Einleitung: Heute war ein Tag, an dem wir uns entschieden haben, uns von den üblichen Transportmitteln wie Bus und Bahn unabhängig zu machen. Ohne Zeitdruck im Nacken konnten wir einfach losgehen und die Freiheit genießen. Die Wettervorhersage war alles andere als erfreulich, mit Kreislauf belastenden Temperaturen von etwa 34 Grad am Nachmittag. Trotzdem starteten wir unseren Wanderausflug gegen Mittag und hatten bereits zwei Kilometer zurückgelegt. Während es Katrin am Anfang nicht gut ging, konnte ich mich gut akklimatisieren - zumindest bis zu diesem Punkt.
Aufstieg wie eine Bergbesteigung: Der Einstieg des Hörnelwegs fühlte sich eher wie eine Expedition zum K2 an, wenn auch mit angenehmen Temperaturen. Ein Sauerstoffgerät oder ein Kühlgerät wären wünschenswert gewesen, um uns etwas Erleichterung zu verschaffen. Trotzdem stapften wir den Berg hinauf. Es war schattig, aber unglaublich heiß. Irgendwann überholte mich Katrin. Unser Zwischenziel war der Hörnelteich, der leider keinen Inhalt hatte, aber eine wunderbare Sitz- und Liegemöglichkeit bot. Hier konnten wir es aushalten und einfach mal nichts tun. Keine Touristen, die in diesem Wetter verzweifelt nach einer Bank suchten. Wir verbrachten eine lange Zeit dort, obwohl das Essen irgendwie nicht richtig schmeckte - nur die frischen Sachen gingen gut hinunter.
Die Entscheidung zur Kehrtwende: Schließlich entschieden wir uns, weiterzugehen und erreichten eine weitere Bank im Schatten, um eine Pause einzulegen. Doch dann trafen wir an der Bank "Zur Jäke" eine wichtige Entscheidung: Wir beschlossen umzukehren. Ich war völlig erschöpft und mein Trinkvorrat neigte sich dem Ende zu. Wir hatten beide 1,7 Liter Wasser in der Trinkblase und zusätzlich noch 0,6 Liter als Reserve dabei. Aber es war klar, dass dies nicht ausreichen würde, um die gesamte Tour zu beenden. Also änderten wir unseren Plan und nahmen den Bus bis nach Königstein, von dort aus fuhren wir mit der S-Bahn nach Hause.
Das Ende des Tages: Nach unserer Rückkehr beschlossen wir, unser Abendessen in der "Eiche" einzunehmen. Hier konnten wir uns ausruhen und die Strapazen des Tages hinter uns lassen. Es war eine wohltuende Belohnung nach den Herausforderungen, die wir auf unserer Wanderung bewältigt hatten.
Fazit: Obwohl unsere Wanderung nicht wie geplant verlief und wir vorzeitig umkehren mussten, haben wir dennoch ein Abenteuer erlebt. Die Hitze stellte uns auf die Probe, aber wir haben uns angepasst und das Beste daraus gemacht. Manchmal müssen wir unsere Pläne ändern und flexibel sein, um uns selbst zu schützen und das Beste aus einer Situation herauszuholen. Am Ende war es eine lehrreiche und dennoch erfüllende Erfahrung, die uns daran erinnerte, dass es bei Abenteuern nicht nur um das Erreichen des Ziels geht, sondern auch um den Weg dorthin.
Eure Sandsteinjäger




