Samstag, 9. Juli 2022

Neue Details und SEV

Da bin ich wieder mit neuen Details. Die Pause am vierten Tag und die kleine Runde zum Arnstein am fünften Tag taten uns beiden ganz gut. Wir hatten ordentlich ausgeschlafen und so bombig war das Wetter auch nicht, zumal Katrin auch etwas kränkelt. Es sollte auch an den folgenden Tagen nicht so wettertechnisch schöne Tage werden, wie wir unsere Urlaubstage eigentlich gewünscht hätten. Irgendjemand gönnt uns das nicht. Der Plan war aber so, dass wir am Freitag mit dem Zug bis Neustadt fahren und uns von dort hinab ins Tal rollen lassen. Wir standen also mal wieder früh auf und fuhren mit dem Zug bis Sebnitz. Dort sollten wir in den Neustädter Zug umsteigen. Leider standen dort nur zwei Großraumtaxen und nannte sich Schienenersatzverkehr. Immer wieder SEV. Der zu erwartende Tourismustrubel hielt sich also doch in Grenzen. Nicht mal ein Rollifahrer hätte eine Chance gehabt mitzufahren. Wir mussten also umswitchen (tolles Wort).  Wer uns jedoch kennt, der weiß genau, dass wir in solchen Situationen wissen was zu tun ist. Mir jedoch hätte in dem Augenblick der Kragen platzen können. Katrin hatte aber die neue Strecke schon im Kopf. Also rauf die Berge in Richtung Lohsdorf. Zwischendurch machten wir die Erfahrung, dass auch Dorfbusse in unserer Richtung nach Neustadt fuhren. Einer davon hatte uns nämlich in einer Ortschaft überholt. Hätten wir das gewusst…
Schon in Lohsdorf angekommen sahen unsere Räder aus wie nach einem Ackereinsatz. Der nächtliche Regen hatte die Wege ordentlich aufgeweicht. Das war jedoch kein Problem, denn das war nur der starke Gegenwind den wir auf Grund der Streckenänderung nun hatten. Bis zum Schwarzbachtal war es eine Qual. Kälte, leichter Nieselregen und Bergauf und Gegenwind. Hat jemand was Besseres? Danach cruisten wir endlich bergab durch das Schwarzbachtal. Katrin bekam jetzt kalte Finger und dann meine Handschuhe. Hat riesigen Spaß gemacht.
Am nächsten Tag wollten wir wieder kürzer treten und wir unternahmen eine Wanderung rund um Hinterhermsdorf. Es ging zur Niedermühle, zur ehem. Böhmischen Mühle und zum Taubenberg. Hier waren wir noch nie und es sind verlassene, wenig begangene und ruhiger Orte. Wenn man jedoch bedenkt was diese Mühlen bereits erlebt haben, dann kommt man ins Grübeln. Wiedermal haben wir etwas Neues entdeckt und sind stolz auf unseren Entdeckerreichtum. Immer wieder etwas Neues.
Morgen wollen wir wieder mit den Rädern los. Da es nicht so warm wird, wollen wir eine altbekannte Tour in abgewandelter Form befahren. Ganz ruhig und ohne SEV.

Eure Sandsteinjäger 

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Donnerstag, 7. Juli 2022

Die ersten 4 Tage


In diesem Urlaub hatte ich mich entschieden keine täglichen Berichte und Blogeinträge mehr zu verfassen, sondern nur noch tolle Einblicke in unsere Unternehmungen zu geben. Es lebt sich etwas ruhiger und am heutigen Verfassertag ist das Wetter nicht so gut. Da bleibt endlich zu schreiben.
Alles begann schon mit meinem 20-jährigen Dienstjubiläum, der im Büro mit großem Tamtam und einer riesigen Überraschung am letzten Arbeitstag gefeiert wurde. Jetzt wusste ich auch, dass ich in 24 Stunden schon am Urlaubsort sein würde. Die Reise dorthin war wie immer: sehr früh los, sehr gut gefahren und tolles Wetter. Da sollte die Planung für die nächsten Tage eigentlich nicht schwer fallen, doch hier lag der Hund begraben. Die große Planung der Touren fiel hintenüber und wir hatten uns wenig Gedanken dazu gemacht was wir eigentlich machen wollten. Der erste Tag fiel in die Kategorie „Wandern“ – hier suchten wir eine kleine gemütliche Tour die uns durch das Gelobtbachtal hinauf nach Schöna führen sollte. Es war eine kleine Runde mit neuen Erfahrungen in Sachen Koordination und Abstimmung mit digitaler und analoger Karte. Dazu hatten wir zwischen den Schattenbereichen viel Sonne. Knapp 30°C zeigte das Thermometer im Schatten, aber die Schattenplätzchen sollten uns helfen etwas herunter zu kommen. Im Ort selbst hatten wir den Bus dann um 10 Minuten verpasst. Wir entschieden uns dann, die nächste Haltestelle anzusteuern. Dies war ein großer Fehler, denn der Ort ist durch seine krassen Steigungen bekannt und die galt es nun in der Sonne zu erklimmen. Kattn jappste bereits nach Luft und lief langsam rot an. Wir hatten es geschafft und saßen im Schatten.
Für den nächsten Tag hatten wir eine Bike-Tour vorgesehen. Die sollte dann von Krippen über Königstein, hinauf nach Pfaffendorf und dann zur „Schönen Aussicht“ gehen. Wieder hatten wir tolles Wetter, Sonnenschein und tolle Temperaturen. Der Anstieg von Königstein nach Pfaffendorf war wieder so ein Weg der Kategorie „Warum eigentlich“. Doch wer bergab will muss erstmal hinauf. Jede Pause wurde genutzt, um uns wieder abzukühlen und körperlich runter zu fahren. Von unserem Aussichtsplatz ging es weiter nach Gohrisch und dann weiter in Richtung Gohrischstein. Diesen mussten wir über den örtlichen Wanderweg geschickt umfahren, um über längere Zeit im Schatten zu bleiben. Jetzt kam meine Lieblingsstrecke und die ging 2 Kilometer unterhalb des Papststeins als lustiger Trail in Richtung Papstdorf. An der Brennesselhütte warteten wir den Regen ab und zogen dann weiter über Kleinhennersdorf über die Liethenmühle nach Hause. Wir mussten in der Sonne arg leiden, hatten dennoch auf dieser Tour viel erlebt.
Für den dritten Tag hatten wir uns, aufgrund der angesagten Wetteränderung zur Wochenmitte ebenfalls für eine Radtour entschieden. Wir nannten diese nicht die 3-Teiche-Tour, wie sie angepriesen wird, sondern Tour zur „Rosis Hütte“. Klingt nicht so brachial, ist aber im Grunde genommen die Höhenmeterspezifische angepasste und nichts für E-Bikes modifizierte Route. Die Tour hatten wir bereits so schon mal unternommen, mussten aber diesmal eine Umleitung fahren die uns zum Ende hin zu schaffen machte. Kurz vor Eintritt aus dem Wald in die Zivilisation gibt es eine Baustelle von der wir auch wussten. Hier planten wir daher vorab schon einen Umweg um den Berg. Das dieser Umweg jedoch fast auf den Berg hinaufführte, war uns nicht klar geworden. Wir merkten dies erst nach ca. einer Stunde, dass wir heute komplett am A*** waren. Es musste ja aber auch wieder runter gehen. Stimmt. Und wie. Da war der Damengrund aus einer vorherigen Tour und der Radweg zur Grundmühle, ebenfalls aus einer älteren Zeit, eine leichte Abfahrt mit ein paar Bodenwellen. Auf diesem Weg hat sich seit Jahren nichts getan. Wasser hat sich den Weg gesucht und die Reste der Stufen in das Tal gebracht. Wahrscheinlich gibt es welche die diesen Weg auch fahren, aber das hatte mir den Rest gegeben. Aber irgendwann kamen wir ins Dorf und von dort an ging es nur noch bergab ins Tal.
Am vierten Tag wollten wir eine leichte Tour zu Fuß machen. Es ging zu Fuß zum Arnstein und weiter nach Ottendorf. Von dort über den Vogelberg und über die Folgen zurück zur Neumannmühle. Herrlich leicht und locker hatten wir diesen Tag mit 10 Kilometern überstanden. Es war nicht zu warm, nicht zu kalt und es ließ sich gut aushalten.
Am heutigen Tage regnet es etwas und wir werden etwas pausieren und die nächsten Tage planen. Viel ist es ja nicht mehr bis zur Heimkehr. Leider.

Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 26. Juni 2022

Volle Hütte - alles muss mit


Endlich. Die Packerei geht los und es nimmt wieder kein Ende. Trotz der letzten Erfahrungen haben wir wieder mal viel zu viel Gepäck in unseren Koffern. Es sieht eher nach 4 Wochen Island aus, als 2 Wochen Elbsandsteingebirge. Sicherlich werden wir das ein oder andere noch vergessen.
Wir freuen uns schon riesig, sind uns aber in Bezug auf unsere Touren noch nicht so recht schlüssig geworden. Die ersten zwei Tage stehen fest. Grundsätzlich stehen wir guten Wetter offen gegenüber, aber im Augenblick herrscht Hitzewelle und wir hoffen auf angenehme Temperaturen. Diesmal sind die Räder wieder mit an Bord. Die Räder wurden schon einmal im Auto getestet, leider nur getrennt und ich hoffe, dass wir alles so hineinbekommen wie gedacht und geplant. Sonst wird es wohl Ärger geben. Den nächsten Bericht werdet ihr wahrscheinlich schon in 6 Tagen lesen können. Da können wir dann berichten wie wir duch den ersten Ferientag über die Autobahn gehuscht sind. Wir werden wohl bereits um 4 Uhr losfahren. Also bis die Tage.

Eure Sandsteinjäger
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Dienstag, 19. April 2022

Kabelbrand gewünscht?

Ich muss hier mal was loswerden. Es geht hierbei um die fehlende Umsichtigkeit von E-Bikern, die auf den Wegen unterwegs sind und meinen ihnen gehört die Welt. Alles was langsamer ist als 25 km/h hat sich unterzuordnen. Ich persönlich kann mich wehren, aber wenn es um die Rücksichtslosigkeit gegenüber 5 jährigen Kindern geht, dann platzt mir der Kragen. Es ist Ostern. Abseits der Pisten konnten wir gut fahren. Das Kind versucht mit lernenden Schritten auf öffentlichen Wegen am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Autofahrer haben immer wieder an diesem Wochenende große Rücksicht genommen. Da sag ich nur toll. Sofern wir jedoch die Radwege nutzen wollten und die Kleine vielleicht nicht gleich den erforderlichen Freiraum für die E-Biker freigegeben hatte, entstand leichter Unmut beim Gegner. Da kann es schon mal passieren, dass diese sich selbst in die Hacken fahren, nur weil sie zu d*** sind geradeaus zu fahren oder einfach mal in die Runde zu schauen warum dieser Stau entstanden ist. Einfach nicht aus Ruhe bringen lassen. Die Kleine bekam von dem all nichts mit, aber bei mir kocht das Blut. Da würde man am liebsten die Leute vom Bike holen und auch mal sagen, dass man nicht über Fußgängerüberwege fährt, sondern schiebt. Das hatte die Kleine auch schnell gelernt und dies auch offen kundgetan. Nebenbei wünscht man den Bikes den alternativen Stromtod und Kabelbrand.
Kinder machen alles nach, was Erwachsene vormachen. Ich bin selbst schon mal unvorsichtig oder halte mich nicht immer an die Verkehrsregeln, doch sobald ein Kind in der Nähe ist halte ich mich zurück. Ich kann auch im Wald schreddern gehen und muss dies nicht auf der Straße tun.
Wir konnten jedenfalls auf ein schönes Osterwochenende und 34 Kilometern an zwei Tagen zurückblicken.


Nachträglich Frohe Ostern
Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 3. April 2022

Blue Steel


Wir schreiben schon länger ein neues Jahr. 2022 - mit reichlich viel Zielen geschmückt und wahnsinnigen neuen Aufgaben. Mein neues Bike kann sich vor Einsatz und den darauffolgenden Wäschen kaum retten. Trotz merklich vielen abgezogenen Kilometern komme ich nicht in den richtigen Tritt. Das Bike, eine Enduro aus dem Hause Intense USA wiegt gut 2 Kilo mehr und hat eine andere Übersetzung. Ich musste leider schon sehr oft schieben um weiterzukommen. Das nervt. Klar könnte man an der Schaltung was machen, aber Katrin meinte, dass es an mir liege.
Nun endlich habe ich auch die Webseite neu aufgebaut. Ich liege auch hier bei Weitem zurück und lass es ordentlich schleifen und dann noch jetzt der Unfall mit Nasenbeinfraktur. Erst mal Pause für zwei Wochen. Ich dachte immer, das mir so etwas nicht passiert. Tja falsch gedacht. Im Sommer haben wir was tolles im Programm. Aber dazu später mehr.

Eure Sandsteinjäger 

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