Freitag, 9. Juli 2010

Schattenspringen

Laut Wetterbericht sollte heute wieder ein Tag werden, der einen Hauch von Sommer versprühen lässt. Und was für einen Hauch...
Eine ähnliche Tour hatten wir schon mal. Sie begann heute in Königstein. Von hier aus starteten wir in das höher gelegene Thürmsdorf. Bergauf hielten wir für einen kleinen Augenblick in den Schatten der Bäume, um uns ein wenig zu regenerieren. Wir nannten es sofort Schattenspringen und es sollte uns den ganzen Tag so begleiten.
In Thürmsdorf zogen wir wieder am Schloss vorbei, machten einen Schlenk durch eine alte Obstwiese und fuhren bei 10.000°C im Schatten den Malerweg bis Weißig entlang. Die Abfahrt des Malerweges brachte uns etwas Kühlung. Dann ging es hinüber zum Weg des Rauensteins. Unterhalb des Rauensteins in den Wäldern der beiden Bährensteine gab es jedoch zwar Schatten, aber im Wald stand die Luft. Teilweise konnte Katrin diesen Weg wegen der Steine und Wurzeln nicht fahren. Das Schieben trieb uns zusätzlich den Schweiß auf die Stirn, aber irgendwann hat man ja mal den Gipfel erreicht und es muss wieder runter gehen. So war es auch. Im Wald selbst und dann ab Naundorf ging es dann mit 14%igem Gefälle nach Pötzscha rein. Hier setzten wir dann mit der Fähre über nach Wehlen und versammelten uns am Markt. Erst mal ein Softeis und einen großen Schattenspender. Zusätzliche Abkühlung am Brunnen brachte neuen Schwung.
Auf Grund der Hitze hatten wir jedoch schon überlegt den Elberadweg jetzt schon zurück zu fahren. Der eigentliche Plan bestand ja eigentlich darin, dass wir nun von hier aus zur Bastei hochfahren. Die Bastei ist nicht weit, leider hätten wir den Weg über Lohmen gemusst oder die Abfahrtsstrecke durch den Uttewalder Grund nehmen müssen. So oder so - nur bergauf über mehrere Kilometer.
Und da, die Erlösung - ein Schild mit der Aufschrift "Basteikraxler". Geniale Idee, denn der Kraxler hat einen Hänger für Fahrräder mit bei und sollte uns nun nach oben befördern.
Hoffentlich sieht uns keiner. Mir war es schon etwas peinlich, doch ich wollte insgeheim zur Bastei, wollte aber auch gleichzeitig Rücksicht auf Katrin nehmen. Was tun? Da kam der Bus als tolle Alternative. 
Vorher machten wir dem Busfahrer klar das wir vor der Bastei austeigen möchten. Er ließ uns an der Abfahrt zum Uttewalder Grund raus. Von hier aus fuhren wir zur Bastei allein und selbstständig weiter und machten an der Basteiaussicht auf "dicke Hose". Tatsächlich wurden wieder gefragt ob wir hier die Strecke heraufgefahren waren. Was soll man da wohl sagen. Immer cool bleiben als sei die Bastei die einfachste Strecke der Welt. Zumal wir den Weg in den vorhergehenden Jahren ja schon geschafft haben.
Nach der Fotosession und der Angeberei zogen wir wieder los und zwar durch den Uttewalder Grund in Richtung Wehlen zurück. Von hier aus ging es über den Radweg nach Rathen und weiter über den Lottersteig, der sich super fahren läßt für mich, um dann mit der Fähre von Halbestadt nach Königstein überzusetzen. Der Zug war in der Hitze nun unsere letzte Hilfe. Wir wollten nicht mehr fahren, sondern gefahren werden. Zudem hatten wir heute abend noch eine Einladung. Die Zeit wurde auch knapp.
Ab 19.00 Uhr mussten wir schon bei Füssels sein, denn sie hatten uns zum Grillen eingeladen. Es war einfach super.  Wir haben lange erzählt und den Abend mit Glühwürmchen ausklingen lassen. Helmut hatte sie für uns ab 22.30 Uhr bestellt.

Fazit: Trotz der Hitze war es mal wieder ein toller Tag - 33 Km
Viele liebe Grüße, Eure Sandsteinjäger