Samstag, 22. November 2025

Von der Traumtour zum Naben-Drama – Nachbericht zum 8. September

Der 8. September sollte eigentlich ein Highlight unseres Urlaubs werden: eine richtig schöne Fahrradtour durch die Landschaft, Sonne im Gesicht, Wind um die Nase, und das Gefühl von Freiheit auf zwei Rädern. Doch wie es manchmal so läuft, wurde aus der Traumtour ein technisches Abenteuer, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Wir waren gerade mitten im Flow, als plötzlich die teure Vorderradnabe beschloss, ihren Dienst zu quittieren. Ich nenne es jetzt einfach mal „Totalschaden deluxe“. Statt weiter über Hügel und durch Täler zu rauschen, mussten wir den Rückzug antreten – langsam, fast schleichend, zurück zur Unterkunft. Die Bikes wurden in die Ecke gestellt, beleidigt und stumm, und wir beschlossen: Ab sofort wird der Urlaub eben zu Fuß erledigt.

Natürlich versuchte ich, den Händler zu erreichen, der das Rad damals vor einigen Jahren quasi „zusammen gemeißelt“ hatte. Aber das Telefonat brachte rein gar nichts – keine Lösung, keine Hilfe, nur das Gefühl, dass ich besser Rauchzeichen gesendet hätte.

Zum Glück meldete sich der Hersteller der Nabe blitzschnell zurück. „Das darf nicht passieren!“, hieß es, und schwupps gab es 50 % Rabatt auf eine neue Nabe. Ein halber Sieg, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Mein ursprünglicher Plan war, die Nabe selbst einzuspeichen und dann zentrieren zu lassen. Doch für 70 Euro ließ ich es in unserer Stadt erledigen – mit der kleinen Komplikation, dass beim Zentrieren links und rechts verwechselt wurden. Na ja, solche Details machen die Geschichte erst richtig rund. Am Ende sitzt die Nabe drin und läuft wieder wie sie soll.

Und weil Unglück bekanntlich Appetit macht, habe ich mir gleich noch neue Pedale gegönnt – die Raceface Turbine, passend zum Lenker im Kashmoney-Goldlook. Selten, nicht günstig, aber immerhin im Sale. Jetzt glänzt das Rad nicht nur technisch wieder, sondern auch optisch wie frisch vergoldet.

Beim Durchstöbern meiner Fotos kam dann die große Überraschung: Der Bruch war schon im August sichtbar! Ich bin also noch fröhlich mit kaputter Nabe herumgedonnert – Respekt an das Material, das trotzdem durchgehalten hat. Wahrscheinlich hätte ich den ganzen Urlaub fahren können, ohne dass etwas passiert wäre. Aber jetzt ist alles wieder heile, und ich kann wieder loslegen.

Nur der Dämpfer macht noch Probleme. Die Firma, die ihn zuletzt gewartet hat, scheint es nicht mehr zu geben – klassischer Fall von „Service ins Nirvana“. Aber egal: Die kalte Jahreszeit beginnt, und ich freue mich schon auf den ersten Schnee. Denn das wird richtig geil.

Fazit: Aus einer geplanten Traumtour wurde ein Naben-Drama mit Hotline-Desaster, Zentrier-Chaos und spontanen Fußmärschen. Doch am Ende sind die Sandsteinjäger wieder startklar – mit neuer Nabe, Raceface Turbine Pedalen und Kashmoney-Goldlenker. Bereit für die nächste Runde, diesmal hoffentlich ohne Totalschaden.


Eure Sandsteinjäger 

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