sonne konnte uns nicht mehr direkt erwischen. Den Pfaffenstein hatten wir mit seiner Gastschänke hinter uns gelassen. Es war mal sehr schön dort. Heute empfing uns ein Kaffeeautomat wie er auf Bahnhöfen steht. Für die WC´s soll man 50 Cent bezahlen, diese sind aber mit einem Vorhängeschloss verriegelt, der Aussichtsturm ebenfalls gesperrt. Es geht den Berg hinab - wie man es gerade verstehen möchte.

Wir umkreisten nun Katrin Lieblingsstein in einem großen Bogen und entdeckten dabei eine tolle Fahrradtour. Am Wald entlang und am Fuße des Papststeines liefen wir bis Kleinhennersdorf und zur Liethenmühle. Hier gibt es neue Pächter. Aber an der Außenanlage hat sich leider nichts getan. Hier muss noch was gemacht werden. Farbe, Hecke schneiden, Unkraut beseitigen, Tisch vom alten Belag befreien und vielleicht neue Bierdeckel. Statt neumodische hat man die alten Apoldaer-Diabetiker-Bierdeckel aufgedeckt. Wahnsinnig genial. Dieser Retrolook ist aber schon längst vorbei und war vielleicht schon zu Ostzeiten nicht mehr schick. Jede Goldgrube muss erweitert werden, um neues Gold zu Tage zu bringen. Wir sind ja auch 25 Kilometer mit 800 Höhenmetern gelaufen. Genau das war unser Ziel und es kann immer mal weiter gehen als wie am Tag vorher.


Eure Sandsteinjäger