Unsere heutige Tour hatten wir bereits im letzten Jahr besprochen. Durch das Sandloch am Kleinhennersdorfer Stein sollte es gehen, hinauf auf den auch sogenannten Stein mit seinen vielen Wegen, die wir noch nicht alle begangen hatten. Und zwar aus dem Grunde, weil sie nicht alle beschildert sind und nur als Pfade gelten. Hier kann man forschen – Abenteuerland pur, und zack da haben wir den Ohrwurm. Begonnen hatten wir unseren Weg über den Täppigsteig hinauf ins Dorf und dann weiter über das Sandloch. Steil wie der K2. In engen Serpentinen und frei am Fels stiegen wir mit unseren Stöcker hinauf. Eigenartiger Weise verlief auch hier nun der Forststeig. Ich war mir jedoch sicher, dass hier etwas nicht ganz richtig war, aber dazu später mehr. Auf dem ersten Plateau angekommen waren wir nun sicher, dass bald eine Bank zum ausruhen kommt. Dort packten wir auch pünktlich unser Mittag aus. Leider spielte das Wetter nicht so mit und es hätte freundlicher sein können. Die Hitze vom Wochenende vermissten wir jedoch nicht. Es war unbeständig und wolkig mit kleinen Schauern.
Auf der digitalen Karte konnten wir sehen, dass es hier weitere wilde Wege gibt und die wir gerne ausprobieren würden. Mal schauen wann das passieren wird. Vielleicht schon 2026? Weiter ging es in Richtung Papststein bis zu einer bestimmten Kreuzung an der ein schmaler Pfad uns in Richtung Hunskirche bringen sollte. Freier Blick auf den Kleinhennersdorfer Stein. Wunderschön. Aber auch hier gab es eine Gabelung, an der wir lieber den unteren Weg nehmen sollten, als den anstrengenden oberen Weg. Da hatte Katrin mal wieder Recht.
Pause an der Hunskirche. Hier zog der Wind ordentlich um die Ecke. Dickes Hemd an und heißen Kaffee. 15 Grad zeigte das Onlinethermometer – trotzdem ging es später kurzärmlig wieder weiter.
Der Weg führte uns direkt nun nach Gohrisch zum Bäcker und erst jetzt nahm die Touridichte merklich ab. Eigentlich gibt es hier Stellen und Wege, an denen man keine Menschenseele trifft und gerade jetzt in dieser Zeit haben wir am Anfang mitbekommen, dass es die Ansammlungen von Menschen in der Sächsischen Schweiz stark reduziert waren. Aber was war heute los? Überall kamen wir ins Gespräch mit Leuten, die sich hier wohl fühlten, die die Gegend nicht zum ersten Mal erkundet haben oder die ganz fasziniert sind von der Umgebung.
Am Hörnelteich war dann Erholung, diesmal ohne Relaxbank, denn die war wohl geklaut worden. Stattdessen tigerte ich um den Teich, um Fotos von einigen Vögeln zu machen, doch die taten mir nicht den Gefallen. Ich erhöhte nur die tatsächliche Wanderdistanz für den heutigen Tag.
Zum Abendbrot ging es zum Memory. Morgen steht die erste Biketour an.
Eure Sandsteinjäger






