Ihr denkt nichts Böses und werdet irgendwie nach einem anstrengenden
Tag geweckt, wie auch immer. Jemand trägt das Frühstück durch das Schlafzimmer,
bzw. durch DEIN Schlafzimmer auf den Balkon (ist ja auch eigentlich nicht
verwunderlich). Später schlage ich die Augen auf und meine Schwiegermutter
swiffert die komplette Ferienwohnung und unter anderem auch dein, bzw. in dem
Augenblick mein Zimmer. Ich möchte doch bitte mal dies und jenes beiseite
nehmen, denn sie kommt da nicht ran. Aha, denke ich, da konnte wohl jemand
nicht mehr schlafen. So war es auch, aber ich hätte jetzt noch ein wenig die
Augen zugehabt. Laut werden kann man nicht. Rausschmeißen? Auch nicht. Sie
wischt ja die Bude. Man lebt damit und überlegt sich einen Plan. Die
Marschroute heute sollte in die Schrammsteine gehen. Leider nur zur Viert, denn
einen Ausfall haben wir schon. Nein nicht ich! Mein gepostetes Bild mit Tape
hat wahre Wunder gewirkt. Kein Schmerz über Nacht und heute würde der
Stresstest sein. Unsere Tour stand schon gestern fest, aber ich habe gemerkt,
dass Katrin bei den Wanderungen sehr flexibel geworden ist. Dank GPS+Karte ist es
sehr leicht Ersatzrouten bzw. andere Wege zu finden. So auch heute. Mit dem 70
Meter Aufzug hatten wir die nächste Etage erklommen. Von Ostrau aus gingen wir
Vier in Richtung Wildwiese.
Und hier kam schon die erste Änderung. Es ging
durch das Schwarze Loch hinauf in die Schrammsteine. Es ist ein wenig
frequentierter Pfad der eine kleine lustige Steintreppe besitzt. Eine Stufe
hatte wohl das Maß von 40 cm Höhe und 10 cm Tiefe. Es ist nicht Jedermannssache
hier hinauf zu rutschen. Perfekt für Gitti die von Wolfgang teils gezogen und
von mir geschoben wurde. Euer Kopfkino möchte ich jetzt dargestellt bekommen. Katrin
schaute gar nicht mehr hin und hielt sich die Ohren zu. Katrin bekam dann ebenfalls
Hilfe und wurde ebenso wie Gitti von mir und Wolfgang gesichert. Dann stand ich
mit meinem Gepäck und drei paar Wanderstöcken unten und der Trupp ging weiter.
Die hatten mich nicht mal vermisst oder mich gefragt ob ich Hilfe bräuchte. Es
geht schon allein – mir braucht keiner helfen – ich schaff das schon. Während
Wolfgang und ich uns dann am restlichen Aufstieg wieder um Gitti kümmerten, die
mehr hinaufkroch als ging, legte Katrin ein olympisches Tempo an den Tag vor.
Ich hätte ihr meinen Rucksack geben sollen. Das hätte sie dann etwas
abgehalten. Sie wollte einfach nur aus der lustigen Schlucht heraus. Über den
Zurückesteig ging es weiter zum Kleinen Prebischtor, frei nach dem Motto: „Nimm
meine Hand, ich helf Dir nicht“. Die ausgestreckte Hand von Wolfgang lehnte
Gitti mit einem coolen Spruch ab, griff aber dennoch im gleichen Atemzug zu
dieser und wunderte sich warum da keine Hand mehr war. „Was du nicht haben
willst geb ich dir auch nicht.“ meinte Wolfgang, und schwub lag die Gitti fast
auf den Steinen. Da half auch kein Winken und Rufen. Hinab ging es dann von
dort oben über die Heilige Stiege. Katrin ging 50 Meter voraus und summte „Hänschen
klein ….“, Gitti stützte oder klammerte sich an den Rucksack von Wolfgang und
ich war mal wieder letzter mit all dem Gepäck und musste warten bis Gitti an
der ersten Kehre war. Diese lange Stahltreppe mit seinen rund 300 Stufen und
freier Sicht ist nicht für Jeden gedacht. Weiter ging es den elendig langen Weg
nach Schmilka. Jetzt noch mal frische Sachen an, ab in den Bus, dann zum
Kneipen und dann zum Essen. Zur Belobigung wurden Gitti und Wolfgang mit dem
Malerwegorden ausgezeichnet (für besondere Verdienste bei den Sandsteinjägern).
Morgen ist mal Pause, Einkaufen, bisschen shoppen und ausruhen für den
Endspurt.
Eure Sandsteinjäger