Endlich ist es wieder soweit. Die erste Tour im Jahre 2011 nach langem hin und her. Eine Zeit des Wartens ist vorbei. Immer wieder hatte ich mir vorgenommen meine Runden mit den neuen Bauteilen am Bike zu drehen, doch das Wetter machte meinem Gemüt zu schaffen.
Trotz der heute winterlichen Temperaturen um die -2° fühlte es sich an als sei es Frühjahr. Überall machte sich buntes Treiben breit, besonders bei den Bewohnern im Wald. Zwitschern und Tirilieren überall. Überall im Wald schaute die Sonne durch die Baumwipfel hindurch und verbreitete eine mystische bis freundliche Atmosphäre. Wenn der Boden nicht so durchgefroren wäre, käme einem schon der Gedanke das es März sei, doch dem ist leider nicht so. Auf diese Tage müssen wir noch ein paar Wochen warten.
Mein Tee im Rücken wärmte mich sehr und mit flotter Geschwindigkeit zog ich meine Bahn so gut es ging. Es sollte für mich eine kleine Einführungstour werden und eine Vorbereitung auf neue Touren sein, denn für den Sommer haben wir große Routen geplant. Zum anderen wollte ich meine neuen Teile testen. Zum Geburtsttag hatte ich mir Geld gewünscht und dies sinnvoll am Rad verbaut. Ich hoffe man kann die schwarze XT-Kurbelgarnitur, die Yumeya-Kette und die 9-fach Kassette gut erkennen. Diese Teile sind einfach top und hiermit bedanke ich mich nochmals bei allen Spendern.
Jedenfalls machte es von Anfang an Spaß mit dem neuen Gerät zu "arbeiten". Die Leichtigkeit der Kurbel bestätigte sich sofort. Schaltung präzise mit eingebautem Spaßfaktor.
Leider war heute nicht viel mit Staub oder Modder. Hart gefrorener Boden mit den Hinterlassenschaften aller Tiere war heute angesagt. Ein Schlammloch hätte mich fast zum Sturz gebracht. Es ist ein Schlammloch welches selbst im Sommer kaum austrocknet. Das Eis dieser Pfütze schon seit Tagen zerborsten und in ihr Wasser bis zum Anschlag. Leider war ich zum anhalten zu schnell und so entschied ich mich für einen "Bunny-Hopp". Ohne Schanze das Rad durch die Luft wirbeln und einfach drüber fliegen. Das klingt so, als wenn man sich selbst an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen kann. Und ich sag Euch: "Das funktioniert wirklich". Doch ich hätte heute vielleicht noch etwas üben sollen, denn so ganz hat es dann doch nicht geklappt. Leider war ich beim Sprung etwas zu langsam, so dass ich mit dem Hinterrad den Rest der "Eislandschaft" zerstörte. Wasser und Eisplitter flogen durch die Luft, ich war auf der anderen Seite und es war glücklicher Weise nichts passiert.
Irgendwann hab ich noch den letzten Schnee gesehen (sofern er denn der letzte Schnee sein wird). Dann war endlich die Zeit für die Heimreise gekommen. Schnell ging es vorran, denn auf mich wartete eine heiße Dusche.
Ein Sandsteinjäger in Bestform