Dieses tolle Wort für den verspäteten Frühlingsbeginn hörte
ich heute morgen im Radio. Mit diesem Spätling geht es sofort in den Sommer
über, der dann wohl in den nächsten Wochen folgen wird. Schön wär´s.
Heute wollten Roy und ich noch eine Runde drehen. Eigentlich
war der gestrige Tag der bessere gewesen. Sonne pur – und heute? Langsam
schoben sich Wolken über den Himmel und machten es ein wenig ungemütlich. Dazu
kam der Wind aus Südost mit kräftigen Böen. Ich entschied mich also durch die Wälder
in Richtung Süden und dann die öffentlichen Wege wieder nach Norden zu fahren.
Roy war gezwungener Maßen einverstanden. Ihm blieb auch keine andere Wahl. Nächstes Mal
fahren wir wieder Straße.
Die Waldwege waren wirklich schwer zu fahren. Der Schnee war
oben angetaut und unten fest, und dazu festgetreten. Entweder kein Grip oder kein
Halt. Roy hatte auch öfters keinen Stand mehr und kippte 3 Mal aus den Pedalen.
Leider hatte ich den ersten Fall nicht mitbekommen und so ließ ich ihn an den
gefährlichen Passagen auch vorfahren.
Es ging also am Bahnhof vorbei und hinein in das Gehölz. Wir
fuhren unsere Lieblingsstrecke diesmal entgegengesetzt. Da man diese Strecke
nicht oft so fährt wie heute, konnten wir unsere Kräfte nicht richtig
einteilen. Ein Auf und Ab und dazu dieser Schnee. Immer dann wenn es mal wieder
voran ging bremste uns etwas aus. Schnaubend erreichten wir jeden Hügel. Wie
gut das ich mir zu Hause noch ein paar Kohlenhydrate in den Kopf geschmissen
hatte, denn diese hatte ich jetzt bitter nötig. Roy nahm es auch ziemlich ernst und
hatte sich in der Früh schon zum Frühschoppen einladen lassen. Auch eine Möglichkeit
zum Aufbau.
Wir fuhren bzw. stürzten in Richtung Quellental und fuhren
dann die Wiese nach Glashagen hinauf, um dann wieder durch das Quellental
zurück nach Hohenfelde zu fahren. Welch Anstrengung uns noch bevorstehen würde
ahnten wir nicht. Bevor wir in das Tal fuhren machte sich ein Schild bemerkbar.
Anscheinend sollten Bauarbeiten stattfinden und das Betreten wäre dann auf
eigene Gefahr… Die Brücken hat es vorletztes Jahr schon erwischt. Notdürftig
habe ich dann zwei Brücken repariert und dies hält immer noch. Sonst ist hier
nichts passiert. Welch´ unnötige Geldverschwendung. Jedenfalls passierten wir
die Brücken und quälten uns durch das Quellental. Ein Pärchen kam uns entgegen
und meinten dann zu Roy: „So möchte ich auch mal fahren können“. Wenn die
wüssten wie oft der heute schon im Schnee gelegen hatte. Ich machte jedenfalls auch
davon Gebrauch zu zeigen wie man einen Eisberg herunterfährt, in der
Hoffnung sich nicht zu löffeln. Den beiden hat es Spaß gemacht uns zu
zuschauen. Glaub ich jedenfalls. Nein, ich weiß es.
Es gab auch andere Begegnungen, z.B. die "Alten" am Bahnhof. Eine
kleine Rentnertruppe besetzte die Straße mit ihren Rädern. Klar ist es schön
durch eine Stadt zu fahren und sich von nichts stören zu lassen und sicherlich
hätte ich nicht versuchen sollen zwischen hindurch zu fahren, aber
Richtungswechsel sollte man anzeigen und auch einen Schulterblick durchführen
gehört dazu. Ich wartete nur auf einen Zuruf, aber es kam nichts. Auf dem Film
ist die Situation dann auch zu sehen.
Endlich waren wir dann auch wieder zu Hause. Nach einer
Tasse Kaffee stellte ich mein Rad auch so wieder in den Stall. Am Wochenende
muss ich erstmal wieder putzen.
Gruß aus dem Trainingslager
Ein Sandsteinjäger
(Der Film ist nun online - leider in einer schlechteren Qualität)
(Der Film ist nun online - leider in einer schlechteren Qualität)