Oh, war das wieder früh. Da wir den Bus in Richtung Rosenthal kriegen mussten, ist da immer ein Unterfangen. Die Busse in diese Richtung fahren nicht all zu oft. So kommt es, dass man sehr früh raus muss, um eine sehr gute Verbindung zu finden und gleichzeitig zu bedenken, dass man ja auch wieder zurück muss. Tja, das Bielatal – wir waren lange nicht dort und es hat uns wieder prächtig gefallen. Etwas ältere und vergessene Wege. Teils mit Beschilderung aus dem Osten und Wegmarkierungen nach der Wende, sowie Abgrenzungen und Absturzsicherungen aus Kaiserszeit. Die Tour begann mit einer Feldwanderung und Lerchengezwitscher bis zum Großvaterstuhl, dort wo die Flagge von Eiland hängt. Es ging über tolle Aussichten und abenteuerliche Punkte mit Blick auf das Bielatal. Wunderschön. Die Herkulessäulen zeigten sich in sonniger Pracht. Zudem hatten wir wieder bestes Wetter. Zu heiß um zu wandern, aber in den Wäldern war es kühler und angenehmer. Ab Schweizer Mühle begingen wir den Status des 18. Jahrhunderts. Brennnesselwege, Dornenbüsche und teils lose Geländer. „Fass das nicht an“, sprach Katrin und schon hatte ich das altehrwürdige Geländer in der Hand. Das hatte irgendein August vor 200 Jahren angeschraubt und das war es dann. Da komm ich und reiß es ab. Zack, welch Vandalismus. Katrin meinte: „da zieh ich ein Stern ab“ und es sollten weitere Abzüge kommen als wir über die alten Pfade gingen, dort wo Brennnessel gesät wurden und was anderes geertet wird. Dort wo steinerne Türme mit Baustellenschilder gesichert werden und als Privat deklariert werden. In einem Gebiet das die Sächsiche Schweiz einst berühmt machte und den Kaiser nebst Gefolge seine Datschen bauen ließ. Mit Kurort und allem Pipapo. Jetzt leider etwas vergessen, doch immer noch magisch anziehend.
(Essen in der Eiche)
Eure Sandsteinjäger