Freitag, 14. Juli 2023

Kaiserkrone im Abendlicht

Nach einem wunderschönen Ausflug zur Hunskirche hatte Katrin eine tolle Idee. Sie schlug vor, einen abendlichen Rundgang zur Kaiserkrone zu machen. Begeistert von der Idee, machten wir uns auf den Weg. Ich sortierte meine Ausrüstung, während Katrin das Auto vorbereitete, und schon bald fuhren wir in Richtung Schöna.

Als wir in Schöna ankamen, begann die Sonne langsam unterzugehen. Die Bürgersteige waren bereits hochgeklappt und das Dorf wirkte still und verlassen. Alles spielte sich nur noch in den Gärten und Häusern ab. Der Himmel zeigte sich klar und versprach einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Wir hatten für den Abend Proviant dabei – Wein, Gösser und Knabberzeug. Nachdem ein anderes Paar, das zuvor dort gewesen war, bereits abgezogen war, hatten wir den Sonnenuntergang ganz für uns allein. Es war wahrhaftig schön, die Sonne hinter den Bergen verschwinden zu sehen und den Moment gemeinsam zu genießen.

Als die Sonne vollständig verschwunden war, wurde es langsam dunkel. In der Dunkelheit hörten wir plötzlich das Jaulen eines Fuchses. Es klang eher nach Asthma als nach normalem Bellen. Dieser ungewöhnliche Klang fügte dem Abend eine mysteriöse Note hinzu.

Mit unseren Kopflampen begaben wir uns zurück zu unserem Auto. Doch schon nach den ersten Stufen verglimmte Katrins Kopflampe – die Batterie war leer. Glücklicherweise hatte ich noch meine funktionstüchtige Kopflampe dabei, sodass wir sicher zum Auto zurückfinden konnten.

Obwohl der vorletzte Abend nun vorüber war, freuten wir uns bereits auf den nächsten Tag, an dem wir kurzfristig entscheiden wollten, wohin unsere Reise gehen würde. Mehr dazu erfahrt ihr morgen.

Eure Sandsteinjäger 

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Dramatik und Triumph

H
eute möchte ich euch von einem Wanderabenteuer erzählen, das von Dramatik und Triumph geprägt war. Wir hatten uns fest vorgenommen, die Hunskirche zu erreichen, nachdem unsere letzte Wanderung dorthin aufgrund der Hitze abgebrochen werden musste. Und heute sollte es endlich Realität werden – Hunskirche Teil Zwo.

Frühmorgens standen wir wieder einmal zeitig auf und nahmen den Zug bis nach Königstein. Auf dem Aufstieg zur "Schönen Aussicht" wählten wir einen alten Pfad, der uns mächtig in die Knochen ging. Doch oben angekommen, überkam uns sofort der Gedanke, eine herrliche lange Pause mit Blick auf die Festung einzulegen.

Die Wanderung führte uns weiter nach Gohrisch, wo wir uns auf ein Café freuten. Im Café gab es leckeres Eis und köstlichen Kuchen - das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Nach einiger Pfadsuche erreichten wir schließlich Gohrisch, nur um festzustellen, dass das Café geschlossen hatte. Ausgerechnet heute! Urlaub, mitten in der Saison? Nun gut, wir ließen uns davon nicht entmutigen und setzten unseren Weg fort zur Buschbank.

Die Buschbank entpuppte sich als eine Pausenbank in Privatinitiative, die wunderbar gemacht war. Dort legten wir eine lange Pause ein und genossen die Atmosphäre. Dann ging es weiter über die Alte Jäke und später hinauf zur Hunskirche. Der Weg war eigentlich eine Sackgasse, und wir wussten, dass wir denselben Weg auch wieder zurücklaufen mussten - eigentlich. Aber dazu später mehr.

Endlich erreichten wir nach unzähligen Stufen die Hunskirche. Katrin hatte dabei ein leichtes Unbehagen verspürt, doch oben angekommen wurden wir mit einem unglaublichen Ausblick belohnt - einfach atemberaubend! Wir packten unser Essen aus, denn unser nächster Halt war die Liethenmühle, und bis dahin würden wir sicherlich wieder hungrig sein.

Nachdem wir die Aussicht erkundet und unsere Kalorien aufgenommen hatten, begaben wir uns auf meinen entdeckten Pfad unterhalb des Papststeins. Dieser war in meiner Karte als Pfad gekennzeichnet und wurde wohl auch schon desöfteren begangen. Der Pfad war schmal und gewährte uns einen weiten Blick in die Ferne. Zuerst war Katrin skeptisch, doch am Ende war sie von dieser Strecke so begeistert, denn sie war wahrlich schön. Sie war stolz auf sich selbst, dass sie diesen Weg mit mir gegangen war. Wir mussten also nicht zurück und hatten wieder etwas Neues entdeckt.

Schließlich landeten wir wie geplant in der Liethenmühle und wurden herzlich empfangen und hervorragend bedient. Dort werden wir gerne wieder zum Essen hinkehren. Doch heute Abend geht es noch an einen anderen Ort, aber das verrate ich nicht. Es bleibt eine Überraschung.

Dieses Wanderabenteuer zur Hunskirche war geprägt von Dramatik, Triumph und unvergesslichen Momenten. Es zeigt, dass selbst unvorhergesehene Hindernisse und geschlossene Cafés uns nicht davon abhalten können, die Schönheit der Natur und die Herausforderungen des Wanderns zu genießen.

Bis zum nächsten Abenteuer!


Eure Sandsteinjäger 

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