Samstag, 11. Juli 2020

Ich will nicht mehr

Und schon war ich wieder Reiseleiter, ich will aber kein Reiseleiter mehr sein. Die grobe Planung hatten wir gestern zwar schon erstellt, jedoch gab es Zweifel in Form der Ausführung, da es kleine Schwächeerscheinungen gab. Das Wetter spielte gut mit, für uns jedoch etwas zu kühl aber dennoch annehmbar. Das Gepäck wurde daher darauf abgestimmt. Das Problem hierbei war, dass wir mit anfänglichen niedrigen Temperaturen auch noch mit Regen rechnen konnten. Im Prinzip hatten wir alles dabei und das drückt auf dem Rücken.
Wir schlichen an den Lorenzsteinen vorbei und standen plötzlich in einer Landschaft die uns unbekannt vorkam. Vor ca. 4 Jahren hatten wir bereits diesen Weg genommen und alles schien normal. Doch heute standen wir auf einer Fläche die kein Wald mehr war. Zwischen dem Lorenzstein und dem Hinteren Raubschloß war Brachland. Völlig neue Blicke auch hier. Die anderen Teilgebiete sehen nicht anders aus. Hier hat das neue Klima richtig zugeschlagen. Auf dem Weg zum Raubschloß war der Weg zwar nicht überfüllt, jedoch gut besucht. Wir umschifften das Raubschloß und wollten zur Goldsteinaussicht. Dieser gute Pfad führt durch eine enge Schlucht und gilt als „Abkürzung“. Dieser Pfad ist auch bei den Wandereren sehr beliebt, da er sich von Jahr zu Jahr etwas ändert. Je höher wir nach oben kamen, desto höher wurden auch die Stufen. Die wahrscheinlich letzte Stufe, etwa 100 Meter vor dem Ziel, konnte Katrin nicht mehr überwinden. Anfangs dachte ich an ziehen, dann an schieben, dann an sein lassen. Das kann ich ihr nicht antun. Sie war nun unzufrieden mit sich selbst und schlenderte wie ein 9 jähriges Kind mit langweiliger Miene hinter mir her.
Wir gingen dann locker wieder in Richtung Hauptstraße, fuhren mit dem Bus zur nächsten Station und machten noch einen Aufstieg in Richtung Ostrauer Scheibe und dann vorbei am Luchsgehege. Dank eines Dackels, der vor dem Luchs keine Angst hatte und auf und ab lief wie ein Tiger, konnte ich noch gute Fotos machen. Alles in allem hatte ich dann noch das Foto des Tages im Kasten. Und morgen kann Katrin wieder führen.

Anmerkung am Rande: Wir befuhren heute zweimal das Kirnitzschtal mit dem Bus. Wir fragen uns nur mit welcher Art von Ignoranz die Kurzurlauber bestückt sind, dass man das Tal links und rechts der Straße (selbst an Bushaltestellen, und Zufahrten für Feuerwehren) zuparken muss. Überall wo ein „freies“ Fleckchen Erde zu seien scheint wird das eigene Auto abgestellt und nachfolgende gesellen sich hinzu. Sicher ist das es hier wenige Parkplätze für Wanderer gibt, aber der ÖPNV kann bei weitem die Massen zu den Hotspots bringen und ist weitaus günstiger.

Eure Sandsteinjäger 

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Freitag, 10. Juli 2020

Laufkundschaft

Seit einer Woche bin ich, nachdem Katrin nun endlich eine tolle Regenjacke gekauft hatte, ebenfalls auf der Suche. Viele solcher tollen Jacken haben mein Interesse geweckt, jedoch die passende Größe war nie dabei. Also hieß es heute den Zweigladen in Hohenstein zu besuchen. Leider ist die Anfahrt sehr schwierig, um auch dort in diesem Gebiet mal wandern zu gehen. 1,5 Stunden sind wir mit dem Bus gefahren. Dabei gab es auch noch eine Verspätung, jedoch diese Aufholjagd kann hier nicht beschrieben werden. Das führe zu weit. Wir hatten es geschafft mit drei Bussen an unser Ziel zu kommen. Zum Anfang besuchten wir die Kirche in Hohenstein und ich konnte wieder einmal tolle Innenaufnahmen machen. Dann ging es endlich in den Bergsportladen den jeder kennen muss, der auch nur irgendetwas mit Klettern am Hut hat. Hier hatte ich sie dann auch in meiner Größe gefunden. Stattlicher Preis für gute Ware. Da war dann mein Urlaubsgeld gut angelegt. Wir schauten uns noch kurz die Burg von Hohenstein an und gingen dann hinab in das Polenztal. Bei der Schwüle suchten wir heute im Tal der Polenz die erhofften Temperaturen. Es war gut auszuhalten, aber man merkte schon, dass es eventuell Gewitter geben könnte. Das Thermometer stieg auf 28°C innerhalb kurzer Zeit.
Unsere erste Pause ging wieder mit einer Überraschung los. Meine neue Trinkflasche wurde eingeweiht. Diese soll 12 Stunden heiß oder 6 Stunden kalt halten. Der Test: Nach 3 Stunden hätte ich mir am Kaffee schon die Fresse verbrennen können. Da sollte man vorsichtig sein. Also Test bestanden – tolles Teil.
Wir folgten heute mal einer neuen Wegeführung und prüften wieder einmal die Tauglichkeit des Onlineportals zum Wandern. Perfekt. Zwar mussten wir noch zwei Wege korrigieren, jedoch hatten wir eine neue und bessere Route nach Porschdorf gefunden. Ab hier wollten wir nicht mehr laufen und warteten auf den Bus und ließen uns nach Bad Schandau bringen.
Leider frischte der Wind zum Abend ordentlich auf, so dass wir nicht auf der Terrasse sitzen können. Vom angesagten Regen fiel heute kein Tropfen und morgen soll es wieder frischer werden.
Schönes Wochenende.

Eure Sandsteinjäger 

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Donnerstag, 9. Juli 2020

Zweimal durch die Hölle

Heute war ich der Routenplaner. Ich hatte die übliche Strecke in Richtung Kleinhennerdorf und Papststein komplett umgeschmissen und einen neuen Weg, aus meiner Sicht auch besseren Weg, in die Steine gefunden. Dieser führte uns nicht durch das Dorf, sondern von hinten herum auf den Kleinhennersdorfer Stein. Dies war der Höllenweg und ist ein uriger Weg über die Felsen wie wir ihn noch nie gesehen hatten. Leider machte uns das dunstige Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Fernsicht war gleich Null. Die Luftfeuchte war derart hoch, dass wir trotz der Kühle die vormittags herrschte dauernd die Sachen wechseln mussten. Dazu trockneten diese auch sehr schlecht am Rucksack.
Die Wege führten uns quer über den Stein und folgte dem Fortsteig. Dann gingen wir an den Höhlen vorbei, die heute mal wieder Anziehungspunkt für die Kurzwanderer waren. Es kamen Fragen wie: "Lohnt sich das?" oder "Wie weit ist das noch?" Am liebsten: "Nein." und "Eine Stunde". Das war aber Katrins Idee. Dann der Aufstieg zum Papststein und schnell etwas futtern. Schmalzbrot und Eisschokolade. Der Wirt meinte das er diese Kombination noch nie hatte, aber es wird die Gelenke wohl gut schmieren.
Nach dem Abstieg standen wir pünktlich am Bus. Das war es aber noch nicht. Das war zu kurz, wir wollten weiter. Es ging zurück über Papstdorf mit Besichtigung der spiegelverkehrten Kirche und weiter über Kleinhennersdorf und der Liethenmühle. Da wir noch keinen Hunger hatten und die Wirtschaft uns es nicht angetan hatte, liefen wir einfach weiter. Unser Essen sollte wie geplant in der Stadt sein. Schön Pizza essen. Meine Diavolo war der Abschluss des teuflischen Tages. Zusammen mit einer Ingwer-Limo wird es bestimmt noch eine Erinnerung geben. Liebe Grüße.

Eure Sandsteinjäger 

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Mittwoch, 8. Juli 2020

Regen macht Müde

Erscheinungen in Form von Müdigkeit und schweren Beinen zwingen uns zu einer kleinen Pause. Eigentlich war diese Pause für morgen vorgesehen, doch der vorhergesagte Regen zwang uns dazu den Wecker nicht zu stellen und einfach irgendwann am Tag aufzuwachen. Herrlich, einfach mal nichts machen und draußen gießt es. Nach unserem ausgiebigen Frühstück planten wir für die Zukunft und schauten was wir noch gern machen würden. So kam eins aufs andere und die Liste wurde lang. Im Prinzip sollte dies reichen. Katrin dachte dann nebenbei auch wieder an das Essen und hielt mir die Öffnungszeiten vor die Nase. Danach müssen wir uns richten, das geht vor.
Um 13 Uhr fanden wir, dass es Zeit für den Mittagsschlaf sein müsste. Hatten wir ja lange nicht. Halb drei hatten wir dann für die Kaffeezeit leckere Eierschecke auf dem Tisch und stöberten danach wieder im Kartenmaterial. Spontan fuhren wir dann aber mit der Fähre auf die andere Seite, um noch mal durch die Läden zu tingeln und dann auch später Essen zu gehen. Den Tisch hatten wir bereits vorbestellt. Es funktioniert im Augenblick nur auf Vorbestellung, da zum Teil der Andrang sehr hoch ist. Die Stadt ist voller als je zuvor und die Ferienzeit der anderen Bundesländer hat noch nicht begonnen.

Am Ende des Tages konnten wir noch einen Testlauf zum Bootsrennen für  Bootsmodelle beobachten und wie man dabei in 10 Minuten einen Liter Ethanol verbrennt, einen Propeller verheizt und dennoch eine riesen Freude dabei hat. In diesem Sinne: Nicht verbrennen, sondern trinkt auf uns!Jetzt stellt Katrin die Fahrpläne mit den Touren zusammen und ich werde die Routen in einem Wanderportal checken, ob und wie diese machbar sind. Seit lieb gegrüßt.

Eure Sandsteinjäger 

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Dienstag, 7. Juli 2020

Hotspot Kuhstall

Die Tour ging heute ab Schmilka los. Der lange Anstieg in Richtung Winterberg teilt schnell die Spreu vom Weizen und natürlich den Puls in die Höhe. Knapp 15 Minuten vergehen dann, bevor wir die ersten Sachen wechseln können. An einer Bank wird Rast gemacht, um alles wieder zu stabilisieren. Heute früh war es sehr kühl. Mit den langen Sachen waren wir echt gut beraten. Später konnten wir uns langsam frei machen. Wir bogen ein auf den Lehnsteig und erkletterten diesen dann bis hinauf zum Plateau. Die Route heute war die verkürzte und verniedlichte Herrentour von Schmilka zum Lichtenhainer Wasserfall. Ich war heute auf der Suche nach einem tollen Spot. Dieser blieb zwar verwehrt, doch öffnete sich der Hotspot direkt in der Nähe des Neuen Wildensteins (Kuhstall). Es bot sich ein Kommen und Gehen in alle Richtungen. Genau hier haben sich die Touris versammelt. Der Kuhstall ist aber immer wieder der Anziehungspunkt und zieht auch Menschenmassen immer noch an wenn andere die Heimreise antreten. Mit Kind, Hund und Kegel wird um 15.00 Uhr Anlauf zur Bestürmung  in Sandalen genommen.
Vor 2 bis 3 Jahren hatte man von oben einen tollen Blick auf noch grüne Wälder. Jetzt mutiert dieser mit seinen bräunlichen und gerodeten Flächen in eine Art Patchwork für Naturliebhaber. Klingt ganz schön makaber. Alles was grün bleibt sind die Laubbäume.
Nach einem kurzen Aufenthalt am Schneiderloch zogen wir wieder in Richtung Tal. Wir hatten uns auf ein deftiges Vorabendessen geeinigt und besuchten die Gaststätte am Wasserfall. Es wurde uns Steak au four serviert, dazu frischen Salat und Pommes. Wunderbar.
Jetzt geht der Tag zur Neige und wir werden die Sonnenstrahlen missen. Morgen soll es den ganzen Tag regnen. Man kann es schon am Himmel sehen. In diesem Sinne wünschen wir Euch einen schönen Tag. Liebe Grüße.


Eure Sandsteinjäger 

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Montag, 6. Juli 2020

Der Aha-Effekt

Die Wettervorhersage zeigte uns gestern einen regnerischen Morgen. Die Zeitangabe hatte sich dann aber um 2 Stunden verschoben. So regnete es zum Frühstück immer noch und wir wollten bereits alles verschieben. Das hatten wir uns nach dem gestrigen Sonnenuntergang an den Schrammsteinen so nicht vorgestellt. Übrigens fährt der Aufzug nach Ostrau jetzt ohne Aufzugskapitän. Ihr hättet Katrin gestern sehen sollen, als sie allein mit mir hochfahren sollte. 
Das war ein Spaß.
Heute also ging es dann doch noch zum Weifberg. Als wir mit dem Bus in die Welt fuhren, ging die Sonne auf. Wie schön. Von Hinterhermsdorf wanderten wir über einen tollen Umweg zum Weifberg. Dann ging es weiter zum Wachberg. Die Strecke fuhren wir einmal in umgekehrter Weise mit dem Rad. Katrin meinte heute das sie sich das nicht vorstellen könne. Es war wirklich so. Für mich war die damalige Tour ein Erlebnis. Auf dem Wachberg angekommen setzten wir uns in die Sonne mit Blick auf Saupsdorf und vertilgten unseren Kräuterpalatschinken.

Es war nun ziemlich windig geworden. Die Sonne half jedoch ordentlich mit der Temperatur nach. Wir konnten so nicht auskühlen, müssen uns aber morgen auf kältere Temperaturen und wieder ordentlichen Wind einstellen. Eigentlich sind wir gekommen, um den Wind hinter uns zu lassen. Dieser pustet aber direkt aus West durch das Elbtal. Nach unserer tollen Wanderung gingen wir noch shoppen und aßen dann zu Hause unseren Schnittchenteller. Leider ist es für die Terrasse zu kalt geworden. Katrin testet die Tour für morgen am Tablet. Mal schauen wie die Tage wettertechnisch so werden. Bis morgen.


P.S. Im Kirnitzschtal sieht es auf Grund der Borkenkäferplage und bereits gefällten Bäume, sowie der trockenen Fichten erbärmlich aus.

Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 5. Juli 2020

In der Ruhe ...

... steht ne Bank. So oder ähnlich möchte ich mal anfangen. Das Wetter begann schön. So wie vorhergesagt. Mit einer langen Frühstückspause ging es los. Wir wollten es heute gleich ruhig angehen lassen. Keine Lust auf eigens gemachten Stress. Das soll es nicht mehr sein. Mit dem Bus ging es nach Reinhardstdorf-Schöna (wie im Prospekt geschrieben). Die Route sollte ca. 11,4 Km komplett lang sein. Das Wetter war gut, jedoch für Fotos nicht immer berauschend. Mal langer Schatten und trübe Suppe, mal brechender Sonnenschein mit tropischer Hitze. Von Bereich zu Bereich unterschiedlich. Unterwegs trafen wir viele Wanderer und Alltagstouristen. Dabei konnten wir viel lernen. Wir bekamen so viel Input, dass wir den Berg (Stein) schnell wieder verlassen mussten. Wir liefen heute von Bank zu Bank, denn Katrin überkam die Müdigkeit. Wahrscheinlich wegen der gestrigen Elbfeier. Es wurde 200 Meter elbabwärts mit Rave und Trance mal so richtig einen Geburtstag gefeiert, dass es nur so raucht. Bis halb eins. Dann konnten wir wieder schlafen. So musste ich aufpassen, dass Katrin mir unterwegs nicht einschlief.
Jedoch frisch und munter kamen wir wieder zu Hause an, gingen dann zum Essen und in meinem Wahn hatte ich dann einen tollen Vorschlag gemacht, gleich wieder mit der Fähre über die Elbe zu fahren und die Schrammsteine in der Abendsonne zu fotografieren. Das waren dann heute mal 17 km Fußmarsch mit tollen Eindrücken und Pläne für das nächste Jahr. Haben wir was vergessen? Ich glaube nicht. Jetzt ist es duster und ich lade noch die Akus für morgen, meine dann in der Nacht. Bis dann.

Eure Sandsteinjäger 

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Samstag, 4. Juli 2020

Aus 6 wird 2

Leider sind zwei Drittel der Mannschaft ausgefallen und so müssen wir notgedrungen alles allein machen. Die Fahrt war grandios. Den einzigen Stau hatten wir direkt vor Bad Schandau, aber sonst hatten wir keinerlei Störungen. Die OKF musste auf den Nachmittag verschoben werden, da wir hier knapp 29 Grad Celsius im Schatten hatten und der kühlere Schatten unser liebster Freund war. Auspacken, auf die Terrasse setzen, Akku herunterfahren und genießen. Später zogen wir los, um die Plätze zum Abend zu bestellen. Das war es auch schon. Jetzt kommen wir vom Essen zurück und werden unsere Sachen für morgen packen. Die Tour soll, wie auch auf dem Flyer vermerkt, zum Zirkelstein gehen. Am Flyer halten wir fest, auch wenn wir diesen nun etwas umgestalten werden. Das Wetter soll so bleiben. Ach was wäre das schön geworden, bei solch tollem Wetter hier die Wälder mit Euch umzukrempeln. Ganz liebe Grüße nach Hause.

Eure Sandsteinjäger 

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Samstag, 23. Mai 2020

Sechserpack

Endlich. Die Ungewissheit ist im Augenblick nicht mehr so groß wie im März. Der Urlaub wird stattfinden, sofern nichts mehr dazwischen kommt. Als Sechserpack geht es in unsere Gefilde. An den geplanten Touren haben wir uns vorerst nach der Kleinsten im Bunde gerichtet. Sie muss natürlich die Wege überstehen können. Einen Ausgleichstag wird es natürlich auch geben. 1200 Höhenmeter in 6 Stunden sind schon eine stattliche Leistung. Mit Outdooractive werden die Kilometerfressertouren geplant. Katrin ist da ganz groß. Kartenmaterial, Busverbindungen und Sonstiges sind herausgesucht und liegen auf dem Tisch verstreut, immer auf der Suche nach einer geeigneten Tour.
6 lange Wochen noch, dann geht es endlich wieder los. Ich kann es kaum erwarten. Wir alle sind in heller Aufregung und könnten am liebsten morgen schon packen.

Eure Sandsteinjäger 

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Freitag, 26. Juli 2019

Wurstfabrik und Weihnachten

Das es noch schlimmer als gestern würde, wollten wir anfangs nicht glauben. Frühstück auf dem Balkon fiel heute aus. Die Sonne stand senkrecht am Himmel. Wir wollten eine kleine Wanderung machen, nachdem wir die Schnitzerbude besucht hatten. In Langenwolmsdorf selbst kauf man schon nun die Deko für Weihnachten ein. 365 Tage im Jahr. Die Läden sind provokant mit Stehrümchen aller Art zugestellt. Dazu gibt es nun Engelsfiguren und Schwippbögen in neuzeitlicher Manier mit Glasflügel bzw. LED-Beleuchtung. Glas und Metall stehen neben bemaltem Fichtenholz auf 1000 Quadratmetern. Gefühlt habe ich  mich sehr oft verlaufen in diesem Haus, aber die Figuren änderten sich jedesmal. Mannshohe Pyramiden im Preis eines Gebrauchtwagens stellten sich in den Weg und bildeten einen Irrgarten. Nach einer Stunde waren wir wieder raus.
Gegen zwei hatten wir Hunger bekommen und fuhren bei der Landfleischerei vorbei. Hier konnten wir essen und uns Proviant für das nächste Jahr mitnehmen. Wandern wollten wir dann auch nicht mehr. Wir kauften uns Kuchen und setzten uns auf den Balkon, wo man es immer noch nicht aushalten konnte. Es ist jetzt fast sechs Uhr und wir haben eigentlich nichts gemacht. So wird es wahrscheinlich weitergehen. Morgen ist der letzte Tag udn wir wollen bei der Hitze auf die Festung. Ich hoffe wir halten durch. Im Süden brauten sich vorhin ein paar Gewitterwolken zusammen, die aber leider vorbeizogen. Das wird wohl nichts mehr. 

In diesem Sinne: Denkt an Weihnachten - es sind nur noch 5 Monate.

Eure Sandsteinjäger 

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Donnerstag, 25. Juli 2019

Zwischen Bunker und Mühlenrad


Heute ist mal wieder so ein Tag gewesen. Ob gut ob schlecht, werden wir wohl morgen besser beurteilen. Während der Fahrt ärgerten wir uns so manchesmal. Glück hatten wir indes auf dem Bahnhof in Decin. Beim umsteigen in den nächsten Zug waren wir die Ersten und konnten unsere Räder in die erforderlichen Halterungen hängen. Die nachfolgenden Biker hatten es da umso schlimmer. Der Schaffner ließ diese, wie auch später andere Radfahrer, ganz einfach auf dem Bahnsteig sitzen. Und das bei der Hitze.

Unsere heute geführte Tour sollte etwas abgeändert wieder zur Grundmühle führen. Wir suchten uns diesmal den Fernradweg 21 aus und nicht wie damals den unheimlichen Weg über Rabenstein. Wir wunderten uns nicht schlecht was hier für ein Weg gezimmert wurde. Anfangs asphaltiert, ging dieser wohl bei der Herstellung schnell aus und so kam es, dass dieser nur noch aus dem Untergrund bestand, bestehend aus faustgroßen Granitsteinen, die man eher zur Herstellung eines Bahndammes nutzt. Dann endlich nach 8 Kilometern normale Straßen und das war heute schon viel wert. Zwar ging es wieder auf und ab bei voller Sonnenauslastung, aber wir hatten damit ja auch gerechnet.
Bei der Grundmühle hatten wir dann unser Mittag eingenommen und lange Pause gemacht. Wir hatten ja noch diesen blöden "Radweg" vor uns. Im Jahre 2014 waren wir schon mal an dieser Stelle und keine guten Erinnerungen, aber der Weg ist jetzt noch schlechter geworden. Heute wurde festgelegt, dass wir diese beiden Wege aus unserer Karte streichen werden. Zwar kann man diese für Abenteurer und Wildniserfahrene weitergeben, doch das Echo wird schnell widerhallen. Irgendwann durchschnitten wir auch den geschichtsträchtigen "Tschechoslowakischen Wall" mit unseren Radweg. Wir sehnten uns nach was "Besseres". Besser ist nur alles, was Schlechter nicht sein kann. Jede Abfahrt kam uns nun recht und während der Raserei in das Tal fang ich immer an zu filmen an. Nur in diesem Augenblick nicht.

Mir kam zwei dunkle Punkte in Brusthöhe mit einer abartigen Geschwindigkeit entgegen, so dass ich weder Zeit zum Ausweichen noch zum Bremsen hatte. Kurz vor mir wichen die beiden aus und ich vermochte zu mutmaßen, dass es sich um zwei notgeile Tauben handeln müsse. Ich hatte selbst den Atem der Vögel zu verspüren vermocht. Katrin fuhr mir mit Abstand hinterher und fragte mich, ob ich das eventuell auf der Kamera mit drauf hätte. Katastrophe! Nein! Ein Greifvogel kleinerer Bauart machte sich an einem Vogel zu schaffen, den er dann wohl hinter mir in einem Busch auch zu fassen bekam. Und ich habs nicht drauf. Dafür heute anderen Müll, den ich wahrscheinlich nicht brauchen werde.
Wir sind später noch zu einer Mühle gefahren, dessen Wasser im Teich leicht blaugrau schien, aber trotzdem etwas Kühlung verschaffte und dann noch zum Friedhof der Kuscheltiere, davon hatten wir ebenfalls mal berichtet. Ganz schön mystisch der Ort. Das war unser Tag. Und wie war Euer Tag? Bestimmt nicht so abwechslungsreich.

Eure Sandsteinjäger 

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Mittwoch, 24. Juli 2019

Zirkelbraten

Man könnte glauben wir seien verrückt oder so ähnlich. Wer bei diesem Wetter noch Touren unternimmt, der sollte schon etwas mächtig im Urlaub gelitten haben. Unser Ziel hieß heute Zirkelstein. Der Bus brachte uns bis in das letzte Dorf. Nach einem kleinen Fußmarsch waren wir auch schon dort. Katrin blieb auf einer Bank in der Mitte des Aufstiegs sitzen. Allein schon hier im Schatten roch es nach trockenen Nadelbäumen. Es war stickig. Jeder feuriger Gedanke würde das Unterholz entzünden lassen.
Ich unternahm den letzten Teil des Aufstiegs allein. Das Geländer war so heiß, dass man sich nur kurz darauf festhalten konnte. Man musste sich also beeilen und es waren noch ein paar Stufen bis zur Aussicht. Der Zirkelstein ist eigentlich oben ohne, also oben ohne Baum und Strauch. Ein kleines Bäumchen wuchs seit Jahren stetig weiter. Es war eine Birke mit etwas Laub. Ich kroch darunter. Für ein paar Fotos und den weiten Blick musste ich mich leider in die Mitte stellen. Ohne das ich etwas tat, lief mir das Wasser am Kopf herunter. Irgendwann hatte ich davon genug und trat den steilen Heimweg an.
Zusammen wanderten wir nun immer in der Nähe von Wäldern und Bäumchen entlang und machten einen großen Rundweg um den Wolfsberg herum bis zu unserem Kaffeeziel. Heute war Mittwoch, gestern war Dienstag und Ruhetag, heute nicht und trotzdem geschlossen. Welch Reinfall wieder mal. Kaum ist ein Besitzerwechsel vorgenommen worden und schon wird alles geändert was der Vorgänger aufgebaut hatte. Unteranderem auch Ruhetage. Damit mussten wir wohl leben. Mein Wasserreservoir war ebenfalls aufgebraucht. Nicht nur um uns abzukühlen, gingen wir in die schöne Bauernkirche von Reinhardtsdorf. Hier hielten wir uns einige Zeit auf. Jetzt war aber Schluß für heute. Das Thermometer zeigte sogar um 17 Uhr noch 32 Grad an. In den Bereichen zwischen Wald, Feld und Asphalt heizte sich der Boden sehr stark auf. Hier wehte noch nicht mal Wind. Trotz der Hitze war es ein toller Tag und wir haben uns gut erholt und wieder Neues entdeckt.

Eure Sandsteinjäger 

Dienstag, 23. Juli 2019

Mit der Hitzewelle gerollt

Der heutige Tag war der Wahnsinn. Die Temperaturen sind angestiegen. Aber hier ist die Hitze anders zu spüren. Es gibt keinen kalten Ostseewind der mal für Abkühlung sorgt. Hier spürt man neben der Sonne auch noch die Heißluft. Nur in den Wäldern ist es angenehm. So führte unsere Tour hauptsächlich durch die Wälder. Zwischendurch mussten wir unsere Sachen trocknen und auf den Panoramablicken in die Ferne schauen. Wir hatten herrliche Panoramaaussichten am heutigen Tage. Wir reisten in die böhmischen Wälder und wieder hinaus. Ziel heute war der Wachberg mit seiner Wachbergbaude. Einfach tolle Aussicht.

Von da an ging es wieder zurück in das Tal. Mit großen Schritten und einem 25er Schnitt zogen Katrin und ich wieder in die Stadt zurück. 42 Kilometer und 1300 Höhenmetern waren einfach der Wahnsinn und die Hölle zugleich. Wir wurden immer schneller zum Ende hin. Wir rasten durch das Kirnitzschtal. Katrin wollte noch "kneippen", diese Kneipprunde war aber wegen Überfüllung geschlossen. Hier hat sich die Stadt heute abgekühlt. Zu recht.

Morgen soll es dann nochmal wärmer werden.. Schaun wir mal.

Eure Sandsteinjäger 

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Montag, 22. Juli 2019

Durch das Nadelöhr gedrückt


Die für heute angesagten 31 Grad hatten wir einfach ignoriert. Statt dessen hatten wir, wie immer, unsere Regencapes dabei. Wir sind immer gut gerüstet auf das was nicht werden soll. Wir hatten uns gestern eine wahnsinnige Tour zusammengestellt. Diese sollte uns von Königstein über den Pfaffenstein und dann über Papstdorf und Kleinhennersdorf, weiter zur Liethenmühle führen. Die Liethenmühle hat neue Betreiber bekommen, welche nun ein schweres Erbe antreten. Dazu später mehr.

Heute früh waren kaum Wolken zu erspähen. Die Hitze nahm bis zum Mittag weiter zu. Im Gegensatz zu gestern war es jedoch weitaus angenehmer. Irgendwann zog der Himmel langsam zu und die Sonne konnte uns nicht mehr direkt erwischen. Den Pfaffenstein hatten wir mit seiner Gastschänke hinter uns gelassen. Es war mal sehr schön dort. Heute empfing uns ein Kaffeeautomat wie er auf Bahnhöfen steht. Für die WC´s soll man 50 Cent bezahlen, diese sind aber mit einem Vorhängeschloss verriegelt, der Aussichtsturm ebenfalls gesperrt. Es geht den Berg hinab - wie man es gerade verstehen möchte.

Wir umkreisten nun Katrin Lieblingsstein in einem großen Bogen und entdeckten dabei eine tolle Fahrradtour. Am Wald entlang und am Fuße des Papststeines liefen wir bis Kleinhennersdorf und zur Liethenmühle. Hier gibt es neue Pächter. Aber an der Außenanlage hat sich leider nichts getan. Hier muss noch was gemacht werden. Farbe, Hecke schneiden, Unkraut beseitigen, Tisch vom alten Belag befreien und vielleicht neue Bierdeckel. Statt neumodische hat man die alten Apoldaer-Diabetiker-Bierdeckel aufgedeckt. Wahnsinnig genial. Dieser Retrolook ist aber schon längst vorbei und war vielleicht schon zu Ostzeiten nicht mehr schick. Jede Goldgrube muss erweitert werden, um neues Gold zu Tage zu bringen. Wir sind ja auch 25 Kilometer mit 800 Höhenmetern gelaufen. Genau das war unser Ziel und es kann immer mal weiter gehen als wie am Tag vorher.


Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 21. Juli 2019

Balkonien

Ich war heute zu gar nichts zu gebrauchen. Diese Mal war ich wohl die Bremse. Wir konnten heute ausschlafen und frühstückten spät. Demnach waren wir auch nicht so zeitgebunden.
Es gab zwar einige Regenschauer am frühen Morgen, jedoch schien die gestrige Hitze an Ort und Stelle geblieben zu sein. Es kühlte sich nicht ab. In der Nacht zu heute gab es auch noch ein heftiges Gewitter, jedoch konnte ich sehr gut durchschlafen, es fehlte mir also an nichts. Dann kam nach dem Frühstück diese Müdigkeit und ich legte mich etwas auf die Couch und später auf den Balkon. Die Sonne gab ihr bestes an mich weiter. Herrlich. Und so brutzelte ich über einen längeren Zeitraum mit etwas Umluft bei 28 Grad leicht vor mich hin. Um ein Uhr machte Katrin mich darauf aufmerksam, dass sie noch etwas Essen möchte und etwas laufen will. Wir sind dann auch losgekommen und wie ein altes Ehepaar den Aufzug nach Ostrau hochgefahren, oben eine Runde gedreht, runter gegangen, Kuchen gegessen und wieder nach Hause gefahren. 
Am Abend wollte wir noch mit Freunden grillen. Also hatten wir auch keine Zeit mehr. Der Abend wurde lang, der Bericht kurz. Gute Nacht. Morgen wird ein langer Wandertag.

Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 20. Juli 2019

Von der Quelle bis zur Mündung


Das war heute ein Beginn..., allein beim Kartenkauf in der Bahn ging es schon kunterbunt los. Es ist so, dass man bis zur Grenze seine Karte am Automaten kaufen kann. Alles was nach der Grenze folgt wird in der Bahn gelöst. Wir wollten also beim Zugbegleiter bis Rumburk (der Anfang unserer Radtour) die Karten lösen, wurden dann aber drauf hingewiesen, dass dieser Zug nur bis eine Station hinter die Grenze fährt. Danach folgt ein Schienenersatz bis in die wilden Weiten der Böhmischen Schweiz, zusammen mit einem Ticket, welches wie der Kassenbon von Kaufland aussieht. In der Wildnis hat man dann Anschluss evtl. nach Rumburk. Das wurde uns dann im Zug verklickert. Na ja, wir lösten erstmal bis dorthin, ohne zu überlegen wie es dann weitergeht. In "Dolni Poustevna" stießen wir auf einen Schienenersatzverkehr der wirklich keine Räder mitnimmt. Dies wurde uns zwar vorher gesagt, aber ein Versuch zu fragen war es doch wert. Ich fragte den Busfahrer ob er Platz für zwei Räder hätte. Anfangs verneinend machte ich danach wohl ein bedröppeltes Gesicht. Da saß ich nun in der Provinz und keiner hilft mir. Plötzlich rief er mir hinterher. Wir sollten es versuchen ob es doch passt. Tatsächlich, mit ach und krach stellten Katrin und ich uns in eine Kinderwagennische. Ab nach Mikulasovice. Dort wieder raus ging es dann zum Bahnhof. Wir stiegen in die Ferkeltaxe, die uns zu unserem neuen Startpunkt bringt. Heidewitzka, das war ein Zugerlebnis. Mein Lenker passte gerade so durch die Tür. Kleiner als der vorherige Bus. 
Die Weichen unterwegs wurden per Hand gestellt. Gut durchgeschüttelt erreichten wir unseren Startpunkt. Katrin konnte gar nicht mehr stehen und war froh als sie wieder im Sattel saß. Von der der langen Rüttelfahrt hatte sie nun schon weiche Knie bekommen. Wir wollten heute von der Quelle bis zur Mündung der Kirnitzsch fahren und es hat geklappt. Das war schon immer Katrins Traum. Heute war es dann soweit. Sichtlich berührt trank sie das Quellwasser. Es soll besondere Wirkung haben und Glück bringen. Nun ging es hinab und auch mal hinauf immer am Bach entlang. An einem Samstag an dem alle Straßen voll sind und die tschechische Republik hier auf den Radwegen zwischen Bad Schandau und Rumburk ihre Testfahrten macht. Neue Studien haben ergeben, dass mit erhöhtem Elektrosmog auf Radwegen zu rechnen ist. In diesem Sinne: E-Bikes erst ab 55. Tretet mal wieder ohne Hilfe in die Pedale. Viel Spaß.

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Freitag, 19. Juli 2019

Wettergott? Was ist das?


Eigentlich wollten wir heute in Rumburk anfangen. Geplant war eine Tour von der Quelle der Kirnitzsch bis zur Mündung in die Elbe. Aufgestanden um 7 Uhr und alles fertig, jedoch machte uns der Wettergott mit seiner noch schlimmeren Vorhersage einen Strich durch die Rechnung. Ab Mittag sollte Regen mit evtl. Gewitter eintreffen. Beim Frühstück überlegten wir noch, ob wir diesen Trip bei solch unbeständigem Wetter starten sollten. Schnell wurde Ersatz gefunden. Die neue Route ließ sich beliebig erweitern oder verkürzen und wir sind schon jahrelang gern diese Runde in ähnlicher Form gefahren. An den Zwischenpunkten wurde beratschlagt und neu entschieden wie es weitergeht.
So fuhren wir also von Bad Schandau nach Königstein, weiter nach Thürmsdorf mit seinem profanen Blick über die Elbe. Langsam bekamen wir hin und wieder einige kleine Schauer zu spüren. Wir wussten, dass wir alles richtig gemacht hatten. Über Nauendorf und Rathen ging es weiter in Richtung Gamrig und Walthersdorf. Immer wieder stellten sich steile Anstiege in den Weg. Wir lieferten eine reife Leistung ab. Wenn man bergauf noch lachen kann und Witze macht, ja dann ist alles in Ordnung. Am Ende des Tages kamen wir wieder zu Hause an und setzten uns mit Kaffee und Kuchen auf die Terrasse. Mein Tacho verriet uns eine Entfernung von 36,7 Kilometern und 800 Höhenmetern. Morgen wird nur die Entfernung eine Rolle spielen.

P.S. Sofern ihr einen Kommentar hinterlassen wollt, versucht dies bitte mit Eurem Google-Account oder als "Anonym".

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Donnerstag, 18. Juli 2019

Ab in den Steinbruch

Der Tag begann wie im Bilderbuch. Sonne pur. Auf der Terrasse brannte uns der Stern in den Nacken. Die Butter lief über den Tisch. Eine Route stand noch nicht fest. Wir schauten auf unseren Plan und auf die Karte, fassten dann den Entschluss den Steinbrecherweg zu gehen. Wir hatten noch überlegt, wann wir diesen Weg das letzte Mal gegangen sind. Wir kamen nicht darauf, mussten uns aber sehr wundern wie stark sich die Natur hier verändert hatte. 
Hier zwischen den Bäumen war es wunderbar. Etwas Wind wehte und es war nicht allzu warm. Es war der alte Steinbrecherweg, den die Steinbrecher vor 100 Jahren nutzten, um den Sandstein in großen Mengen abzubauen. Hier liegen noch alte Geräte, Schienen, Loren und sonstiges Zeug herum. Manchmal muss man aufpassen, dass man nicht in die Löcher der unterirdischen Höhlen tritt. Es ist etwas unheimlich dort. 
Zweites Ziel war die "Kleine Sächsische Schweiz". Hier stehen in Sandstein gehauene Nachbildungen auf einem kleinen Grundstück. Man kann also für 10 € in 15 Minuten die komplette Sä. Schweiz ablaufen, inkl. Fahrt mit einer Miniatureisenbahn. Die Karte für die Bahn haben wir nachher verschenkt. 
Dieses hoch und runter heute hatte eine Länge von 13 Kilometern (inkl. Wunderland) aber stattliche 750 Höhenmeter.  Am Abend legten wir uns für die morgige Tour fest und trafen noch ein paar Wandersleute aus Niedersachsen, die sich zu uns an den Tisch gesetzt hatten. Sie gingen den Malerweg in mehreren Tagen und wir erzählten über uns. Dann war der Tag auch wieder zu Ende. 

Eure Sandsteinjäger

Mittwoch, 17. Juli 2019

5 Sterne Deluxe

Die Räder waren heute wieder unser Hauptgefährt. Wir nahmen uns eine Route vor, die bereits von anderen gefahren wurde. Es wurden diverse Hindernisse und Beschreibungen aufgezählt, die für uns machbar waren. Es wurde sogar eine Steigepassage beschrieben, bei der sogar E-Bikes Probleme hätten. Die Wurzeltrails zwischendurch würde ich persönlich keinem Normalbiker empfehlen. Am Anfang in Königstein war eine heftige Steigung dabei, weitere folgten. Wer runter will, muss erstmal hinauf. Aber das es so schlimm war, hätte ich nicht gedacht. Ich musste mir um Katrin Sorgen machen, da es entweder nur steil rauf oder über einen Wurzelweg mit 30 Grad Neigung direkt ins Tal ging. Sie ging teilweise nur noch Gassi mit dem Rad. Aufatmen nach diesem Stück.
Lange lange fuhren wir dann gemeinsam eine schöne Waldautobahn nur hinauf. Die Ziele Taubenteich und Fuchsteich kannten wir schon, doch die Wegeführung war etwas Neues für uns. Nach 19 Kilometern hatten wir heute die Spitze erreicht. Katrin meinte dazu: "Pause wird gemacht, wenn wir oben sind." Das war mal eine Ansage und oben war der Fuchsteich. Zweites Ziel Taubenteich.
Hinter dem Taubenteich kam die letzte Steigung für heute. Wer vorher all seine Kraft, sei es mental oder elektrisch, verballert hatte, hätte nun keine Chance mehr gehabt. Das war die beschriebene Stelle des Autors. Das war so eine Stelle: "Gib E-Bikes keine Chance mehr". Die 200 Meter Passage durchfuhr ich im ersten Gang. Es war schon hart an der K.-Grenze. Aber geschafft. Es lief ab jetzt nur noch bergab und das bei schönstem Sonnenschein. Ideal zum Radfahren. An den Ärmeln wurde uns kalt. Für den Rest der Talfahrt gab es ein langes Shirt. 
  
Eure Sandsteinjäger
 

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Dienstag, 16. Juli 2019

Alles nur geklaut

Heute wollte ich zum ersten Mal im Elbi etwas bouldern. Hier in Schandau gibt es eine Wand, an der man sich "warmklettern" kann, bevor es in die Berge geht. Schön dachte ich, bei diesen Temperaturen ist es doch das Richtige. Danach eine kleine Runde Wandern. Heute früh war es so kalt, wir hätten eine Mütze vertragen können.
Angekommen am Fels der Sehnsucht: Die Griffe und Tritte die hier eigentlich vorgeschraubt sind, wurden wohl einfach geklaut. Die Dübel steckten noch drin und so lang kann es noch nicht her sein. Eigentlich verschließt man solch Löcher wieder mit Zement, damit kein Wasser in die Fugen eintritt und den Fels zerstört. Da stand ich nun etwas niedergeschlagen, aber der restliche Tag lag noch vor uns. Und ein ungeplanter Weg kann lang werden. Wir änderten unseren Plan und gingen einen sehr schönen Panoramaweg über ein paar Dörfer wieder hinab ins Tal. Dort erwartete uns mit einer Punktlandung die Kirnitzschtalbahn und brachte uns zurück nach Schandau. Jetzt langsam tritt die Erholung ein und ich persönlich bin nicht mehr so angespannt. Der Akku füllt sich langsam wieder. Morgen werden wir wohl eine Radtour unternehmen. 
  
Eure Sandsteinjäger