Montag, 8. April 2013

Spätlingsanfang


Dieses tolle Wort für den verspäteten Frühlingsbeginn hörte ich heute morgen im Radio. Mit diesem Spätling geht es sofort in den Sommer über, der dann wohl in den nächsten Wochen folgen wird. Schön wär´s.
Heute wollten Roy und ich noch eine Runde drehen. Eigentlich war der gestrige Tag der bessere gewesen. Sonne pur – und heute? Langsam schoben sich Wolken über den Himmel und machten es ein wenig ungemütlich. Dazu kam der Wind aus Südost mit kräftigen Böen. Ich entschied mich also durch die Wälder in Richtung Süden und dann die öffentlichen Wege wieder nach Norden zu fahren. Roy war gezwungener Maßen einverstanden. Ihm blieb auch keine andere Wahl. Nächstes Mal fahren wir wieder Straße.
Die Waldwege waren wirklich schwer zu fahren. Der Schnee war oben angetaut und unten fest, und dazu festgetreten. Entweder kein Grip oder kein Halt. Roy hatte auch öfters keinen Stand mehr und kippte 3 Mal aus den Pedalen. Leider hatte ich den ersten Fall nicht mitbekommen und so ließ ich ihn an den gefährlichen Passagen auch vorfahren.
Es ging also am Bahnhof vorbei und hinein in das Gehölz. Wir fuhren unsere Lieblingsstrecke diesmal entgegengesetzt. Da man diese Strecke nicht oft so fährt wie heute, konnten wir unsere Kräfte nicht richtig einteilen. Ein Auf und Ab und dazu dieser Schnee. Immer dann wenn es mal wieder voran ging bremste uns etwas aus. Schnaubend erreichten wir jeden Hügel. Wie gut das ich mir zu Hause noch ein paar Kohlenhydrate in den Kopf geschmissen hatte, denn diese hatte ich jetzt bitter nötig. Roy nahm es auch ziemlich ernst und hatte sich in der Früh schon zum Frühschoppen einladen lassen. Auch eine Möglichkeit zum Aufbau.
Wir fuhren bzw. stürzten in Richtung Quellental und fuhren dann die Wiese nach Glashagen hinauf, um dann wieder durch das Quellental zurück nach Hohenfelde zu fahren. Welch Anstrengung uns noch bevorstehen würde ahnten wir nicht. Bevor wir in das Tal fuhren machte sich ein Schild bemerkbar. Anscheinend sollten Bauarbeiten stattfinden und das Betreten wäre dann auf eigene Gefahr… Die Brücken hat es vorletztes Jahr schon erwischt. Notdürftig habe ich dann zwei Brücken repariert und dies hält immer noch. Sonst ist hier nichts passiert. Welch´ unnötige Geldverschwendung. Jedenfalls passierten wir die Brücken und quälten uns durch das Quellental. Ein Pärchen kam uns entgegen und meinten dann zu Roy: „So möchte ich auch mal fahren können“. Wenn die wüssten wie oft der heute schon im Schnee gelegen hatte. Ich machte jedenfalls auch davon Gebrauch zu zeigen wie man einen Eisberg herunterfährt, in der Hoffnung sich nicht zu löffeln. Den beiden hat es Spaß gemacht uns zu zuschauen. Glaub ich jedenfalls. Nein, ich weiß es.
Es gab auch andere Begegnungen, z.B. die "Alten" am Bahnhof. Eine kleine Rentnertruppe besetzte die Straße mit ihren Rädern. Klar ist es schön durch eine Stadt zu fahren und sich von nichts stören zu lassen und sicherlich hätte ich nicht versuchen sollen zwischen hindurch zu fahren, aber Richtungswechsel sollte man anzeigen und auch einen Schulterblick durchführen gehört dazu. Ich wartete nur auf einen Zuruf, aber es kam nichts. Auf dem Film ist die Situation dann auch zu sehen.
Endlich waren wir dann auch wieder zu Hause. Nach einer Tasse Kaffee stellte ich mein Rad auch so wieder in den Stall. Am Wochenende muss ich erstmal wieder putzen.

Gruß aus dem Trainingslager
Ein Sandsteinjäger

(Der Film ist nun online - leider in einer schlechteren Qualität)