Donnerstag, 11. Juli 2024

Kein guter Stern der keinen Namen trägt

Ein Baum, kein Baum, da liegt ein Baum. Die geplante Runde war eigentlich gar nicht so schlecht. Hinauf auf den unteren Weg des Kohlbornsteins und dann zur Pionierlagerstraße. Schlechte und gesperrte Wege machten ein Fahren fast unmöglich. Wir mussten um den Kohlbornstein herum und nahmen die für uns beste Route. Wir schoben wir über die Ostflanke des Berges in Richtung aller vorhandenen Wegekreuzungen. Nächste Sperrung wegen Baumfällarbeiten – Umleitung. Das gab es dann in 10-facher Ausfertigung. Also der erste Teil hat mächtig geschlaucht.

Die Tour stand also schon nach den ersten 4 Kilometern unter keinem guten Stern. Das Wasser lief mit unter dem Helm über das Gesicht. Lust hatte ich gar nicht mehr. Und dann konnten wir etwas fahren. Bis zur nächsten Schiebeeinheit hinauf zur Pionerlagerstraße. Oh, eine umgekippte Buche. Warum auch nicht? Durch diese kletterten wir mit den Bikes direkt hindurch. Ja warum denn nicht? Die fehlte eigentlich noch. Langsam kam jetzt auch noch ein kleines Regengebiet auf uns zu. An der nächsten Rast machten wir eine ausgiebige Pause. Trockneten die Sachen im mückenreichsten Gebiet. Für mich war nun alles vorbei. Katrin heckte indes drei neue Pläne aus und durchforstete die Karte. Etwas Ausdauer hatte ich noch, aber ich wusste auch nicht wie lange Katrin jetzt noch mitmachen würde und lies sie jetzt entscheiden. Der Ursprungsplan wurde kurzer Hand verworfen und der Neue für gut befunden. Die Sonne schien jetzt wieder prächtig und wir fuhren in Richtung Papstdorf hinunter und zum Papststein hinauf, bevor wir die „Alte Jäke“ wieder hinunterfuhren. Für mich war das das Highlight – Dreck, Schlamm, Wurzeln, Steine, Abfahrt – man war das Geil. Im nächsten Café in Gohrisch konnte (musste) ich mich dann erstmal waschen und frisch machen. Ich muss böse ausgesehen haben. Nach einer Eisschokolade ging es dann weiter in Richtung Königstein über die Schöne Aussicht. Hier gab es nochmal eine kleine Erholung bis es nach Königstein hinunter ging. Jetzt war es nicht mehr weit bis nach Hause und wir entschieden uns dem schlechten Wetter mit Speed vorauszufahren. Langsam aber sicher wollte es uns einholen. Katrin gab ordentlich Kette und mit Windböen von hinten kamen wir ganz schnell an unser Ziel. Glücklicher Weise zog das Gewitter dann an uns vorbei.
Zum Essen ging es dann Abends zum bestellten Tisch auf den Zirkelstein, alles selbst hinauf geschleppt und wieder heruntergetragen.


Eure Sandsteinjäger 

Instagram

Mittwoch, 10. Juli 2024

Dicker K.

Heute hatten wir uns eine kleine Runde vorgenommen, um für die nächsten letzten Tage frisch und fit zu sein. Daher hieß es zur „Hohen Liebe“ und dann mit der K.-Bahn wieder zurück oder vielleicht sogar den Flößersteig entlang. In Ostrau angekommen sahen wir schon das Unwetter auf uns zukommen. Wir gingen den Steinbrecherweg entlang, der dann später auf den Wenzelsweg führt. Hier entschied ich dann, dass wir den Rückmarsch antreten. Bis zur nächsten Bushaltestelle waren es nur 17 Minuten Gehzeit. Also dann.

Der Bus kam pünktlich. Dieser fuhr uns dann leicht gekühlt bis in die Stadt zurück. Es ging sofort in das nächste Café, denn es sollte wirklich schlechtes Wetter werden. Als die Plätze eingenommen wurden, begann auch gleich der große Schauer und wir schlemmten dicken Kuchen im Café mit Blick auf die nasse Straße.


Eure Sandsteinjäger 

Instagram

Dienstag, 9. Juli 2024

Nicht anfassen


Oh, war das wieder früh. Da wir den Bus in Richtung Rosenthal kriegen mussten, ist da immer ein Unterfangen. Die Busse in diese Richtung fahren nicht all zu oft. So kommt es, dass man sehr früh raus muss, um eine sehr gute Verbindung zu finden und gleichzeitig zu bedenken, dass man ja auch wieder zurück muss. Tja, das Bielatal – wir waren lange nicht dort und es hat uns wieder prächtig gefallen. Etwas ältere und vergessene Wege. Teils mit Beschilderung aus dem Osten und Wegmarkierungen nach der Wende, sowie Abgrenzungen und Absturzsicherungen aus Kaiserszeit. Die Tour begann mit einer Feldwanderung und Lerchengezwitscher bis zum Großvaterstuhl, dort wo die Flagge von Eiland hängt. Es ging über tolle Aussichten und abenteuerliche Punkte mit Blick auf das Bielatal. Wunderschön. Die Herkulessäulen zeigten sich in sonniger Pracht. Zudem hatten wir wieder bestes Wetter. Zu heiß um zu wandern, aber in den Wäldern war es kühler und angenehmer. Ab Schweizer Mühle begingen wir den Status des 18. Jahrhunderts. Brennnesselwege, Dornenbüsche und teils lose Geländer. „Fass das nicht an“, sprach Katrin und schon hatte ich das altehrwürdige Geländer in der Hand. Das hatte irgendein August vor 200 Jahren angeschraubt und das war es dann. Da komm ich und reiß es ab. Zack, welch Vandalismus. Katrin meinte: „da zieh ich ein Stern ab“ und es sollten weitere Abzüge kommen als wir über die alten Pfade gingen, dort wo Brennnessel gesät wurden und was anderes geertet wird. Dort wo steinerne Türme mit Baustellenschilder gesichert werden und als Privat deklariert werden. In einem Gebiet das die Sächsiche Schweiz einst berühmt machte und den Kaiser nebst Gefolge seine Datschen bauen ließ. Mit Kurort und allem Pipapo. Jetzt leider etwas vergessen, doch immer noch magisch anziehend.

(Essen in der Eiche)


Eure Sandsteinjäger 

Instagram

Montag, 8. Juli 2024

Basteikönige

Die Bastei mal wieder mit dem Rad erkunden. Welch Schmaus. Das Wetter spielte mit und wir waren gut drauf. Mit der Bahn ging es nach Wehlen. Dort setzten wir über. Im Schlepptau eine lustige Gang die ebenfalls wandern wollte, mit den wir im Zug ins Gespräch kamen und die wir bis zum Schluss immer wieder trafen. Wir wurden sie und sie wurden uns nicht los. Ab Wehlen ging es den üblichen Radweg bis hinauf zur Basteistraße rauf. Der Kanten hat es wirklich in sich und schreckt nicht zurück. E-Bikes holt es zum Ende hin den letzten Saft aus dem Akku. Katrin und ich kennen den Weg genau und wissen wie wir die Kräfte einteilen müssen. Früher dicht bewaldet, jetzt teilweise lichtdurchflutet und brütend heiß wenn man sich den Berg hinauf quält. Endlich Basteistraße – nur noch zwei kleine Hügel und wie standen vor den Menschenmassen die erstmal nur zur Bastei liefen. Wir kamen mit unseren normalen Rädern an und ernteten schon komische Blicke: „Wenn es damit geht, dann kann der Weg ja nicht so schwierig sein“. Na, wie man es nimmt. Mir tat jedenfalls nur von der Auffahrt schon der Hintern weh. Da kommt dann immer so ein leichtes ziehen kurz vor der Backe. Bloß nicht aufstehen – sitzen bleiben und weitertreten.

Endlich Basteiausblick – Busse voller Menschen, äh ne, Menschen aus Bussen. Und das am Montagmittag. Wir fanden Platz zum schauen und später auch zum sitzen. Jetzt packten wir wieder unser Mittag aus, wo Andere sich einen Eiskaffee im Plastikbecher für 6,50€ holen, tischten wir heißen Kaffee, Würstchen und reichlich Obst zum „Nulltarif“ auf. Na ja, dafür sind die Rucksäcke auch reichlich gefüllt gewesen und tragen müssen wir es auch. Der Rückweg ging dann über Lohmen und Rathewalde zurück nach Wehlen. Hier noch ein Eis bis zur Fähre und dann mit der Kindergartentruppe in Richtung Bahnhof. Es schlossen sich bereits die Schranken für die Einfahrt des Zuges, d.h. wir konnten nicht den einfachen Weg über die Straße zum Bahnsteig nehmen, sondern mussten wieder Treppen buckeln. Und da stand wieder die Wandergang, die wir bereits heute morgen trafen. „Euch wird man auch gar nicht los“ war die Begrüßung. Wir indes fuhren nur eine Station und weiter ging es den Radweg bis nach Schandau und weiter nach Krippen. Geile Tour.


Eure Sandsteinjäger 

Instagram

Sonntag, 7. Juli 2024

Schon wieder gammeln

Sonntag ausruhen und gammeln

Ja das muss auch mal wieder sein. Der gestrige Tag saß uns etwas in den Knochen. Nur bergab war es ja doch nicht. Wir mussten auch treten. So kam es, dass wir diesen Tag ganz ruhig angingen und uns zu 18.00 Uhr einen Tisch bestellt hatten in Schöna. Vorher waren wir noch im Dorfladen einkaufen und Honig holen. Der Tag tat unseren Gelenken ganz gut.

Abends stiegen wir zum Sonnenuntergang noch mal zur Kaiserkrone hinauf. Schon war der Tag gelaufen.


Eure Sandsteinjäger 

Instagram