Montag, 4. Juli 2016

Schöne Aussicht



Heute am Tag der Besucherabreise waren wir nun wieder auf uns allein gestellt. Keiner besetzte mehr das Klo, keiner wäscht das morgentliche Geschirr ab, keiner swiffert durch die Wohnung. Schon komisch. Heute sollte es in das böhmische Gebiet gehen. Belveder hieß das Ziel, doch vorher mussten wir mal wieder Zug, Fähre und Bus in Anspruch nehmen. Der tschechische Busfahrer ließ all meine Künste der slawischen Sprache in Anspruch nehmen. Wir wollten nämlich nach Bynovec. Ganz einfach zu sprechen und zu verstehen. Dann meinte er zu uns, dass er diese Station nicht anfährt, da diese Station in seinem Automaten nicht zu finden sei. Also lösten wir das Ticket für 2 Personen für 2 € eine Station weiter bis Ruzova. Wie wir da dann weiter wollten wussten wir noch nicht. Nach Fahrplan sollte der Bus jedoch nach Bynovec fahren, aber da legt man sich nicht mit jemanden an der uns eh nicht verstehen würde. Plötzlich während der Fahrt meinte der Fahrer das sein Fahrkartenautomat ihm gesagt hätte (!) er fährt doch dorthin. Na schön für sein Bus. Also stiegen wir doch wie gewollt in Bynovec aus. Der lange Fußmarsch hatte in der herrlichen Morgensonne etwas beruhigendes. Trotz des unbekannten Weges verging die Zeit rasend schnell. 
Auf Belveder machten wir eine lange gemütliche Rast. Vielleicht hatten wir uns nicht allzu lang mit der Route beschäftigt und da auch noch nicht alle Wege und Pfade auf der Karte verzeichnet waren, sowie das GPS hier in diesem Gebiet nicht richtig arbeitete und dazu noch die Grundlagenkarte nicht die beste war, war der Rückmarsch auf einem fast nicht endenden Waldpfad in Richtung Hrensko von Nöten. Schön war es allemal, doch fehlte es an Aussichtspunkten. Wir sind also bis in den Ort gekommen und machten trotz unserer brennenden Füße noch einen Rundgang. Zuerst ging es noch in ein Sportgeschäft. Mal schauen was es hier so gab. Die Tschechische Krone stand ganz gut zum Euro. Von daher hatte ich dann auch mit der Karte bezahlt und am Ende des Tages im Vergleich zum Internet auch noch 10€ gespart. Über den Wahnsinnssammelmarkt der Raubkopien mussten wir auch noch gehen. Es ist jedesmal immer das gleiche, aber dennoch kitschig interessant. Was da alles verkauft wird. Wir liefen zur Fähre, setzten über und fuhren dann mit der Bahn wieder bis nach Krippen. In 4,5 Stunden hatten wir unsere 11 Kilometer (+ ca. 2 Km) wieder unter den Füßen. Morgen soll es etwas ruhiger werden. Wirklich.


Eure verbliebenen Sandsteinjäger