Sieben Uhr und es regnete in Strömen. Da war es besser
liegen zu bleiben. Eigentlich wollten wir heute früh einen Bus nehmen, der uns
zum Startpunkt bringen sollte, aber so? Das Wetter sollte uns doch noch einen
Strich durch die Rechnung machen? Katrin machte einen guten Vorschlag und zwar
den von gestern den ich nicht so toll fand, da er zwar erholend sei, aber etwas
langweilig. Die Füße hätten es vertragen können, doch Gitti lechzte nach Action
und Abenteuer. Bitte schön. Wir schauten nochmal auf die Karte und da die
Wetterlage schon besser war, wurde unsere Findungsphase auch immer besser.
Somit fuhren wir wieder einmal mit der Kirnitzschtalbahn in das dunkle Tal der
Funkverbindungen. Vom Beuthenfall aus ging es über den langen Dietrichsgrund
bis zum Zeughaus. Die Sonne stand am Himmel und zeigte gute Laune. Nach dem
langen Marsch war am Zeughaus unsere erste große Pause. Vor uns baute sich der
Teichstein groß auf. Er stand heute auf unserer Liste. Natürlich musste uns ein
Regenschauer mal wieder hier überraschen. Es ist jedesmal das Gleiche. Beim
letzten Mal wurden Katrin und ich ordentlich nass gemacht. Der Anstieg ab dem Zeughaus war schon schwieriger als die
Fortsautobahn. Ich merkte nun auch mein Knie. Ich musste es wohl gestern in der
Spalte etwas verdreht haben. Hut ab vor Gitti. Die machte alles mit. Kurz vor
dem Aussichtspunkt begannen die Stufen mit den Ketten. Gitti ging etwas die
Muffe, aber auf uns warten oder kneifen das war nicht. Sie zog es durch. Der
Adrenalinschub war schon etwas größer.
Eure Sandsteinjäger