Samstag, 27. Juli 2013

Hitze, Schweiß und Muskelschmerz

Wir hatten uns zusammen mit Holger, Maria und den Kindern um 10.00 Uhr am Bahnhof verabredet. Es sollte heute zum Pfaffenstein gehen. Das war wohl Annikas Wunsch dorthin zu wandern. Erst einmal mussten wir mit den Autos bis Pfaffendorf fahren, um von dort die Wanderung zu beginnen. Es war noch nicht einmal halb elf und die Sonne gab wirklich ihr Bestes. 30° C zur Vormittagszeit war schon echt der Hammer. Wir liefen noch über freies Feld und waren froh den Fuß des Pfaffensteins erreicht zu haben. Hier begann eine schattenreiche Wanderung über das Nadelöhr hinauf zum Gipfel. In den kleinen Schluchten wurde es auch mal etwas frischer. Trotz der Hitze machte es trotzdem riesigen Spaß. Das Nadelöhr wurde spielend „durchflogen“. Der Aufstieg war bewältigt. Wir besuchten „Die Schildkröte“ und den „Opferkessel“. Für so manchen war die Überwindung am „Opferkessel“ sehr groß hier stehen zu bleiben und in die Ferne zu schauen. Es ging dann zur Gaststätte, welche im Preis sehr berauschend war, aber bei einigen Gerichten nicht den Hauch der Preisvorstellung hatte. Dafür wurde anderen Gästen gezeigt wie man unsicher die Teller balanciert und dabei die komplette Soße vom Teller verschwinden lässt. Hätten wir nichts gesagt, dann wäre auch keine Soße mehr gekommen. Marias Nudeln waren ein echter Berg, Katrins Schweinebraten hat geschmeckt und reichlich Soße kam ja auch noch, mein Schnitzel waren dann zwei mit Kartoffeln ohne Soße und Holgers Semmelnknödeln mit Schickimicki obendrauf war wohl das Geld nicht wert. Die Kinder hatten wohl das einzige Gericht, dass gut aussah, aber so recht hat es ihnen nicht geschmeckt. Dafür gingen die Teller später reih um und jeder naschte die Reste mal vom anderen Teller. Das ging dann auch. Die bestellten Himbeerbrausen waren kühl, aber die Apfelschorle war warm wie die gefühlte Schattentemperatur. Da hatten wir von der Baude auf dem Papststein schon besseres gesehen.
Als wir dann fertig waren zeigte ich den Kindern vom Turm noch Dresden, Pirna und die Steine, die wir an unserem ersten Wandertag besucht hatten. Tja, der Turm: Kinder 0,50 € und Erwachsene 1,00 €. Ich bezahlte dann den ermäßigten Sandsteinjägerpreis mit Pfaffensteinführungsrabbat in die Kasse des Vertrauens: 0,10 €. Immerhin, denn andere hatten nichts bezahlt. Den Turm hatten andere erbaut. Die Landschaft steht schon seit Jahrhunderten so rum und Pflege hat der Turm auch schon lange nicht gesehen. Annika und Christian stürmten die Treppen hinauf. Sie wollten die Stufen zählen. Ich nahm immerhin zwei Stufen auf einmal und verzichtete auf das Zählen. Es war mir egal. Nur nicht aus den Augen lassen. Die beiden waren schon weit voraus. Ich hörte nur immer tap tap tap und die Zählerei von weitem. Ich wurde langsamer. Nach 119 Stufen endlich das Ende. Gefühlte 20  Sekunden und 300 Stufen steckten in den Beinen. Die Kinder standen sportlich am Ausgang zum Balkon. Wir gingen zweimal herum und dann waren die Kinder schon wieder zum Abmarsch bereit. Das Thermometer auf der Nordseite des Turms verriet mir die 38,5 °C. Los runter! Immer inneren war es angenehm und so ließ ich mir Zeit.
Wir zogen dann zur Barbarine und zur schönsten Aussicht auf der Südseite des Pfaffensteins. Maria lief durch die enge Spalte als alle hindurch waren. Holger rieb den Sandstein glatt und die Kinder fanden es toll. Katrin hatte bis jetzt nur am Opferkessel etwas schiss, aber sonst hatten wir keine Komplikationen. Nach der kompletten Übersicht tobten die Kinder hinab und die Erwachsenen gingen hinunter. Jetzt an der Kreuzung trennten sich die Wege. Wir gingen wieder Richtung Parkplatz und die Tessiner gingen weiter zur Festung Königstein. Wie man später hörte waren sie erst wieder 19.00 Uhr zu Hause. Und das bei der Hitze.
Wir schafften es indes in den kühlen Einkaufsmarkt, um unseren alljährlichen Fleischeinkauf zu tätigen. Alles war getätigt und wir zogen mit den Rädern noch einmal los und fuhren zur Buschmühle. Immer wieder machten wir Halt. Wir schauten uns die Händler an und hatten uns teilweise etwas mehr vorgestellt. Beim Buschmüller angekommen sahen wir die kalte Wurst und eilten dann langsam zurück. Jedoch hatten die anderen Stände jetzt dichtgemacht. Nichts mehr los. Gar nichts. Sollte ich nicht mehr zu meiner Bratwurst kommen? Tatsächlich, Bratwurst gibt’s dann nur wieder zu Hause. Es gab Pizza und einen Long Drink bei Mario. Lange haben wir dort gesessen und den Urlaub noch einmal passieren lassen.
Schön war´s. Bis zum nächsten Jahr. Ciao.


Eure Sandsteinjäger