Samstag, 12. Februar 2011

Anbaden

Die Sonne weckte mich heute sanft.... Quatsch, Katrin weckte mich heute wieder mit aller Härte. Irgendwann jedoch konnte ich durch einen Spalt der Nachtverdunkelung hindurch in den Himmel schauen. Was sah ich da? Nichts, nur blauer Himmel. Das weckte wieder den Radler in mir und ich wollte nach dem Frühstück gleich los. Anfangs jedoch besuchte ich mit Katrin jedoch noch unseren Klaus. Da ich schon auf der Ecke war, fuhr ich durch den Kellerswald in Richtung Brodhagen. Hier im Wald war es sehr kalt und der Boden war ordentlich gefroren. Später auf der Dorfstraße, kurz vor Brodhagen, kam extrem kalter Wind dazu. Die Sonne half da wenig weiter. Da musste ich mal wieder umrüsten. Gesichtschutz wieder rausgekramt und einen guten Schluck heißen Tee genommen. Weiter ging es mit Ziel "unbekannt". So recht konnte ich mich nicht entscheiden wohin mich der Wind heute treiben sollte. Was mich jedoch neugierig machte, war schon die Ostsee. Die wollte ich heute bei Sonnenschein und Wind schon sehen.
Erstmal wollte ich Kilometer machen. Das heißt Umwege waren heute kein Problem und Zeit hatte ich auch. Ob meine letzte Erkältung mich entkräftet hatte, würde ich spätestens in einer Stunde merken. 
Ich fuhr also viel Straßen- und Radwegkilometer. Von Vorder Bollhagen ging es den neuen Radweg nach Hinter Bollhagen und dann über den "Millionenhügel" weiter nach Wittenbeck. Hier stieß ich auf den Weg der von der "Nassen Ecke" zur Ostsee führt. Begegnungen der anderen Art hatte ich diesmal mit Rennradfahren. Kein Gruß, nur ein Blick der Strafung traf mich. Wiso? Rasiere ich mir etwa die Beine? Fahre ich mit bunten und hautengen Anzügen durch die Gegend und kaufe mir mein Essen in der Apotheke? Hab ich Angst vor Dreck oder die? Ich hätte denen am liebsten nen schönen Witz erzählt, kannte wieder mal keinen so auf die Schnelle.
So langsam näherte ich mich der Ostsee und dem Punkt in der Nähe Wittenbecks, wo ich meiner Frau mal den Heiratsantrag gemacht habe. Jetzt begann die Zeit der Fußgänger"jagd". Da waren wieder die "Alten" unterwegs, die meinten das der Radweg ihnen ganz allein gehört. Trotz mich bemerkbarmachens kam wieder mal Gebrubbel hinterher. Die junge Gesellschaft machte Platz und erwiederte meine Bedankung mit positiven Bemerkungen. Warum diese Unzufriedenheit der Rentner? Weiß nich.... und da sag bitte noch einer, die Jugend sei ungezogen.
Nach meiner Fotosession im Wald vor Heiligendamm (also einer kleinen Pause) setzte ich meine Reise fort. Es wartete der Strand von Heiligendamm auf mich. Mit einem Spurt raste ich über den Strand. Nass und tief präsentierte er sich mir. Eine tolle Perspektive hatte ich hier in Richtung Ostsee und ich stellte mein Rad in Position. Tolles Foto.
Nun fuhr ich durch den Großen Wohld in Richtung Doberan zurück. Hier schien die Sonne in den Wald und taute den Boden richtig auf. Das was ich an anderen Orten so vermisste, hatte ich nun in doppelter Menge. Wasser und Modder in rauhen Mengen - geil. Jetzt ließ ich nochmal den Puls in die Höhe schnellen. Bei tollem Wetter hatte ich am Ende 31 Kilometer auf der Uhr. Alles in allem ein toller Trainingstag und nun ich warte auf den nächsten Schnee und auf meine Bestellung bei "rose.de". Das wird auch wieder Freude bereiten.
Gruß vom Alleintrainierer Christoph