Schon wieder lange Hose heute? Katrin wollte in kurz gehen, doch mir war das alles suspekt. Zwar hatte ich mir nur ein Shirt angezogen, aber die lange Hose blieb. Wir marschierten zum Bahnhof, bei der Katrin sich ganz schön in der Zeit verzettelt hatte und wir 20 Minuten zu früh auf dem Bahnhof waren. Es ging heute von Wehlen aus über den Steinbrecherpfad nach Dorf Wehlen und dann wieder zurück. Also eine kleine Runde für die geschwächten Füße. Außerdem müssen wir aufpassen, dass wir uns keine Erkältung holen. Wie unbeständig ist das Wetter bloß. Dicke Jacken haben wir absichtlich zu Hause gelassen. 15°C Grad und Sonnenschein – nicht der wahre Sommer. So zog sich das auch heute den ganzen Tag durch. Der Steinbrecherpfad ist uns bekannt und wir schon öfters dort gewesen. Dort kann man super Fotos machen, alles mystisch dort, alt und verlassen – eine andere Welt. Doch leider holt sich auch hier die Natur alles zurück und es wird auch der Natur überlassen. Der Weg verwarlost ein wenig und das zum CDF Jahr – oh mein Gott (Scherz). Jeder brüstet sich mit CDF, aber die Wege anzulegen und auch in Ordnung zu halten, das ist schwer.
Wir wollten weiter bis zum Pavillon, den ein paar Künstler vor 100 Jahren mal genutzt hatten. Ich hatte damals schon schöne Fotos dort gemacht und wollte es wieder tun, da es die alten Fotos nicht mehr gibt (digitales Unvermögen). Leider sahen wir zwei Ziegen, die vor Jahren bei einem Filmdreh entwischt sind und sich selbstständig gemacht haben. Diese kleine Herde haust in diesem kleinen Wäldchen. Mit Ziegen sollte man sich nicht anlegen, klar. Aber Katrin machte gleich einen Rückzieher und ging mit mir nicht weiter. Also Rückzug und ab nach Dorf Wehlen und zurück nach Stadt Wehlen.
Abends ging es dann zur Liethenmühle, mit dem Rad versteht sich. Oh, ich habe mächtig gepumpt diesen blöden Berg hinauf zu kommen. Katrin kam bis zu ihrem Punkt, den sie sich auch vorgenommen hatte mit bravur. Am Tisch ruhten wir uns aus und warteten auf die Bedienung, die uns dann klar gemacht hatte, dass wir etwas warten müssten. Die Köchin war unterwegs uns sollte in der nächsten Stunde eintreffen. Für uns war das kein Problem und wir durchstöberten die Wanderkarte für unsere nächsten Touren.
Plötzlich begann der Starkregen, der auch so erwartet war. Geschützt und sicher haben wir geschlemmt, erzählt und geplant. Schöner Abend.
Eure Sandsteinjäger





