Samstag, 12. September 2015

Und immer wenn die Sonne lacht ...

... dann sind wir unterwegs. Heute ist Samstag und wer Samstag schon einmal mit der Kirnitzschtalbahn in Richtung Wasserfall gefahren ist, der weiß das unwissende Touris in Bad Schandau ausgesetzt werden, damit diese dann nach dem Bastei Besuch nochmal den Kuhstall erkunden sollten. So auch heute. Ich frage mich immer ob die Leute gerade vom Segelboot gestiegen sind oder vom Laufsteg kamen. Aber was mach ich mir darüber Gedanken?
Während die eine Hälfte des Straßenbahninhaltes in Richtung Wasserfall ging, machte sich die andere Hälfte auf zum Wandern in Richtung Kuhstall. Hier trennte sich schon mal die Spreu vom Weizen, also Hackenschuh und Ballerina vom Wanderschuh. Es ging diesen elendigen steilen Weg hinauf, den wir mit unseren Stöckern in zwanzig Minuten statt den geforderten 30 Minuten geschafft hatten. Ein kurzer Blick auf die Speisetafel der Imbissbude am Kuhstall verriet uns einen stolzen Preis von 3,80 € für einen Kaffee. Hallo? Wir wollten eigentlich einen Kaffee trinken nachdem der Kaffee von heute früh nicht so gewirkt hatte. Wir sehnten uns nach Koffein und ließen es auch dabei bleiben. 
Die Sonne schien von oben und zeigte einen schönen Endzeitsommer. Es begann warm zu werden. Trotz des Windes gingen wir nur noch im Shirt in Richtung Kleiner Winterberg. Dort wollten wir entscheiden wie es weitergeht. Da es Katrin gut ging, entschieden wir uns in Richtung des Lehnsteiges zu gehen bzw. über den Lehnsteig ins Tal zu kommen. An diesem Steig waren wir ebenfalls noch nie und hätten bei Gefahr umdrehen müssen und die Heilige Stiege nutzen können. So unbekannt der Weg für uns nun war, so schön und mystisch schlängelte er sich hinab. Wir hatten nur eine kleine schwierige Stelle bezwingen müssen, aber der Kupferbolzen war bei Katrin deutlich sichtbar. Daher ging ich vorran. 
Ja und dann hatte es auch sie geschafft und zeigte voller Inbrunst ihren Stolz und brüllte es heraus. Und wie schön der Weg letzten Endes doch war, zeigen unsere tollen Bilder. Dauernd gab es Aussichtspunkte die noch zum verweilen waren.
Als wir Schmilka immer näher kamen, begneten uns die ersten Kletterer und Bofer die wohl diese Nacht draußen verbringen werden. Wir indes saßen noch in der Sonne, genossen unseren Kuchen und unser Eis und schipperten dann nach Haus. 
 
Eure Sandsteinjäger