Mittwoch, 24. Juni 2015

Dreharbeiten



Der Start war an diesem Tage war etwas kurios. Nachdem uns Iris fast 30 Grad versprochen hatte, bekamen wir etwas mehr als 6 Grad, vermischt mit Nieselregen. Also perfekt, was will man mehr. Es ging nach einer Änderung zum Stoderzinken. Micha fuhr uns mit der Ferkeltaxe bis zum Parkplatz hinauf. Hier waren wir genau in den Wolken. Es regnete Schnee. Der Wind wehte eiskalt vom Dachstein herüber. Wir brachen auf und suchten die Sonnenstrahlen. Von der Ferne erspähten wir einige Kraxler an der Südwand inklusive Helikopter-Bergung. In Wirklichkeit wurde mal wieder etwas gedreht für die Bergretter-Staffel. In dieser Nähe lag auch unser Ziel. Es ging vorerst jedoch für uns zum Friedenskirchl. Und dann kam wieder mal der Regen. Mit meiner neuen Jacke störte mich der Regen sehr wenig. Die Anderen zogen sich im Wind die blauen Säcke an. Das war der Spaß der Woche. Wind von hinten und Müllsack über den Kopf, der Sack füllte sich mit Luft – da war das Lustige schon vorprogrammiert. An der nächsten Spalte dann kam die dicke Überraschung. Und zwar auch so wie hier geschrieben. Die 4 Telletabbis im blauen Overall steuerten sicher als blaue Kugel, schnell auf eine kleine Spalte zu, die sie sicher durchsteigen wollten. In Wirklichkeit war der blaue Sack nur hinderlich. Als die vier dann auch auf mich zurollten, bekam ich es mit der Angst zu tun. Ich nahm einen sicheren Abstand. Jedenfalls meinten sie dann doch diese Hinderlichkeit zu entfernen und so weiter zu marschieren. 
Wir erreichten das Kirchl mit seiner schönen Aussicht und machten Pause, läuteten für Kläusi einmal das Glöckchen und machten uns auf zum Gipfelkreuz. Dabei kamen wir dem Filmteam immer näher. In welcher Folge wir dann „mitspielen“, müssen wir dann sehen. Der Stunt und die reichlichen Aufnahmen mit dem Helikopter reichen, auch von unserer Seite her, auch für ein paar Filme. Dieses schauen und fotografieren hatte uns jedenfalls viel Zeit gekostet. Am Stoderzinken angekommen wünschten wir uns ein „Bergheil“, trugen uns in das Gipfelbuch ein und verschwanden dann wieder im Dickicht der kleinen Tannen. Wir mussten jetzt was essen. Auf der Rosemi-Alm bekamen wir etwas richtiges Deftiges. Dazu war die Kellnerin ein lustiges „Haus“ und hat uns vieles über die „Bergretter“ erzählt. Es war ein toller Tag wieder mit einem Zweitausender.
 
Eure Sandsteinjäger