Freitag, 25. Februar 2011

Nichts dolles...

Heute war wieder einmal ein wunderschöner Tag. Endlich Freitag und tagsüber viel Sonne. Ich habe mir sehr viel ausgemalt am heutigen letzten Tag der Arbeitswoche. Schon um drei machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ab auf den Bock und rein in den Wald. Eine kleine Tour ohne schlimme Vorstellungen der Route. Irgendwo wird die Reise schon hingehen. Erst einmal in Richtung Osten - in Richtung Hütter Wohld. Diesmal zog ich die Strecke etwas von hinten auf und suchte mir einen neuen Weg. Mein Navi half mir da ein wenig. Hier im Wald gibt es so viele Wege, dass man sich da schon mal verirren könnte. Das geschah mir heute nicht. 
Anfangs hatte ich ein wenig zu tun. Kräftemäßig gesehen ging es ganz gut, jedoch der Wind ärgerte mich ganz schön. Die milde Luft verbesserte diese Situation aber ein wenig. Als ich im Wald war ging es dann richtig ab. Ich stürmte durch den Wald als gäbe es keinen Morgen mehr. Es machte riesigen Spaß. Zum einen war der Boden zwar knochenhart, aber zum anderen staubte es sehr. Das Fahrgefühl war hierbei nicht so besonders. Meine Gabel war schwer beschäftigt. Da traf ich jemanden der ebenfalls schwer beschäftigt war. Ein Biker mit Cross-Reifen stand an einer engen Passage und ließ mich stoppen und nach seinem Befinden fragen. Ihm ginge es nach seiner Aussage recht gut, seinem Reifen jedoch weniger. Hilfe brauchte er weiter nicht. Er wolle erst mal das Loch finden und dann reparieren. Während meiner Weiterfahrt dachte ich mir: "Wiso um Himmelswillen fährt der Typ mit nem Cross-Reifen durch den Wald?" Im Augenblick liegt hier soviel Zeug herum. Da lohnen sich schon die "fetten" Reifen mit den tollen Stollen. Im Wald direkt habe ich mir noch keinen Plattfuß geholt. Nur davor oder dahinter ...
Als ich diesen ersten Part durch den Wohld hinter mir hatte, ging es dann in das Quellholz (dem Doberaner Stadtwald). Jetzt musste ich noch mal alle Reserven rausholen. Da gibt es so einige Hügel die man sonst geschickt umfährt, bzw. irgendwelche Umleitungen nutzt. Da heute bei mir noch ordentlich Luft vorhanden war, musste ich diesen bösen Berg hinaufklettern. Diesmal schaffte ich ihn sogar mit ordentlicher Geschwindigkeit. Der kleine Kanten hat es richtig in sich, sofern man ihn mit dem Rad erklimmen möchte. Etwas leichter Schotter mit wenig Grip, dazu alle drei Meter ein liegender Querbalken der den Schotter halten soll. Wenn´ne hier stehst dann stehst ´de.
Es war heute mal ne kleine tolle Runde nach einer langen Arbeitswoche. Die Tage werden jetzt auch wieder länger und das Wetter wird besser. Hoffentlich.
Anbei liegt noch die Route und ich hoffe das ihr mal wieder die Homepage besucht - Sandsteinjäger

Wochenendgrüße aus dem Wald
Christoph



Radroute 833529 - powered by Bikemap 

Sonntag, 20. Februar 2011

Frostige Waldtour

Die heutige Strecke hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt. Verabredet mit ein paar Forum-Freunden wollten wir ganz neue Wege gehen. Das ist nicht immer einfach, denn auf den Wegen die man kennt teilt man sich die Kraft so ein wie man sie braucht und später auch abrufen kann. Heute dagegen kam alles anders. Zuerst habe ich 20 Minuten auf die anderen gewartet. Nicht schön bei -3,5°C (gefühlt -7°C). Dazu keinen Sonnenschein - also typisches Winterwetter. Auf eines freute ich mich jedoch schon: Mein Navi fürs Bike. Der zeigt alle wichtigen Daten an und man kann sie später auf eine Internetplattform einstellen. Wenn es dann auch noch möglich ist, lädt man sich die gefahrene Tour auf die eigene Homepage. So wie ihr sie unten seht. Das Ding hat einen riesigen Vorteil: man kann nicht schummeln. Jedoch ohne Gedanken an mein Navi zu verschwenden suchte ich die Kraft, die ich heute noch richtig brauchen würde. Schon anfangs merkte ich, dass dies heute kein Zuckerschlecken wird. Schon die ersten Kilometer gingen für mich gegen den eisigen Nord-Ost-Wind. Der machte schon zu schaffen. Im Wald war es da schon "angenehmer".
Bei den Abfahrten war Vorsicht geboten. Kleine armdicke Äste unter dem Laub brachte den einen oder anderen schon in arge Bedrängnis. Dazu der harte Boden. Es verlief also nicht immer optimal, aber der Spaß war trotzdem da. Desöfteren waren wir gezwungen die Wege von kleinen Bäume zu befreien. Es war so eine Art Waldarbeit. Da ich sehr oft heute hinten fuhr, räumten die Vorderen schon am Weg herum und schafften Platz während ich mich den Gefahrenstellen erst näherte. Einen Teil der Äste legen viele Fußgänger dorthin, weil sie sich von den Radlern gestört fühlen. Den anderen Teil legen sich die Reiter hin, um mit den Gäulern ihre tollen Hindernisse zu überspringen, der andere Teil nennt sich Waldsterben.
Für uns ging es heute auf und ab. Einer Abfahrt folgte sofort eine neue Auffahrt. Langsam bekam ich Probleme mit meiner Wade und hinkte etwas hinterher. Ich wurde dann in die Mitte genommen und konnte dann etwas besser mithalten. Ich freute mich schon auf den Seniorenteller im Quellental, doch der war noch weit weg. Ungreifbar Nahe, also weit weg, sehr weit weg.
Endlich angekommen im Tal der Quelle, zeigte sich die Sonne etwas. Wir wollten schon draußen essen, aber das war wohl etwas riskant. Da wird das Essen ja ganz kalt, so wie das Powergetränk eines Fahrers. Dies war nämlich auf der Fahrt gefroren. Mein heißer Tee hingegen wärmte mir immer schön den Rücken und würde nicht so schnell einfrieren.
Es hieß also Einkehr mit einer etwas längeren Pause. Mein Navi nahm natürlich diese Zeit mit auf und verfälschte die Durchschnittsgeschwindigkeit. Sie verringerte sich von aktuell 15 km/h auf satte 6,5 km/h. Pech gehabt, aber interessiert nur mich persönlich.
Danach ging es wieder in die Kälte. Komisch war es. So klammig und kalt. Alles noch eisiger als vorher. Die Beine waren noch schwerer geworden, aber irgendwie wollte man weiter, denn die schönsten Stellen kommen ja noch.
Erster Tophalt war das Krankenhaus in Doberan - nein, nichts passiert. Es ging zum Hubschrauberlandeplatz der auf einer schönen Anhöhe am KKH liegt. Hier führt eine schöne Treppenpassage hinauf, nur nicht für uns. Wir wollten diese jedoch nur runter. Wie am Faden gezogen fuhren wir die Treppe hinunter - noch mal raufgetragen und wieder runter, und so weiter. Vom KKH hat man gute Einsicht zum Platz. Es wurde bestimmt schon gewettet, wer gleich zum Haupteingang hinein kommt und Hilfe braucht.
Als langsamster übernahm ich nun die Führung der Truppe, musste jedoch an den nächsten Kuppen erfahren wo im Augenblick die Schmerzgrenze liegt. Hinab ging ja noch, aber rauf ....
Irgendwann ging dann hinab auch nicht mehr. Durch das Aufstellen auf die Pedale bekam ich immer wieder einen Krampf. So verabschiedete ich mich in Althof von der Truppe, um mich selbst nach Hause zu bringen. Aber eines musste ich noch tun. Ich fuhr noch mal zu Klaus, das heißt noch mal durch die Stadt und bergauf. Da das Tempo nun aber überhaupt nicht mehr so hoch war, ging alles glatt. Ich kam dann auch zu Hause heil an und legte mich gleich hin.



Radroute 828280 - powered by Bikemap 


So sieht die Grafik dann aus, wenn ihr Java-Script aktiviert habt. Das ist also meine heutige Tour gewesen.

Gruß mit Wadenkrampf
Christoph

Samstag, 12. Februar 2011

Anbaden

Die Sonne weckte mich heute sanft.... Quatsch, Katrin weckte mich heute wieder mit aller Härte. Irgendwann jedoch konnte ich durch einen Spalt der Nachtverdunkelung hindurch in den Himmel schauen. Was sah ich da? Nichts, nur blauer Himmel. Das weckte wieder den Radler in mir und ich wollte nach dem Frühstück gleich los. Anfangs jedoch besuchte ich mit Katrin jedoch noch unseren Klaus. Da ich schon auf der Ecke war, fuhr ich durch den Kellerswald in Richtung Brodhagen. Hier im Wald war es sehr kalt und der Boden war ordentlich gefroren. Später auf der Dorfstraße, kurz vor Brodhagen, kam extrem kalter Wind dazu. Die Sonne half da wenig weiter. Da musste ich mal wieder umrüsten. Gesichtschutz wieder rausgekramt und einen guten Schluck heißen Tee genommen. Weiter ging es mit Ziel "unbekannt". So recht konnte ich mich nicht entscheiden wohin mich der Wind heute treiben sollte. Was mich jedoch neugierig machte, war schon die Ostsee. Die wollte ich heute bei Sonnenschein und Wind schon sehen.
Erstmal wollte ich Kilometer machen. Das heißt Umwege waren heute kein Problem und Zeit hatte ich auch. Ob meine letzte Erkältung mich entkräftet hatte, würde ich spätestens in einer Stunde merken. 
Ich fuhr also viel Straßen- und Radwegkilometer. Von Vorder Bollhagen ging es den neuen Radweg nach Hinter Bollhagen und dann über den "Millionenhügel" weiter nach Wittenbeck. Hier stieß ich auf den Weg der von der "Nassen Ecke" zur Ostsee führt. Begegnungen der anderen Art hatte ich diesmal mit Rennradfahren. Kein Gruß, nur ein Blick der Strafung traf mich. Wiso? Rasiere ich mir etwa die Beine? Fahre ich mit bunten und hautengen Anzügen durch die Gegend und kaufe mir mein Essen in der Apotheke? Hab ich Angst vor Dreck oder die? Ich hätte denen am liebsten nen schönen Witz erzählt, kannte wieder mal keinen so auf die Schnelle.
So langsam näherte ich mich der Ostsee und dem Punkt in der Nähe Wittenbecks, wo ich meiner Frau mal den Heiratsantrag gemacht habe. Jetzt begann die Zeit der Fußgänger"jagd". Da waren wieder die "Alten" unterwegs, die meinten das der Radweg ihnen ganz allein gehört. Trotz mich bemerkbarmachens kam wieder mal Gebrubbel hinterher. Die junge Gesellschaft machte Platz und erwiederte meine Bedankung mit positiven Bemerkungen. Warum diese Unzufriedenheit der Rentner? Weiß nich.... und da sag bitte noch einer, die Jugend sei ungezogen.
Nach meiner Fotosession im Wald vor Heiligendamm (also einer kleinen Pause) setzte ich meine Reise fort. Es wartete der Strand von Heiligendamm auf mich. Mit einem Spurt raste ich über den Strand. Nass und tief präsentierte er sich mir. Eine tolle Perspektive hatte ich hier in Richtung Ostsee und ich stellte mein Rad in Position. Tolles Foto.
Nun fuhr ich durch den Großen Wohld in Richtung Doberan zurück. Hier schien die Sonne in den Wald und taute den Boden richtig auf. Das was ich an anderen Orten so vermisste, hatte ich nun in doppelter Menge. Wasser und Modder in rauhen Mengen - geil. Jetzt ließ ich nochmal den Puls in die Höhe schnellen. Bei tollem Wetter hatte ich am Ende 31 Kilometer auf der Uhr. Alles in allem ein toller Trainingstag und nun ich warte auf den nächsten Schnee und auf meine Bestellung bei "rose.de". Das wird auch wieder Freude bereiten.
Gruß vom Alleintrainierer Christoph