Das Jahr ist nun zu Ende. Wir schreiben den 30. Dezember und es liegt mal kein Schnee. Im Gegenteil 6° C, Matschwetter und absolut kein Fahrradwetter mehr. Für Euch nicht! Unsere Truppe hingegen hatte aber die alljährliche Abschlussfahrt anstehen. So sattelte ich meinen frisch geölten und abgefetteten Bock und fuhr zum Startpunkt. 10.00 Uhr - alle da und ab ging die Post. Leider konnten wir die Wälder nicht so nutzen wie wir eigentlich dachten. Vor ein paar Tagen gab es ja nochmal etwas Frost und dieser schlich sich etwas in den Boden. In der letzten Nacht regnete es aus Kannen und machte so unsere Trails einfach unbefahrbar. Zudem wollten wir noch nach der Tour essen gehen. Aber mit Schweineklamotten wäre das wohl nicht möglich gewesen, obwohl es Schwein geben sollte. Kurzum beradelten wir die Straßen der Doberaner Umgebung. Es ging über die Forstautobahn durch den Wohld und weiter nach Fulgenkoppel, Glashagen, Reddelich, Brodhagen, Doberan, Rethwisch, Admannshagen, Bargeshagen, Lambrechtshagen und Parkentin. Ein absolut große Runde für all die Jenigen die sich in diesem Jahr nicht all zu doll bewegt haben, also so wie ich. Mit 700 Kilometern konnte ich dieses Jahr keine großen Sprünge machen. Andere hatten da 6000 oder 7000 Kilometer auf´m Tacho. Weit weg von dem was ich mir so vorgestellt hatte. Die Baustelle ging halt vor.
Nach meinen 40 Kilometern fingen meine Oberschenkel an zu brennen an. An den anfänglichen Fahrstil hatte ich mich gewöhnt und war auch gut reingekommen. Ich konnte meine 100 % bringen. Doch kurz vor Schluss ließen die Kräfte nach. Zwei Begleiter holten mich immer wieder in den Windschatten. Ich konnte nicht mehr, wollte aber und musste auch. Das Spanferkel würde sonst kalt und das mag ich dann nicht, oder mögt ihr kaltes Spanferkel? Jetzt noch mal alles mobilisieren. Ich könnte ja mein Kohlenhydrat-Gel essen, aber der eiserne Willen zählte in diesem Augenblick mehr.
Wir waren mit 4 Minuten Verspätung nach unserer Spitzentruppe angekommen. 35 Kilometer in knapp 2 Stunden für die Runde. Jetzt konnten wir unsere Sau genießen. Endlich.
Eine weiter Aufgabe kam danach noch auf mich zu. Den Karpfen vom Fischer holen. Frisch auf den Tisch. Vor zehn Minuten noch lebig, jetzt schon tot in der Tüte. Zack, bumm, Schädel auf. Der armen Sau, äh dem Karpfen wollte ich noch mal den Wald zeigen, denn den kannte er noch nicht. Langsam schlich ich von dannen und begann eine Spur über den schlammigen Boden zu ziehen. Mein Bike sah schon toll aus. Alles knirschte und nun gab ich ihm den Rest. Das einzige Bauteil welches noch sauber erschien, war meine neue Kamera. Ich hatte die Abschlusstour und den Rest der Fahrt ordentlich gefilmt. Meistens leider nur von hinten. Ich war ja fast immer letzter. Leider hatte ich heute keine schnellen Abfahrtsvideos im Kasten, da mich Schlamm, Sand und Wasser am Schluss der Tour immer wieder gebremst hatten. Zudem hatte ich ja noch einen Besucher mit an Board der seine 3 Kilo hatte. Da half es auch nicht das ich meine Trinkblase fast leer gemacht hatte. Das Schlimmste kommt noch. Saubermachen!
Egal was kommt und welches Wetter. Wenigstens den groben Dreck von den Teilen entfernen. Es gelang alles ganz gut. Zum Schluss noch ordentlich Öl auf die beweglich Teile und es kann erstmal nichts passieren. Im nächsten Jahr gehts wieder zum Check und dann beginnen auch gleich wieder die Touren.
Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und nicht nur mit dem Rad. Ich hatte noch was gutes für mich und meinen Geist getan: 49,58 Kilometer. Heute brennt der Arsch - mir egal.
Eure Sandsteinjäger
www.sandsteinjaeger.de
Nach meinen 40 Kilometern fingen meine Oberschenkel an zu brennen an. An den anfänglichen Fahrstil hatte ich mich gewöhnt und war auch gut reingekommen. Ich konnte meine 100 % bringen. Doch kurz vor Schluss ließen die Kräfte nach. Zwei Begleiter holten mich immer wieder in den Windschatten. Ich konnte nicht mehr, wollte aber und musste auch. Das Spanferkel würde sonst kalt und das mag ich dann nicht, oder mögt ihr kaltes Spanferkel? Jetzt noch mal alles mobilisieren. Ich könnte ja mein Kohlenhydrat-Gel essen, aber der eiserne Willen zählte in diesem Augenblick mehr.
Wir waren mit 4 Minuten Verspätung nach unserer Spitzentruppe angekommen. 35 Kilometer in knapp 2 Stunden für die Runde. Jetzt konnten wir unsere Sau genießen. Endlich.
Eine weiter Aufgabe kam danach noch auf mich zu. Den Karpfen vom Fischer holen. Frisch auf den Tisch. Vor zehn Minuten noch lebig, jetzt schon tot in der Tüte. Zack, bumm, Schädel auf. Der armen Sau, äh dem Karpfen wollte ich noch mal den Wald zeigen, denn den kannte er noch nicht. Langsam schlich ich von dannen und begann eine Spur über den schlammigen Boden zu ziehen. Mein Bike sah schon toll aus. Alles knirschte und nun gab ich ihm den Rest. Das einzige Bauteil welches noch sauber erschien, war meine neue Kamera. Ich hatte die Abschlusstour und den Rest der Fahrt ordentlich gefilmt. Meistens leider nur von hinten. Ich war ja fast immer letzter. Leider hatte ich heute keine schnellen Abfahrtsvideos im Kasten, da mich Schlamm, Sand und Wasser am Schluss der Tour immer wieder gebremst hatten. Zudem hatte ich ja noch einen Besucher mit an Board der seine 3 Kilo hatte. Da half es auch nicht das ich meine Trinkblase fast leer gemacht hatte. Das Schlimmste kommt noch. Saubermachen!
Egal was kommt und welches Wetter. Wenigstens den groben Dreck von den Teilen entfernen. Es gelang alles ganz gut. Zum Schluss noch ordentlich Öl auf die beweglich Teile und es kann erstmal nichts passieren. Im nächsten Jahr gehts wieder zum Check und dann beginnen auch gleich wieder die Touren.
Ich wünsche Euch einen guten Rutsch und nicht nur mit dem Rad. Ich hatte noch was gutes für mich und meinen Geist getan: 49,58 Kilometer. Heute brennt der Arsch - mir egal.
Eure Sandsteinjäger
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