Für mich beginnt jede Saison am 01. Januar, also Radsaisonbeginn ist nicht gemeint. Was ich meine ist der Beginn der Saison für kurze Hosen. Die Krokusse blühen, der Frost hat sich verzogen, das Eis der Seen ist fast geschmolzen und die Sonne zeigt sich von der besten Seite. Heute (13.03.) war also wieder einmal der Tag gekommen, um meinem Bike die Sporen zu geben. Bei 10°C entschied ich mich jedoch noch für die längere Beinvariante. Einerseits um die kühleren Ecken in den Wäldern etwas geschützt zu durchfahren, andererseits den direkten Dreck von den Beinen fernzuhalten.
Nach den ersten Steigungen wurde mir ganz schön warm, aber so richtig schwitzig warm. Am liebsten hätte ich meine dicke Jacke ausgezogen und wäre dann weitergeradelt. Ich war jedoch sinnig und behielt alles an.
Der Boden war durch die letzten Tage mit Regen gut durchgeweicht, also für mich fast perfekt. Jedoch war mein Vorderreifen mit den Dreckmassen ordentlich überfordert. Die Stollen sind schon weit abgefahren, so dass sich dieser nur noch als Notreifen einsetzen lässt.
Es ging über meinen Lieblingstrail durch einen Buchenwald und dann durch einen dunklen Hänsel-und-Gretel-Mystik-Nadelwald. Vorbei an Mosen und klarer kühler Waldluft. Der Weg brachte mich direkt in das Zentrum das Waldes. Hier sah ich mal wieder den Raubbau an der Natur. Es sah aus als wenn demnächst hier eine Autobahn gebaut wird. Lauter Buchenstämme von ca. 80 cm Durchmesser lagen hier an den Wegen. Der Wald ist einfach nicht mehr wieder zu erkennen. Ich bin froh wenn ich den geschützten Bereich einfahren werde. Sichtbar neben den Wegen standen "Heinzi", "Jockel" und "Onkel Bertram" an ihrem dicken Wagen. Sie hatten sich aufgemacht heute Holz zu machen. "Heinzi" gab den Takt mit der teuren Kettensäge an und die beiden Kollegen tanzten durch die Buscherei. Alles Kleinholz was Heinzis-Motor-Ketten-Ungetüm übrig ließ, fingerten sie eilig in ihren Anhänger. "Tante Grete" tanzte statt dessen durch den Busch und suchte nach Reisig. Das war das einzig Lustige was ich heute gesehen hatte. Ich konzentrierte mich weiter auf meine Tour, die jetzt richtig beginnen sollte.
Als ich dann die Forstautobahn verließ und wieder in den tiefen dunklen Wald einfuhr machte ich mir schon Gedanken über den heutigen Titel meiner Geschichte. Mir fiel absolut nichts gutes ein. Egal, ich musste ersteinmal auf den beschwerlichen Weg schauen, der mit seinen Wurzeln nicht immer einfach ist. Herrlich dieser Wald. Ich mag ihn sehr. Man trifft staubige Strecken und kurze Zeit später tiefe schlammige Löcher, welche es gilt mit aller Macht zu durchqueren. Leider bekam ich diesen Dreck nicht aus den Reifen. Es klebte wie Scheiße am Schuh. Eine unlösbare Aufgabe. Erst auf der Straße sollten sich die Teilchen größtenteils entfernen, doch diese war noch weit. Also sammelte ich weiter Dreck, Kilometer und Höhenmeter. Ich verbrannte dabei ziemlich viel Kohlenhydrate auf diesen 18 Kilometern.
Als ich in Althof angelangt war gab es eine angenehme Selbstreinigung. Ich spürte es im Gesicht und im Nacken. Aus sicherer Entfernung muss es schon eigenartig ausgesehen haben wie sich der Dreck der Reifen in hohem Bogen über mich verteilte.
Dann ging es weiter durch die Wälder unserer Stadt. Hier war der Boden etwas trockener und ließ es möglich machen etwas schneller und risikoreicher zu den Wald zu düsen. Nach gut 1h50Min war ich dann wieder zu Hause und hatte mächtigen Hunger. In der Freude auf die nächste Tour freue ich mich schon riesig, denn es regnet ja schon seit Stunden und ich hoffe das es bis Donnerstag so bleibt.
In der Hoffnung auf Schlamm und Modder
grüße ich Euch ganz lieb, Christoph
Als ich dann die Forstautobahn verließ und wieder in den tiefen dunklen Wald einfuhr machte ich mir schon Gedanken über den heutigen Titel meiner Geschichte. Mir fiel absolut nichts gutes ein. Egal, ich musste ersteinmal auf den beschwerlichen Weg schauen, der mit seinen Wurzeln nicht immer einfach ist. Herrlich dieser Wald. Ich mag ihn sehr. Man trifft staubige Strecken und kurze Zeit später tiefe schlammige Löcher, welche es gilt mit aller Macht zu durchqueren. Leider bekam ich diesen Dreck nicht aus den Reifen. Es klebte wie Scheiße am Schuh. Eine unlösbare Aufgabe. Erst auf der Straße sollten sich die Teilchen größtenteils entfernen, doch diese war noch weit. Also sammelte ich weiter Dreck, Kilometer und Höhenmeter. Ich verbrannte dabei ziemlich viel Kohlenhydrate auf diesen 18 Kilometern.
Als ich in Althof angelangt war gab es eine angenehme Selbstreinigung. Ich spürte es im Gesicht und im Nacken. Aus sicherer Entfernung muss es schon eigenartig ausgesehen haben wie sich der Dreck der Reifen in hohem Bogen über mich verteilte.
Dann ging es weiter durch die Wälder unserer Stadt. Hier war der Boden etwas trockener und ließ es möglich machen etwas schneller und risikoreicher zu den Wald zu düsen. Nach gut 1h50Min war ich dann wieder zu Hause und hatte mächtigen Hunger. In der Freude auf die nächste Tour freue ich mich schon riesig, denn es regnet ja schon seit Stunden und ich hoffe das es bis Donnerstag so bleibt.
In der Hoffnung auf Schlamm und Modder
grüße ich Euch ganz lieb, Christoph