Donnerstag, 9. Juli 2020

Zweimal durch die Hölle

Heute war ich der Routenplaner. Ich hatte die übliche Strecke in Richtung Kleinhennerdorf und Papststein komplett umgeschmissen und einen neuen Weg, aus meiner Sicht auch besseren Weg, in die Steine gefunden. Dieser führte uns nicht durch das Dorf, sondern von hinten herum auf den Kleinhennersdorfer Stein. Dies war der Höllenweg und ist ein uriger Weg über die Felsen wie wir ihn noch nie gesehen hatten. Leider machte uns das dunstige Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Fernsicht war gleich Null. Die Luftfeuchte war derart hoch, dass wir trotz der Kühle die vormittags herrschte dauernd die Sachen wechseln mussten. Dazu trockneten diese auch sehr schlecht am Rucksack.
Die Wege führten uns quer über den Stein und folgte dem Fortsteig. Dann gingen wir an den Höhlen vorbei, die heute mal wieder Anziehungspunkt für die Kurzwanderer waren. Es kamen Fragen wie: "Lohnt sich das?" oder "Wie weit ist das noch?" Am liebsten: "Nein." und "Eine Stunde". Das war aber Katrins Idee. Dann der Aufstieg zum Papststein und schnell etwas futtern. Schmalzbrot und Eisschokolade. Der Wirt meinte das er diese Kombination noch nie hatte, aber es wird die Gelenke wohl gut schmieren.
Nach dem Abstieg standen wir pünktlich am Bus. Das war es aber noch nicht. Das war zu kurz, wir wollten weiter. Es ging zurück über Papstdorf mit Besichtigung der spiegelverkehrten Kirche und weiter über Kleinhennersdorf und der Liethenmühle. Da wir noch keinen Hunger hatten und die Wirtschaft uns es nicht angetan hatte, liefen wir einfach weiter. Unser Essen sollte wie geplant in der Stadt sein. Schön Pizza essen. Meine Diavolo war der Abschluss des teuflischen Tages. Zusammen mit einer Ingwer-Limo wird es bestimmt noch eine Erinnerung geben. Liebe Grüße.

Eure Sandsteinjäger 

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