Donnerstag, 2. Oktober 2014

Katrin bitte Folgen


Eine tolle kurze Tour hatte Katrin da ausgewählt, die man evtl. auch so zu Fuß gestalten kann. Zu aller erst ging es den Täppigsteig hinauf nach Kleinhennersdorf und dann weiter in Richtung Papststein (Schwesterchen kennt die Strecke) und dann weiter in Richtung Gohrisch. Die Waldwege waren sehr gut befahrbar und machen natürlich riesigen Spaß. Ein paar Wurzeln, softig, trailig und schön geschmeidig. Meine Hüfte machte da gut mit. Das Auf- und Absteigen war etwas Problembehaftet. Den Gohrisch ließen wir kurzer Hand liegen und fuhren weiter zu „Onkel Pauls Ruhe“, einer genialen Aussicht zum Lilienstein. Es ging dann über schmale Pfade in den Ort Gohrisch. Kurzfristig hatten wir beschlossen über „Die Folgen“ zu fahren, einer großen weiten Fläche mit viel Überblick und vielen Aussichtspunkten. Katrin bitte Folgen, ich bin der Letzte. Katrin fuhr voraus und wir umrundeten diesen Teil bei Gohrisch einmal. Es ging hier ebenfalls über schmale enge Pfade die richtig Spaß gemacht hatten. An einer Sitzgruppe machten wir dann Halt. Die große Mittagspause stand an und wir vertilgten unsere Mitbringsel. Nebel und Sonne wechselten sich ab. Die Sonne konnte sich aber nicht richtig durchsetzten und so blieb es etwas trüb, aber trotzdem warm. Als wir wieder fahren wollten merkte Katrin, dass dem Reifen etwas Luft fehlte. Sollte sie trotz der guten Reifen über einen Dorn gefahren sein, bzw. sollte er jetzt doch plattbar sein? Auch das noch und dann noch hinten. Bei der Nexus 7 macht es besonders viel Spaß den Reifen zu wechseln, gerade dann wenn man nicht mehr weiß wie man die Schaltung von der Achse löst. Wenn man das geschafft hat, bekommt man diese nicht mehr drauf. Das hatte ich schon mal.
Was haben wir beide da draußen nun in der Wildnis getüftelt und probiert. Zu erst fanden wir das Loch nicht, da haben wir einfach einen neuen Schlauch genommen und die alte Decke nach einem Dorn untersucht. Nichts. Das hatten wir dann schon mal. Doch diese Schaltung… Am liebsten hätte ich den Scheiß hingeschmissen. Immer wieder derselbe Mist. Nur weil Frau Rücktritt fahren möchte. Nach einer Stunde kam mir dann die Gewissheit, erst so, dann so, dann so, zack fertig und falsch rum. Noch mal raus und jetzt aber richtig. Zack fertig. Ich sah trotz der Handschuhe aus wie ein Schwein. Darauf hatten wir uns aber was verdient. Rann zum Bäcker in Gohrisch und erstmal Kuchen und Kaffee. Da war dann die verlorene Stunde wieder Sch… egal. Dann ging es wieder weiter in Richtung Königstein zur Schönen Aussicht, welchen ihren Namen nun leider schon verloren hat. Vor lauter Bäumen zog es uns weiter und kamen bald zur nächsten Aussicht, die zwar nicht verzeichnet ist, aber dennoch ihren Namen verdient hätte. Einen Super Blick hatten wir hier auf Lilienstein und Festung Königstein.
Jetzt kam noch mal etwas für den Kick so zwischendurch. 10 und 15% Gefälle erst auf einer Wiese und dann auf blankem Asphalt. Katrin hatte schon bammel, aber ich war mir da schon etwas sicherer. Ich hatte mir nämlich nen neuen Reifen aufgezogen und die Bar-Zahl etwas verringert. Das war super gut und super geil.
In Königstein leistete ich mir noch was Schönes zwischendurch und weiter ging die Fahrt zurück nach Bad Schandau an der Elbe entlang. Wir fuhren den alten Weg linkselbisch, da dieser jedoch ausgebaut wird, hatten wir arg zu kämpfen. Ich war mit dem Schlamm eigentlich schon gut bestückt. Jetzt das. Schlammlöcher und Matsch wohin das Auge reicht. Das war doch was. Katrin musste und mich störte es herzlich wenig. Immer wieder musste ich die Heckkamera vom Dreck befreien. Ich fuhr vor und Katrin folgte mir in einen etwas weiteren Abstand. Teilweise war es eklig. Gefühlte 2 Kilo Dreck schleppte ich mit mir herum. Die Leute gucken und reden schon. Wie schön, endlich mal.
Die Räder mussten wir dann zu Hause erstmal mit Wasser reinigen, weil wir morgen mit dem Fahrradbus fahren werden und es mit einem etwas gereinigten Rad versuchen möchten. Katrin meinte: „Morgen ist Feiertag“. Na gut.

Eure Sandsteinjäger