Wie schon die anderen Tage auch, starteten wir schon wieder
vom Busbahnhof Königstein. Die Fahrt ging mit vielen anderen Insassen in
Richtung Rosenthal. Wegen des Feiertags waren heute so viele Menschen
unterwegs, man könnte meinen es sei der einzige Feiertag im ganzen Jahr. Wir
wussten, dass zu diesem Wochenende viele Besucher hinzu kommen würden, aber
soviel? Es war auf den Straßen echt grenzwärtig. Autos aus den umliegenden
Kreisen, zugeparkte Parkplätze, volle Bahnen und Busse. So, als müsse man das
Elbsandsteingebirge noch schnell vor dem herannahenden Weltuntergang noch
einmal erblicken.
Die Endstation des Busses verließen wir zwei mit dem Rad in
Richtung Bahratal. Als erstes hatten wir eine Sperrung auf unserem Weg, wegen
Baumfällarbeiten. Diese sind Werktags, aber nicht am Wochenende. Also machten
wir uns auf und durchbrachen die Absperrung und sausten den Waldweg hinab. Es
kamen uns nun schon Wanderer entgegen und eine zweite Absperrung folgte, an der
ich mich fast aufgehängt hätte. Die nächste Kreuzung war voller Wanderer. Jetzt
wussten wir, dass es möglich sei hier gefahrenlos zu fahren, oder haben die
Anderen auch die Absperrung einfach ignoriert? Ich denke schon, denn im
hinteren Teil des Waldes fuhren noch ein paar Maschinen durch den Wald und machten
ordentlich Krach. Wir schnurrten unseren Teil des Weges gnadenlos ab und fuhren
wieder mal immer nur bergab bis nach Rosenthal hinein, doch wer nur bergab
fährt muss irgendwann auch wieder rauf. Das machte sich dann auf den Weg nach
Raum, ja so heißt der Ort, schon zum ersten Mal bemerkbar. Eigentlich war dies
noch in Ordnung. Kurz vor einem Waldstück, auf dem wir einbogen, konnten wir dann
beobachten wie Jäger bei der Maisernte Jagd auf die Schwarzkittel machten. Leider
konnten wir nichts Grandioses sehen oder hören. Es ging hoch in einen Wald und
die Landschaft wurde immer schöner und man konnte so richtig toll ins Land
schauen.
Wir bestiegen die Panoramahöhe und hatten hier einen tollen
Rundumblick. Eigentlich wollten wir hier essen, was uns aber dennoch davon
abgebracht hatte wissen wir nicht. Wir wollten wohl noch einen besseren Platz
haben, der sollte jedoch auf sich warten lassen. Hinab ging es jetzt seicht in
den Ort Langenhennersdorf, so lang so öde (meine Meinung). Hier war nichts. Haben
wir etwas übersehen, die Zwergenhöhle vielleicht?
Der Arsch brennt nun nach 50 Kilometern und ich bin gespannt
wie viele Höhenmeter das wohl waren. Die Auflösung der Touren wird es dann am
Ende geben.
Eure Sandsteinjäger mit Völlegefühl