Sonntag, 3. Juli 2016

Lilienstein - das Wahrzeichen



Wie ich mir ja geschworen hatte, wollte ich die Gitti richtig schaffen. Dabei war sie heute früh schon sehr müde gewesen, obwohl gestern ja nur der Shopping- und Ausruhtag war. Und nun heute. Da war nicht mehr der jugendlich Leichtsinn von gestern. Zwar konnte sie noch lachen, aber man konnte ihr anmerken das sie leicht schwächelte. Margitta hatte nach der vorgestrigen Pause und der gestrigen kleinen Radtour wieder Kraft getankt. So hatten wir für heute eine Busfahrt mit anschließender Bergbesichtigung geplant. Eine kleine Rundtour, die es am Ende doch noch in sich hatte. 
Wir fuhren also mit dem Bus bis Waltersdorf und liefen dort an einer Bienenwiese vorbei wie ich sie so noch nicht gesehen hatte. Es roch nach Kamille, Salbei, Dill und viel mehr. Den Lilienstein bestiegen wir wieder klassisch von Norden, um dann oben auf dem Plateau eine Rundwanderung zu drehen und dort unsere große Pause zu machen. Und da ja heute Sonntag ist, war wieder eine Menge los dort oben. Da waren mal wieder Touris unterwegs, die wohl meinten dass der Lilienstein eine Freizeitanlage ist, die mit einer Treppe zu bewältigen ist. Flip-Flop, kurze Leo-Hose, Tank-Top und Flasche Bier in der Hand. Tja, das war der Härteste der uns heute begegnete. Seine Rote Rübe wollte gleich platzen. Da half auch nicht die alkoholische Flüssigkeitsaufnahme beim Verlust des Hydro-Haushalts. Er war ja kurz vor seinem Ziel, der Getränkebude auf dem Lilienstein. Da konnte er sicherlich nochmal nachtanken, um dann die Heimreise antreten zu können. Wir indes hatten alles gesehen. Auch den Typen in Radlerhosen. Ist ja nichts Schlimmes wenn man mit dem Rad kommt und es unten am Fuße des Steins anschließt, um dann noch einen Aufstieg zu machen. Seine Knitte war ebenfalls mit bei, aber noch lang nicht so sportlich gekleidet. Sie hatte nur Turnschuhe an. Telefonisch meinte er zu seinem Kumpel: „Also Königstein können wir nen Haken machen, jetzt sind wir auf´m Lilienstein – Haken machen, und dann noch Winnetou heute abend. Haken machen. Dann haben wir die Sächsische Schweiz durch.“ Wenn das so einfach wäre. Wir fahren schon seit 1999 hier her und haben in diesem Jahr 4 neue Touren (bis jetzt) erlebt. 
Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, mit Wolfgang bin ich dann noch bis zur Spitze gegangen, er fand es sehr beeindruckend. Da das Wetter mitspielte, hatte man sehr gute Sicht in das Land. Der Abstieg ging dann über die Südseite, wo uns zu diesem späten Zeitpunkt noch Leute entgegen kamen. Vielleicht wollte sie ja alle noch zu Winnetou zur Felsenbühne? Wir liefen dann nach Prossen zurück und weiter nach Bad Schandau. Mit der Fähre ging es nach Hause und wir konnten wieder mal einen tollen Tag verbuchen. Selbst Margitta hat diesen Tag mit den 11 Kilometern und 400 Höhenmetern super gemeistert. Für die nächsten Touren sind wir wieder allein und werden weiter berichten.
 
Eure Sandsteinjäger 
(ich bin hundemüde und wahrlich geschafft - Mein Plan ging wohl doch nicht auf)