Montag, 10. Juli 2017

Siehe Morgen









Bilde bitte eine Geschichte aus:

  • Aufstehen
  • Kopfschmerz
  • Frühstück
  • Kopfschmerz
  • Schwülwarm
  • immer noch Kopfschmerz
  • hinlegen
  • abwarten
  • einschlafen
  • Kopfschmerz?
  • 12 Aufstehen
  • Einkaufen
  • Regen, Donner usw.
  • Abendessen
  • Sonnenuntergang

Siehe Morgen. Viel Spaß. 
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 9. Juli 2017

Hoffnungslos

Um 11.00 Uhr mussten wir heute auf dem Bahnhof sein und zwar wegen des Sonderzuges „Rheingold“. Dieser Sonderzug wurde bereits am 03.07. nach Schandau gebracht, aber vorher in Dresden getrennt. Die eine Hälfte ging mit einer Lok nach Görlitz und die andere Hälfte ging nach Schandau. Am heutigen Tage war dann Abreise des Sonderzuges. Glücklicherweise wurde die Ursprungslok ab Schandau eingesetzt. Also wurde auf dem Bahnhof erst ein Foto gemacht und dann mit der S-Bahn bis Königstein vorgefahren, um dann den Zug in voller Fahrt noch einmal zu fotografieren. 
Dann ging die Wanderung bei guten 30°C los. Durch Königstein ging es vollen Schrittes hinauf in Richtung Gohrisch, denn der war heute unser Ziel. In den Wäldern war es angenehm kühl, da es in der letzten Nacht etwas geregnet hatte. Der Ausblick und die Sicht waren besser als gestern. Endlich waren wir am Fuße des Berges angekommen. Durch die enge Schlucht des Aufstieges wehte ein kühler Wind. Katrin bekam die Kopflampe aufgesetzt, denn es war hier duster und der Weg führte über Leitern und Steige. Oben angekommen machte sich feiner Nieselregen breit. Es störte gar nicht – im Gegenteil. Die Erfrischung tat gut. An der kleinen Hütte angekommen, wurde der Regen zu richtigem Regen und wir gesellten uns anderen Wanderern hinzu und plauschten ein wenig. Hauptthema war die Entschleunigung beim Wandern in der Sächsischen Schweiz. Wie war, wie war. 
Als der Regen dann aufgehört hatte zogen wir wieder unsere Wege und stiegen vom Gohrisch hinab. Es ging nach Papstdorf. Empfohlen wurde uns die Gaststätte „Zur Hoffnung“. Die Hoffnung jedoch enttäuschte in dem Augenblick des Erkennens der Öffnungszeiten. Wir hätten 2 Stunden warten müssen. Unsere Hoffnung auf Essen war somit gestillt, jedoch hatte Katrin wieder Hoffnung nach langen Jahren in die Liethenmühle einzukehren. Also kehrten wir ein. Nach diesem vorgezogenen Abendmahl spazierten wir dann in Richtung Kellerfels und verließen den Weg, wahrscheinlich in Erstbegehung nach 1900, an der Kirche in Schandau. Dieser Weg war echt übel. Da uns nun eine Gewitterfront erreicht hat und auch Abkühlung mitbringen soll werden wir für morgen umdisponieren. Heute waren es wieder mal 15 Kilometer, von Katrin geplant und durchgesetzt. Aber ich soll ja Katrin nicht so hetzen. Katrin hetzt mich. Hoffnungslos.  
Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 8. Juli 2017

Dunstige Blicke

Der Dunst lag über dem Elbtal. Der gestrige Abendregen und die anstehende warme Luft verheißten nichts Gutes. Schwül warme Luft und dazu bedeckten Himmel bedeutet nur eine kurze kleine Tour für heute – und zwar zum Kohlbornstein. Es waren ohne Sonne um 10.00 Uhr bereits 22°C und total unangenehme Luft. Wir kletterten hinauf zur Aussicht. Die Sicht war gleich Null, als stände man in einer Waschküche. Es war also nicht schön. Das hatten wir uns aber schon fast gedacht. Wenigstens konnten wir oben unsere Sachen trocknen. Wir konnten gerade mal die Schrammsteine erkennen. 
Als sich auf meinem Regenradar dann das Unheil in Form von Regen näherte, nahmen wir reiß aus in den sicheren Grund und Wald. Dabei kamen uns zwei Wanderer entgegen, die erstens die Gepflogenheiten des Begrüßens von Wandereren nicht kennen und zweitens vom androhenden Wetter noch nichts bemerkt haben. Allein auf Grund dieser Maulfaulheit war ich derart gezwungen die beiden ruhig ihren Weg ziehen zu lassen. Die Dusche würde ihnen gut tun. Als wir zwei den Wald verließen, hatte sich der kurze Schauer wieder verflüchtigt und wir stiefelten über Papstdorf in Richtung Kleinhennersdorf und dann weiter hinunter. Langsam kam nun die Sonne raus und die schwüle Luft ging in einen Sommernachmittag über. Am Abend saßen wir mit den Füssels zusammen beim Grillen. Am morgigen Tage soll der „Rheingold“ entscheiden wie und wohin unsere Reise gehen wird.  
Eure Sandsteinjäger 

Freitag, 7. Juli 2017

Unter Strom

Alles richtig gemacht heute. So oder ähnlich hätte man den Beitrag heute nennen können. Wenn da nicht der Wetterdienst wäre, der uns zwischen 10 und 11 Regen versprach und ab 15 Uhr sogar schwere Gewitter vorhergesagt hatte. Also packten wir unsere Regensachen ein und gingen in der bereits einsetzenden Bewölkung zum Bahnhof. Am Bahnsteig selbst kam schon die Sonne raus und als wir in Pirna auf dem Busbahnhof gesessen haben, musste ich mich bereits umziehen. Es war heiß. Keine Wolke zu sehen. 
Wir gingen heute durch den Liebethaler Grund mit den alten Wasserkraftwerken und alten Mühlen. Es ist eine tolle Gegend. Gerade bei diesem Wetter ist dieses Tal besonders reizvoll und gut temperiert. Wir ließen und sehr viel Zeit. Nach diesem Tal ging es über eine Hochebene in den Uttewalder Grund und dann weiter in den Teufelsgrund. Hier ging Katrin die Muffe oder sie konnte wirklich nicht mehr. Wir merkten unsere Füße schon ganz schön doll. Es war nur ein kleiner Abstecher mit einem Rundweg. Während Katrin diesen Rundweg abbrach und umkehrte drehte ich die Runde komplett durch die Teufelsschlüchte. Wahnsinn – auf allen vieren durch die Matsche. Glücklicherweise hatte ich meine Kopflampe dabei. Teilweise war in diesen Höhlen nichts zu sehen. Spaß hat es auf alle Fälle gemacht. 
Als wir dann in Wehlen ankamen, gab es schnell noch ein Eis auf die Hand. Die Bahn brachte uns dann bis Schandau zurück und es war Zeit für eine große Pizza. Erst als wir zu Hause waren, dass war so gegen 20 Uhr, kam in der Ferne leichtes Gewitter auf – gegen 21 Uhr war es dann auch hier. Na ja, wenigstens gab es dann noch ein Gewitter für Minuten. Und nun ist es dunkel. Die 15 Kilometer vom heutigen Tag müssen wir auch erstmal sacken lassen - morgen soll es wohl etwas kleines geben. Also denn.  
Eure Sandsteinjäger 

Donnerstag, 6. Juli 2017

12 Uhr Mittags


Spät ging es heute aus dem Haus. Erst gegen 12.00 Uhr startete das erste Highlight des Tages. Angeblich 6 Kilo spanische Sprengkraft gegen 32 Meter sächsischer Baukunst. Der alte Schornstein der ehemaligen Sägewerks musste nun weichen und hatte am Ende eines durch Drähten verschickten Zündfunkens keine Chance mehr. Der Turm fiel in wenigen Augenblicken auf den vorgesehen Platz. Etwas mehr Knall und etwas mehr Staub hätte ich mir schon vorstellen können, obwohl mir persönlich 6 Kilo sehr viel vorkommen. Egal, puff, peng und umgefallen.
Jetzt gingen wir in der brütenden Hitze zum Bus und fuhren dann bis Schmilka, setzten dort mit der Fähre über und fuhren dann noch mit der Bahn eine Station weiter. Ausgangspunkt war heute die Gelobtalmühle Schöna. Steil und steiler gingen wir einen mit Sandsteinplatten verlegten Weg hinauf zu einem kleinen Stausee für die Mühle. Prächtig und genial und schön. Wenn die Bremsen nicht währen könnte man noch länger verweilen. Hier aßen wir das erste Mal, denn es war ja schon halb zwei durch.
 Immer weiter zogen wir den schwierigen Pfad durch das Gelobtbachtal hinauf in Richtung der Quelle. Der Weg kreuzte immer wieder den Bach und die Grenze. Teilweise ging der Weg den Bach hinauf. Es war abenteuerreich, aber mit wasserfesten Schuhen ist das möglich. Irgendwann mussten wir den Weg verlassen und gingen dann in Richtung einer Sperrung. Hier wurde mal wieder Holz geschlagen. In diesem Gebiet haben wir jedes Jahr Glück mit solchen Umleitungen, aber mit viel Geschick leiteten wir uns selbst aus dem Gebiet und kamen dort an wo wir auch hin wollten: Schöna.
Nun war ich Patient der eigenen DRK Station geworden. Ich hatte mir eine Blase am Zeh gelaufen. Toll. Irgendwie haben wir uns dann was einfallen lassen und das hatte dann auch irgendwie geholfen. Ich wollte dann aber auch aus den Schuhen raus. Schnell Duschen und rüber nach Schandau zum Essen. Jetzt sitzen wir hier bei 25°C auf der Terrasse; die Sonne ist bereits weg und die Junikäfer geben wieder mal ihr Bestes; Schorsch (wer die anderen Postnachrichten gelesen hat weiß um wen es geht) hat mit Gummistiefeln wieder in der Elbe gestanden und den Pegel vermessen - also alles in Ordnung.   
Eure Sandsteinjäger 

Mittwoch, 5. Juli 2017

Es fährt (k)ein Zug nach nirgendwo

Heute früh schien wieder einmal die Sonne, aber wir konnten sicher sein das es in Sebnitz sich wahrscheinlich zuziehen könnte. Und da wisst ihr schon was los ist. Wir fuhren mit dem Zug bis Sebnitz. Dabei hatten wir Mühe in den Zug zuzusteigen, denn dieser kam bereits übervoll in Krippen an. Katrin und ich drückten nochmal kräftig nach. Dabei vergaß ich, das die Schaffnerin noch draußen stand, rückte aber rechtzeitig einen Schritt nach vorn bevor die Türen geschlossen waren. Sie hatte es geschafft. Das nun alle Insassen nach Sebnitz wollten war mir unklar und dann in Schandau selbst wurden nicht nur wir sondern auch der Zug erleichtert. Wieviele Leute nun auf dem Bahnsteig standen ist unbegreiflich. Wahnsinn welch Masse der Zug verkraftet hat. Alle waren ausgestiegen.
Sitzend ging es nun zu unserem Anfangspunkt nach Sebnitz, obwohl wir noch zwei Stationen mit dem Bus fahren mussten. Endlich Lohsdorf, der Beginn des Schwarzbachtals. Auf dem Grund der ehemaligen Schwarzbachtalbahn wollten wir wandern. Angepriesen als tolles Wanderziel und tolle Route sind wir etwas enttäuscht. Wären wir nicht nach GPS gelaufen, sondern hätten uns nur auf die Karte und den Wegweisern verlassen, dann hätten wir wohl die Highlights verpasst. Der offizielle Wanderweg führte immer herum. Zwei dunkle Tunnel und eine Brücke als Viadukt wären auf der Strecke geblieben. Die anderen zwei Brücken sind zum heutigen Tage leider unpassierbar gewesen. Leider. Punkte zum Verweilen? Fehlanzeige. Ich glaube hier geht’s rückwärts, zumal man auch noch hier in der Gegend einen Haltepunkt der Bahn gestrichen hatte. Und was war noch? Im ganzen Tal kein Stückchen Sonne. Der Himmel bedeckt. Achtungszeichen vor dem Regen?
Die Wanderung haben wir aber genossen und da wir ja mal wieder den Hals nicht vollbekommen haben, mussten wir unbedingt noch auf den Adamsberg. Von hier aus ging es dann endlich in das Tal. Vor unserer Nase fuhr unsere Bahn weg. Dann gingen wir halt den Rest zu Fuß. Basta. Ein fetter Eisbecher lockte uns in der strahlenden Sonne. Das Wetter war wieder besser geworden. Also Sonne pur. Und morgen wird’s wahrscheinlich laut.
Eure Sandsteinjäger

Dienstag, 4. Juli 2017

Der Kettenhund


Das Wetter war gut, wenn nicht sogar top. Nicht zu kalt, nicht zu heiß, mehr Sonne als Wolken, aber etwas mäßigen Wind. Ideale Vorrausetzungen für eine Wandertour mit wenig Waldwegen. So ging es ab Schandau über eine schier endlos laufende Steigung nach Rathmannsdorf. Unser heutiges Ziel war der Gamrig. Es ging durch Dörfer und an Bauernhöfen vorbei und zu einem Zwischenziel. Ich wollte endlich diesen Radieschenzupper (einem Bagger aus DDR-Zeiten) in seinem jetzigen Charme fotografieren. Der Charme des Zerfalls. Während ich damit beschäftigt war, hörte ich plötzlich einen Hund. Na ja, mehr einen kleinen Kläffer oder Hackenbeißer. Ringsherum jedoch nur Feld und Wiesen zu sehen. Katrin bekam es mit der Angst zu tun. Ich fröhnte meinem Hobby, und packte dann meine Sachen wieder zusammen. Plötzlich rief Katrin: „da kommt er“. Es raschelte im kniehohen Getreide, doch ein Hund war nicht zu sehen. Man konnte nur durch die Bewegungen der Getreidehalme ausmachen wir er sich uns näherte. Plötzlich stieß er, während Katrin schon mit den Wanderstöcken in Bereitschaft war, aus dem Feld. Ein mit Kletten stark übersäter Teckel lief auf uns zu und freute sich. Ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. Katrin wischte sich den Schweiß von der Stirn, aber nicht weil es warm war.
Auf den nächsten Kilometern hatten wir viel zu lachen. Der Gamrig kam immer näher und lud mit seiner Silhouette ein. Auf dem Gamrig änderten wir kurzum unseren Rückweg und testeten einen Weg, den man evtl. ein anderes Mal verwenden könnte, um in diese Gegend zu kommen. Wir hatten ihn für gut befunden.
Am Ende des Weges setzten wir uns wieder in den Bus und fuhren nach Schandau. Das Ende des Tages wurde eingeläutet und wir gingen schön Essen. Eure Sandsteinjäger

Montag, 3. Juli 2017

Steinbrecher

Eine kleine einfache Tour hatten wir heute vor den Augen. Mit dem Wetter konnten wir heute angeben. Sonne und ein paar Wolken und etwas Wind. Frühstück auf der Terrasse, dann alles einpacken und im T-Shirt los marschiert.
Wir fuhren mit dem Zug bis Wehlen. Von dort aus ging es den ehemaligen Steinbrecherpfad entlang. Auf diesem verlassenen Pfad stehen noch so manche Relikte aus grauer Vorzeit. Hier wurde Sandstein für die Schönen und Reichen und deren Paläste abgebaut. Die Schutthalden, der restliche Abraum und damaligen Geräte liegen noch heute herum. Dazu stehen noch verlassene Häuser als Ruinen an Ort und Stelle. Selbst das Sommerhaus von Pol Cassel steht noch so wie er es verlassen hat. Das Bett nicht gemacht und die Küche bleibt wahrscheinlich kalt. Bald wird es auch diese jedoch nicht geben. Der Zahn der Zeit hat kräftig genagt. Aber das wir heute noch Ziegen aus Hollywood sehen würden hätten wir nicht gedacht. Die Geschichte dazu ist ganz witzig, denn im nahen Steinbruch zu Wehlen wurde mal ein Blockbuster gedreht und am Ende ist eine trächtige Ziege abgehauen. Seit dem lebt diese in den Steinbrüchen. Wir nahmen etwas Abstand, den der Bock war größer als normale Ziegen. Vielleicht eine Blockbuster-Ziege?.
Ganz allein durchkämmten wir dieses Gebiet mit insgesamt 10 Kilometern Länge. Das Wetter war richtig schön heute. Sonne pur. Eben gerade versuchte die Sonne unterzugehen, jedoch stahlen die Wolken ihr die Show. Leider. 
 
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 2. Juli 2017

Bonus Meilen

Heute begann alles komisch. Trotz intensiver Planung mussten wir uns heute früh erstmal sortieren. Alles passte nicht. Zuerst drückten die Socken in den Schuhen, dann war es draußen etwas kühl und wir holten uns eine warme Jacke raus, die dann am Ende wieder zu warm war. Der Rucksack war irgendwie falsch gepackt. Dann war er falsch geschnürt. Dann hatten wir die Wanderstöcke vertauscht. Der Morgen wollte einfach nicht richtig beginnen.
Die Tour begann ab Hinterhermsdorf und ging durch die Waldhusche hinüber zum Lindigblick und dann zu den Brüdersteinen. Eine wirklich tolle Tour mit zwei spitzen Highlights. Wirklich viel war auf diesen Wegen nicht los. Genauergesagt trafen wir 5, zwei Jugendliche, ein Rentnerehepaar und ein Nationalparkranger der seine Graffitis an den Bäumen hinterließ. Diese kleine Tour ging uns leicht durch die Beine, die Zeit verging wie im Fluge.

Es war ein Sammeln von Extra-Bonus-Meilen, denn eigentlich hätten wir uns auf der Rücktour an der Bushaltestelle einfach setzen sollen und warten sollen. Stattdessen wanderten wir immer weiter die Busstrecke entlang, um so der elenden Warterei zu entgehen. Jetzt brannten aber die Füße und irgendwann nahmen den nächsten Haltepunkt als Ziel, um zu verschnaufen und auf den Bus zu warten. Umgestiegen sind wir dann am Lichtenhainer Wasserfall, um zu entschleunigen. Wir nahmen die Kirnitzschtalbahn bis Bad Schandau und setzten uns dort in ein Eiscafe und aßen unser Abendmahl. Punkt aus. Mit 14 Kilometern war es zwar nicht weit, aber wir haben uns gut einlaufen können.  
Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 1. Juli 2017

Beginn

Hurra, endlich Urlaub. Angekommen nach einer erholsamen Fahrt buckelten wir wieder mal unser Gepäck in das oberste Stockwerk unserer Wohnung. Da wir diesmal weniger Zeug mit in den Urlaub nehmen, ging dies auch schnell von statten, so dass wir dann auch zum Nachmittag unseren Kuchen auf der Terrasse verspeisen konnten. Dabei haben wir beobachten können, wie ein Bürger, der hier gleich in der Nähe wohnt, in dem Aschehaufen des letzten Lagerfeuers des Sonnenwendenfestes wühlte. Wir alle nennen ihn Schorsch. Er ist schon lustig. Jedenfalls konnten wir zusehen wie er mit einem Riesenmagneten aus irgendeinem alten Generator diesen Aschehaufen untersuchte. Er suchte Metallschrott den unliebsame Bürger in diesem Lagerfeuer entsorgt hatten. Er suchte lange in seinem, in Sektionen unterteilte kleine Aschefläche. Die kleine Plastetüte wollte sich einfach nicht füllen. Zeitwert gegenüber dem Nutzen war bereits in das Minus gerutscht. Jeder BWL-Student hätte ihm ausgerechnet, dass er nach spätestens 10 Minuten hätte abbrechen müssen; es sei denn, er würde einen Elbdiamanten finden. Nach einer Stunden taten uns die Augen weh. Uns war müde geworden.
Zudem hatten wir ja auch schon gegen 12 Uhr Mittags die Carolahöhe in unserer Nähe erklommen und auf unser bezugsfertiges Zimmer gewartet. Eine Stunde Nachmittagsschlaf reichte nun aus, um den Akku zu füllen. Dieser soll dann morgen auch geleert werden. Wir wünschen viel Spaß beim lesen unserer Geschichten.
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 18. Juni 2017

Vor einem Jahr ...

... der letzte Post. Kaum zu glauben. Der letzte Beitrag liegt wirklich 11 Monate zurück. Das gab es noch nie. Ich muss mir wieder vornehmen mehr zu schreiben. Und so soll es auch sein. Wir bereiten uns nun langsam auf unsere neue Unternehmung vor. Das Probepacken für die Wanderrucksäcke steht bevor, damit wir wissen was wir für die Tagestouren mitnehmen. Der Rest bleibt dann wirklich zu Hause. Teilweise ist das letztes Jahr doch ziemlich hart gewesen. Kalte Jacke, warme Jacken, Regenjacke, Shirts bis zum abwinken und die Hälfte wird nur gebraucht. Das passiert nicht wieder. Probehalber werden wir dieses Mal einen Rucksack hier wiegen, sodass wir eine Vorstellung haben was wir denn so auf eine Wanderung mitnehmen sollten. Es ist schon hart, wenn man mal überlegt an 126 gelaufenen Kilometern, über 11 Tage lang, pro Tag 10 Kilogramm mitzunehmen.
Auf unserer großen Liste stehen 25 Ziele im Gegensatz zu 15 Tagen, sicherlich wurde da auch noch was vergessen. Jetzt geht es natürlich auch diesem Zettel an den Kragen, denn der wird drastisch eingekürzt. Einen Ruhetag soll es ja auch noch geben und dann soll es wahrscheinlich auch noch da hin und dorthin. Vielleicht sollte man 8 Wochen Sommerferien dort verleben. Meinetwegen, ich weiß nur nicht was der Chef davon hält.
In diesem Sinne verbleiben wir mit Spannung das Reiseziel zu erwarten und lieben Grüßen aus der Heimat.
Eure Sandsteinjäger 

Freitag, 8. Juli 2016

Ein Tag voller Highlights



Wieder war es mal einer dieser letzten Tage. Wie so oft wollten wir noch mal einen Knüller setzen, einen Schlusspunkt, einen richtigen Burner, einen Brüller. Ich wollte in das Khaatal, Katrin wollte nochmal in die Schrammsteine, genau gesagt über den Gratweg. Katrin hatte gewonnen. Der Aufstieg über den Obrigensteig bis zum Schrammtor war gar nicht so beschwerlich, obwohl wir schon jetzt über 110 Wanderkilometer auf dem Buckel bzw. an den Füßen hatten. 
Der Weg war ziemlich leer, dass wir dachten man könne heute mal in ruhigen Zügen den Gratweg genießen. Im Gegenteil, um so höher wir kamen, um so voller wurde es auf den Wegen. Hinauf über den Wildschützensteig im Kletterakt. Katrin ging schon jetzt die Muffe. Doch der Knaller sollte ja noch kommen. Heute ließen wir die Schrammsteinaussicht aus und marschierten gleich weiter. 
Nach kurzer Verschnaufpause ging es dann endlich los. Anfangs ziemlich schnell, kamen wir dann an die erste Schlüsselstelle für Höhenängstige. Auf den Gratweg selbst standen 6 oder 7 Rentner, die sich uneinig waren ob man hier weitergehen könnte. Einige waren bedient, denn es war denen zu hoch und zu gefährlich, standen aber immer noch dort und gingen weder vor noch zurück. Die angebliche Reiseleiterin hatte keinen Plan mehr und suchte vergebens ihre anderen zurückgelassenen Schäfchen. Wer jetzt wo war, wer wohin wollte und wenn es so weitergeht hier oben sterben möchte, war Katrin eigentlich scheißegal. Sie wollte nur durch. Eigentlich geht Katrin bei solchen Aktionen immer vor, damit ich den Abstand der hinteren Drängler immer sehr groß halte. Dann fühlt sie sich sicherer. Wir wurden dann angesprochen ob wir durchwollten, wurden aber dennoch nicht durchgelassen. Dabei machte ich dann den ersten Schritt und ging vor. Der Weg wurde immer noch „versperrt“ und es wurde sich immer noch gestritten ob es denn nun weitergeht oder wieder zurück. Plötzlich neue Fragen: „ Kommt man von hier auch nach Postelwitz?“ Sie hatten doch ihre Reiseleiterin dabei, aber ich meinte freundlich: „Ja sicher, aber sie müssen dann auch wieder ein Stück zurück, denn der Wildschützensteig ist eine Einbahnstraße.“ Katrin wollte schon sagen, dass man von hier auch an die Ostsee kommt. Endlich wurden wir nach einem weitern Zwist der Gruppe durchgelassen. Von der Reiseleiterin war keine Spur mehr zu sehen. Vielleicht war es auch sie, die Angst und die Hosen voll hatte. Katrin´s Adrenalinhunger war damit für heute gestillt. An der Aussicht zur Breiten Kluft vorbei gingen wir zum Domerker. Eine Aussichtsplattform die nur als Pfad gekennzeichnet ist und nicht ausgeschildert ist. Welch Vorteil. Hier verweilten wir wieder sehr lange. Diese Aussicht braucht sich echt nicht verstecken. Wieder mal ein Geheimtipp für uns. Hinab ging es über das Sandloch, die Katrin leider nicht mehr so Erinnerung hatte. Steil an einer Holzleiter, ein paar kleine Angstgriffe in der Wand und nur ein 1 Meter bis zum Abgrund. Auf dem Video sieht es schon sehr lustig aus wie Katrin die Leiter rückwärts nimmt und nach dem Ende sucht. Am Ende stand ihr wieder mal Schweiß auf der Stirn. Ha, das war der zweite Kick zum heutigen Tage, den sie eigentlich nicht mehr wollte. 
Nun begann ein kleiner Spurt. Nur noch 1 Stunde bis zur Vorführung und Ostrau war noch weit. Wir wollten zur Falknerei nach Ostrau, denn dort begann um 16 Uhr eine Vorführung über seine Falken, Kautze, Eulen und Steinadler. Wir hatten es pünktlich geschafft und es war nochmal ein Highlight am heutigen Tage und für jeden zu empfehlen. Am Ende des Tages hatten wir dann schon wieder mal einen neuen Tagesrekord zu verzeichnen. Mit exakt 16 Kilometern und wieder mal 600 Höhenmetern waren wir jedoch nicht so geschafft wie die Tage zu vor. Vielleicht lag es bei mir daran, dass ich die doppelte Tragebelastung nicht hatte.

Eure Sandsteinjäger 

Donnerstag, 7. Juli 2016

Ausgesetzt in Sebnitz



Wir hatten es heute gewagt. Mit dem Zug und dem anschließenden Schienenersatzverkehr wollten wir bis Dolni Poustevna fahren. Wir hätten in Sebnitz zwar nochmal umsteigen müssen, aber wenn alles klappen sollte war uns die dieser Weg egal. Es sollte wie schon gesagt nach Dolni Poustevna gehen. Dieses ach so bunte Örtchen, dass die Touristen nur mit seinem Charme und den vielen tollen Häusern und deren Einwohner lockt – Stopp. Nur so steht es in einem Reiseführer, aber die Wirklichkeit sah da anders aus. 
Der SEV brauchte eine gefühlte Ewigkeit von Schandau nach Sebnitz, so dass unsere Weiterfahrt mal gleich wieder verhindert war. Anfangs dachten wir an einen Scherz als uns der kleine Schaffner, der gewisse Ähnlichkeiten aus einem Märchen aufwies, die nächste Abfahrtszeit nannte. Man hatte uns einfach am Bahnhof abgestellt. Punkt aus. Der letzte Zug war seit einer halben Stunde fort und da wir keine 90 Minuten warten wollten, machten wir uns zu Fuß auf den Weg durch beide Ortschaften. Gleich hinter dem Grenzübergang von Sebnitz aus standen noch die letzten Rückstände des Zollfreien Einkaufs, sowie der Zigaretten- und Raubkopienverkäufer aus den 90er Jahren. Wir wollten den Weg der Kreuze gehen bis zum Poustevnik (Spitzberg) der mit seinen 454 Metern deutlich hinausragt und oben freie Sicht bietet. Hier gibt es sogar ein Gipfelbuch. 
Die asphaltierte Straße sicherte uns ein schnelles Vorankommen, war aber ebenso unattraktiv. Endlich kamen wir an die Kreuzung die uns zur Aussicht bringen sollte. Eine Teerstraße für die Landwirtschaft. Toll. Dann kamen endlich der Wald und der Aufstieg. Hier hatte man fürsorglich für einen tollen Blick gesorgt, aber dass dieser Blick auch mal wieder zuwächst, wenn man nur Bäume fällt und so die Büsche freien Wuchs haben, daran hat wohl keiner gedacht. Langsam aber sicher wird dieser Weg wohl wieder in Vergessenheit geraten. Hier oben machten wir eine lange ausgedehnte Pause und Katrin trug uns in das Gipfelbuch ein. Zurück ging es zum Bahnhof Horni Poustevna, denn ich hatte keine Lust mehr durch die beiden öden Orte zu schlendern. Wir warteten eine ¾ Stunde auf unseren Zug auf einem Bahnhof, äh Bahnsteig, äh Haltepunkt – nein, am Häuschen mit Gleisanschluss. Wir saßen auf der Erde da es hier keine Möglichkeit zum sitzen gab. Katrin versuchte es an der Streusandkiste, aber die knackte gleich und wäre wohl sofort bei Komplettbelastung zerbrochen. Wir stiegen in Sebnitz aus, gingen jetzt zum Busbahnhof und fuhren dann nach Lichtenhain, um von dort hinunter in das Kirnitzschtal zu wandern. Wir hatten irgendwie noch nicht genug und da fiel Katrin der Panoramaweg ein. Ein Weg der hinunter zum Beuthenfall führt. Wieder war dies ein toller neuer Weg mit einem Blick zu den Affensteinen hinüber. Der erste Teil der Wanderung war 8 Kilometer lang und der zweite Teil dann schon wieder 4 Kilometer, so dass wir mit der Busfahrtpause auf 12 Wander-Kilometer gekommen sind.


Eure Sandsteinjäger 

Mittwoch, 6. Juli 2016

Unverhofft kommt oft



Der Morgen begann stürmisch. So hatten wir das Wetter nicht bestellt. Dazu war es noch lausig kalt. Der Bus brachte uns wiedermal zu unserer Ausgangsposition. Wir wollten zum Kleinen und zum Großen Pohlshorn. Die Steigung war echt hart, aber gegen das was heute noch folgen sollte, war dies eine seichte Landstraße. 
Das kleine Pohlshorn kam nun immer näher. Die Aussicht war nicht großräumig, etwas eingeschränkt, aber dennoch imposant. Wir wollten jedoch weiter und verließen ihn Richtung Großes Pohlshorn. Oben an der Aussicht angekommen wurde der Wind zu einem Sturm, dazu kam noch der Regen, der mehr von vorn kam als von oben. Wir wickelten uns in die Folie und machten uns vom Acker. Hier oben war es im Augenblick zu gefährlich. Zudem wussten wir nicht wie stark der Regen noch werden würde und ob da noch ein Gewitterchen starten könnte. Also Abstieg. Eigentlich wäre damit unsere heutige Tour beendet. Es war aber erst 11.34 Uhr! Bisschen früh für uns beide. Nein es ging weiter und zwar zum Zeughaus zur ersten richtigen Rast und zum Wäschetrocknen. Trotz der Kühle verweilten wir hier eine ganze Weile. Wir tankten Kraft für den schweren Aufstieg zur Goldsteinaussicht. Katrin meinte immer, dass sie hier schon mal gegangen sei, aber ich konnte mich wahrlich nicht daran erinnern. Es ging immer weiter bergauf, auf einem Knüppeldamm der sich echt gewaschen hatte, gerade weil er so ausgewaschen war. Und irgendwann kam die Belobigung für diesen schlechten Weg – die Goldsteinaussicht. Man hatte eine tolle Aussicht auf die Thorwalder Wände und die Schlucht die zu den Weberschlüchten führte. Wahnsinn. 
Jetzt hieß es nur noch auf nach Schmilka mit mehreren Umwegen. Unter anderem waren da die Marienhöhle und der Kleine Kuhstall die wir über einen Bergpfad erreichten, der schwer zu finden ist. Der grüne Bergpfadpfeil ist nicht gerade vorteilhaft angebracht. Doch Kenner wissen diesen zu finden und auch zu nutzen. Weil wir noch nicht hier waren kam die Satellitentechnik zum Vorzug und half uns wieder mal sehr. Der Weg weiter nach Schmilka führte uns über den Großen Winterberg. Wir hätten auch um ihn herumlaufen können, doch die Zeit wurde knapp. Dennoch mussten wir die Gaststätte aufsuchen, aber alles war leer. Von weitem sah es aus als hätte man 2014 hier die letzte große Saison gehabt. Nichts einladendes, alles verschlossen, der Rasen (ich meine das Meterhohe Gras) wurde in diesem Jahr noch nicht geschnitten. Braucht auch nicht mehr, denn das Jahr ist ja bald um. Wir standen auf der riesigen Terrasse mit hunderten von Stühlen und Tischen. Keine Servicekraft – kein gar nichts. Ein Schild mit der Aufschrift vor der zweiten Terrasse warnte: „Bitte besuchen sie unsere große Terrasse oder unseren Gastraum.“ Da wären wir wohl die Einzigen gewesen. Wir mussten ja unbedingt hier lang, um uns diesen traurigen Anblick zu holen. Das kann ja keiner wissen. Wir suchten doch nur was zum sitzen und zum Kaffee schlürfen. 
Nun sollte es endlich wieder bzw. weiter hinab gehen. Wir gingen den Bergsteig in Richtung Schmilka. Anfangs noch mit Stufen versehen ging dieser Weg uns ganz schön auf die Knie. Später wurden dann aus den Stufen, Wurzeln und Steine und zum Schluss Sandsteinblöcke als Pflasterung mit einer Neigung von 30°. Eine ¾ Stunde lang gingen wir diesen "netten" Weg. Glücklicherweise hatten wir unsere Stöcker dabei. Der Weg hätte uns sonst etwas länger aufgehalten und wir hätten unseren Bus verpasst. Dabei sollte Katrin ja noch ihren Gutschein einlösen können. Ich verpasste ihr kurz vor 18 Uhr einen 32 Liter Damen Rucksack. Das ist nun gut für meine Füße und schlecht für die Brieftasche. Richtig tolles Ding und sie ist richtig stolz drauf. Ach so, bevor ich es vergesse, heute waren es ungewollte 14 Kilometer mit 682 Höhenmetern.
 
Eure Sandsteinjäger