Es war mal wieder ein toller und gelungener Urlaub. Zwar hatte uns der Regen in den ersten Tagen geärgert, doch wir haben uns es nicht vermiesen lassen. Während Katrin sich am ersten Tag zuweilen ausruhen musste, bestritt ich meine erste alleinige Tour auf einen Gipfel. Ich habe es genossen allein ein Trail in meiner Geschwindigkeit zu befahren. Es war sozusagen mein Warm-Up zu den nächsten Tagen. Ich wollte wissen ob ich fit war und übertrieb es ein wenig. Das zudem noch eine Erkältung folgen sollte war für mich eine Strafe. Eine Strafe dessen Schuld ich mir nicht bewusst war. Ich hatte doch nichts getan.
Katrin kurierte ebenfalls ihre Steißbeinprellung aus. Glücklicher Weise hat es in der Zeit geregnet. Wir brauchten uns also doch keine Vorwürfe machen. Wir hatten also doch nichts verpasst und änderten sofort unsere Strategie. An welchen Tagen wollten wir wohin fahren und wann benutzten wir Fähre oder Bahn? Alles wurde in Erwägung gezogen damit wir am richtigen Tag unsere Monatskarte für die Fahrräder (war billiger) und die Wochenkarte für uns beide kauften. Unsere neuen Ziele waren somit klar - das schöne Wetter konnte kommen. Die Regentage nutzten wir um uns in Bad Schandau umzusehen. Hier kauften wir uns eine Profilkarte der Sächsisch-Böhmischen Schweiz. Es war etwas Besonderes, denn sie half uns bei der weiteren Streckenplanung weiter. Man konnte ja nun die Höhenunterschiede praktisch sehen und fühlen. Die theoretische Streckenansicht mit Angabe der Höhenprofile waren trotzdem wichtig, jedoch nur für die vorraussichtlichen Fahrzeiten. Leider lässt sich diese Karte im A1-Format nicht falten. Sie ist aus Plastik und wird zu Hause im Hauptquartier eingerahmt. Wie verrückt muss man sein?
Unsere Strecken wurden höher und anspruchsvoller als im letzten Jahr. Unsere diesjährige Mission "2011 Reloaded" war aber wettermäßig etwas durchwachsener. Dies spürte ich am Rücksack. Zwar hatten wir beide wie immer noch Ersatzshirts mit, aber es kamen noch Regenjacken oder langärmlige Sachen mit. Neben Proviant und meiner Trinkblase, sowie Werzeug und Ersatzschläuchen war also noch allerhand Kleinzeug dabei. Man weiß ja nie was so passiert. Erst gegen Ende des Urlaubs machten sich meinen Schultern bemerkbar und merkte ich, dass ich sehr lange im Sattel gesessen haben musste. Vielleicht sollte ich mir noch einen anderen Sattel zulegen. Es ist ja nur ein Race-Sattel (also für MTB-Rennen) aus Carbon mit ein wenig Gelpolster und Leder. Andere meinen immer ich könne mich gleich auf die Sattelstütze setzen, da wäre kein Unterschied.
Mit 310 Reisekilometern und 3520 Höhenmetern haben wir aber dennoch einen eigenen neuen Rekord aufgestellt. Dazu kommen noch meine 300 Höhenmeter zum Kohlbornstein dazu und so einige weitere Meter dazu. Die täglich Auffahrt zur Gaststätte "Liethenmühle" beträgt auch schon 120 Meter.
Leider sind wir aber dies Jahr nicht zum Unger und nicht zur Napoleonschanze gekommen. Viele andere Wege und Gipfel warten weiterhin auf uns. Im nächsten Jahr wird es vorraussichtlich keine Tour in den Süden geben. Sollte dennoch die Möglichkeit bestehen ein paar Tage in die Berge zu fahren, so werde ich am 17. Fahrradfest der SZ teilnehmen. Mein Ziel wird es sein die Strecke mit 70 Km zu fahren und natürlich zu schaffen. Immerhin habe ich ein Jahr Zeit zu trainieren. An diesem Tag wird sich Katrin dann in Dresden rumtreiben oder die 12 Kilometer-Runde fahren und mich dann im Ziel wieder begrüßen. Wäre schon geil. Ach ja, das müssen wir uns aber genau überlegen ob wir im nächsten Jahr dafür Zeit haben.
Bis zum nächsten Trainingsbereicht in unserer Heimat
Eure Sandsteinjäger
