Donnerstag, 6. Juli 2017

12 Uhr Mittags


Spät ging es heute aus dem Haus. Erst gegen 12.00 Uhr startete das erste Highlight des Tages. Angeblich 6 Kilo spanische Sprengkraft gegen 32 Meter sächsischer Baukunst. Der alte Schornstein der ehemaligen Sägewerks musste nun weichen und hatte am Ende eines durch Drähten verschickten Zündfunkens keine Chance mehr. Der Turm fiel in wenigen Augenblicken auf den vorgesehen Platz. Etwas mehr Knall und etwas mehr Staub hätte ich mir schon vorstellen können, obwohl mir persönlich 6 Kilo sehr viel vorkommen. Egal, puff, peng und umgefallen.
Jetzt gingen wir in der brütenden Hitze zum Bus und fuhren dann bis Schmilka, setzten dort mit der Fähre über und fuhren dann noch mit der Bahn eine Station weiter. Ausgangspunkt war heute die Gelobtalmühle Schöna. Steil und steiler gingen wir einen mit Sandsteinplatten verlegten Weg hinauf zu einem kleinen Stausee für die Mühle. Prächtig und genial und schön. Wenn die Bremsen nicht währen könnte man noch länger verweilen. Hier aßen wir das erste Mal, denn es war ja schon halb zwei durch.
 Immer weiter zogen wir den schwierigen Pfad durch das Gelobtbachtal hinauf in Richtung der Quelle. Der Weg kreuzte immer wieder den Bach und die Grenze. Teilweise ging der Weg den Bach hinauf. Es war abenteuerreich, aber mit wasserfesten Schuhen ist das möglich. Irgendwann mussten wir den Weg verlassen und gingen dann in Richtung einer Sperrung. Hier wurde mal wieder Holz geschlagen. In diesem Gebiet haben wir jedes Jahr Glück mit solchen Umleitungen, aber mit viel Geschick leiteten wir uns selbst aus dem Gebiet und kamen dort an wo wir auch hin wollten: Schöna.
Nun war ich Patient der eigenen DRK Station geworden. Ich hatte mir eine Blase am Zeh gelaufen. Toll. Irgendwie haben wir uns dann was einfallen lassen und das hatte dann auch irgendwie geholfen. Ich wollte dann aber auch aus den Schuhen raus. Schnell Duschen und rüber nach Schandau zum Essen. Jetzt sitzen wir hier bei 25°C auf der Terrasse; die Sonne ist bereits weg und die Junikäfer geben wieder mal ihr Bestes; Schorsch (wer die anderen Postnachrichten gelesen hat weiß um wen es geht) hat mit Gummistiefeln wieder in der Elbe gestanden und den Pegel vermessen - also alles in Ordnung.   
Eure Sandsteinjäger