Montag, 30. Juni 2014

Raubrittertour

Unsere große Tour am heutigen Tag sollten wir auf Schusters Rappen unternehmen. Die eigene kleine Raubrittertour startete mit dem Bus. Früh mussten wir wieder mal aufstehen. Das Wetter zeigte sich noch von der guten Seite, obwohl keine Sonne schien, die Temperatur aber noch im guten Niveau lag. Der Bus sollte uns bis einer dieser Mühlen bringen. Dauernd hatten wir auf die Karte geschaut und gewusst wo wir aussteigen wollten. Am Ende stiegen wir bewusst falsch aus. Dies merkten wir erst als wir das erste Mal auf die Karte schauten. Wir stiegen daher durch die Spitzsteinschlucht immer weiter hinauf. Es war eine Art Abkürzung zum Hinteren Raubschloß. Hier hausten die bösen Ritter und hatten die Umwelt unter Kontrolle. Leise stiegen wir durch die Schlucht. Nur ein paar Vögelchen und unsere Schritte konnte man hören. Es war genial. Wir wurden wahrscheinlich heimlich von Ritter Runkel beobachtet. Zwischen all den Bäumen haben wir ihn jedoch abschütteln können, zumal wir auch dauernd unsere Sachen gewechselt hatten. Das kam dadurch das jeder seine Regenjacke hatte und auch noch ein blaues Regencap. Dann standen wir vor seiner Behausung, dem Winterstein auch als Hinteres Raubschloß bekannt. Bevor der nächste Regen einsetzte wollte ich eigentlich oben sein. Katrin machte es sich unten am Fuße der Felsenburg bequem. Ich indes begann die heutige Erstbegehung schnell und wie gewohnt außerordentlich präzise. Hier sollte man wissen wie man auf die Spitze kommt. Endlich oben und ich konnte die Aussicht genießen. So langsam wachsen die Birken in die Höhe und verdecken schon die Sichten. Vor Jahren konnte man noch einmal herumschauen. Nur eine sichere Eiche verdeckte die Sicht hier oben. Unsere nächsten Ziele konnte ich ebenfalls entdecken. Ich ließ die GoPro laufen, machte noch ein paar Fotos und ging dann wieder hinab zu Katrin. 
Wir verließen des Ritters Kinderstube und stiegen hinab in das Tal, um in Richtung Zeughaus zu gehen. Hier hatten wir einen der schönsten Blicke auf den Teichstein. Mit dieser kleinen Pause auf der Wiese am Zeughaus tankten wir noch mal Kraft für den nächsten Aufstieg. Der hat es etwas in sich. Über den langen Rücken steigt man bis zur Spitze hinauf. Hier wollten wir eigentlich unser Frühstück einnehmen, doch was da auf unsere Aussicht zukam war die schlechten Gedanken von Petrus, denn der schickte uns eine blaue Wand direkt auf uns zu. Wir packten mal wieder unsere Regensachen aus schauten noch ein paar Mal zu Ritter Runkel rüber und begannen den Abstieg. Es sollte nun zum Großen Pohlshorn gehen. Abstieg und Aufstieg waren erschwerlich und da wir noch nicht so richtig gegessen hatten, wurde Katrin auch schon etwas maulig. Das war auch zu verstehen, denn es war nun schon halb drei. Nach dem langen Aufstieg auf das Gr. Pohlshorn konnten wir endlich unsere Mahlzeit nehmen, obwohl schon wieder eine blaue Welle auf uns zu rollte. Wir ließen uns das Essen schmecken, doch als die ersten Tropfen wieder von oben kamen, mussten wir uns wieder verkleiden und unseren Ort verlassen. Nur so umgingen wir wieder mal die nassen Sachen. Wir verschwanden im Unterholz und damit auch vom Stein. Es ging gestärkt hinab. Eigentlich wäre nun noch das Kleine Pohlshorn oder der Kleinstein mit Kleinsteinhöhle angesagt. Aber wir beide hatten keine Lust mehr. Es ging zur Bushaltestelle, hier hätten wir aber noch lange warten können und somit marschierten wir weiter bis zur Haltestelle Neumannmühle. Den Bus nutzten wir nur bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Hier stiegen wir um in die Rucke-Straßenbahn. Wir hatten noch ewig Zeit und in unserem Urlaub gibt es keine Eile, also tuckerten wir langsam mit der Kirnitzschtalbahn langsam nach Schandau rein. Jetzt hatten wir auch wieder Hunger und besuchten gleich eine neue Gaststätte. Katrin bekam ihre Müllerin Art inkl. Forelle und ich nahm das Schwein des Zigeuners. Wunderlecker. 
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 29. Juni 2014

Wenn Regentropfen auf die Jacke klopfen

Sicherlich habt ihr nun schon lange auf eine Nachricht von uns gewartet. Heute ist es soweit. Als wir Samstag angekommen waren und unsere kleine Kammer vorübergehend beziehen konnten, waren wir voller Tatendrang. Morgens bei Café Zimmermann schön gefrühstückt und dann bei Sonnenschein in Krippen eingetroffen. Schnell die Sachen hoch gebuckelt und halbwegs ausgepackt. Wozu richtig auspacken, wenn wir morgen unsere richtige Wohnung beziehen können. Also ging es auf die Räder und ohne Plan fuhren wir durch die Gegend und schauten mal hier und da, und auch mal dort. Wir gelangten an den Ortsausgang von Schandau und plötzlich kam mir der Gedanke nach Ostrau hoch zu fahren. Katrin wollte erst nicht so recht, aber es ging dann schon. Mit Schaffenskraft ging es nun den steilen Berg hinauf, den wir beide noch nie gefahren aber schon mal gegangen waren. Katrin schob beachtlich ihren weißen Koloss den Berg hinauf. Ich hatte bös mit mir zu tun. Teilweise konnte ich Katrin schieben, aber irgendwann schob sie wieder allein und hielt sich am Rad fest. Es war schon schön warm geworden, das hob die Stimmung. Während ich schon fast wieder mit den Gedanken bei der Abfahrt war, kam Katrin der Gedanke die Emma-Bank vom Vorjahr zu besuchen. Damals waren wir dorthin gewandert und fanden diesen Weg ganz passabel für unsere Räder. Das wir aber dies Jahr schon mal dorthin fahren würden und das als Einsteigertour, damit haben auch wir nicht gerechnet. Auf einem richtig geilen Trail ging es diesen Weg entlang, teilweise sogar dicht am Abgrund, so dass Katrin meinte sie könne nicht nach links schauen weil das da so steil bergab geht. Man schaut ja auch nach vorne, oder? Richtig ausgewiesen ist dieser Weg natürlich nicht für Radler. Wer kann der kann und Rücksicht geht vor, da halten wir uns auch dran. Staunend kamen uns so einige Wandersleute entgegen. Nur das Pärchen an der Emma-Bank muffelte vor sich hin als wir gegrüßt hatten. Den passte es nicht das wir hier mit dem Rad waren. Uns doch egal, aber es fühlt sich total bescheuert an wenn man solch Unfreundlichkeit begegnet. Die geben einem das Gefühl von nicht „Erwünschtsein“. 
Wir haben den Tag und die Tour genossen, abends Fußball geguckt und dann in der Eiche zum Essen gewesen. Wir beide hatten nur was Kleines genommen, da wir am Tag immer wieder gut geschlemmert hatten und eigentlich auch satt waren vom vielen Trinken.
Die Nacht hatten wir beide so gut geschlafen, dass ich am Morgen gar nicht wusste wo ich war. Die Coutch knacken hart, so wie ein stoffbezogener Eichentisch. Es gab Frühstück bei den Vermietern, da unsere Butze keinen Tisch hatte, nur Coutch und Anbauwand und ein Tür nach draußen. Nach diesem tollen Start in den Tag machten wir uns fertig für die eigentliche Einsteigertour unserer diesjährigen Unternehmung. In Porschdorf nutzen wir den steilen Anstieg des Alten Schulweg, der uns später auch zur alten Schule führt und dann weiter in Richtung Bockstein bringt. Mit Blick auf den Brandt überquerten wir die Anhöhe. Während Katrin sich laufend mit der Kamera beschäftigt, um sich da etwas einzuüben für die wichtigen und neuen Touren, zog ich über den Berg und übte fahrkünstlerische Einzelaktionen. Nur selten war ich dabei auf den Filmen von Katrin zu sehen. Aber es wird schon werden. Zwar ist der Akku ziemlich ausgelutscht, aber ich habe noch ein Akkuladegerät für unterwegs dabei, so dass dann etwas mehr Zeit bleibt für Filmaufnahmen. In Waltersdorf ging es dann runter zum Lilienstein und so langsam fing es an zu nieseln an. Für die Regenjacke reichte es noch nicht, aber der Gebrauch schien schon greifbar Nahe zu sein. Es ging hinab über die alt bekannte Schotterpiste bis nach Halbestadt. Jetzt wurde es schon heftiger und fühlte sich nicht mehr wie Niesel an. In Halbestadt an der Fähre machten wir unsere Pause an einen überbesetzten und fast gefüllten Unterstand. Der hat mit seiner Größe schon ein Maß von ca. 5 mal 5 Metern, doch zwei Schwaben besetzten zusammen mit ihren Rädern das komplette Areal wie die Russen damals Berlin. Wir fanden dann noch ein Plätzchen für uns. Die Räder lehnten wir indes an die Außenstützen des Rondells und hatten damit gezeigt, dass es auch anders geht. Die schwäbischen Kutschböcke lehnten an unsere Sitzgelegenheit. Ohne Anzeichen des freiwilligen Räumens blieben die beiden sitzen und schoben schlechte Mienen. Die zwei waren dann auch bald verschwunden und wie konnten endlich unseren Salat genießen. Es regnete nun schon sehr stark. Als das Essen endete und der Regen etwas nachgelassen hatte zogen wir in unseren Wetterklamotten weiter. Meine tollen Regenjacken halfen uns da weiter. Nur die Hosen zeigten erste Nässeschwächen. Wir waren auch sichtlich froh wieder in Schandau zu sein. Nass bis auf die Haut, so stand sie da … Nein, nicht bis auf die Haut. Es hielt sich wirklich in Grenzen, war aber schon ungemütlich. Wir fuhren noch mal zum Bäcker, um unser Nachmittagspaket zu holen und dann ging es wieder über die Brücke nach Hause. Schön warm duschen, unsere eigentliche Wohnung beziehen und einen Mittagsschlaf ohne Mittag machen. Das tat gut. Der Regen zeigte dann später alles was er drauf hatte. Wie gut das die Häuser innen hohl sind. In dem Sinne.

Eure Sandsteinjäger

Donnerstag, 26. Juni 2014

Nur noch ein ....

.... paar Stunden und es geht wieder los. Die Räder waren schon vor kurzer Zeit gereinigt worden. Katrin war so frei und hatte einen Kraftreiniger aus der Werbung benutzt, um den Dreck der letzten Monate abzuwaschen. Dieser Reiniger löste auch die Fette und Öle - wirklich Topsauber. Da musste ich erst wieder mit der Fettspritze und der Ölkanne alles versuchen, um die beweglichen Teile am Leben zu halten. An meinem Bock ging ich erst grob mit dem Lappen drüber, um später doch noch alles mit Wasser und Seife alles zu säubern.
Sicherlich sind wir zwei auch wieder aufgeregt. Frühstück gibt es in Königstein bei Cafe Zimmermann. Katrin hat schon einen Tisch bestellt ;-) Da wir nun einen Tag früher anreisen können, sind wir zwei um so aufgeregter. Das Tasche packen artet schon in Stress aus.
Wir können in diesem Jahr nur hoffen, dass wir wieder solch schönes Wetter haben wie im letzten Jahr. Der Sommer 2013 wird nicht vergessen werden. Selbst am Abend hatten wir noch 28°. Das geht dann zum Ende hin an die Kraft und so hatten wir damals beschlossen Wandertage einzulegen. Das tat dann auch ganz gut. In diesem Jahr wird es wahrscheinlich nicht solch ein Topsommer, aber das soll uns ja egal sein. Hauptsache wir können viel Videomaterial sammeln.
Katrin bekommt leihweise von der "Korsika-Fraktion" eine GoPro an das Bike geschmiedet. Die Halterung die ich nun gebaut habe, sieht sehr fest aus und wird auch die Zwecke erfüllen, jedoch kommt meine bestellte Halterung aus Aluminium direkt aus China. Ich hoffe das Schiff kommt pünktlich im Seehafen an und ich muss es nicht vom Zoll abholen. Schauen wir mal was passiert.
Ihr werdet von uns lesen.

Gruß,
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 8. Juni 2014

Nassgemacht und Plauer See

Hallo User, nach der letzten Ausfahrt in Richtung Rerik wollte ich eigentlich nicht viel schreiben. Da ich unsere Webseite auch ein wenig modifiziert hatte blieb mir auch kaum Zeit dazu. Den Reisebericht vom Plauer See am Herrentag habe ich kurz hinten angefügt. Doch zu unserem letzten Reisebericht vom Pfingstsonntag gibt es als kleinen Film und nennt sich "Rerikrunde". Für die unerfahrenen Biker - es sind so um die 54 Kilometer und das bei schönstem Wetter. Seht selbst unter "Kurzfilme".

Eure Sandsteinjäger





Um den Plauer See:
Erwartet hattet wir eigentlich einen sonnigen Tag mit allem drum und dran. Der Start in Rostock begann schon so kurios, dass Micha immer noch an seinem Rad montierte und später sogar an zu basteln anfing. Er baute seine Felge auf DV-Ventil um und ich fing an zu frieren an. 8°C waren nicht gerade schönes Wetter, dazu auch noch bewölkt und es war auch nicht daran zu denken das wir heute noch mal die Sonne sehen würden. Vielleicht war es in Plau ja etwas anders. Ich stand da in kurzen Hosen und ging dann doch lieber in die warme Stube, wärmte mich ein wenig und schaute durch die Scheibe zu wann er dann fertig werden würde.
Wir schnallten die Räder auf und fuhren mit dem Wagen bis Quetzin. Als wir den Wagen verließen zog ich mir gleich die winddichte Jacke an. Uns sollte die Sonne heute jedenfalls nicht begleiten. Wir fanden schnell unseren Weg. Einen Teil war Micha schon mal gefahren, so dass ich mir da keine Sorgen machen brauchte. Ich machte mir nur Gedanken ob er die verheimlichten Kilometer auch schaffen würde. Laut Navigation wären es 61,8 Kilometer gewesen, wenn wir die Asphaltbahn ab Stuer nehmen würden. Die Länge dieser Tour verriet ich ihm später. Statt entsetzen empfing ich eher ungläubige Blicke ob die Strecke wirklich so lang sei, oder ob ich ihn veralbern wollte. Ab Plau ging es dann in südliche Richtung vorbei an Bootsstegen und Campingplätzen und direkt durch die Wälder. Es dauerte auch nicht wirklich lang und wir waren schon in Stuer. Unterwegs fiel uns ein etwas älterer Herr und gut beleibt auf seinem Damenrad auf. Irgendwie war ihm das Rad auch zu klein, aber er zog gut weg. Mit dem Tempo das wir hatten fuhren wir gut an ihm vorbei und blieben auch vorn. Nach einer Weile hatten wir ihn wieder von vorn. Entweder hatte er einen Bruder oder er nahm auf dieser Geraden eine Abkürzung. Wir machten eine Minute Rast an einem Steg und da sauste er vorbei. Als wir dann gegen 11 in Stuer waren und unser Frühstück vertilgten, fuhr er wieder vorbei. Bei dem Tempo was wir am Schluss vorgelegt hatten war das fast unmöglich. Er fuhr einfach weiter.
Die trailigen Wege so dicht am Wasser hatten richtigen Spaß gemacht. Wir nahmen auch gefährliche Wege die ein Ende hatten. Das heißt irgendwann ist Schluss und der Weg führte 20 Meter oberhalb unseres Weges weiter. Da mussten wir erst mal die Bikes hochbuckeln. Mein Rad war ja etwas leichter, aber Michas Rad ist da schon ein anderer Kaliber (mit Seitentasche die immer abfällt). Vorab wurde wir zwar noch von Omis gewarnt, aber ich nahm das nicht für ernst, denn ich fuhr ja auch die Treppe vor dem Ort Lenz hinunter und die Leute meinten es geht hier nicht runter. Wem soll man da noch Glauben schenken. Als wir wieder fahren konnten trafen wir noch 4 Profis, die zwar gut unterwegs waren, aber dennoch einen Flicken in der Heide suchten. Da kamen wir gerade recht und halfen aus. So etwas hatten wir natürlich dabei. Als wir dann geholfen hatten kam die Sonne raus, als würde der Stern uns sagen wollen: "Toll gemacht", sie versteckte sich dann auch gleich wieder und es blieb kalt.
Hinter Lenz wurden die Wege breiter und das war gut so, denn die ersten "Herrentagsfeierkinder" trugen die Fahne im Gesicht, so dass man es vorab schon riechen konnte ob ein großer Seitenabstand gewahrt sein müsste oder ein einfaches schnelles vorbeifahren reichen könnte.
Eine Abschlussrunde um den Werder bei Alt-Schwerin musste noch sein, um die Kilometer hoch zu treiben. Viel gesehen haben wir dabei nicht. Auf Grund unserer Schnelligkeit am heutigen Tage wären wir auch viel zu schnell zu Hause gewesen und daher quälten wir uns noch etwas.
Kurz vor dem Ziel besuchten wir noch eine Raststätte an der Bundesstraße. Dem Micha störte der Lärm gar nicht, viel mehr brannte ihm sein Hinterteil gerade weg und er setzte sich sofort auf eines der Polsterstühle. So langsam ging es bei mir auch los, denn dieser Ritt über die Wurzeln beanspruchen doch sehr das Material am Hintern. Nach dem Kaffee und dem  obligatorischem Teampinkeln kamen wir unserem Wagen immer näher. Es war schön wieder auf einem weichen Sitz zu sitzen. Der Abend verging dann, wie es dann immer ist, in der prallen Sonne in Rostock. Es wurde noch mal warm.

Eure Sandsteinjäger (mit Lehrlingen)

Donnerstag, 22. Mai 2014

Rückblick Trainingslager

Heute können wir zurückblicken auf 3 tolle Radlertage und 104 Kilometer Gesamtstrecke. Alle Touren waren sehr schön, wobei mir persönlich die Zweite am Besten gefiel. Eine Anfangstour am Ankunftstag zu finden war ziemlich schwer. Einmal um den Tiefwarensee zu fahren schien uns zu kurz. Diese Strecke wird mit 8 Kilometern angeben. Wir wären glatt unterfordert gewesen. So ging es zur Einstimmung an der Müritz entlang und da wir ja verlängerten, wäre die Müritzrunde eventuell eine Option für den letzten Tag gewesen und so testeten wir den Anfang dieser Strecke, welche wir dann zu einer größeren Runde individuell ausbauen konnten. Dank der sehr gut ausgeschilderten Wege rollten wir immer tiefer in die Wälder an der Müritz. Tja, leider immer weiter in die Wälder. Nach der Schnakenburg, einem Aussichtspunkt, war dann die Müritz nicht mehr zu sehen. Wir holperten weiter in östlichen Wälder. Eigentlich war es schön warm, doch sofern sich der Wald etwas lichtete und sich keine Schutzmöglichkeit mehr bot, kam der Wind aus allen Richtungen. Wir hätten auch umdrehen können und der Wind käme wieder von vorn. Wir mussten also immer weiter. Katrin lechste schon nach Kaffee und Kuchen. Laut meiner Bikemap-Karte sollte im Ort Boeck ein Bäcker sein. Der hätte dann zur Not auch genügt, doch irgendwie wollte Katrin nicht mal mehr diesen Ort sehen, ich auch nicht. Das holpern über die Wurzeln ging mir so derbe auf die Ketten, dass ich mich nach einem Radweg sehnte. Ich und Radweg? Das passt zusammen wie Katrin und Downhill. Plötzlich kamen wir tatsächlich in den Ort Schwarzenhof. 5 Häuser, ein Restaurant, eine Wetterstation und einem Rasthof für Radler. Bingo. Erstmal Kaffee und Kuchen. Herrlich war es hier. Kein Wind und ein Platz an der Sonne. Nach der kurzen Rast fuhren wir die Landstraße weiter, wieder zurück in Richtung Federow. Vorbei an ländlichen Idyllen ließen wir uns richtig Zeit beim fahren. Am Feisnecksee machten wir noch einmal Pause und konnten einem Hecht im kristallklarem Wasser bei der Jagd zuschauen.

Der zweite Tag fiel unter dem Motto: Der Schatz im Fleesensee und begann kurios. Nachdem wir zwei durch die Stadt fuhren und den richtigen Weg suchten wurde ich plötzlich von einem älteren Mitbürger angemault: "Rechts fahren Mann". Das ich jedoch mehr halten würde als fahren täte und Rücksicht auf ihn nahm, weil ich nicht wusste was er jetzt macht, erkannte er nicht und bekam von mir einen Konter: "Bleib ruhig alter Sack" und zeigte ihm den 'Flüsterfuchs'. Alle an der Kreuzung Anwesenden wussten was jetzt Sache war und er selbst würde Nachts davon träumen und nächsten Tag einen Bericht in der Zeitung schreiben lassen wie Rücksichtslos doch die Touristen sind. Vielleicht war er ja selbst einer.
Über Kamerun und Eldenholz ging es nun in Richtung Kölpinsee. Da unser Radweg sehr hoch lag, konnten wir immer wieder auf den See hinab blicken. Heute war es für den Zeitraum April sehr warm. 23 Grad zeigte das Thermometer und im Augenblick wehte ein leichter Wind aus Nord-Ost, wir fuhren also mit leichtem Rückenwind bis Malchow. Vorerst wollte Katrin noch Wisente sehen. Ich hatte mich gewundert warum Katrin plötzlich solch Tempo vorlegt. Sie wusste genau wann Fütterungszeit war, jedoch waren wir 5 Minuten zu spät in Damerow angelangt. Wir hätten noch ein paar Minuten laufen müssen und hätten dann alles verpasst gehabt. Also nahmen wir uns dies für den Abfahrtstag vor. Wir drehten um und radelten um den See herum. Hinter Jabel begann eine schöne lange Strecke direkt durch den Wald. Wir trafen zwei Radler. Die beiden hatte ich schon weit Weitem beobachtet als Katrin mal wieder eine von ihren P.-Pausen machte. Die zwei wühlten auf ihrer Radkarte als gebe es kein Morgen mehr. Da hilft auch kein drehen und wenden. 100%ig hatten die zwei sich völlig verfahren. In Malchow machten wirt dann eine größere Pause. Die Eine nutzte ich zum Anbaden und die Andere zum Eisschleckern im Zentrum von Malchow. Der Strand, den ich für meinen kurzzeitigen Nacktausflug ins kühle Nass nutzte war leer und war vorher von der Stadt als richtiger Strand ausgewiesen - mit Baywatch-Turm und so. Meine Retterin hatte mich im Auge. Genauso wie die Scherbe die mir während dessen still und heimlich die Luft aus meinem Hinterrad ließ. Pannenhelferin Katrin stand mir zur Seite und beruhigte mich. Immerhin hatte ich mir die Scherbe am Strand eingefahren. Das Eis im Zentrum entschädigte dann alles.
Zwischen Malchow und der Heimat befuhren wir nur noch Straßen und Radwege. Diese wurde durchkreuzt von Mini-Strom-Rädern, mein Gott wie hässlich. Den Hersteller erspare ich mir. Zwei Neureiche machten sich auf uns beide zu überholen. Wir beide waren gut im Tritt, dennoch strampelte oder rollte (weiß ich wie man das nennt) an mir vorbei. Ich gab Katrin einen Wink. Kurz vor einer Anhöhe nahm ich ich richtig Anlauf und zog an ihm vorbei, im guten Glauben und der Hoffnung das sein Akku bereits dem Ende entgegen ging. Ich überholte und fuhr immer weiter, weiter weiter und weiter. Ich gab ihm keine Chance. Katrin behielt ihr Lachen zurück, da seine Strombegleitung mit dem Rad wohl nicht zurecht kam und immer wieder am Gasdrehgriff versuchte ihr Gefährt in Schwung zu bringen. Katrin machte es dann ebenfalls ganz easy und ließ der Dame ebenfalls nicht den Hauch der Hoffnung einen Überholvorgang starten zu können. Im Ort konnten wir sie später noch mal sehen. Sie machten Pause um die Akkus zu kühlen und sprangen in ein Sportgeschäft. Nasse Hemden haben die beiden nur vom Angstschweiß bekommen.

Der letzte Tag sollte uns dann um den Tiefwarensee führen, den wir dann auch immer weiter verlängerten und später noch hinter Waren wieder raus kamen. Wir fuhren noch durch Wälder und an Seen vorbei. Dank meinem Navi wussten wir schnell wo wir waren und konnten sehr spontan entscheiden wie es denn weitergehen würde. Wir nutzten den Tag komplett aus.

Die letzten Tage startete ich meine eigenen kleinen Runden, um wieder ordentlich fit zu sein. Am Herrentag soll es um den Plauer See gehen. Es sind so um die 56 Kilometer, aber ein bisschen antrainieren wollte ich schon. Nach diesen verdammten Regentagen und der jetzigen Hitzewelle fährt es sich ideal durch die Wälder. Ich hoffe, dass es die nächsten Tage noch so bleibt.
Eure Sandsteinjäger 

Mittwoch, 30. April 2014

Erfolgreiche Tage

Natürlich gibt es noch einen kompletten Reisebericht über unsere Touren und all das was wir hier erlebt haben. Von der ersten Kurztour bis zum Badetag. Wir haben alles in unserem Repertoire. Wir können aber schon berichten, dass es 104 Kilometer waren und Katrin einen Sonnenbrand hat. Das Essen war gut und wir haben dicke Bäuche. Wir werden von Platten, Badestrand, beißenden Schwänen, u.v.m. berichten. Also bis zum nächsten Report. 

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Sonntag, 27. April 2014

War´n wir mal in Waren

Auf in´s Trainingslager lautet unser Kurztrip an die Müritz. Mutig habe ich jetzt noch Katrins Worte im Ohr einmal die Müritz zu umrunden. Sicherlich ist es ein "Muss" und die Königsdisziplin einmal die Müritz an einem Tag zu schaffen. Mit den wenigen Steigungen wahrscheinlich auch machbar, doch wer vorher gar nichts getan hat, sollte dann lieber kleinere Runden drehen. Schließlich wollen wir ja auch noch die Gegend kennenlernen und nicht nur so herumrasen. Also entscheiden wir uns nun kurzum wohl für eine kleinere Runde, aber die hat auch 56 Kilometer. Sollte eventuell noch ein Tag Verlängerung möglich sein, so werden wir uns vielleicht doch noch auf die Müritz einlassen. So lasst Euch überraschen wie es uns in den nächsten Tagen ergehen wird, bzw. wir wir uns geschlagen haben (inkl. Film versteht sich).

Mit besten Grüßen aus dem Kurzurlaub:
Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 30. März 2014

Weiter gehts - 15 Jahre Sandsteinjagd

Nachdem ich persönlich am Ende des Jahres 2013 noch einen Tiefschlag hinnehmen musste, konnte ich trotz Motivation auch im neuen Jahr keine beachtlichen Erfolg erbringen. Kurz bevor das Jahr dann endete bekam ich einen schönen Speichenbruch, der mir dann natürlich zwei neue Laufräder bescherte. Und das vor Weihnachten. Die hatte ich mir dann zwar selbst geschenkt, aber kaufen bleibt kaufen. War nicht übertrieben teuer, aber sie erfüllen dennoch ihren Zweck. Dann hatten wir die große Abschlusstour der MTB Truppe mit anschließendem Spanferkelessen, die mich richtig gefordert hatte. Den Film dazu gibt es dann im Anschluss. 
Ich freute mich jedenfalls auf den Winter, der keiner werden sollte und auf die warmen Tage im Winter. Die kalten Tage die keine waren, luden trotzdem nicht ein und zum anderen waren die Hausarbeiten dringender zu erledigen. Das war mein größtes Problem. Also gab es bis auf ein paar kleinere Touren (3x um den Kirchturm) nichts besonderes zu berichten. Doch heute endlich war es wieder soweit. Katrin und ich nutzen die Zeitumstellung und die Sonnenparade bei knapp 16°C und zogen ostwärts. Schlugen später den Weg von Bargeshagen nach Rethwisch ein und fuhren dann weiter nach Nienhagen. Wir schnupperten Ostseeluft - kühle Ostseeluft. Weiter ging es nach Heiligendamm mit einer kleinen Pause am Strand. Schönster Sonnenschein. Ab Heiligendamm ging es dann durch den Wald. Wir setzten über auf die andere Seite und fuhren durch den Kellerswald. Hier gings dann noch mal über Stock und Stein. 27 lockere Kilometer.
Eure Sandsteinjäger

P.S. Als Zusatzoption geht es dieses Jahr zweimal nach Krippen, da wir einerseits unseren Urlaub verlegen mussten und andererseits nächstes Jahr nach Österreich wollen. Let´s do it.



Abschluss 2013 von Obotrit - mehr Mountainbike-Videos

Sonntag, 17. November 2013

Dem Ende entgegen

Es wird langsam Winter. Letzte Woche hatte ich beschlossen mich mal wieder auf den Bock zu schwingen und eine große Runde zu drehen. Seit dem Urlaub lief ja kaum etwas. Die Baustelle machte immer wieder einen Strich durch die Rechnung, doch jetzt wo es kalt wird sollte ich wohl etwas mehr Zeit haben bzw. bekommen. Die Sonne schien prächtig vom Himmel, genauso wie vor ein paar Wochen. An jenem Sonntag wollte ich mit Katrin ebenfalls eine Runde drehen, doch ich staunte nicht schlecht als ich sehen musste, dass mein Vorderrad eine derartige Acht hatte. Nach der Sichtprüfung war ich schlauer: Speichenbruch. Also ging es zurück nach Hause und ich musste mir tatsächlich einen neuen Laufradsatz bestellen, da erstens bei drei Speichen die Köpfe weggebrochen waren und eine Reparatur unmöglich wurde und zweitens der neue Radsatz nur in schwarzen Speichen vorhanden war, ich aber silber hatte. Was soll man da machen? In den langen Bastelabenden kümmerte ich mich um mein Bike und nahm auch gleich eine Komplettreinigung der Schaltgruppe vor. Was sich alles so im Jahr ansammelt kann man gar nicht so beschreiben. Ein Liter alte Cola half mir bei der Generalüberholung. Dazu kam gleich ein neuer Schlauch, die Winterbereifung vorn und eine Menge Fett.
Letzte Woche war es also soweit. Ich unternahm eine kleine Proberunde bei 6°, Sonnenschein und etwas Wind von hinten. Die Sonne schien mir auf die nackten Waden. Ich war froh keine lange Hose angezogen zu haben. Gegen Mittag erreichte ich die Ostsee - tolle Sicht und klare Luft. Ich war allein am Strand. Hätte ich es jetzt nicht so eilig gehabt, wäre ich noch gern sitzen geblieben. Der Wind trieb mich dann in Richtung Heiligendamm. Hier war doch noch etwas mehr los. Die dick eingepackten Strandbesucher schauten auf meine kurzen Hosen, so als wenn sie sagen wollten: "Was zieht der im Sommer an". Ich fuhr den Radweg nach Hause, da ich dem nassen Wald ausweichen wollte. Schade, denn wahrscheinlich hätte es riesigen Spaß gemacht, doch ich hatte schon Warnungen von Frauchen erhalten. Als ich dann in Doberan am Münster wieder angelangt war fehlte mir etwas. Ich holte in einer kleinen Münsterrunde nach, was ich über mehrere Kilometer verpasst hatte. 
Ich hoffe nun das es für dieses Jahr nicht die einzige Runde war, denn am 29.12. gibt es wieder eine Abschlussfahrt. Da muss ich wieder fit sein.
 
Gruß
Christoph

Samstag, 27. Juli 2013

Hitze, Schweiß und Muskelschmerz

Wir hatten uns zusammen mit Holger, Maria und den Kindern um 10.00 Uhr am Bahnhof verabredet. Es sollte heute zum Pfaffenstein gehen. Das war wohl Annikas Wunsch dorthin zu wandern. Erst einmal mussten wir mit den Autos bis Pfaffendorf fahren, um von dort die Wanderung zu beginnen. Es war noch nicht einmal halb elf und die Sonne gab wirklich ihr Bestes. 30° C zur Vormittagszeit war schon echt der Hammer. Wir liefen noch über freies Feld und waren froh den Fuß des Pfaffensteins erreicht zu haben. Hier begann eine schattenreiche Wanderung über das Nadelöhr hinauf zum Gipfel. In den kleinen Schluchten wurde es auch mal etwas frischer. Trotz der Hitze machte es trotzdem riesigen Spaß. Das Nadelöhr wurde spielend „durchflogen“. Der Aufstieg war bewältigt. Wir besuchten „Die Schildkröte“ und den „Opferkessel“. Für so manchen war die Überwindung am „Opferkessel“ sehr groß hier stehen zu bleiben und in die Ferne zu schauen. Es ging dann zur Gaststätte, welche im Preis sehr berauschend war, aber bei einigen Gerichten nicht den Hauch der Preisvorstellung hatte. Dafür wurde anderen Gästen gezeigt wie man unsicher die Teller balanciert und dabei die komplette Soße vom Teller verschwinden lässt. Hätten wir nichts gesagt, dann wäre auch keine Soße mehr gekommen. Marias Nudeln waren ein echter Berg, Katrins Schweinebraten hat geschmeckt und reichlich Soße kam ja auch noch, mein Schnitzel waren dann zwei mit Kartoffeln ohne Soße und Holgers Semmelnknödeln mit Schickimicki obendrauf war wohl das Geld nicht wert. Die Kinder hatten wohl das einzige Gericht, dass gut aussah, aber so recht hat es ihnen nicht geschmeckt. Dafür gingen die Teller später reih um und jeder naschte die Reste mal vom anderen Teller. Das ging dann auch. Die bestellten Himbeerbrausen waren kühl, aber die Apfelschorle war warm wie die gefühlte Schattentemperatur. Da hatten wir von der Baude auf dem Papststein schon besseres gesehen.
Als wir dann fertig waren zeigte ich den Kindern vom Turm noch Dresden, Pirna und die Steine, die wir an unserem ersten Wandertag besucht hatten. Tja, der Turm: Kinder 0,50 € und Erwachsene 1,00 €. Ich bezahlte dann den ermäßigten Sandsteinjägerpreis mit Pfaffensteinführungsrabbat in die Kasse des Vertrauens: 0,10 €. Immerhin, denn andere hatten nichts bezahlt. Den Turm hatten andere erbaut. Die Landschaft steht schon seit Jahrhunderten so rum und Pflege hat der Turm auch schon lange nicht gesehen. Annika und Christian stürmten die Treppen hinauf. Sie wollten die Stufen zählen. Ich nahm immerhin zwei Stufen auf einmal und verzichtete auf das Zählen. Es war mir egal. Nur nicht aus den Augen lassen. Die beiden waren schon weit voraus. Ich hörte nur immer tap tap tap und die Zählerei von weitem. Ich wurde langsamer. Nach 119 Stufen endlich das Ende. Gefühlte 20  Sekunden und 300 Stufen steckten in den Beinen. Die Kinder standen sportlich am Ausgang zum Balkon. Wir gingen zweimal herum und dann waren die Kinder schon wieder zum Abmarsch bereit. Das Thermometer auf der Nordseite des Turms verriet mir die 38,5 °C. Los runter! Immer inneren war es angenehm und so ließ ich mir Zeit.
Wir zogen dann zur Barbarine und zur schönsten Aussicht auf der Südseite des Pfaffensteins. Maria lief durch die enge Spalte als alle hindurch waren. Holger rieb den Sandstein glatt und die Kinder fanden es toll. Katrin hatte bis jetzt nur am Opferkessel etwas schiss, aber sonst hatten wir keine Komplikationen. Nach der kompletten Übersicht tobten die Kinder hinab und die Erwachsenen gingen hinunter. Jetzt an der Kreuzung trennten sich die Wege. Wir gingen wieder Richtung Parkplatz und die Tessiner gingen weiter zur Festung Königstein. Wie man später hörte waren sie erst wieder 19.00 Uhr zu Hause. Und das bei der Hitze.
Wir schafften es indes in den kühlen Einkaufsmarkt, um unseren alljährlichen Fleischeinkauf zu tätigen. Alles war getätigt und wir zogen mit den Rädern noch einmal los und fuhren zur Buschmühle. Immer wieder machten wir Halt. Wir schauten uns die Händler an und hatten uns teilweise etwas mehr vorgestellt. Beim Buschmüller angekommen sahen wir die kalte Wurst und eilten dann langsam zurück. Jedoch hatten die anderen Stände jetzt dichtgemacht. Nichts mehr los. Gar nichts. Sollte ich nicht mehr zu meiner Bratwurst kommen? Tatsächlich, Bratwurst gibt’s dann nur wieder zu Hause. Es gab Pizza und einen Long Drink bei Mario. Lange haben wir dort gesessen und den Urlaub noch einmal passieren lassen.
Schön war´s. Bis zum nächsten Jahr. Ciao.


Eure Sandsteinjäger 

Freitag, 26. Juli 2013

Falkenstein 38°


Der Wecker klingelte. Zum Aufstehen noch zu früh, viel zu früh. Ich drehte mich einfach um. Ich spürte meine Beine. So langsam war es doch zu viel. Wir hätten viel früher einen Wandertag einlegen sollen, um unsere Beine besser belasten zu können. Jetzt haben wir die Bescherung. Katrin scheuchte mich um viertel zehn aus der Koje. Nach langem hin und her konnten wir uns dann doch auf eine Wanderung einigen. Eigentlich wollten wir ja noch mit dem Rad los, aber so rechte Lust hatte ich gar nicht. Stattdessen verschoben wir unsere Pläne auf das nächste Jahr und planten eine Kurzwanderung für heute.
Es ging durch das Kirnitzschtal in Richtung Ostrauer Mühle. Hier führte uns der Weg in Richtung Wenzelweg. Wir liefen an der Ostrauer Scheibe vorbei und kreuzten den Fahrradweg, den wir immer als Einsteigertour nutzten. Wir kamen dem Falkenstein immer näher. Man spürte schon seine Macht die er von weitem zeigt. Vor Jahrtausenden war fest mit Schrammstein massiv verbunden. Welch Kraft muss er besitzen, sich von einem solch Massiv nur durch Wind und Wasser trennen zu lassen. Wir nahmen einen Bergsteigerpfad, welcher einmal rundherum um das Massiv führt. Viele Kletterer konnte man beobachten. Einige Rückkehrer berichteten von einer unerträglichen Hitze auf dem Falkenstein. Im Schatten hatten wir an verschiedenen Punkten bis zu 37°. Selbst im Wald hatte der Schatten keine Kühlung verabreichen können. Im Gegenteil, die Schwüle teilte ordentlich aus.
Wir aßen unser Brot und marschierten dann in Richtung Schrammtor. Von hier ging es dann den „Obrigen Steig“ zur Aussicht auf die Elbe und dann weiter hinab. Wir querten die Straße und gingen hoch in Richtung Schrammsteinbaude und weiter wieder hinauf. Wir wollten heute zur Emmabank und den Blick auf den Winterberg zum ersten Male sehen. Welch toller Ausblick, welch ruhige Ecke. Nach einer ausgiebigen Pause wanderten wir weiter nach Ostrau. Wir besuchten das Bergcafé mit seinem schönen Ausblick, der noch schöner hätte sein können wenn ein paar Bäume weniger den Hang säumen würden. Das Café selbst hatte nach dem Aussehen her seine besten Tage in den 50ern gehabt. Die Bedienung jedoch und das Essen waren eine Topangelegenheit. Die Sonne drückte weiter, obwohl es schon längst Nachmittag war. Wir verdrückten uns wieder in den Wald und schlenderten die Pfade hinab bis zur Kirnitzsch. Im Kurpark endete so unsere kleine Wanderung die sage und schreibe wieder mal 16 Kilometer in sich hatte. Nicht weit aber ein ewiges auf und ab, sowie die schweren Beine waren heute das, was uns begleitete und uns zu schaffen machte. Heute jedoch taten uns nur die Füße weh. Die Erholung ist gekommen.
 
Eure Sandsteinjäger 

Donnerstag, 25. Juli 2013

Familienbande hoch hinaus


Heute war ein besonderer Tag. Mit Annika, Christian, Holger und Maria unternahmen wir eine Wanderung. Abgeschätzt waren ca. 16 Kilometer die heute zu bewältigen waren. Heute Nacht hatte es zum ersten male nach langer Zeit geregnet. Es regnete bis in den frühen Morgen hinein, so dass wir schon fast Angst bekamen diese Tour streichen zu müssen. Gegen 9 Uhr nieselte es noch ein wenig, doch zur Abfahrtszeit war alles wieder gut. Mit der Fähre ging es zum Bahnhof und von dort zurück zum Täpigsteig und dann hoch nach Kleinhennersdorf. Im Wald herrschte eine leichte Tropenwärme, so dass wir alle gut „erwärmt“ auf der Anhöhe ankamen. Im Blick hatten wir die Steine die wir heute erklimmen wollten. Die meisten versteckten sich noch etwas hinter den Wolken, aber man merkte, dass die Sonne sie vertreiben wollte. Das erste Ziel war der Kleinhennersdorfer Stein mit seinen Höhlen. Annika und Christian liefen immer voraus. Sie mussten wohl ordentlich Energie getankt haben. Jeder Felsen war eines ihrer Ziele. Egal wie hoch und wie schwierig, sie bestiegen jeden und hüpften von Fels zu Fels. Die erste Höhle wurde inspiziert. Marias Angstschweiß schien sich zu legen. Nun tobten Annika, Christian und ich durch die Felsenlandschaft. Ich hatte jetzt auch die Erlaubnis bekommen. Auf der Suche nach der nächsten Höhle folgten wir dem Instinkt des Jägers und Sammlers. Gesucht und gefunden. Wie die Mäuse in einem Käse streiften wir durch die Höhle und kletterten am Ausgang wieder heraus. Alle machten nun den Spaß mit und so verließen wir den Stein in Richtung Gohrisch. Wir wanderten unterhalb des Pappsteins (eigentlich Papststein, ein Wanderer hatte sich verlesen) entlang mit freiem Blick auf das Örtchen Pappdorf (sprich Papstdorf). Dieser Weg war noch leicht, aber was alle noch erwartete war nicht von Pappe, sondern die Falkenschlucht die zum Gohrisch führte. Da hatten wir echt nicht zu viel versprochen. Im Gegenteil, für die Kinder hätte es noch länger dauern dürfen und für Maria gar nicht anfangen sollen. Diese kleine enge Schlucht mit den Treppen und Stufen, die teilweise auch ganz schön duster ist, kann einem schon das Wasser in die Augen treiben. Aber dann sieht man noch weniger. Ich schnappte mir die Kinder und ließ Katrin für sich allein, Holger passte indes auf Maria auf, damit sie keinen Blödsinn macht. Oben angekommen stand ich mit den Kindern da und wartete auf den Rest. Maria stieg als erstes aus der Schlucht und warf mir einen Blick zu, der irgendwas bedeutete zwischen: „das zahl ich Dir heim“ und „schau her ich habs geschafft“. Sie konnte wieder lachen. Weiter ging es zur Aussicht. Ich sollte nun vorgehen und die Kleinen hinterher. Ich natürlich gleich auf den erstbesten Gipfel und die Kleinen hinterher. Uhiii, nun musste ich zur Strafe wieder hinten gehen und hätte fast von Maria die Ohren lang gezogen bekommen.
Auf der Plattform hatten wir durch das tolle Wetter einen guten Blick in das Landesinnere. Bis hier kletterten wir noch ein wenig, denn die alten Stufen wurden alle beseitigt. Jetzt musste ich wieder als erstes hoch, um zu sehen wie man dort hochkommt. Ich erzählte von einem Waldbrand den ich sehen könnte und von einem Hubschrauber. Die Kinder waren aus dem Häuschen und stellten sich auf einen kleinen Stein. Zwei beherzte Frauen griffen instinktiv zu und hielten die Kinder. Holger und ich sahen dem Treiben zu, wie Maria und Katrin die Kinder immer wieder an sich rissen. Immer wieder wollten sich die Zwei lösen, aber es half nichts. Sie wurden gebändigt. Eigentlich müssen Annika und Christian morgen blaue Flecke haben. Später sind sie dann zur Aussichtsplattform gekommen und haben dann alles sehen können. Ganz genau, jedenfalls wurden sie dabei nicht so durchgeschüttelt. Jetzt versteh ich auch Annika, als sie sagte: „Zieh nicht so, ich kann nichts sehen.“
An der Überdachung auf der Ostseite konnten wir eine Frau begeistern, die für uns mehrere Aufnahmen auf 3 Kameras machen wollte. Das tat sie gern und besserte sich von Schnappschuss zu Schnappschuss. Wir zeigten allen noch mal den Weg den wir zum nächsten Stein gehen werden und es ging hinab zum Fuße des Gohrisch und gleich wieder hinauf zum Pappstein, äh Papststein. Viele viele Stufen, zur Freude aller Beteiligten, begleiteten uns auf den Gipfel. Hier machten wir eine ergiebige Pause und genossen den Ausblick bei schönstem Sonnenschein. Als alle etwas gestärkt waren, machten wir uns auf den Weg hinunter in Richtung Papstdorf. Die Kinder hielt jetzt nichts mehr. Sie liefen vor und versteckten sich, liefen vorbei und huschten in den Wald, liefen vor usw. Hier war wohl reichlich Energie vorhanden, dabei hatte ich auf mein Navi geschaut und mit erschrecken festgestellt, dass wir bis jetzt schon weit mit den Kilometern drüber waren als geplant. Von Papstdorf aus ging es hinab zur Liethenmühle. An der Liethenmühle tauchten Christian und ich im Krippenbach die eigene Rübe mal ins eiskalte Wasser einer zugeführten Quelle. Da zog sich sie Schläfe zusammen, aber man hatte wieder alle beisammen. Das tat gut, aber leider nur für den Kopf. Die Füße taten schon so leicht weh. Da wir zu früh an der Mühle waren und noch keinen Hunger verspürten, ließen wir diese einmalige Gaststätte links liegen und wanderten hinab nach Krippen, setzten dann mit der Fähre über und fuhren als Abschluss mit dem Aufzug hinauf und wanderten dann in den Kurpark. Hier sollte noch mal gekneippt werden. Beim Kneippen an der Kirnitzsch im Kurpark von Bad Schandau hielt ich es leider nicht lange aus. Holger, sowie die Kinder standen im Wasser und ließen sich die Füße verkühlen. Das tat schon beim zusehen weh. Katrin patschte etwas länger als ich in einer Pfütze und Maria schaute zu. Da Seeluft hungrig macht gingen wir gleich danach bei „Mario“ essen und füllten uns die Leiber rund. Toller Tag und tolles Wetter. Tolle Gemeinschaft auf 22 Kilometern über drei Steine.


Eure Sandsteinjäger 
 

Mittwoch, 24. Juli 2013

Fischbrötchen und Currywurst

Gesternabend hatten wir eigentlich eine andere Route für den heutigen Tag geplant, jedoch kam mal wieder alles anders und das gleich zweimal. Zunächst ging es zum Bahnhof. Unser Zug fuhr um 9.20 Uhr ab Schandau in Richtung Sebnitz. Krumhermsdorf sollte unser Ziel sein und dann von dort aus nach Hohnstein und zum Brandt. Am Bahnhof schnell die Tickets gelöst und dann mitbekommen, dass unsere Fahrscheine auch bis Stolpen gültig wären. Im Zug also Planänderung und Weiterfahrt bis Stolpen. So konnten wir die Strecke Ehrenberg Hohnstein gänzlich streichen. Dieser Teil hätte uns wohl heute das Genick gebrochen. Kein Baum, kein Strauch. Wir stiegen also in Stolpen aus und fuhren dann auf „Bergers Höhe“ mit 530 Metern ü.NN. Das sind 30 Meter und dem Zschirnstein, aber wir hatten hier eine andere Ausgangshöhe. Mit Panoramablick auf die Burg Stolpen verließen wir das Blickfeld und düsten hinab in das Polenztal. Der Weg durch das Polenztal hat zwei Teile: Teil 1 geht von Polenz aus zur Bockmühle und der zweite Teil geht dann von der Bockmühle aus über die Märzenbecherwiese zur Heeselichtmühle. An der letzten Mühle waren wieder die Nacktbader in der kalten Polenz zu Gange. Hier machen bestimmt Kommunenkinder Urlaub. Ihr wisst, die Enkel der 69er Bewegung. Bevor wir jedoch dort ankamen durchlitt Katrin den zweiten Teil dieser besagten Strecke. Es ist nämlich der schwierige Teil des Polenztales. Abfahrten mit tückischen Passagen, 40 cm Wegbreite, Steine, Wurzeln und einem Abhang von 10 Metern. Der angedachte Spielfilm wird es zeigen. Na, es wird wohl mehr eine Doku über die Sandsteinjäger. Mir hat es riesigen Spaß gemacht. Katrin aber auch, obwohl sie diesen Weg eigentlich gar nicht fahren wollte, bzw. sie hatte gedacht der schwierige Teil befindet sich im ersten Teil. So kann man sich irren. Ich aber auch.
Nach diesem tollen Wegstück bei der ich aus dem filmen gar nicht raus kam, gab es hinter der Heeselichtmühle endlich unser verdientes Brot. Zur Auffahrt nach Hohnstein brauchten wir Kraft. Wir umfuhren den ersten Teil der Serpentinen, in dem wir einen Radweg nutzten der wieder mal steil nach oben ging. Oben angekommen hatten wir noch zwei Schleifen zu überwinden und endlich waren wir in Hohnstein angekommen. Wir suchten uns noch schnell ein Abkürzung in Richtung Brandt und tobten dann durch die obere Ortschaft und kamen schnell auf unsere Straße. Katrin war bedient. Der Schweiß lief ihr wie mir den Rücken runter. Ich schob sie ein Stück wieder an und ab ging die Post. Über den Brandtrücken und schön im Schatten rollten wir dem Ziel entgegen.
Ankunft, Hitze, tolle Sicht – bambam, da trifft uns der Schlag 33°C im Schatten und die Temperaturen sollen noch steigen. Die ersten Gewitter sind schon im Anmarsch und die Wolken kann man ganz gut beobachten wie sie sich langsam auftürmen. Wir suchten uns ein Schattenplatz unter einem Sonnenschirm. Der hatte aber nur direkt geschützt. Heiß war es trotzdem. Und was bestellen sich die Leute hinter uns? Fischbrötchen und Currywurst. Das geht doch nicht. Wir gönnten uns hingegen Eisschokolade vom Fass und Käsekuchen von der Frosttheke. Die Rückfahrt ging nur bis zur Hälfte des Brandtrückens, denn illegaler Weise nutzten wir einen Pfad durch den Wald, welcher nicht als Radweg ausgeschildert ist. Daher hatten wir auch vorsichtshalber unsere Räder geschoben. Plötzlich tauchte hinter uns ein Traktor der Forst auf. Ich hatte ihn schon gehört und Katrin fuhr dann wie von der Tarantel gestochen den Hügel hinauf und schob dann links auf den nächsten Pfad. Als wenn wir verfolgt werden. Noch vor dem Traktor erreichten wir die Grenze bzw. den Weg außerhalb des Nationalparks. Es ging hoch zur Napoleonschanze. Eigentlich war dieser „Umweg“ auch nicht in unserer Planung mit drin gewesen, aber dieser „Umweg“ gestaltete sich ja auch mehr als Abkürzung. Nach der Erfrischung an der Napoleonschanze ging es hinab über ein Feld. Unerschrocken düsten wir in Richtung Straße und wirbelten reichlich Staub auf. Dann auf der Straße ging es noch mal an die Grenze. Katrin fuhr vor mir. Mit teilweise über 50 Sachen ging es hinab nach Porschdorf. Der Weg hinunter war erfrischend, doch in Porschdorf bekamen wir wieder die volle Ladung Sonnenenergie. Ein paar mal treten und etwas rollen lassen und endlich waren wir wieder zu Hause. 37 lange Kilometer haben uns nicht gestresst. Wir hatten viel Erholung und die Tour hat uns wieder mal gefallen. Jetzt langsam rollt die Gewitterfront auf uns zu und ich hoffe das diese dann bis morgen ein Ende hat.


Eure Sandsteinjäger 

Dienstag, 23. Juli 2013

Hier kommt die Sonne

Nun ist wieder ein Tag vorbei und das Ende rückt leider immer näher. Das Wetter ist immer noch so schön und wir genießen jeden Tag. Heute jedoch waren die Beine schon etwas schwerer. Die Tour hatten wir so gelegt, dass ein Abbruch jederzeit möglich gewesen wäre. Ich nahm Rücksicht auf Katrin und sie auf mich. Ich möchte ja auch was erleben, dafür bekommt sie für von mir die versprochenen Ruhephasen und Schiebeeinheiten.

Es ging heute wieder mal die Elbe entlang. Wir fuhren bis Halbestadt und setzten dort nach Königstein über. Wir trafen dort auf eine Rentnerstaffel der rücksichtslosesten Gattung. Warum muss man sich an einer Fähre versuchen vorzudrängeln, obwohl man schon sieht dass die Fähre nicht alle mitnehmen würde? Warum kann ich nicht warten bis alle von der Fähre runter sind? Warum weiß ich eigentlich alles über MTB-Bereifung alles besser und warum habe ich diese Welt nicht eigentlich erschaffen. Die Fahrt mit der Fähre war kurz, aber was meine Ohren dort empfangen hatten kann man eigentlich nicht wiedergeben. Es ging wirklich um meine Bereifung. Am liebsten wäre ich vorher durch Scheiße gefahren, so hatte er meine Reifen betatscht. Ich wollte schon sagen das mein Bike keine Frau sei. Das war schon obszön. Die Fahrt war zu Ende und wir sahen, dass die andere Horde schon auf dieser Seite auf die langsamen gewartet hatte. Welch Glück, die hatten sich bestimmt was zu erzählen auf der langen Flussfahrt. Schnell weg. Katrin und ich zuckelten langsam los. Ich blickte mich um und was kam da angeschossen? Wie eine Horde wilder Bienen machten sie sich auf dem Radweg breit und versuchten nun den Asphalt zu vernichten. Jeder musste mal irgendwen in der Truppe überholen. Katrin legte den Turbo ein. Gang 8 und bei mir Kette rechts. Das so früh am Morgen. Die Beine waren schon so schwer und nun das noch. Wir bogen aber dann ab rauf nach Thürmsdorf. Wenn die uns hierhin verfolgen würden, dann war das alles nur ein Traum, denn diese Steigung in den Ort schiebt nur Katrin und fahre nur ich. Bei der Hitze leistete ich Katrin jedoch Gesellschaft und schob mit.

Irgendwann hatten wir dann auch dies alles bewältigt und machten eine große Pause an der schönen Aussicht oberhalb Thürmsdorfs. Hier ließen wir auch die Sachen trocknen.

Später am Eulenstein kam die nächste Pause dazu. Wir genossen die Landschaft, schauten einem Segelflieger zu und verschickten Postkarten.
Weiter ging es dann die schöne Abfahrt hinunter nach Weißig. Hier stand die Luft im Gegensatz zu etwas höher gelegenen Teilen. Am Rauenstein vorbei nutzen wir dann die hintere Abfahrt nach Pötzscha. Ich hatte wieder zu tun die steinerne Abfahrt hinunter zu kommen, aber dennoch geschafft. Wieder gab es eine Schlüsselstelle, bei der ich jedes Mal nicht so richtig weiterkomme. 
Da muss mir noch was einfallen. 

An der Fähre nach Wehlen konnten wir uns in den Schatten setzen und die Reste unseres Mittags verdrücken. Auf Grund der Hitze hat es nicht mehr so richtig geschmeckt. Schnell übergesetzt und die Flaschen noch mal an der Kirche mit frischem Wasser gefüllt. Das war schon so warm, da hätte ich mir einen Tee draus machen können.

Jetzt ging es zurück nach Rathen. Eine Eisschokolade war bitter nötig. Neben uns ein Pärchen aus Mannheim. Diese hatten dann am Tisch ein Paar aus Hessen bekommen. Was für Klugsch… Ich habe wenig Vorurteile, aber wenn ich nix weiß und nix kann, dann sollte ich besser ruhig bleiben. Die einen meinten sie machen ne Radtour zur Bastei. Da stellte sich heraus dass sie ihre Räder in Rathen angebunden hatten und hoch gelaufen seien. Sie wussten noch nicht mal, das man dort mit dem Auto hoch kann. Dazu steht ihr Auto in Wehlen 5 Kilometer von Rathen (wenn überhaupt) entfernt. Voll die fette Radtour in all zu engen Radhosen, welche 1990 vielleicht mal Mode waren. Er sah aus, als hätte er nur nen Schlüpper an. „Und der Osten kippt ja noch so viel Dreck in die Elbe. Die sieht ja noch so braun aus.“ , „Nee das kommt von den Tschechen, hier war doch grad die Flut.“ , „Tschechei? Ist das denn hier gleich?“ , „Ja mehr so in die Richtung.“ , „Ja und das kommt dann alles in Hamburg an.“ , „Flut? Ach das gibt’s hier auch?“ – Jetzt hätte ich am liebsten ne Schlägerei angefangen, aber ich machte mich lustig über 4 blöde Gestalten.

Katrin und ich fuhren dann durch Rathen hoch zur Straße zum Gamrig und spätestens hier war ich am Ende. Aber ich musste hoch, denn es waren mir zuviel Wanderer auf der Straße und das treibt natürlich an. Und wie kann ich Euch sagen. Am ersten Treffpunkt hätte ich fast k…. können. Weiter zogen wir nun nach Waltersdorf und dann zum Lilienstein. Geile Abfahrt und kurze steile Auffahrten. Ich schob Katrin an und half ihr mächtig. Hinter dem Lilienstein hatten wir noch mal eine staubige Abfahrt und ließen uns dann entgegen dem Strom an der Elbe hinauf gleiten. Zwei Steigungen noch und wir waren wieder kurz vor Schandau. Ich schob Katrin und motivierte sie, trieb sie an und gab ihr Mut. Sie hat zum ersten male diesen Hügel geschafft. Hut ab sag ich nur und das mit schweren Beinen und gar keiner Lust mehr ein Fahrrad zu bewegen.

Am Abend trafen wir noch meine kleine Schwester, nebst Familie im Kurparkstübl. Morgen nur eine kleine Tour unter der lieben Sonne.


Eure Sandsteinjäger 

P.S. Tschuldigung für die vielen Fehler. Berichtigung folgt.