Dienstag, 5. März 2013

Christoph und der 40ste Roybär

Was die Sonne alles so bewirken kann?!
Schon am Samstag kam der Hauch des Frühlings in unsere Breitengrade, der sich aber auch schnell wieder verzog. So war eine Bike-Runde die bessere Lösung am Sonntag angebrachter als alles Andere. Den Startpunkt verlegten wir auf die Mittagszeit und hofften somit auf eine höchst angenehme Erwärmung der Atmosphäre. Um die 6° Celsius sollten es werden. Zeit für die kurze Hose? Na ja, ich ließ es lieber sein. So radelten der „Roybär“ und ich in Richtung Hütter Wohld. Die Straßentour vom letzten Mal wäre fatal wegen des Windes geworden. So wollte ich lieber in den geschützten und trotzdem sonnenreichen Wald. Hier war heute alles an Bodenzuständen zu haben. Von harten und noch gut gefrorenen, bis nur leicht mit Schnee bedeckten und zum Teil auch kräftig matschigen Verhältnissen war alles zu haben. Die kleinen Rinnsale mutierten zu Bachläufen. Überall plätscherte es und zeugte so vom Frühling. Die Vögel taten ihr übriges. Herrlich, es ist Frühling. Noch ein paar Wochen und es wird die Uhr verstellt, dann haben wir abends wieder eine Stunde mehr, um draußen zu sein.
Es ging gleich munter los. Locker und mit tüchtigem Wind im Nacken kam der Wald immer näher. Das war einfach, doch die kleinen Hügel im Wald jagte ich Roy dann hoch. Ich dachte schon mir würde die Puste ausgehen, aber ich fühlte mich wieder gut. Der Spaß kam auch nicht zu kurz. Dank meiner Kamera filmte ich fleißig mit und war schon mit meinen Gedanken zu Hause am PC, um den Film zu scheiden. Man muss ja vorausschauend filmen.
Da ich ja nun die Strecke sehr gut kenne, kann ich mir die Kraft auch so einteilen wie ich sie brauche. Zudem fehlte meinem Partner noch etwas an fahrerischer Technik. Das kostet dann nämlich Kraft und daher fragte er schon später „da geht’s doch nach Ivendorf“ und „geht’s in diese Richtung nach Althof?“. Er befürchtete wohl schlimmeres und wollte mich etwas bremsen. Das tat ich auch, ich brauchte ja auch noch Filmmaterial. Schlimm war nur das plötzlich meine Kamera ausfiel. Mist. Und das bei einer geilen Nahaufnahme. Was nun? Versuch macht klug. Die Kamera hat einen „Reset“ Knopf. Was man alles resetet, wusste ich nicht. Egal, ich brauchte ja Material. Klack und sie lief wieder. Ob ich irgendwelche Einstellungen damit veränderte hatte oder ob sie zurück in die Werkseinstellung springt war mir unbewusst, aber sie lief. Das Ergebnis würde ich später am PC sehen.
Weiter ging es auf und ab, durch Pfützen und enge Pfade. Selbst Bäche konnten uns nicht aufhalten. Die Kamera hielt alles fest. Im Nacken hörte ich schnauben und pusten. Ich befürchtete das Schlimmste. Hält er noch durch? Die kleinen Pausen zwischendurch hielten ihn am Leben, so dass ich am liebsten noch eine Runde gedreht hätte. Zum einen für mehr Filmmaterial und zum anderen für mehr nasse Sachen.
Nach vielen Metern und auf und ab war dann endlich Althof in Sicht. Der Tag war noch nicht vorbei, denn jetzt begann die heimatliche Hochdruckwäsche.

Die Roybär-Version gibts auch als Film.

Schlammige Grüße aus dem Wald
Roy + Christoph