Die Nacht war laut und feucht. Davon hatte ich glücklicherweise nichts mitbekommen und dementsprechend auch gut ausgeschlafen. Gestern Abend hatte sich das Unwetter bereits angekündigt. Es hatte geregnet wie aus Kübeln. Teilweise fielen auf einen Quadratmeter 70 Liter Regen. Heute früh waren nur noch die Spuren des Wettergottes zu sehen.
Unsere Tour sollte heute erstmalig von Sebnitz aus zum Unger gehen. Da die meisten Wege zum Unger steil und lang sind, hatten wir hier nichts zu verlieren und testeten die neue Strecke aus. Sie führte durch die Randwälder von Sebnitz und waren ruhig gelegen, jedoch waren auch diese nicht zum Ausruhen gedacht. Immer nur bergauf. Wir beide merkten es in den Beinen. Sie sind seit gestern schwerer geworden. Eigentlich bräuchten wir einen Tag Pause, aber wir würden sonst etwas verpassen. Es fühlte sich an als wenn jemand mit unsichtbarer Hand unser Rad festhält. Alles war jedoch in Ordnung. Kein Platten oder sonstige Defekte. Wir waren nur zu schwach. Dazu heute noch mein Rucksack mit zwei Regenjacken drin. Der war heute richtig schwer.
Wir verließen also das wilde und laute Sebnitz, in das wir mit dem Zug gekommen waren, so schnell wie möglich. Spät war es auch schon, fast Mittagszeit. Also schnell zum Unger als Zwischenpunkt und etwas essen. Nach langem kurbeln hatten wir es geschafft. Hier oben war heute wegen Ruhetag nichts los. Zwei Rentner stiegen aus ihrem Wagen, machten ein Foto von den Wegweisern und vom Turm, stiegen wieder ein und verschwanden. Wir indes verspeisten alles was wir hatten.
Unsere Abfahrt in Richtung Ehrenberg sollte wieder ein Schmaus werden. Ich nahm von Unger den Kammweg (ein kleiner Trail) und Katrin fuhr die Straße bis zum gemeinsamen Kreuzungspunkt. Weiter ging es dann gemeinsam den gesplitteten Waldweg entlang wieder zum Fuße des Ungers, in den Ort Krumhermsdorf. Steile Abfahrt mit 12% Gefälle durch den Ort selbst ließ uns mal wieder das Adrenalin in den Kopf steigen. Man bekommt einfach nicht genug. Vorletztes Jahr fuhr ich hier mit einer defekten Bremse entlang, jetzt erleichterte mir ein Paar Scheibenbremsen das Verzögern erheblich.
Nach diesem bergab und einer riesigen Temperaturschwankung pellten wir unsere warmen Sachen wieder aus. Eigentlich war ich froh die Jacken aus dem Rucksack zu haben, nun stopften wir alles wieder rein weil es plötzlich so warm wurde. Wir meisterten den nächsten langen Hügel vorbildlich und jagten in der Abfahrt nach Ehrenberg hinein. Katrin war gut, jedoch bremste sie an der Kreuzung zu früh und ich zog so an ihr vorbei.
Der Ort Ehrenberg zieht sich etwas in die Länge und seicht geht es bergauf. Ein Bäcker ließ uns stoppen. Da wir nichts mehr zu futtern hatten holte Katrin uns hier Kleckselkuchen und Eierschecke. Beide Schlemmerstücke waren frisch und noch warm. Sie wurden in die leere Tupperschachtel verstaut.
Jetzt ging es in Richtung Hohenstein. Der Weg führt über eine Apfelbaumallee. Wenn das Wetter schön ist kann man von hier weit sehen, doch heute war es so diesig das es uns verwehrt bleiben sollte. Nur ein paar Umrisse der Berge waren zu erkennen.
An einem Kirschbaum machten wir uns dann schaffen. Dieser Baum steht direkt am Anfang der Allee. Jedes Mal wenn wir hier sind wird genascht sofern die Stare noch etwas übriglassen. Jahre zuvor hingen die Bäume so voll, dass man glauben mochte hier gebe es keine Stare. Zu Hauf saßen sie heute in den Bäumen und warteten darauf, dass wir wieder abzogen. Katrin war ganz wild auf die kleinen roten Leckerli und beachtete ihre Umwelt mal wieder nicht. Zack und knack machte es. Ich hatte es selbst gehört und drückte auf den Auslöser der Kamera. Sie hatte ein paar gewischt bekommen vom Weidezaun. Ihrer Meinung nach war kein Strom drin da ja keine Kühe zu sehen waren. Das ist Logik.
Jetzt waren auch die Kirschen im unteren Bereich weg und es war Zeit weiter zu reisen. Hohenstein wartete auf uns. Langsam zogen dunkle Wolken auf. Unsere Route ging nun von Hohenstein über den Brandrücken zur Brandaussicht.
Dort suchten wir uns ein Plätzchen und holten uns einen Kaffee. Der Kuchen wurde ausgepackt und fein verputzt. Der Kaffee war auch genial. Der Nachmittag war gerettet. Leider mussten wir uns einen trocknen Platz suchen, denn die dunklen Wolken öffneten ihre Pforten. Es regnete mal wieder. Anderthalb Stunden warteten wir darauf weiter ziehen zu können. Mein Niederschlagsradar hatte mal wieder Recht und wir bekamen eine Chance den Brand zu verlassen und in Richtung Bad Schandau zu fahren. Über die Straße durch den Tiefen Grund nach Porschdorf ging unsere rasante Fahrt. Mit knapp 55 km/h ging es auch hier wieder mal bergab. Katrin ließ schon etwas Abstand, da die Straße richtig nass war und ich ihr den Straßendreck auf die Jacke schleuderte. Trotzdem war sie immer nah dran am Geschehen. Auch wenn es nicht mehr regnete sind wir nun doch noch nass geworden. Leider waren wir viel zu schnell in Schandau. Wir fuhren noch kurz durch die Stadt, setzten mit der Fähre über und weiter ging es gleich zur Liethenmühle.
"Zwei mal Hirsch bitte."
Unsere Tour sollte heute erstmalig von Sebnitz aus zum Unger gehen. Da die meisten Wege zum Unger steil und lang sind, hatten wir hier nichts zu verlieren und testeten die neue Strecke aus. Sie führte durch die Randwälder von Sebnitz und waren ruhig gelegen, jedoch waren auch diese nicht zum Ausruhen gedacht. Immer nur bergauf. Wir beide merkten es in den Beinen. Sie sind seit gestern schwerer geworden. Eigentlich bräuchten wir einen Tag Pause, aber wir würden sonst etwas verpassen. Es fühlte sich an als wenn jemand mit unsichtbarer Hand unser Rad festhält. Alles war jedoch in Ordnung. Kein Platten oder sonstige Defekte. Wir waren nur zu schwach. Dazu heute noch mein Rucksack mit zwei Regenjacken drin. Der war heute richtig schwer.
Unsere Abfahrt in Richtung Ehrenberg sollte wieder ein Schmaus werden. Ich nahm von Unger den Kammweg (ein kleiner Trail) und Katrin fuhr die Straße bis zum gemeinsamen Kreuzungspunkt. Weiter ging es dann gemeinsam den gesplitteten Waldweg entlang wieder zum Fuße des Ungers, in den Ort Krumhermsdorf. Steile Abfahrt mit 12% Gefälle durch den Ort selbst ließ uns mal wieder das Adrenalin in den Kopf steigen. Man bekommt einfach nicht genug. Vorletztes Jahr fuhr ich hier mit einer defekten Bremse entlang, jetzt erleichterte mir ein Paar Scheibenbremsen das Verzögern erheblich.
Nach diesem bergab und einer riesigen Temperaturschwankung pellten wir unsere warmen Sachen wieder aus. Eigentlich war ich froh die Jacken aus dem Rucksack zu haben, nun stopften wir alles wieder rein weil es plötzlich so warm wurde. Wir meisterten den nächsten langen Hügel vorbildlich und jagten in der Abfahrt nach Ehrenberg hinein. Katrin war gut, jedoch bremste sie an der Kreuzung zu früh und ich zog so an ihr vorbei.
Der Ort Ehrenberg zieht sich etwas in die Länge und seicht geht es bergauf. Ein Bäcker ließ uns stoppen. Da wir nichts mehr zu futtern hatten holte Katrin uns hier Kleckselkuchen und Eierschecke. Beide Schlemmerstücke waren frisch und noch warm. Sie wurden in die leere Tupperschachtel verstaut.
Jetzt ging es in Richtung Hohenstein. Der Weg führt über eine Apfelbaumallee. Wenn das Wetter schön ist kann man von hier weit sehen, doch heute war es so diesig das es uns verwehrt bleiben sollte. Nur ein paar Umrisse der Berge waren zu erkennen.
An einem Kirschbaum machten wir uns dann schaffen. Dieser Baum steht direkt am Anfang der Allee. Jedes Mal wenn wir hier sind wird genascht sofern die Stare noch etwas übriglassen. Jahre zuvor hingen die Bäume so voll, dass man glauben mochte hier gebe es keine Stare. Zu Hauf saßen sie heute in den Bäumen und warteten darauf, dass wir wieder abzogen. Katrin war ganz wild auf die kleinen roten Leckerli und beachtete ihre Umwelt mal wieder nicht. Zack und knack machte es. Ich hatte es selbst gehört und drückte auf den Auslöser der Kamera. Sie hatte ein paar gewischt bekommen vom Weidezaun. Ihrer Meinung nach war kein Strom drin da ja keine Kühe zu sehen waren. Das ist Logik.
Jetzt waren auch die Kirschen im unteren Bereich weg und es war Zeit weiter zu reisen. Hohenstein wartete auf uns. Langsam zogen dunkle Wolken auf. Unsere Route ging nun von Hohenstein über den Brandrücken zur Brandaussicht.
Dort suchten wir uns ein Plätzchen und holten uns einen Kaffee. Der Kuchen wurde ausgepackt und fein verputzt. Der Kaffee war auch genial. Der Nachmittag war gerettet. Leider mussten wir uns einen trocknen Platz suchen, denn die dunklen Wolken öffneten ihre Pforten. Es regnete mal wieder. Anderthalb Stunden warteten wir darauf weiter ziehen zu können. Mein Niederschlagsradar hatte mal wieder Recht und wir bekamen eine Chance den Brand zu verlassen und in Richtung Bad Schandau zu fahren. Über die Straße durch den Tiefen Grund nach Porschdorf ging unsere rasante Fahrt. Mit knapp 55 km/h ging es auch hier wieder mal bergab. Katrin ließ schon etwas Abstand, da die Straße richtig nass war und ich ihr den Straßendreck auf die Jacke schleuderte. Trotzdem war sie immer nah dran am Geschehen. Auch wenn es nicht mehr regnete sind wir nun doch noch nass geworden. Leider waren wir viel zu schnell in Schandau. Wir fuhren noch kurz durch die Stadt, setzten mit der Fähre über und weiter ging es gleich zur Liethenmühle.
"Zwei mal Hirsch bitte."
Eure Sandsteinjäger