Heute sollte es zu einem alten Ausflugsziel gehen, welches wir bereits schon gesehen haben. Es ist eine kleine Tour, bei der doch die Erholung eine Rolle spielen soll. Zwar gibt es auch wie anderswo ein auf und ab, aber die Länge spielt eine große Rolle.
Wir standen wie schon fast üblich wieder morgens zur selben
Zeit am Bahnhof, um unseren Zug in Richtung Sebnitz zu nehmen. Wir stiegen
jedoch in Ulbersdorf aus. Von hier aus ging es nach Lohsdorf. Leider fehlte
heute irgendwie die Sonne. Ein Mischmasch aus Wolken-Nebelbrühen-Mix trübte den
Himmel. Es war aber dennoch nicht kalt und der Wind war auch nicht so zu
spüren, da wir diesen heute mal im Rücken hatten. Vorwärts, vorwärts. Endlich
in Lohsdorf angekommen entschieden wir nun den alten Verbindungsweg nach
Hohnstein zu fahren und die Strecke über Ehrenberg auszulassen. Ehrenberg hätte
uns sehr interessiert, da dieser einen tollen Bäcker hat. Stattdessen kämpften
wir uns diese Straße weiter hinauf. Jetzt war schon Hohenstein im Blick und es
war noch früh am Tag. Wir hatten in dieser kurzen Zeit schon einige Kilometer
gerissen. Es ging also zur Burg im Zentrum. Dort machten wir unsere erste große
Pause. Katrin lief zum Bäcker und holte uns „Coffee to go“ zum mitnehmen,
nebenbei fütterte ich die Spatzen mit unserem Entenbrot, welches wir schon seit
Tagen mitschleppen. Danach fütterten wir uns mit all unseren Leckerein und dem
warmen Kaffee. Es musste dann irgendwann weitergehen und wir packten zusammen.
Wir verließen den Fuß der Burg mit leidenden Gesichtern. Es ging wieder
teuflisch bergauf in Richtung Brandstraße. Über den Brandrücken ging es zur
Brandaussicht. Selbst heute war diese gut besucht und wir hatten mächtig zu
klingeln und zu rufen, aber da hat sich diesmal keiner beschwert. Zurück nahmen
wir wieder die tolle Abkürzung in Richtung Napoleonschanze, die ein wenig
illegal ist. Wir hatten aber die Räder geschoben und können uns so keinen
Vorwurf machen. Auf der Lichtung angekommen ging es dann in Richtung Gipfel.
Mit der Aussicht war es heute nicht so, aber da mussten wir heute durch. Während
dieser Pause holte Katrin noch Kuchen heraus. Den hatten wir dann eifrig
verspeist. Irgendwie hätten man sich hinlegen können. Auf der harten Bank
lehnten wir uns Rücken an Rücken und versuchten mal ein Päuschen zu machen. Ich
konnte mich nicht beschweren, es war windgeschützt und angenehm. Katrin aber
jaulte nach 5 Minuten, dass sie so nicht sitzen könne usw.
Es ging nun abwärts. Über die lange Wiese ging es hinunter
ins Tal, wo dann die Straße nach Bad Schandau beginnt. Tolle Abfahrt und macht
immer wieder Spaß. Bis auf die letzten Meter. Die Wiese war ganz schön
rutschig, das merkte ich bereits während der Fahrt. Das Wasser spritze immer
wieder hinauf, so dass ich auch wusste, dass es nass sein könnte. Am Ende der
Strecke stand ich schon fast und da riss mein Hinterrad herum und mein Bike schleuderte
mich auf die Wiese. Ich kippte und schlidderte in Richtung einer Pfütze, kam
aber schnell zum halten. Was meint ihr wie schnell Katrin unten war.
Krankenwagen, tatüt tata? Nein, alles in Ordnung. Dem Rad geht’s gut. Ich habe
mir nur die Bänder an der Hüfte etwas gedehnt, aber das wird schon wieder.
Danach ging es dann weiter hinab die 12% Gefälle Straße. Ha,
die musste noch sein, das geht sicherlich. Bis nach Schandau fuhren wir die
Straße, die dann später sogar wegen Bauarbeiten gesperrt ist und wir die Straße
für uns allein hatten. Da kann man auch mal mit 50 km/h in der Mitte fahren.
In Schandau kauften wir noch ein und fuhren dann nach Hause.
Morgen gibt’s einen Fußmarsch, damit wir auch mal später aufstehen können. Langsam
geht’s an die Substanz. Wir werden doch alt, oder sind zu schlecht trainiert.
P.S. Für die diesmal entstandenen Rechtschreibfehler
übernehme ich keine Haftung. Sie werden in Kürze beseitigt
Eure Sandsteinjäger