Montag, 30. Juni 2014

Raubrittertour

Unsere große Tour am heutigen Tag sollten wir auf Schusters Rappen unternehmen. Die eigene kleine Raubrittertour startete mit dem Bus. Früh mussten wir wieder mal aufstehen. Das Wetter zeigte sich noch von der guten Seite, obwohl keine Sonne schien, die Temperatur aber noch im guten Niveau lag. Der Bus sollte uns bis einer dieser Mühlen bringen. Dauernd hatten wir auf die Karte geschaut und gewusst wo wir aussteigen wollten. Am Ende stiegen wir bewusst falsch aus. Dies merkten wir erst als wir das erste Mal auf die Karte schauten. Wir stiegen daher durch die Spitzsteinschlucht immer weiter hinauf. Es war eine Art Abkürzung zum Hinteren Raubschloß. Hier hausten die bösen Ritter und hatten die Umwelt unter Kontrolle. Leise stiegen wir durch die Schlucht. Nur ein paar Vögelchen und unsere Schritte konnte man hören. Es war genial. Wir wurden wahrscheinlich heimlich von Ritter Runkel beobachtet. Zwischen all den Bäumen haben wir ihn jedoch abschütteln können, zumal wir auch dauernd unsere Sachen gewechselt hatten. Das kam dadurch das jeder seine Regenjacke hatte und auch noch ein blaues Regencap. Dann standen wir vor seiner Behausung, dem Winterstein auch als Hinteres Raubschloß bekannt. Bevor der nächste Regen einsetzte wollte ich eigentlich oben sein. Katrin machte es sich unten am Fuße der Felsenburg bequem. Ich indes begann die heutige Erstbegehung schnell und wie gewohnt außerordentlich präzise. Hier sollte man wissen wie man auf die Spitze kommt. Endlich oben und ich konnte die Aussicht genießen. So langsam wachsen die Birken in die Höhe und verdecken schon die Sichten. Vor Jahren konnte man noch einmal herumschauen. Nur eine sichere Eiche verdeckte die Sicht hier oben. Unsere nächsten Ziele konnte ich ebenfalls entdecken. Ich ließ die GoPro laufen, machte noch ein paar Fotos und ging dann wieder hinab zu Katrin. 
Wir verließen des Ritters Kinderstube und stiegen hinab in das Tal, um in Richtung Zeughaus zu gehen. Hier hatten wir einen der schönsten Blicke auf den Teichstein. Mit dieser kleinen Pause auf der Wiese am Zeughaus tankten wir noch mal Kraft für den nächsten Aufstieg. Der hat es etwas in sich. Über den langen Rücken steigt man bis zur Spitze hinauf. Hier wollten wir eigentlich unser Frühstück einnehmen, doch was da auf unsere Aussicht zukam war die schlechten Gedanken von Petrus, denn der schickte uns eine blaue Wand direkt auf uns zu. Wir packten mal wieder unsere Regensachen aus schauten noch ein paar Mal zu Ritter Runkel rüber und begannen den Abstieg. Es sollte nun zum Großen Pohlshorn gehen. Abstieg und Aufstieg waren erschwerlich und da wir noch nicht so richtig gegessen hatten, wurde Katrin auch schon etwas maulig. Das war auch zu verstehen, denn es war nun schon halb drei. Nach dem langen Aufstieg auf das Gr. Pohlshorn konnten wir endlich unsere Mahlzeit nehmen, obwohl schon wieder eine blaue Welle auf uns zu rollte. Wir ließen uns das Essen schmecken, doch als die ersten Tropfen wieder von oben kamen, mussten wir uns wieder verkleiden und unseren Ort verlassen. Nur so umgingen wir wieder mal die nassen Sachen. Wir verschwanden im Unterholz und damit auch vom Stein. Es ging gestärkt hinab. Eigentlich wäre nun noch das Kleine Pohlshorn oder der Kleinstein mit Kleinsteinhöhle angesagt. Aber wir beide hatten keine Lust mehr. Es ging zur Bushaltestelle, hier hätten wir aber noch lange warten können und somit marschierten wir weiter bis zur Haltestelle Neumannmühle. Den Bus nutzten wir nur bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Hier stiegen wir um in die Rucke-Straßenbahn. Wir hatten noch ewig Zeit und in unserem Urlaub gibt es keine Eile, also tuckerten wir langsam mit der Kirnitzschtalbahn langsam nach Schandau rein. Jetzt hatten wir auch wieder Hunger und besuchten gleich eine neue Gaststätte. Katrin bekam ihre Müllerin Art inkl. Forelle und ich nahm das Schwein des Zigeuners. Wunderlecker. 
Eure Sandsteinjäger