Donnerstag, 11. September 2025

Birken, Borkenkäfer und Beinflaute

Heute war Wandern auf Sparflamme angesagt. Die Füße meldeten sich schon beim Frühstück mit einem leisen „Bitte nicht schon wieder!“ – also dachten wir uns: etwas Kleines, Leichtes. Aber wer in der Sächsischen Schweiz „leicht“ sagt, bekommt gerne mal 500 Höhenmeter gratis dazu. Willkommen im Fitnessstudio der Natur.

Also lieber auf Nummer sicher – und auf Altbewährtes. Der Panoramaweg mit dem Scharwändeweg ist wie die Lieblingsjeans: sitzt, passt, wackelt und hat Luft. Erst mal mit der Kirnitzschtalbahn bis zum Beuthenfall – ein Klassiker, der nie aus der Mode kommt. Danach ging’s am Beuthenbach entlang bergauf. Klingt idyllisch, wäre da nicht der Borkenkäfer, der sich hier als Landschaftsarchitekt versucht hat. Der Wald? Kaum wiederzuerkennen. Der Weg? Ein schmaler Grat am Abgrund, gesäumt von Birken, die aussehen wie Teenager auf dem Weg zur ersten Klassenfahrt – jung, wild und überall.

Die Scharwiese oben ist dann wie ein Wellnessbereich für Wanderseelen. Der Blick? Affensteine, Kleiner Dom, Schrammsteine – ein Panorama, das selbst die müdesten Füße kurz vergessen lässt, dass sie eigentlich streiken wollten. Kaum Treppen, kaum Steigungen, dafür viel „Ahhh“ und „Ohhh“. Das Schonprogramm deluxe.

Natürlich hatte ich mein Stativ und das zweite Objektiv dabei – man weiß ja nie. Und siehe da: ein Falke im Sturzflug! Ich hab ihn erwischt. Also fotografisch. Ob das Bild was taugt? Wird sich am Rechner zeigen. Aber allein der Moment war schon ein Volltreffer.

Weiter ging’s über Mittelndorf nach Altendorf, wo uns ein Doppeldecker AN-2 im Vorgarten anlachte – als Ferienwohnung! Wer braucht schon Airbnb, wenn man in einem Flugzeug schlafen kann? Großartig in Szene gesetzt, fast wie ein Kunstwerk mit Propeller.

Dann zurück Richtung Bad Schandau. Die Füße? Inzwischen eher Brei als Bein. Die Sohlen summten kein Lied, sondern klagten eine Ballade. Am Schlossberg war Schluss mit lustig – wir wollten nur noch essen. Nach 9,5 Kilometern war das Mahl verdient und, wie man so schön sagt: oberlecker.

Und dann, als wäre der Tag nicht schon voll genug, das blaue Wunder auf der Fähre: zwei Eisvögel beim Fischfang. Die Kamera? Natürlich tief im Rucksack vergraben. Timing ist alles – und meins war heute auf Pause.

Und morgen? Morgen soll eine Oldtimer-Rallye durch Krippen rollen. Wenn alles passt, gibt’s wieder Fotos. Vielleicht diesmal mit Kamera außerhalb des Rucksacks.

Eure Sandsteinjäger 

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Mittwoch, 10. September 2025

Wie aus der Kindheit

Heute war einer dieser seltenen Tage, an denen die Natur nicht nur mit ihrer Schönheit, sondern auch mit ihren Gerüchen verführt. Der Caspar-David-Friedrich-Weg – kurz CDF-Weg – hat uns erneut in seinen Bann gezogen. Von Krippen bis Krippen, im Uhrzeigersinn, sind wir die 15,1 Kilometer gewandert, diesmal ohne Abstecher zur Kaiserkrone, die wir uns für einen Sonnenuntergang aufheben wollen.

Der Weg, der dieses Jahr als schönster Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet wurde, ist kein Unbekannter für uns. Schon im letzten Jahr haben wir ihn erkundet, doch heute war er anders. Vielleicht lag es am Wetter, vielleicht an der Stimmung – oder einfach am Duft. Dieser Tag roch nach Kindheit: nach frisch gemähtem Heu, nach wilden Wiesen am Badeteich, nach feuchtem Laub und alten Bäumen. Erinnerungen wurden wach, ganz ohne Worte.

Der Weg selbst ist eine gelungene Wiederentdeckung. Im Zuge des CDF-Jahres wurde ordentlich die Trommel gerührt. Jedes Dorf entlang der Strecke kramt seine Caspar-Anekdoten hervor – sei es ein Steak, das er gegessen haben soll, ein Bett, in dem er geschlafen hat, oder eine Katze, die er angeblich gemalt hat. Der Weg wurde freigeschnitten, beschildert und mit viel Liebe neu inszeniert. Und ja, er gefällt uns – sonst wären wir nicht wieder hier.

Oberhalb der Elbe öffnet sich der Blick ins Tal, und wir steigen bis zur Hunskirche hinauf. Die gehört zwar nicht zur offiziellen Route, bietet aber einen traumhaften Blick auf Schmilka. Dort gab’s die erste Pauseration – und den ersten Hauch von Sommerduft: trockene Wiesen, warme Felsen, ein Hauch von Waldhonig in der Luft.

Dann wurde es abenteuerlich. Der Rückweg zur Hauptroute war steil und ungemütlich, also entschieden wir uns für die „Abkürzung“ in den Hirschgrund. Anfangs leicht zu finden, doch bald versperrten umgestürzte Bäume den Weg, und eine seltsame Wegänderung ließ uns zweifeln. Aber wir kamen unten an – direkt an der Straße im Hirschgrund. Perfekt.

Weiter ging’s über den alten Elbhangweg zum Aschersteig, der uns bis zum Fuße der Kaiserkrone führte. Der Himmel zog sich zu, die Luft wurde schwül, und mit ihr kam ein weiterer Duftmoment: feuchte Erde, Pilze, Moos – wie nach einem warmen Sommerregen. Unsere nächste Pause war kulinarisch: warme Nudeln aus der Warmhaltebox. Einfach, ehrlich, lecker.

Durch den Ort ging’s weiter zum Wolfsberg, dann zur Wanderrast. Ein kleines Leckeis zur Belohnung, bevor der Püschelweg uns rief. Der Regen holte uns ein – erst Niesel, dann Landregen. Und mit ihm kam der Duft, der alles überlagerte: Heu, Wald, Pilze, Laub. Ein Tag, der nicht nur in den Beinen, sondern auch in der Nase hängen bleibt. Am Ende: „Zur Eiche“. Rein, Tisch für zwei, lecker essen. Ein würdiger Abschluss.

Heute Nacht soll es durchregnen. Wir hoffen auf besseres Wetter morgen. Die Planung steht bis Samstag – und wer weiß, vielleicht wartet noch ein Sonnenuntergang auf der Kaiserkrone auf uns.

Eure Sandsteinjäger 

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Dienstag, 9. September 2025

Platte Füße

Da war sie wieder – die Wettergöttin mit ihrem Hang zur Dramaturgie. Ursprünglich wollten Katrin und ich um 4 Uhr morgens auf den Lilienstein kraxeln, mitten in der Nacht, mit Stirnlampe und dem festen Glauben an einen epischen Sonnenaufgang. Doch je näher der Wecker rückte, desto mehr verwandelte sich unser Abenteuergeist in eine Mischung aus „Huch, ist das da draußen ein Wildschwein?“ und „Warum klingt der Wald wie ein Horrorfilm mit Surround-Sound?“ Die Geräusche waren eindeutig nicht von Disney inspiriert, und die Vorstellung, im Dunkeln durch den Wald zu tapsen, ließ Katrins Motivation auf ein Niveau sinken, das man nur noch mit einem sehr guten Kaffee hätte retten können.

Dann kam der Nebel. Und zwar nicht so ein bisschen mystisch-romantischer Schleier, sondern die volle Suppe – Sichtweite gleich null, Elbtal im Tarnmodus. Damit war klar: Der Lilienstein würde heute keine Show liefern. Katrin war plötzlich ganz entspannt, fast schon erleichtert. Der Nebel hatte ihr die Entscheidung abgenommen, und das ganz ohne Schuldgefühle. Also blieben wir einfach liegen. Kein schlechtes Gewissen, kein Sonnenaufgang, dafür ein sehr gemütlicher Start in den Tag – um Punkt 9 Uhr, mit warmem Bett und ohne Waldgeräusche.

Unsere eigentliche Tour begann dann ganz zivilisiert mit der Fähre und dem Bus nach Schmilka. Früh, ruhig, fast meditativ – wenn man Meditation mit Wanderschuhen und Müsliriegeln betreibt. Vorbei an der Mühle, rauf zur Zwieselhütte, weiter zum Lehnsteig. Der Lehnsteig ist wie ein Fitnessstudio mit Aussicht – viele Stufen, wenig Strecke, aber dafür ordentlich Höhenmeter. Kilometer macht man da nicht, aber Waden wie aus Granit.

Oben angekommen, ging’s über den Reitsteig und Zurückesteig – ja, der heißt wirklich so, und nein, man geht nicht rückwärts. Am Kleinen Dom gab’s dann die verdiente Pause. Die Aussicht: top. Die Wanderer: bunt gemischt. Von „Ich genieße jeden Schritt“ bis „Wo bin ich und warum schwitzt mein Rucksack?“ war alles dabei. Und trotz geschlossener Gaststätten und gestiegener Preise war ordentlich Betrieb – offenbar ist Wandern das neue Wellness.

Dann kam Katrins Moment: die Treppe am Sandloch. Eine Konstruktion, die aussieht, als hätte ein Huhn mit Höhenangst sie entworfen. Muffensausen inklusive, aber sie hat’s gemeistert – mit Stil und einem leichten Adrenalinkick. Weiter ging’s durch das Sandloch, über den Jordanweg (nein, kein religiöser Umweg) zum Nassen Grund. Dort wartete die Kirnitzschtalbahn – ein Klassiker, der uns zurück nach Bad Schandau schaukelte.

Die zehn Kilometer hatten ihre Spuren hinterlassen – vor allem an den Füßen. Aber was macht man nach einer gelungenen Tour? Richtig: Stadtbummel, neues Wanderaccessoire (man gönnt sich ja sonst nichts), und zwei Döner an der Elbe. Der war nicht nur verdient, sondern auch verdammt lecker. Jetzt ist die Sonne weg, die Beine müde, und der Kopf voller neuer Pläne. Morgen ruft – mal sehen, ob die Wettergöttin diesmal mit uns spielt oder wieder ihr eigenes Drehbuch schreibt.

Eure Sandsteinjäger 

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Montag, 8. September 2025

Keine Zeit verschwenden - Weiter gehts

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so richtig, was ich schreiben soll. Aber eins steht fest: Ich hab mich auf den heutigen Tag gefreut wie ein Eichhörnchen auf die Nuss. Endlich ging’s wieder los mit dem Bike! Bei richtig schönem Wetter sind wir gegen Mittag losgezogen – ganz gemütlich, ohne Stress. Eigentlich war der Plan, um vier Uhr aufzustehen und mit der Kamera auf den Lilienstein zu kraxeln. Aber stattdessen hab ich den Wecker einfach ausgemacht, mich umgedreht und weitergepennt. Tja, so wurde aus dem Fotoprojekt eine Biketour. Auch nicht schlecht.

Wir sind durchs Kirnitzschtal geradelt – frisch um die Oberarme, aber mit ordentlich Sonnenschein im Gepäck. Am Lichtenhainer Wasserfall ging’s dann bergauf Richtung Lichtenhain (das liegt irgendwo zwischen Altendorf und Sebnitz, für alle, die gerade die Landkarte zücken). Da muss man echt strampeln wie ein Hamster im Laufrad. Früher war’s hier schattiger, als noch Bäume ringsherum standen. Heute knallt die Sonne direkt auf den Schädel – in Lichtenhain kein Baum, kein Strauch, nur Sonne satt. Aber hey, man gewöhnt sich dran.

Weiter ging’s zur altbekannten Rasthütte, wo wir immer Pause machen. Kurz vor dem Panoramaweg gibt’s nochmal einen Spot mit richtig schöner Aussicht – perfekt, um die Wäsche zu trocknen. Alles schön drapiert, Fotos gemacht, Sattel nochmal zurechtgerückt… und dann: uhh, was ist das? Die Nabe ist angebrochen, vier Speichen baumeln lose herum, als hätten sie Feierabend. Nicht mehr an der Nabe befestigt. Wie kann das denn passieren? Das Problem hatte ich schon mal bei einem anderen Bike gesehen und dachte damals: „Einzelfall, passiert nie wieder.“ Zack – jetzt hat’s mich erwischt.

Glücklicherweise hatten wir erst 13 Kilometer hinter uns. Was nun? Plan A: Bis Amtshainersdorf fahren, dort in den Zug steigen und heimrollen. Plan B: Bis Lichtenhain und hoffen, dass ein Bus kommt. Plan C: Den gleichen Weg langsam zurückradeln. Die Felge hatte noch keine „Acht“, Spannung war noch da. Die restlichen 28 Speichen mussten jetzt zeigen, was sie draufhaben – und zum Glück ging’s nur noch bergab.

Ich hab die losen Teile mit Kabelbindern an die noch festen Speichen gezurrt, das Ganze mit einer ordentlichen Portion Klebeband umwickelt – und dann noch eine Prise Hoffnung dazu. Fertig war die Laube. Ab ins Tal!

Jetzt sitzen wir hier und überlegen, wie’s weitergeht. Fahrradfahren ist erstmal gestorben. Also: Wandern bis der Arzt kommt. Es gibt jetzt nur noch diese eine Richtung. Dann wollen wir mal.

Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 7. September 2025

Menschenmassen und E-Bike-Soziologie

Der Tag ist zwar noch nicht ganz vorbei, aber wir haben schon genug erlebt, um ein ganzes Kapitel im Wanderbuch zu füllen – inklusive einer kleinen Feldstudie über die Spezies „E-Bikerus Teenagerus“.

Frühstart mit Charme

Los ging’s mit dem Frühbus von Krippen nach Thürmsdorf. Dort ließen wir uns am „alten Gasthaus“ absetzen – das Gebäude selbst hatte offenbar schon vor Jahren beschlossen, in den Ruhestand zu gehen. Trotzdem ein schöner Startpunkt, denn der darauffolgende Schlossgarten wartete mit spätsommerlicher Eleganz und perfektem Wanderwetter auf uns.

Katrin hatte heute ein Ziel: den Naturmarkt in Wehlen. Ein Event, das jährlich stattfindet, aber uns bisher immer durch die Lappen ging. Heute sollte es endlich klappen – mit festem Willen und vollem Rucksack.

Wanderlust und Menschenflut

Vom Schlossgarten ging’s gemütlich Richtung Bärensteine, die wir in nördlicher Richtung umkurvten. Über Felder, durch Wälder und Wiesen – eigentlich unsere stille Route. Doch heute? Menschen, wohin das Auge reicht. Offenbar war „Wandertag für alle“ ausgerufen worden. Selbst im Damengrund, wo sonst nur der Wind durch die Blätter flüstert, herrschte Gedränge wie beim Sommerschlussverkauf.

Katrin hatte keine Chance auf eine stille Minute – selbst das Bedürfnis nach einem stillen Örtchen musste bis Wehlen warten. Tapfer, diese Frau.

Fähre voll, Markt voller

In Pötzscha angekommen, warteten wir auf die Fähre – die war allerdings so voll, dass wir fast dachten, sie würde gleich untergehen. Auf der anderen Seite: ein Gedränge wie auf dem Weihnachtsmarkt, nur mit Sonnenbrille und Flip-Flops. Kinderwagen, Hunde, Fahrräder – und mittendrin wir, leicht überfordert und hungrig nach Ruhe.

Ich zog mich in eine Ecke zurück, bis man mich schließlich „rettete“ und an einer Straßenecke absetzte. Dort begann mein persönliches Highlight: die E-Bike-Soziologie.

E-Bike-Studie: Status, Stil und Stromverbrauch

Während Katrin den Markt unsicher machte, beobachtete ich die E-Bike-Nutzer. Es war wie ein Live-Experiment:

  • Typ 1: Der 16-Jährige mit E-Bike – fährt mit 25 km/h am Rentner vorbei, trägt Sonnenbrille und AirPods, hat aber keine Ahnung, wie man schaltet. Das Bike? Teurer als sein Schulabschluss.
  • Typ 2: Die „Ich-hab-mir-was-gönnt“-Fraktion – das E-Bike ist schwerer als ihr Gepäck für zwei Wochen Mallorca, aber hey, es war im Angebot.
  • Typ 3: Die Ehrenvollen – ältere Herrschaften, die das E-Bike wirklich sinnvoll nutzen. Leider selten, aber dafür umso sympathischer.
Ich sage mal so: Wenn man glaubt, man braucht ein E-Bike, dann soll man halt. Aber man muss es nicht gleich wie ein Statussymbol durch die Fußgängerzone schieben, als wäre es ein Lamborghini auf zwei Rädern.

Kuchen, Kaffee und kosmische Pläne

Nach dem Markt ging’s zu Fuß nach Rathen – ein langer Weg, aber mit Aussicht auf Kuchen am Elbufer. Wir gönnten uns ein Stück, dazu Kaffee aus dem Rucksack. Der perfekte Abschluss? Noch nicht ganz.

Heute Abend steht noch ein Besuch in Reinhardtsdorf/Schöna an – eine Gaststätte mit gutem Essen und noch besserer Aussicht. Danach geht’s zur Mondfinsternis. Wenn das kein würdiger Abschluss für einen Tag voller Abenteuer, Menschenmassen und E-Bike-Philosophie ist, dann weiß ich auch nicht.

Eure Sandsteinjäger 

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Samstag, 6. September 2025

Tag 0

Die Reise verlief überraschend ruhig – vermutlich, weil wir bereits um halb vier aufgestanden sind und frühzeitig auf der Autobahn unterwegs waren. Der frühe Vogel und so. Aufgrund der Fahrräder am Heck haben wir bewusst eine gemächliche Durchschnittsgeschwindigkeit gewählt. Punkt zehn Uhr waren wir dann auch schon in unserem Zielgebiet.

Erstmal schnell zum Bäcker und zum Fleischer, ein paar Dinge für die kommende Woche eingekauft – und ab in die Ferienwohnung. Der Hunger war riesig. Trotz unseres „Überlebenskits“ in Form eines kalorienreichen Brötchens hatten wir tierischen Appetit. Zwischendurch machte sich die Müdigkeit bemerkbar. Also: erst essen, dann auspacken – und schon lag ich auf der Couch. Nur zehn Minuten Augenpflege, dachte ich. Daraus wurden dann anderthalb Stunden. Auch Katrin hat sich danach hingelegt.

Kaum wieder wach, gab es schon wieder etwas zu essen – diesmal Kuchen und Kaffee. Es wird wirklich viel gegessen. 😄

Am Abend mussten wir uns noch etwas organisieren: schnell die Bikes startklar gemacht, Helmut besucht und dann zur Liethenmühle hinaufgeradelt. Irgendwie ging es erstaunlich flott den Berg hinauf – aber ich habe ganz schön geschnauft. Mit dem Alter scheint der Berg jedes Jahr ein bisschen steiler und höher zu werden. 😉

In der Liethenmühle gab es dann Leber mit Kartoffelstampf – herrlich! Jetzt wird für morgen geplant. Vermutlich müssen wir schon um 8:00 Uhr wieder raus. Die Lust ist da, aber das Bett hat auch seinen Reiz. Morgen geht’s zum Natur-Markt nach Wehlen – wir freuen uns schon!

Nun ist der Tag auch wieder zu Ende. Morgen werden wir dann von einem tollen Tag berichten.


Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 17. August 2025

Neuer Glanz bei den Sandsteinjägern

Asche auf mein Haupt. Ich habe es tatsächlich geschafft, unseren Blog über einen viel zu langen Zeitraum so gründlich zu vernachlässigen, dass er fast schon wie ein vergessenes Kletterseil in der Ecke Staub angesetzt hat. Aber keine Sorge: Wir sind wieder da, mit frischer Energie, neuen Ideen – und einer komplett überarbeiteten Webseite.

sandsteinjaeger.de erstrahlt nun in neuem Glanz. Ich habe ordentlich geputzt, die Spinnweben weggekehrt und das Ganze ein wenig aufgeräumt. Die Seite ist übersichtlicher geworden, einfacher zu bedienen und macht hoffentlich auch mehr Lust zum Stöbern. Kurz gesagt: Die Sandsteinjaeger haben sich ein digitales Facelift gegönnt.

Damit ist die Arbeit aber noch längst nicht abgeschlossen. In den nächsten Wochen werde ich Stück für Stück weitere Inhalte hinzufügen, die Galerie sortieren, neue Tourenberichte schreiben und ein paar Tipps rund ums Klettern und Draußensein ergänzen. Es wird also noch ein bisschen geschraubt, gefeilt und poliert – eben wie bei einer Route, die man sich über die Jahre Stück für Stück erarbeitet.

Ich freue mich sehr, den Blog wieder mit Leben zu füllen. Schließlich gibt es mehr als genug Geschichten aus Sandstein, Wald und Fels, die darauf warten, erzählt zu werden. Und wer weiß – vielleicht ist es ja sogar ganz spannend, die Entwicklung der Seite live mitzuverfolgen.

Ein besonderer Funke für diesen Neustart kam übrigens von ganz woanders: von der Donau. Auf einer Flusskreuzfahrt, fernab von Wanderwegen und Gipfeln, haben wir uns eine Pause gegönnt – ganz ohne Blogeintrag, ganz ohne Tracking, einfach nur Urlaub. Und genau dort, zwischen Weinbergen, Klöstern und dem sanften Dahingleiten des Schiffs, kam die Inspiration zurück. Neue Ideen, frischer Mumm und der Wunsch, die Webseite nicht nur zu überarbeiten, sondern neu zu denken. Manchmal braucht es eben genau das: Abstand, um wieder Nähe zu finden – zu den Geschichten, zu den Bildern, zu dem, was uns antreibt.

Danke an alle, die trotz der langen Pause ab und zu vorbeigeschaut haben. Ab jetzt heißt es wieder: Schuhe schnüren, Rucksack packen und die Abenteuer mit den Sandsteinjägern teilen. Denn wir sind zurück – mit Wind in den Segeln und Sandstein im Herzen.

Eure Sandsteinjäger 

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Montag, 11. August 2025

Zwischen Abenteuerlust und Entspannung – Ein Update nach der Funkstille


Es ist lange her, dass wir etwas gepostet haben – zu lange, wenn man bedenkt, wie viel wir in der Zwischenzeit erlebt haben. Auch wenn es hier auf dem Blog still war, waren wir keineswegs untätig. Im Gegenteil: Dank unseres treuen Fahrradträgers haben wir viele kleine, spontane Touren unternommen, die uns neue Perspektiven eröffnet und alte Sehnsüchte neu entfacht haben. Die sächsische Schweiz, das Elbsandsteingebirge, versteckte Pfade, sonnige Felsplateaus – all das werden wir nun 2025 wiederentdecken, diesmal oft auf zwei Rädern oder mit viel Gepäck.

Was früher immer unter dem Motto „höher, weiter, wilder“ lief, bekommt langsam eine neue Nuance. 2025 läuft in vollen Zügen, und wir haben große Pläne für den September geschmiedet. Manche davon sind abenteuerlich, andere eher gemütlich – aber alle sind geprägt von unserer Liebe zur Natur, zur Bewegung und zur Fotografie. Ob mit dem Bio-Bike durch die Täler der sächsischen Schweiz, mit der Kamera im Anschlag auf der Jagd nach dem perfekten Licht, oder einfach nur mit einem guten Buch auf einer warmen Felsplatte liegend (na ja) – wir lassen uns treiben. Und ja, auch das Faulenzen gehört inzwischen dazu.

Früher war das keine Option. Unsere Touren waren durchgetaktet, jeder Tag ein Projekt, jede Stunde ein Ziel. Aber die letzten Monate haben uns gezeigt, dass auch das Innehalten seinen Reiz hat. Dass man nicht immer auf dem Gipfel stehen muss, um das Gefühl von Freiheit zu spüren. Manchmal reicht ein Blick ins Tal, ein stiller Moment am Bach, ein Sonnenuntergang, den man nicht fotografiert, sondern einfach nur erlebt.

Natürlich bleibt das Wandern ein zentraler Bestandteil unserer Reisen. Die Kamera ist weiterhin unser dritter Begleiter – neben dem Bike und der Neugier. Aber wir erlauben uns auch, sie mal in der Tasche zu lassen. Nicht jeder Moment muss festgehalten werden, manche dürfen einfach nur passieren.

Für 2026 haben wir unsere Ziele schon gesteckt. Es wird weitergehen, vielleicht etwas langsamer, aber nicht weniger intensiv. Wir wollen neue Regionen erkunden, vielleicht auch mal abseits der bekannten Pfade. Vielleicht zieht es uns in den Harz, vielleicht in die böhmische Schweiz, vielleicht sogar weiter weg. Die Ideen sprudeln, und die Vorfreude wächst. Es gibt noch viel zu erleben und jünger werden wir nicht.

Was bleibt, ist unsere Leidenschaft für die Natur, für das Draußensein, für das Unterwegssein. Und was kommt, ist eine neue Gelassenheit, ein neues Gleichgewicht zwischen Abenteuer und Ruhe. Wir freuen uns darauf, euch wieder mitzunehmen – in Bildern, in Geschichten, in Momenten.

Bleibt neugierig, bleibt draußen – und vielleicht auch mal einfach liegen.

Eure Sandsteinjäger.

Donnerstag, 17. Oktober 2024

Einmal um den ganzen See

Es war mal wieder so weit, und wir können von einer ganz besonderen Tour berichten: unsere Reise nach Plau am See. Katrin hatte den Wunsch, einmal um den See und in der Gegend von Plau Fahrrad zu fahren. Eine Dreitagestour sollte es werden, bei der wir unsere Ziele hochgesteckt hatten. Die Tour um den See war landschaftlich reizvoll, doch hatten wir uns in der Zeit völlig verschätzt. Die Wurzelteppiche machten Katrin zu schaffen, und zudem mussten wir einmal umkehren, da ein Nebenteich übergelaufen war und uns den Weg versperrte. Also hieß es: umkehren und eine andere Route wählen.
Komoot war hier leider nicht sehr hilfreich. Die ständige Ansage: „Sie befinden sich auf einer falschen Strecke. Bitte schalten Sie das Internet ein oder schauen Sie auf die Karte“, war wenig nützlich. Wir mussten tief in den Wald und auf einer anderen Route weiterfahren, bis wir wieder auf der ursprünglichen Strecke waren. Wir hatten jedoch Glück, denn wir durften Kraniche beobachten. Wenn die Zeit es zuließ, nahmen wir unseren Pausentee ein und genossen den Blick auf den See. Weit waren wir noch nicht gekommen. Als wir schließlich Werder erreichten, telefonierte Katrin mit dem Hotel. Unser Abendessen war für 18:30 Uhr geplant, das wir dann nach hinten verlegten, um sicher zu gehen. Wir hatten noch ein ordentliches Stück vor uns. Spätestens als wir um 18:15 Uhr im Hotel ankamen, war uns bewusst, wie lang die Tour mit Pausen tatsächlich war. Die Navigation mit dem Komoot-Navi war ebenfalls nicht einfach, was möglicherweise an der Bedienung lag. Am nächsten Tag lief es jedoch viel besser. Die Tour war zwar nur 40 Kilometer lang, doch wussten wir am Ende des Tages, was wir getan hatten. Die Runde über Plauerhagen und Karow war landschaftlich sehr schön und auch navigationsmäßig bedeutend einfacher. Hier lief alles reibungslos.
Am Ankunftstag hatten wir bereits eine kleine Stadttour unternommen. Diese führte uns durch den Stadtwald bis in die Stadt hinein und dann wieder zurück zum Hotel. Obwohl es leicht nieselte, fühlten wir uns wohl und hatten riesigen Spaß. Wer die Tour um den Plauer See kennt, weiß, dass es einige Kilometer sind. Da kann man sogar noch ein paar zusätzliche Kilometer durch Umleitungen oder kleine Irrfahrten dazu packen.
Es war trotz der 105 Kilometer und etlichen Höhenmeter wunderschön.

Eure Sandsteinjäger 

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Freitag, 12. Juli 2024

Etwas für die Fettverbrennung

Das war heute mal eine Tour der angenehmen Art – Kilometertechnisch gesehen jedenfalls. Angefangen hat heute alles mit dem Auto. Klimatechnisch kühl und leider nicht so umweltbewusst wie sonst von uns gedacht. Startpunkt war Dürrrersdorf mit 3R. Immer an der Wesenitz entlang, durch tiefe und mückenreiche Wälder. Teilweise waren Wege so stark mit Brombeeren überwuchert, dass wir dachten wir bleiben hängen. An den Beinen sahen wir dementsprechend auch aus. Die Kratzwunden, die nicht sichtbar waren, spürte man nach dem einbalsamieren mit Mückenschutz. Angepriesen war die Tour heute mit 5 Wanderstiefeln von denen wir persönlich einen abziehen müssen. Die große Runde war im Großen und Ganzen eine gute Tour. Wir hatten auch öfters das eine oder andere AHA auf den Lippen. Die gewissen Highlights oder das gepflegte Etwas der Beschilderung und Wege fehlte leider. Auch der Schlossgarten der so angepriesen wird, liegt doch noch in einem verwunschenen Dornröschenschlaf. Es gibt bestimmt Leute die so etwas mögen. Selbst die „Schöne Höhe“ schläft wohl noch einen langen Schlaf. Der Aussichtsturm hat nur dann auf, wenn die Gaststätte auf hat, dagegen haben der Kastanien-See und die Zwergenhöhle, sowie die Stromschnellen von Dittersbach alle ein Ausrufezeichen verdient. Niedlich war auch hier die Zwergenhöhle, die eigentlich gar nicht mehr so in den Kräfteplan hinein wollte, aber wir den Abstecher dennoch gemacht hatten. Da standen wir nun vor dem 1 Meter breiten Schlitz. Unser Pfad führte nun durch diesen hindurch. Katrin sah den Weg auf der digitalen Karte und dachte nun 50 Meter Höhlenpfad müsse sie jetzt gehen, um am Ende auf den Hauptweg zu treffen. Ein klares „Nein, da geh ich nicht durch“ kam von ihr. Wie spaßig. Dieser Felsspalt wurde künstlich mit einem Deckel versehen und so wurde dieser Spalt zu einer Minihöhle von 5 Metern? Länge. Echt 5 Meter? Danach ging es durch wildes Gestrüpp einen kleinen Minipfad hinauf bis zur Schönen Höhe. Na ja.
Persönlich gesehen hätte ich gern auf dem alten Viadukt ein paar Fotos gemacht. Da führte aber leider kein Weg hin.

Am Ende dieser Tour brannten die Füße genauso wie der uns bekannte Stern. Es tat vieles weh. Die zwei Wochen machten sich heute extrem bemerkbar. Nochmal 16 Kilometer Fußmarsch bei ächzender Hitze, die wir anfangs nicht bemerkten, da wir heute viel im Wald waren. Am Ende jedoch waren wir froh diese Runde gegangen zu sein alle Vorschläge gesehen zu haben. Es war ein schöne Runde mit einem Schlussakkord in Katrins Lieblingsfleischerei. Etwas für die Fettverbrennung getan, in zweierlei Hinsicht.

(Essen Kegelbahn)

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Donnerstag, 11. Juli 2024

Kein guter Stern der keinen Namen trägt

Ein Baum, kein Baum, da liegt ein Baum. Die geplante Runde war eigentlich gar nicht so schlecht. Hinauf auf den unteren Weg des Kohlbornsteins und dann zur Pionierlagerstraße. Schlechte und gesperrte Wege machten ein Fahren fast unmöglich. Wir mussten um den Kohlbornstein herum und nahmen die für uns beste Route. Wir schoben wir über die Ostflanke des Berges in Richtung aller vorhandenen Wegekreuzungen. Nächste Sperrung wegen Baumfällarbeiten – Umleitung. Das gab es dann in 10-facher Ausfertigung. Also der erste Teil hat mächtig geschlaucht.

Die Tour stand also schon nach den ersten 4 Kilometern unter keinem guten Stern. Das Wasser lief mit unter dem Helm über das Gesicht. Lust hatte ich gar nicht mehr. Und dann konnten wir etwas fahren. Bis zur nächsten Schiebeeinheit hinauf zur Pionerlagerstraße. Oh, eine umgekippte Buche. Warum auch nicht? Durch diese kletterten wir mit den Bikes direkt hindurch. Ja warum denn nicht? Die fehlte eigentlich noch. Langsam kam jetzt auch noch ein kleines Regengebiet auf uns zu. An der nächsten Rast machten wir eine ausgiebige Pause. Trockneten die Sachen im mückenreichsten Gebiet. Für mich war nun alles vorbei. Katrin heckte indes drei neue Pläne aus und durchforstete die Karte. Etwas Ausdauer hatte ich noch, aber ich wusste auch nicht wie lange Katrin jetzt noch mitmachen würde und lies sie jetzt entscheiden. Der Ursprungsplan wurde kurzer Hand verworfen und der Neue für gut befunden. Die Sonne schien jetzt wieder prächtig und wir fuhren in Richtung Papstdorf hinunter und zum Papststein hinauf, bevor wir die „Alte Jäke“ wieder hinunterfuhren. Für mich war das das Highlight – Dreck, Schlamm, Wurzeln, Steine, Abfahrt – man war das Geil. Im nächsten Café in Gohrisch konnte (musste) ich mich dann erstmal waschen und frisch machen. Ich muss böse ausgesehen haben. Nach einer Eisschokolade ging es dann weiter in Richtung Königstein über die Schöne Aussicht. Hier gab es nochmal eine kleine Erholung bis es nach Königstein hinunter ging. Jetzt war es nicht mehr weit bis nach Hause und wir entschieden uns dem schlechten Wetter mit Speed vorauszufahren. Langsam aber sicher wollte es uns einholen. Katrin gab ordentlich Kette und mit Windböen von hinten kamen wir ganz schnell an unser Ziel. Glücklicher Weise zog das Gewitter dann an uns vorbei.
Zum Essen ging es dann Abends zum bestellten Tisch auf den Zirkelstein, alles selbst hinauf geschleppt und wieder heruntergetragen.


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Mittwoch, 10. Juli 2024

Dicker K.

Heute hatten wir uns eine kleine Runde vorgenommen, um für die nächsten letzten Tage frisch und fit zu sein. Daher hieß es zur „Hohen Liebe“ und dann mit der K.-Bahn wieder zurück oder vielleicht sogar den Flößersteig entlang. In Ostrau angekommen sahen wir schon das Unwetter auf uns zukommen. Wir gingen den Steinbrecherweg entlang, der dann später auf den Wenzelsweg führt. Hier entschied ich dann, dass wir den Rückmarsch antreten. Bis zur nächsten Bushaltestelle waren es nur 17 Minuten Gehzeit. Also dann.

Der Bus kam pünktlich. Dieser fuhr uns dann leicht gekühlt bis in die Stadt zurück. Es ging sofort in das nächste Café, denn es sollte wirklich schlechtes Wetter werden. Als die Plätze eingenommen wurden, begann auch gleich der große Schauer und wir schlemmten dicken Kuchen im Café mit Blick auf die nasse Straße.


Eure Sandsteinjäger 

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