Montag, 11. August 2025

Zwischen Abenteuerlust und Entspannung – Ein Update nach der Funkstille


Es ist lange her, dass wir etwas gepostet haben – zu lange, wenn man bedenkt, wie viel wir in der Zwischenzeit erlebt haben. Auch wenn es hier auf dem Blog still war, waren wir keineswegs untätig. Im Gegenteil: Dank unseres treuen Fahrradträgers haben wir viele kleine, spontane Touren unternommen, die uns neue Perspektiven eröffnet und alte Sehnsüchte neu entfacht haben. Die sächsische Schweiz, das Elbsandsteingebirge, versteckte Pfade, sonnige Felsplateaus – all das werden wir nun 2025 wiederentdecken, diesmal oft auf zwei Rädern oder mit viel Gepäck.

Was früher immer unter dem Motto „höher, weiter, wilder“ lief, bekommt langsam eine neue Nuance. 2025 läuft in vollen Zügen, und wir haben große Pläne für den September geschmiedet. Manche davon sind abenteuerlich, andere eher gemütlich – aber alle sind geprägt von unserer Liebe zur Natur, zur Bewegung und zur Fotografie. Ob mit dem Bio-Bike durch die Täler der sächsischen Schweiz, mit der Kamera im Anschlag auf der Jagd nach dem perfekten Licht, oder einfach nur mit einem guten Buch auf einer warmen Felsplatte liegend (na ja) – wir lassen uns treiben. Und ja, auch das Faulenzen gehört inzwischen dazu.

Früher war das keine Option. Unsere Touren waren durchgetaktet, jeder Tag ein Projekt, jede Stunde ein Ziel. Aber die letzten Monate haben uns gezeigt, dass auch das Innehalten seinen Reiz hat. Dass man nicht immer auf dem Gipfel stehen muss, um das Gefühl von Freiheit zu spüren. Manchmal reicht ein Blick ins Tal, ein stiller Moment am Bach, ein Sonnenuntergang, den man nicht fotografiert, sondern einfach nur erlebt.

Natürlich bleibt das Wandern ein zentraler Bestandteil unserer Reisen. Die Kamera ist weiterhin unser dritter Begleiter – neben dem Bike und der Neugier. Aber wir erlauben uns auch, sie mal in der Tasche zu lassen. Nicht jeder Moment muss festgehalten werden, manche dürfen einfach nur passieren.

Für 2026 haben wir unsere Ziele schon gesteckt. Es wird weitergehen, vielleicht etwas langsamer, aber nicht weniger intensiv. Wir wollen neue Regionen erkunden, vielleicht auch mal abseits der bekannten Pfade. Vielleicht zieht es uns in den Harz, vielleicht in die böhmische Schweiz, vielleicht sogar weiter weg. Die Ideen sprudeln, und die Vorfreude wächst. Es gibt noch viel zu erleben und jünger werden wir nicht.

Was bleibt, ist unsere Leidenschaft für die Natur, für das Draußensein, für das Unterwegssein. Und was kommt, ist eine neue Gelassenheit, ein neues Gleichgewicht zwischen Abenteuer und Ruhe. Wir freuen uns darauf, euch wieder mitzunehmen – in Bildern, in Geschichten, in Momenten.

Bleibt neugierig, bleibt draußen – und vielleicht auch mal einfach liegen.

Eure Sandsteinjäger.

Donnerstag, 17. Oktober 2024

Einmal um den ganzen See

Es war mal wieder so weit, und wir können von einer ganz besonderen Tour berichten: unsere Reise nach Plau am See. Katrin hatte den Wunsch, einmal um den See und in der Gegend von Plau Fahrrad zu fahren. Eine Dreitagestour sollte es werden, bei der wir unsere Ziele hochgesteckt hatten. Die Tour um den See war landschaftlich reizvoll, doch hatten wir uns in der Zeit völlig verschätzt. Die Wurzelteppiche machten Katrin zu schaffen, und zudem mussten wir einmal umkehren, da ein Nebenteich übergelaufen war und uns den Weg versperrte. Also hieß es: umkehren und eine andere Route wählen.
Komoot war hier leider nicht sehr hilfreich. Die ständige Ansage: „Sie befinden sich auf einer falschen Strecke. Bitte schalten Sie das Internet ein oder schauen Sie auf die Karte“, war wenig nützlich. Wir mussten tief in den Wald und auf einer anderen Route weiterfahren, bis wir wieder auf der ursprünglichen Strecke waren. Wir hatten jedoch Glück, denn wir durften Kraniche beobachten. Wenn die Zeit es zuließ, nahmen wir unseren Pausentee ein und genossen den Blick auf den See. Weit waren wir noch nicht gekommen. Als wir schließlich Werder erreichten, telefonierte Katrin mit dem Hotel. Unser Abendessen war für 18:30 Uhr geplant, das wir dann nach hinten verlegten, um sicher zu gehen. Wir hatten noch ein ordentliches Stück vor uns. Spätestens als wir um 18:15 Uhr im Hotel ankamen, war uns bewusst, wie lang die Tour mit Pausen tatsächlich war. Die Navigation mit dem Komoot-Navi war ebenfalls nicht einfach, was möglicherweise an der Bedienung lag. Am nächsten Tag lief es jedoch viel besser. Die Tour war zwar nur 40 Kilometer lang, doch wussten wir am Ende des Tages, was wir getan hatten. Die Runde über Plauerhagen und Karow war landschaftlich sehr schön und auch navigationsmäßig bedeutend einfacher. Hier lief alles reibungslos.
Am Ankunftstag hatten wir bereits eine kleine Stadttour unternommen. Diese führte uns durch den Stadtwald bis in die Stadt hinein und dann wieder zurück zum Hotel. Obwohl es leicht nieselte, fühlten wir uns wohl und hatten riesigen Spaß. Wer die Tour um den Plauer See kennt, weiß, dass es einige Kilometer sind. Da kann man sogar noch ein paar zusätzliche Kilometer durch Umleitungen oder kleine Irrfahrten dazu packen.
Es war trotz der 105 Kilometer und etlichen Höhenmeter wunderschön.

Eure Sandsteinjäger 

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Freitag, 12. Juli 2024

Etwas für die Fettverbrennung

Das war heute mal eine Tour der angenehmen Art – Kilometertechnisch gesehen jedenfalls. Angefangen hat heute alles mit dem Auto. Klimatechnisch kühl und leider nicht so umweltbewusst wie sonst von uns gedacht. Startpunkt war Dürrrersdorf mit 3R. Immer an der Wesenitz entlang, durch tiefe und mückenreiche Wälder. Teilweise waren Wege so stark mit Brombeeren überwuchert, dass wir dachten wir bleiben hängen. An den Beinen sahen wir dementsprechend auch aus. Die Kratzwunden, die nicht sichtbar waren, spürte man nach dem einbalsamieren mit Mückenschutz. Angepriesen war die Tour heute mit 5 Wanderstiefeln von denen wir persönlich einen abziehen müssen. Die große Runde war im Großen und Ganzen eine gute Tour. Wir hatten auch öfters das eine oder andere AHA auf den Lippen. Die gewissen Highlights oder das gepflegte Etwas der Beschilderung und Wege fehlte leider. Auch der Schlossgarten der so angepriesen wird, liegt doch noch in einem verwunschenen Dornröschenschlaf. Es gibt bestimmt Leute die so etwas mögen. Selbst die „Schöne Höhe“ schläft wohl noch einen langen Schlaf. Der Aussichtsturm hat nur dann auf, wenn die Gaststätte auf hat, dagegen haben der Kastanien-See und die Zwergenhöhle, sowie die Stromschnellen von Dittersbach alle ein Ausrufezeichen verdient. Niedlich war auch hier die Zwergenhöhle, die eigentlich gar nicht mehr so in den Kräfteplan hinein wollte, aber wir den Abstecher dennoch gemacht hatten. Da standen wir nun vor dem 1 Meter breiten Schlitz. Unser Pfad führte nun durch diesen hindurch. Katrin sah den Weg auf der digitalen Karte und dachte nun 50 Meter Höhlenpfad müsse sie jetzt gehen, um am Ende auf den Hauptweg zu treffen. Ein klares „Nein, da geh ich nicht durch“ kam von ihr. Wie spaßig. Dieser Felsspalt wurde künstlich mit einem Deckel versehen und so wurde dieser Spalt zu einer Minihöhle von 5 Metern? Länge. Echt 5 Meter? Danach ging es durch wildes Gestrüpp einen kleinen Minipfad hinauf bis zur Schönen Höhe. Na ja.
Persönlich gesehen hätte ich gern auf dem alten Viadukt ein paar Fotos gemacht. Da führte aber leider kein Weg hin.

Am Ende dieser Tour brannten die Füße genauso wie der uns bekannte Stern. Es tat vieles weh. Die zwei Wochen machten sich heute extrem bemerkbar. Nochmal 16 Kilometer Fußmarsch bei ächzender Hitze, die wir anfangs nicht bemerkten, da wir heute viel im Wald waren. Am Ende jedoch waren wir froh diese Runde gegangen zu sein alle Vorschläge gesehen zu haben. Es war ein schöne Runde mit einem Schlussakkord in Katrins Lieblingsfleischerei. Etwas für die Fettverbrennung getan, in zweierlei Hinsicht.

(Essen Kegelbahn)

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Donnerstag, 11. Juli 2024

Kein guter Stern der keinen Namen trägt

Ein Baum, kein Baum, da liegt ein Baum. Die geplante Runde war eigentlich gar nicht so schlecht. Hinauf auf den unteren Weg des Kohlbornsteins und dann zur Pionierlagerstraße. Schlechte und gesperrte Wege machten ein Fahren fast unmöglich. Wir mussten um den Kohlbornstein herum und nahmen die für uns beste Route. Wir schoben wir über die Ostflanke des Berges in Richtung aller vorhandenen Wegekreuzungen. Nächste Sperrung wegen Baumfällarbeiten – Umleitung. Das gab es dann in 10-facher Ausfertigung. Also der erste Teil hat mächtig geschlaucht.

Die Tour stand also schon nach den ersten 4 Kilometern unter keinem guten Stern. Das Wasser lief mit unter dem Helm über das Gesicht. Lust hatte ich gar nicht mehr. Und dann konnten wir etwas fahren. Bis zur nächsten Schiebeeinheit hinauf zur Pionerlagerstraße. Oh, eine umgekippte Buche. Warum auch nicht? Durch diese kletterten wir mit den Bikes direkt hindurch. Ja warum denn nicht? Die fehlte eigentlich noch. Langsam kam jetzt auch noch ein kleines Regengebiet auf uns zu. An der nächsten Rast machten wir eine ausgiebige Pause. Trockneten die Sachen im mückenreichsten Gebiet. Für mich war nun alles vorbei. Katrin heckte indes drei neue Pläne aus und durchforstete die Karte. Etwas Ausdauer hatte ich noch, aber ich wusste auch nicht wie lange Katrin jetzt noch mitmachen würde und lies sie jetzt entscheiden. Der Ursprungsplan wurde kurzer Hand verworfen und der Neue für gut befunden. Die Sonne schien jetzt wieder prächtig und wir fuhren in Richtung Papstdorf hinunter und zum Papststein hinauf, bevor wir die „Alte Jäke“ wieder hinunterfuhren. Für mich war das das Highlight – Dreck, Schlamm, Wurzeln, Steine, Abfahrt – man war das Geil. Im nächsten Café in Gohrisch konnte (musste) ich mich dann erstmal waschen und frisch machen. Ich muss böse ausgesehen haben. Nach einer Eisschokolade ging es dann weiter in Richtung Königstein über die Schöne Aussicht. Hier gab es nochmal eine kleine Erholung bis es nach Königstein hinunter ging. Jetzt war es nicht mehr weit bis nach Hause und wir entschieden uns dem schlechten Wetter mit Speed vorauszufahren. Langsam aber sicher wollte es uns einholen. Katrin gab ordentlich Kette und mit Windböen von hinten kamen wir ganz schnell an unser Ziel. Glücklicher Weise zog das Gewitter dann an uns vorbei.
Zum Essen ging es dann Abends zum bestellten Tisch auf den Zirkelstein, alles selbst hinauf geschleppt und wieder heruntergetragen.


Eure Sandsteinjäger 

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Mittwoch, 10. Juli 2024

Dicker K.

Heute hatten wir uns eine kleine Runde vorgenommen, um für die nächsten letzten Tage frisch und fit zu sein. Daher hieß es zur „Hohen Liebe“ und dann mit der K.-Bahn wieder zurück oder vielleicht sogar den Flößersteig entlang. In Ostrau angekommen sahen wir schon das Unwetter auf uns zukommen. Wir gingen den Steinbrecherweg entlang, der dann später auf den Wenzelsweg führt. Hier entschied ich dann, dass wir den Rückmarsch antreten. Bis zur nächsten Bushaltestelle waren es nur 17 Minuten Gehzeit. Also dann.

Der Bus kam pünktlich. Dieser fuhr uns dann leicht gekühlt bis in die Stadt zurück. Es ging sofort in das nächste Café, denn es sollte wirklich schlechtes Wetter werden. Als die Plätze eingenommen wurden, begann auch gleich der große Schauer und wir schlemmten dicken Kuchen im Café mit Blick auf die nasse Straße.


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Dienstag, 9. Juli 2024

Nicht anfassen


Oh, war das wieder früh. Da wir den Bus in Richtung Rosenthal kriegen mussten, ist da immer ein Unterfangen. Die Busse in diese Richtung fahren nicht all zu oft. So kommt es, dass man sehr früh raus muss, um eine sehr gute Verbindung zu finden und gleichzeitig zu bedenken, dass man ja auch wieder zurück muss. Tja, das Bielatal – wir waren lange nicht dort und es hat uns wieder prächtig gefallen. Etwas ältere und vergessene Wege. Teils mit Beschilderung aus dem Osten und Wegmarkierungen nach der Wende, sowie Abgrenzungen und Absturzsicherungen aus Kaiserszeit. Die Tour begann mit einer Feldwanderung und Lerchengezwitscher bis zum Großvaterstuhl, dort wo die Flagge von Eiland hängt. Es ging über tolle Aussichten und abenteuerliche Punkte mit Blick auf das Bielatal. Wunderschön. Die Herkulessäulen zeigten sich in sonniger Pracht. Zudem hatten wir wieder bestes Wetter. Zu heiß um zu wandern, aber in den Wäldern war es kühler und angenehmer. Ab Schweizer Mühle begingen wir den Status des 18. Jahrhunderts. Brennnesselwege, Dornenbüsche und teils lose Geländer. „Fass das nicht an“, sprach Katrin und schon hatte ich das altehrwürdige Geländer in der Hand. Das hatte irgendein August vor 200 Jahren angeschraubt und das war es dann. Da komm ich und reiß es ab. Zack, welch Vandalismus. Katrin meinte: „da zieh ich ein Stern ab“ und es sollten weitere Abzüge kommen als wir über die alten Pfade gingen, dort wo Brennnessel gesät wurden und was anderes geertet wird. Dort wo steinerne Türme mit Baustellenschilder gesichert werden und als Privat deklariert werden. In einem Gebiet das die Sächsiche Schweiz einst berühmt machte und den Kaiser nebst Gefolge seine Datschen bauen ließ. Mit Kurort und allem Pipapo. Jetzt leider etwas vergessen, doch immer noch magisch anziehend.

(Essen in der Eiche)


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Montag, 8. Juli 2024

Basteikönige

Die Bastei mal wieder mit dem Rad erkunden. Welch Schmaus. Das Wetter spielte mit und wir waren gut drauf. Mit der Bahn ging es nach Wehlen. Dort setzten wir über. Im Schlepptau eine lustige Gang die ebenfalls wandern wollte, mit den wir im Zug ins Gespräch kamen und die wir bis zum Schluss immer wieder trafen. Wir wurden sie und sie wurden uns nicht los. Ab Wehlen ging es den üblichen Radweg bis hinauf zur Basteistraße rauf. Der Kanten hat es wirklich in sich und schreckt nicht zurück. E-Bikes holt es zum Ende hin den letzten Saft aus dem Akku. Katrin und ich kennen den Weg genau und wissen wie wir die Kräfte einteilen müssen. Früher dicht bewaldet, jetzt teilweise lichtdurchflutet und brütend heiß wenn man sich den Berg hinauf quält. Endlich Basteistraße – nur noch zwei kleine Hügel und wie standen vor den Menschenmassen die erstmal nur zur Bastei liefen. Wir kamen mit unseren normalen Rädern an und ernteten schon komische Blicke: „Wenn es damit geht, dann kann der Weg ja nicht so schwierig sein“. Na, wie man es nimmt. Mir tat jedenfalls nur von der Auffahrt schon der Hintern weh. Da kommt dann immer so ein leichtes ziehen kurz vor der Backe. Bloß nicht aufstehen – sitzen bleiben und weitertreten.

Endlich Basteiausblick – Busse voller Menschen, äh ne, Menschen aus Bussen. Und das am Montagmittag. Wir fanden Platz zum schauen und später auch zum sitzen. Jetzt packten wir wieder unser Mittag aus, wo Andere sich einen Eiskaffee im Plastikbecher für 6,50€ holen, tischten wir heißen Kaffee, Würstchen und reichlich Obst zum „Nulltarif“ auf. Na ja, dafür sind die Rucksäcke auch reichlich gefüllt gewesen und tragen müssen wir es auch. Der Rückweg ging dann über Lohmen und Rathewalde zurück nach Wehlen. Hier noch ein Eis bis zur Fähre und dann mit der Kindergartentruppe in Richtung Bahnhof. Es schlossen sich bereits die Schranken für die Einfahrt des Zuges, d.h. wir konnten nicht den einfachen Weg über die Straße zum Bahnsteig nehmen, sondern mussten wieder Treppen buckeln. Und da stand wieder die Wandergang, die wir bereits heute morgen trafen. „Euch wird man auch gar nicht los“ war die Begrüßung. Wir indes fuhren nur eine Station und weiter ging es den Radweg bis nach Schandau und weiter nach Krippen. Geile Tour.


Eure Sandsteinjäger 

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