Montag, 29. Juni 2015

Rennfahrer unter sich

kurz vor dem Start
Der Wandertag am heutigen Tag war ja was für uns Männer. Zu allererst mussten wir nach Hochwurzen, um von dort mit der Seilbahn hinauf zu gondeln. Schon auf dem Hinweg witzelten wir über die Go-Karts mit denen man wieder hinunter fahren könnte. Ersteinmal ging es jedoch zu Fuß zum Rossfeld, das auf 1919 Metern lag. Im Blick hatten wir auch noch einen evtl. Weitermarsch zum Guschen. Es wurde dann doch nichts mehr und wir hielten lange ein Pause auf einer schönen Bank. Wir blickten in die Runde und verspeisten unsere Nahrungsmittel. Heute war ein kurzer erholsamer Tag, aber da war ja noch Moutain-Go-Kart.
Die Teile standen schon bereit. Wir dachten immer man könne einfach so runterfahren, aber die Abfahrtszeiten waren immer stündlich mit einem Guide. Dieser passte auf, zeigte die Strecke und zählte gnadenlos durch, ob auch alle an den Zwischenpunkten angekommen waren.
Wir standen jetzt vor den 60 GoKarts und sahen schon dass sich zwei C-Jugend Mannschaften in die Geräte setzte. Micha hatte gar keinen Bock mehr. Er sah die vielen Kinder und meinte das diese vielleicht einen ausbremsen würden. Wir saßen nun mitten im Pulk dieser wilden Horde und verstanden kaum, was der Guide uns sagen und erklären wollte. Den Kindern war es am Ende wohl auch egal. Das Wichtigste hatten wir aber verstanden. Fair Play.
Technikcheck
Während Micha noch einige Tipps von seiner Mechanikerin bekam, starte ich auf meinen Vordermann, der mich doch lieber vorbei lassen sollte. Im hinteren Drittel gingen wir an den Start und ließen uns einfach rollen. Die ersten Kinder überholte ich bereits auf der ersten Geraden. Wo Micha war wußte ich nicht. Ich zog das Ding jetzt durch und überholte einen nach dem Anderen. Das war ein Spaß.
Am ersten Treffpunkt wartete der Guide auf uns. Micha kam direkt hinter mir an. Nach einer kleinen Pause ging es wieder weiter und Micha und ich starteten wieder wie die Henker. Als gebe es kein Morgen mehr rauschten wir die Serpentinen herunter. Schnell war ich wieder an Micha vorbei und hielt ihn hinter mir. Den Atem konnte ich aber spüren. Am nächsten Treffpunkt stand er plötzlich vor mir. Er hatte sich vorbeigemogelt als ich noch den Rausch verarbeitet hatte. Der Guide sprach jetzt von "etwas schwieriger" und "etwas schmaler". Die Kinder meinten dann das die Erwachsenen vorfahren sollten. Wollten sie mit uns nichts zu tun haben? Wir waren immer fair, aber ich glaube da hatten einige die Hosen voll. Micha und ich starteten als dritter und vierter. Ich hatte jetzt mehr mit Micha zu tun. Ich wollte einfach nur überholen, doch nach meinem Fahrfehler kurz vor der Schikane kam ich nicht mehr in Schwung. Zwar verkürzte sich der Abstand sehr schnell, doch Micha war vor mir ins Ziel gekommen. Irgendwie hatten wir da verspürt, dass wir das nochmal machen müssten. Die Mädels waren indes mit der Bahn hinunter gefahren und brachten die Sachen weg. Als sie dann zum Ziel kamen wollten, kamen wir ihnen schon zu Fuß entgegen. Das ging wohl zu schnell. Sie verpassten einen tollen Endspurt.

Eure Sandsteinjäger