Samstag, 20. Juli 2013

Von der Mündung zur Quelle

Heute ging es zu einer besonderen Tour. 44 Kilometer durch die Böhmische Schweiz. Der Startpunkt war für uns heute der Fahrradbus, der uns nach Hinterhermsdorf bringen sollte. Bus mit Hänger und da sollten unsere Räder drauf? Anfangs hatte ich gezweifelt, denn ich hatte so einige Bilder gesehen wie dieser Hänger aussah. Wir wollten uns die Sache einfach mal anschauen und dann vor Ort entscheiden ob wir den Bus nehmen oder uns vielleicht eine andere Strecke aussuchen sollten. Der Bus kam um die Ecke und wir staunten nicht schlecht. Solch Hänger wollten wir nicht, aber er sah besser aus als der Schlechteste auf einer Abbildung der in der Stadtinformation hängt. Immerhin. Also aufladen und hinein in der überfüllten Bus. Der Bus musste aber auf Grund von Umleitungen im Kirnitzschtal über Sebnitz fahren und die Strecke hatte es in sich. Ob der Fahrer es teilweise vergessen hatte das er einen Hänger mitführte? Ich bekam Angst. Mein Rad steht bei 80 km/h einfach mal so auf einem Fahrradanhänger. Es ging auf und ab und durch die wildesten Orte. Nach einer ¾ Stunde Angst verließen wir den Bus an der Endhaltstelle. Alle Räder wurden wieder entladen und bekamen sicheren Boden unter die Stollen. Schon ging unsere Tour los. Sie sollte uns weit in die Böhmische Schweiz führen. Es ging runter zur Kirnitzsch und dann weiter zu Grenze. Wir fuhren aufwärts in Richtung Quelle, durchfuhren das wunderschöne Khaatal und kamen in Kyjov an der Quelle an. Es waren so an die 4 Restaurants und 4 Wohnhäuser plus einer Kapelle und die besagte Quelle. Die Kapelle war echt 1 Quadratmeter groß und ähnelte einem Stromkasten. Soooo groß.
Wir fuhren die Straße weiter nach Daubice, hätten aber vorher schon in Richtung Na Tokani abbiegen können. Im Nachhinein sage ich, dass wir es hätten machen sollen, denn es ging nur die Straße entlang. Zwar war diese wenig befahren und die Natur war schön, doch direkt durch den Wald zu düsen ist eben schöner. In Daubice selbst gab es einen Holzkünstler der alle Exponate inkl. drei alter Panzer und einer Bronzefigur aus der Stalinzeit in seinem Garten ausstellt und das kostenlos. Ja kostenlos. Katrin suchte nach der Schranke und nach dem Kassenhäuschen und ich schaute nach Aufsichtspersonal. Nichts zu sehen. Echt kostenlos.
Wie ein langer Faden zog sich unsere Straße in Richtung Na Tokani, was Balzhütte bedeute. Hier hatten die Jäger ihre Jagd nach dem Auerhahn während der Balzzeit begonnen und waren hier untergebracht. Gute Leistung, denn man hat jetzt erst wieder die ersten Auerhähne gesichtet.
Stetig ging es bergab über unsere Forstautobahn auf der es viel zu sehen gab. Jetzt am Wochenende war eh alles sehr gut gefüllt. Busse, Parkplätze und Radwege. Wir näherten uns jetzt wieder der Grenze und machten wieder mal Pause an einem See. Hier war es gemütlich und er lud zum verweilen ein. Unser Proviant war jetzt am Ende. Ein paar Radumdrehungen und wir waren wieder in der Heimat. Wieder fuhren wir an der Kirnitzsch entlang. An der Neumann Mühle machten wir kurz halt um einen Drink zu uns zu nehmen. Ich kaufte mir ein Extra-Neumann-Mühle-Shirt.
Es war heute ein toller und ruhiger Tag mittels Buszufuhr. Sonst hätte uns diese Tour wohl mächtig Kraft gekostet. Und wir wollen ja noch mehr. Also bis morgen.


Eure Sandsteinjäger