Um 11.00 Uhr mussten wir heute auf dem Bahnhof sein und zwar wegen des Sonderzuges „Rheingold“. Dieser Sonderzug wurde bereits am 03.07. nach Schandau gebracht, aber vorher in Dresden getrennt. Die eine Hälfte ging mit einer Lok nach Görlitz und die andere Hälfte ging nach Schandau. Am heutigen Tage war dann Abreise des Sonderzuges. Glücklicherweise wurde die Ursprungslok ab Schandau eingesetzt. Also wurde auf dem Bahnhof erst ein Foto gemacht und dann mit der S-Bahn bis Königstein vorgefahren, um dann den Zug in voller Fahrt noch einmal zu fotografieren.
Dann ging die Wanderung bei guten 30°C los. Durch Königstein ging es vollen Schrittes hinauf in Richtung Gohrisch, denn der war heute unser Ziel. In den Wäldern war es angenehm kühl, da es in der letzten Nacht etwas geregnet hatte. Der Ausblick und die Sicht waren besser als gestern. Endlich waren wir am Fuße des Berges angekommen. Durch die enge Schlucht des Aufstieges wehte ein kühler Wind. Katrin bekam die Kopflampe aufgesetzt, denn es war hier duster und der Weg führte über Leitern und Steige. Oben angekommen machte sich feiner Nieselregen breit. Es störte gar nicht – im Gegenteil. Die Erfrischung tat gut. An der kleinen Hütte angekommen, wurde der Regen zu richtigem Regen und wir gesellten uns anderen Wanderern hinzu und plauschten ein wenig. Hauptthema war die Entschleunigung beim Wandern in der Sächsischen Schweiz. Wie war, wie war.
Als der Regen dann aufgehört hatte zogen wir wieder unsere Wege und stiegen vom Gohrisch hinab. Es ging nach Papstdorf. Empfohlen wurde uns die Gaststätte „Zur Hoffnung“. Die Hoffnung jedoch enttäuschte in dem Augenblick des Erkennens der Öffnungszeiten. Wir hätten 2 Stunden warten müssen. Unsere Hoffnung auf Essen war somit gestillt, jedoch hatte Katrin wieder Hoffnung nach langen Jahren in die Liethenmühle einzukehren. Also kehrten wir ein. Nach diesem vorgezogenen Abendmahl spazierten wir dann in Richtung Kellerfels und verließen den Weg, wahrscheinlich in Erstbegehung nach 1900, an der Kirche in Schandau. Dieser Weg war echt übel. Da uns nun eine Gewitterfront erreicht hat und auch Abkühlung mitbringen soll werden wir für morgen umdisponieren. Heute waren es wieder mal 15 Kilometer, von Katrin geplant und durchgesetzt. Aber ich soll ja Katrin nicht so hetzen. Katrin hetzt mich. Hoffnungslos.
Eure Sandsteinjäger