Dienstag, 28. Juni 2016

Da lass doch ma die Muddi voa



So in diesem Wortlaut erklomm die Gitti die Riegelhofstiege. Aber zuerst zum Anfang. Mit dem Zug ging es nach Wehlen und von dort suchten wir unseren Weg in Richtung Riegelhofstiege. Dieser Weg ist nicht mehr ausgeschildert und somit eigentlich nur noch mit GPS zu finden, wenn man die Daten dafür hat. Natürlich gingen wir trotz dieser Hilfe an unserem Pfad der zur Stiege führt auch mal vorbei. Es hieß dann Beine runterkrempeln und diesen kleinen Trampelpfad entlang und mit Hilfe des Handys den Weg weiter gehen und immer sicher sein, dass dies auch der Richtige ist. Viel kleines Gestrüpp lag uns im Weg, aber urig war er schon. Da ich den Mädels immer gezeigt hatte das wir richtig sind, waren sie auch gar nicht besorgt. Sehr untypisch. Wir hätten auch umdrehen können. Hätten wohl gemerkt. Und da plötzlich war die Bergungsbox zu sehen. Wir waren also richtig. Die Box war unser Hinweis. Und dann standen wir auch schon vor dem Einstieg. Erstmal große Augen bei den Mädels und mir, kurze Besprechung und ich begann den Vorstieg durch die enge Spalte. Für mich passend gemacht. Dann kam unser Gepäck und ich immer hin und her. Nun baute ich eine kleine Hilfskonstruktion um den Trupp nachzuholen. Endlich waren wir nun alle in dieser engen Nische und es sollte weiter hoch gehen. Wieder ging ich vor und schleppte alle Utensilien an einen sicheren Ort. Katrin sollte dann die Nächste sein und gab vorerst auf. Dann sollte die Muddi vor. Sie schaffte mit viel Kraft es zur nächsten Etage. Während dessen schaute ich mir den weiteren Weg an und war mir sehr unsicher ob wir das alle schaffen würden. Es hatte einfach zu oft in der letzten Zeit geregnet und die Steine waren sehr nass. Gitti schaute sich das vorliegende Problem ebenfalls an und schüttelte den Kopf. Ein Glück Katrin stand immer noch unten. Wir redeten ihr das aus und begannen den Rückzug. Runter war es nun für die Muddi schwieriger. Eigentlich rutscht man hinunter, aber sicher nicht auf Felsblöcken. Eigens hierfür hatte sie sich auch neue Sachen angezogen. Ich fragte mich nur für was. Der Rückzug war also etwas schwieriger, doch als wir das dann geschafft hatten mussten wir lachen und hatten ordentlich Spaß. Nach einer Pause gingen wir wieder mal nach GPS und fanden einen kleinen Pfad auf den Großen Bärenstein. Hier oben verweilten wir einen Augenblick und trockneten wieder mal unsere Sachen. Jetzt zog es uns in Richtung Thürmsdorf hinab zur Schokoladenfabrik und dort hauten wir uns die verlorenen Kalorien wieder rein. Wir hatten noch einen weiten Weg. Dieser führte uns nach Königstein zum Zug, der uns wieder nach Hause bringen sollte.
Kurzum war dies eine tolle Tour mit Spaß, dreckigen Sachen, Schürfwunden und aufgerissenen Shirts mit ordentlichen 17 Kilometern und 590 Höhenmetern.
 
Eure Sandsteinjäger 

Montag, 27. Juni 2016

Pavillon



Die große Überraschung zum Tage begann bereits am Bahnhof. Zug fällt aus. Dabei sollte es mit dem letzten Sonderzug nach Krasna Lipa gehen, um von dort über einen tollen Wanderweg nach Hinterhermsdorf zu gelangen – 14 leichte Kilometer zum Abschluß des deutschen Wandertages. Wir versuchten uns einzureden, dass evtl. noch der SEV in Frage kam. Tja, aber nur für alle anderen Züge nach Sebnitz. Unser Zug wurde gänzlich gestrichen, kein Bus, gar nichts. Nach diesem Auf und Nieder schlugen wir uns selbst was vor. Plan B trat in Kraft. Eine Route die wir eigentlich für diesen Tag geplant hatten und doch umgeschwenkt sind. Am meisten ärgerte mich jedoch das frühe Aufstehen und das dabei nichts herumgekommen ist.
Vorab mit der Fähre vom Bahnhof nach Schandau und dann mit der Kirnitzschtalbahn fuhren wir zum Lichtenhainer Wasserfall. Rauf zum Kuhstall in 20 Minuten mit anschließender kleiner Stärkung und dann weiter zum Kleinen Winterberg. Hier trockneten wir wieder unsere Sachen und hatten unsere zweite Rast. Dann kam unser Highlight. Der Bergpfad hinauf zum Pavillon. Seit langem gibt es diesen Pfad, war aber jedoch schwer zu finden. Vor kurzem hatte man diesem Pavillon von der anderen Seite wieder begehbar gemacht und so hatten wir nach unserem erfolgreichen Aufstieg auch einen „Ausgang“ gefunden. Endlich haben wir es nach wiederholtem Anlauf geschafft. Es ging dann weiter in Richtung Lehnsteig, den Gitti heute als erste herunterrutschen durfte. Es war einfach herrlich. Die vielen Auf und Ab, sowie die beiden Pfade verlangten Gitti alles ab. Es waren aber auch gute 10 Kilometer mit 600 Hm. Und das am Anfang. Morgen müssen wir eine leichtere Tour finden. Wahrscheinlich wird es die Riegelhofstiege am Bärenstein.
 
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 26. Juni 2016

Angezirkelt



Ankunft und der erste Tag. Die unbeschwerliche Reise an einem Sonntagmorgen zwischen Rostock und Dresden ging leichter von statten als gedacht. Es kam sogar soweit, dass ich den Fuß vom Pedal nahm um gemütlich die Betonstraße gen Süden entlang zu cruisen. Zwischen Rostock und Wittstock hatten wir es nur mit 3 Autos und einem Bus zu tun. Um 10.00 gab es Frühstück in der Landbäckerei. Anfangs hatte ich keinen Hunger, entschied mich dann doch für ein Ragout Fin als Doppelportion. Die Sonne schien. In Bad Schandau kauften wir unsere Wochenkarten, die wir für den Montag brauchen würden. Dazu kam allerhand Werbe- und Kartenmaterial (Wasserfest und Lichtecht). Ich meinte dann, dass wir unseren restlichen Kaffee doch auf einem tollen Platz einnehmen könnten. Der gewollte Platz in Kleinhennersdorf war leider nicht zugänglich, da die Straße immer noch gesperrt ist. Daher wählten wir Schöna als Ziel und legten uns nach Erdbeeren mit Schlagsahne an den Fuß des Zirkelsteins und machten eine ordentliche Pause. Als wir unser Quartier einnehmen konnten, wurde ausgepackt, der Schnaps und Fisch kalt gestellt. Hier sei mal wieder Tim zu danken, der uns seinen Reisekühlschrank ausgeliehen hatte. Also waren alle Lebensmittel kurz über der Frostgrenze. Der Räucheraal war für den Fischabend mit den Vermietern gedacht und wurde kurzerhand mit gutem Appetit vor dem Fußballabend verspeist. Jetzt geht es noch schnell unter die Dusche, denn morgen wird ein langer Tag für die Wanderer von der Ostsee.

Eure Sandsteinjäger 

Dienstag, 12. April 2016

2/13, 3/6 und 5/5

Es ist nun schon etwas länger her bezüglich der Sandsteingeschichten hier im Blog. An großen Erzählungen ist hier auch nichts niederzuschreiben. Es gab auch nicht einmal irgendwie kleine Touren. Merkwürdig. Doch nun soll es wieder losgehen. Alles ist geplant, vorbereitet und die Betten sind schon fast bezogen. Wir fahren zu dritt und bekommen später noch zwei Gäste dazu. Das wird spaßig, zumal wir die Touren schon ausgesucht und passend zurecht geschnitten haben. Wir wollen auch mit unseren gut zwei Wochen Urlaub es mal wieder richtig auf die Spitze treiben. Im warsten Sinne des Wortes. Die Touren reiften ja schon im letzten Jahr und sind in veränderter Form wieder zu bewerkstelligen. Vorausgesetzt alle spielen mit. Für das ältere Puplikum steht natürlich Rücksicht an vorderster Stelle, dicht gefolgt von Erlebnis, Kilometer und Rausch. Egal welches Wetter sein wird, dazu haben wir dann doch zu wenig Zeit gemeinsam. Das wir jetzt mit 5 Mann unterwegs sein werden kam überaus kurzfristig. Ich bereite gerade einen Flyer vor, der uns und unsere Gäste begleiten wird. Da kommt schon richtig Vorfreude auf. Es ist auch eigentlich nicht mehr viel Zeit wenn man sich noch darauf vorbereiten möchte. Ich meine jetzt dahingehend auf die Ausdauer bezogen. Mein Ruckack wird ja wieder mal ein paar Kilo wiegen. 
 
Eure Sandsteinjäger 

Donnerstag, 17. September 2015

Ehrenrunde

Katrin hatte wieder einen tolle Idee für den heutige Tag. Mit der K.-talbahn ging es durch das Tal. Die Bahn war wieder mal richtig voll, auch voll von Unwissenden: "14 Euro fürne viertelstunde fahrn, ditt iss ja schön heftig", tja wenn man sich vorher nicht erkundigt. Die hätten ja auch mit dem Bus fahren können der 5 Minuten später losfuhr und 5 Minuten früher angekommen wäre. Warum wird sich nicht erkundigt, dann nur rumgestöhnt das alles zu teuer ist und dann trotzdem das bezahlt was auf der Liste steht? 
Unsere Wanderung fing im kühlen Tal an, der erste Punkt war der Carolafelsen mit seinem tollen Aussichtspunkt. Wir mussten durch die Wilde Hölle mit seinen feuchten und zu dieser Zeit bemoosten Felsen. Kletterfreudig ging Katrin vor und lies sich selbst von Wanderkameraden hinauf ziehen. Endlich waren wir auf der Carola, äh dem Felsen, also der Aussicht. Immer wieder schön von dort in die Ferne zu schauen. Lange verweilten wir hier während sich die Aussicht langsam füllte. Es war trotz des Wochentages viel los. So machten wir uns auf und zwar mit einer kleinen Ehrenrunde. Eigentlich wollten wir ein paar neue Wege gehen und dann die Rotkehlchenstiege hinuntergehen. Einem kleinem Klettersteig der viel Spaß macht. Anfangs wanderten wir auf dem richtigen Weg, doch wir ließen uns von einem Schild leiten und gingen so einmal im Kreis und wanderten so zum ersten mal den Zurückesteig. Er war sehr grandios. Wieder und wieder hatten wir neue Aussichtspunkte. Es war toll so in die Ferne zu schauen. Wir änderten schnell unsere Taktik und marschierten dann zur Heiligen Stiege, denn hier war Katrin noch nie hinunter gegangen. Damals haben nur Klaus und ich diese Tour gemacht, während die Mädels unten herum gegangen waren. Heute war die Katrin dran. Während ich oben wartete um Katrin nicht zu "jagen". Derweil summte sie ihr Lied, dass es nur im so Kessel schallte, um die eigene Angst zu verjagen, Tiere und Wanderer inklusive. Nachdem wir dann auch noch auf der "Kleinen Bastei" waren, zufällig unseren Bus schafften in dem die Klimaanlage defekt war und unsere Fähre nach Hause schafften, hatten wir 10 Kilometer auf den Füßen die echt Spaß gemacht hatten. Dabei hatten wir wie gestern ebenfalls 600 Höhenmeter geschafft. 


Eure Sandsteinjäger 

Mittwoch, 16. September 2015

Mutig am Gratweg

Eigentlich war es gestern, doch da ich heute erst schreibe (also morgen) tue ich so als sei es auch heute. Also gestern ist heute, oder so. Katrin wünschte sich die Schrammsteine mit Aufstieg über den Wildschützensteig. Wie es dann am Ende weitergehen würde lag ganz an ihr selbst, da würde ich vielleicht nur etwas schwindeln wollen und das tat ich in Bezug auf Wegbeschaffenheit auch. Der Aufstieg ist über die vielen Leitern schon etwas beschwerlich gewesen, für Katrin jedenfalls. Habt ihr schon mal auf Knien auf einem 30/30 Eisenrost gelegen und dann gewundert das es wehtun. Vorteil Nummer 1: Die Höhenangst ist vergessen, vor lauter Schmerz natürlich. Wir hatten jedenfalls alle Zeit und von hinten drängten keine Leute, so dass wir in Ruhe den Wildschützensteig genießen konnten. Angekommen auf der Schrammsteinaussicht kam erstmal eine Schulklasse auf der Überholspur vorbei und balancierte am Abgrund und auf den Brüstungen herum, dass einem schlecht wurde. Wir machten uns irgendwann auch vom Acker, um beim Abflug nicht Zeuge sein zu müssen. Wir kamen an die letzte und entscheidende Kreuzung an der Katrin einen anderen Weg für den Abstieg wählen konnte. Sie entschied sich für den Gratweg und der ist für Ängstliche nichttauglich. Wir besuchten wieder die Aussicht an der Breiten Kluft und trafen die Zwei mit ihren Winterjacken und den Klappstühlen. Ja ihr lest richtig, Winterjacken und Klappstühle. Das war wirklich des Guten zu viel da wir ja kurzämlig liefen.
Nach der ganzen Prozedur brauchten wir natürlich auch einen Abstieg und ging über die Lehne, die wir noch nie genutzt hatten. Eis und Kuchen gab es dann mit einem Gutschein an der Schrammsteinbaude. Das hatten wir uns nach 14 leichten Kilometern und guten 600 Höhenmetern wahrlich verdient. 
Nach der Rückkehr gingen wir gleich zum Grill, um den Abend mit allen ordentlich zu feiern. Ich zauberte allen ordentliche Steaks und um 11 war dann endlich Schluss. Morgen müssen wir wieder raus.

Eure Sandsteinjäger 

Dienstag, 15. September 2015

Aussichtsreich

"Heute nur eine kleine Tour", meinte Katrin heute früh zu mir. Ich schaute mir kurz die Wanderkarte an und machte einen tollen Vorschlag. Vorerst sollte es mit der Bahn in Richtung Schmika gehen, um von dort aus loswandern zu können. Das Wetter meinte es gut mit uns. Zwar schien die Sonne nicht so schön, es blieb jedoch trocken und die Sicht war perfekt. In der höheren Lagen war es ziemlich windig und so war es von Nöten sich immer mal wieder umzuziehen. Genug Wechselsachen hatten wir mit. Die erste große Pause war oben auf der Kaiserkrone mit seiner unverwechselbaren tollen Rundumsicht. Hier wurde sich dann auch warm angezogen
Später machten wir uns auf, die Hochebene bei Reinhardtsdorf zu überqueren und in Richtung Wolfsberg zu ziehen. Das war zwar noch ein weiter Weg, hatte aber gleichmäßige und wenige Anstiege zu verzeichnen als die Touren der letzten Tage. Immer wieder hatten wir phantastische Blicke auf die Schrammsteine, welche dann evtl. morgen zu begehen sind. Angekommen am Wolfsberg ging es dann rüber zur Kleinen Bastei über malerische und mystische Wege. Diese kleine und kurze Wanderung endete wieder mal mit 12 Kilometern und 400 Höhenmetern. Danach ging es gleich mit der Fähre in die Stadt zum frühabendlichen Essen. Zwei Pizzen und für jeden einen dicken Nachtisch. Das war er auch schon der Dienstag.

Eure Sandsteinjäger 


Montag, 14. September 2015

Aussichtslos

Heute hies es etwas früher aufstehen. Die Grundnahrungsmittel für Katrin mussten noch besorgt werden. Alkohol in Form von Hustensaft kam mit auf die heutige Wanderung. Sie hat die ganze Nacht gebellt, dass man dachte die  Wölfe stehen schon im Nationalpark. Der Goldsteig hatte es uns für den heutigen Tag angetan. Er führte uns an 200 Meter steilen Felswänden vorbei. Dabei gab es heute keine Aussichten in die Ferne, zumal das Wetter trübe war und zum Teil auch Nieselregen bei lauwarmen Temperaturen dabei war. Aussichtspunkte gab es wenige und die waren besetzt. Der einzige Vorteil an dieser Wanderung war der nicht so stark frequentierte Wanderverkehr. Der Weg soll ein Geheimtipp sein. An heißen Tagen bestimmt, denn da kann man die klare Waldluft hier sehr genießen. Viele Höhlen und Schlüchte stehen zur Erkundung bereit, wenn man hier gehen möchte. Der Hinweis zu dieser Wanderung steht aber in keinem Verhältnis zum Erlebten. So würde ich diese Tour zwar wieder gehen, aber stark abwandeln. Wir hatten sie abgewandelt, um später nicht nur auf den Bus warten zu müssen, sondern auch die Bahn nehmen zu können. So marschierten wir durch die tollen Wälder in Richtung unseres neuen Ziels. Es ging durch das Heringsloch auf augesetzten Steintreppen und das was so aus wie eine Stufe. Hinauf möchte ich nicht durch das Heringsloch, wir hatten alles richtig gemacht. Vorab hatten wir abgemacht immer wieder kurzfristig zu entscheiden, wohin der Weg uns führen könnte und wie wir ihn auf Grund unserer Verfassung ändern könnten. Heute hatten wir dann alle Register gezogen und ihn auch noch quasi verlängert. Am Ende standen 14 Kilometer auf der Uhr und gute 400 Höhenmeter klebten an den Stiefeln. Durch dieses ewige steile auf und ab, bei der man nie eine konstante Geschwindigkeit geht und dazu noch ausgesetzte Pfade, Steinstufen oder Sonstige Wege benutzt, merkt man das es auf Österreichs Wegen doch einfacher ist zu Wandern. In solch kurzer Zeit haben wir den Vergleich jetzt ziehen können. Da hats mich gleich in der Bahn erwischt, denn ich war so fertig, dass ich gleich für 10 Minuten eingeschlafen bin. Aber danach gab es einen leckeren Eisbecher.
 
Eure Sandsteinjäger 

Sonntag, 13. September 2015

Bärensteine

Unsere Tour ging heute ab Wehlen los. Wir wollten endlich mal auf den Großen Bärenstein und danach auf den bekannten Kleinen Bärenstein. Über GPS suchten wir die Pfade die nicht so bekannt bzw. auch auf der Karte nicht verzeichnet waren. Der Große Bärenstein war lange Zeit vernachlässigt worden und so fehlen bis heute ein paar Markierungen auf den Wegen. Katrin lässt mich mal nach GPS laufen? Wahnsinn. Man muss nur dauernd vergleichen und draufschauen wenn man mal damit angefangen hat. Ansonsten hilft da auch die Karte und etwas Ortskenntnis. Nichts desto Trotz fanden wir schnell unser Ziel. Hier war heute, es war ja Sonntag und bestes Wetter, Familientag. Groß und Klein tummelten und tobten über die großzügigen Kletterfelsen. Den Abstieg über die Stiege mieden wir, da diese heute sehr glatt sein sollten; so wurde es uns heute berichtet.
Der erneute Aufstieg zum Kleinen Bärenstein war ebenso gestaltet. Wir standen zweimal vor Wegen bzw. Pfaden die hinauf führen sollten, jedoch nicht begehbar waren. So mussten wir den einfachen vorderen Aufstieg nutzen. Am Gipfel machten wir mit vielen anderen Wandersleuten Rast und konnten zusehen wie sich tobende Kinder auch mal eine Sandsteinflechte holten, nachdem die Mutter gewarnt hatte nicht zu laufen. 
Hinab ging es für uns einen unbekannte Weg. Vorbei an der Diebshöhle und über enge Pfade und Schluchten schlugen wir uns durch und mich dahin. Einmal nicht aufgepasst und da lag ich auch, zwar nicht längs hin, aber mit guter Haltungsnote. Irgendwo hatte ich da auch noch in den Waldboden gefasst und hatte gleich mehrere Stacheln in der Hand, die Katrin dann mit der morgens noch eilig eingepackten Pinzette zupfen konnte. Katrin meinte das dort jemand wohl einen Kaktus verloren hätte.
Der Wanderweg führte uns dann vorbei an der Schokoladenmanufaktur. So langsam aber sicher denken die meisten Cafébesitzer sie könnten nur mit Qualität Kohle machen wenn als Beispiel eine Tasse warme Schokolade 3,40 € kostet oder eine Frau sich eine Pralinineschachtel mit ausgewähltem Inhalt für 34 € füllen lässt. Die Service leidet jedoch durch fehlenden Einsatz. Das macht keinen Sinn und so behalte ich mein Trinkgeld.
Am Ende der Wanderung stellten wir dann fest, das Katrins GPS im Rucksack kein Signal gefunden hatte und ich meine Aufzeichnung ausversehen abgebrochen hatte. Ich könnte sonst haargenau sagen wie weit es heute war. Es waren heute knapp 13 Kilometer mit 600 Höhenmetern und ganz viel Spaß bei Super Wetter.

Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 12. September 2015

Und immer wenn die Sonne lacht ...

... dann sind wir unterwegs. Heute ist Samstag und wer Samstag schon einmal mit der Kirnitzschtalbahn in Richtung Wasserfall gefahren ist, der weiß das unwissende Touris in Bad Schandau ausgesetzt werden, damit diese dann nach dem Bastei Besuch nochmal den Kuhstall erkunden sollten. So auch heute. Ich frage mich immer ob die Leute gerade vom Segelboot gestiegen sind oder vom Laufsteg kamen. Aber was mach ich mir darüber Gedanken?
Während die eine Hälfte des Straßenbahninhaltes in Richtung Wasserfall ging, machte sich die andere Hälfte auf zum Wandern in Richtung Kuhstall. Hier trennte sich schon mal die Spreu vom Weizen, also Hackenschuh und Ballerina vom Wanderschuh. Es ging diesen elendigen steilen Weg hinauf, den wir mit unseren Stöckern in zwanzig Minuten statt den geforderten 30 Minuten geschafft hatten. Ein kurzer Blick auf die Speisetafel der Imbissbude am Kuhstall verriet uns einen stolzen Preis von 3,80 € für einen Kaffee. Hallo? Wir wollten eigentlich einen Kaffee trinken nachdem der Kaffee von heute früh nicht so gewirkt hatte. Wir sehnten uns nach Koffein und ließen es auch dabei bleiben. 
Die Sonne schien von oben und zeigte einen schönen Endzeitsommer. Es begann warm zu werden. Trotz des Windes gingen wir nur noch im Shirt in Richtung Kleiner Winterberg. Dort wollten wir entscheiden wie es weitergeht. Da es Katrin gut ging, entschieden wir uns in Richtung des Lehnsteiges zu gehen bzw. über den Lehnsteig ins Tal zu kommen. An diesem Steig waren wir ebenfalls noch nie und hätten bei Gefahr umdrehen müssen und die Heilige Stiege nutzen können. So unbekannt der Weg für uns nun war, so schön und mystisch schlängelte er sich hinab. Wir hatten nur eine kleine schwierige Stelle bezwingen müssen, aber der Kupferbolzen war bei Katrin deutlich sichtbar. Daher ging ich vorran. 
Ja und dann hatte es auch sie geschafft und zeigte voller Inbrunst ihren Stolz und brüllte es heraus. Und wie schön der Weg letzten Endes doch war, zeigen unsere tollen Bilder. Dauernd gab es Aussichtspunkte die noch zum verweilen waren.
Als wir Schmilka immer näher kamen, begneten uns die ersten Kletterer und Bofer die wohl diese Nacht draußen verbringen werden. Wir indes saßen noch in der Sonne, genossen unseren Kuchen und unser Eis und schipperten dann nach Haus. 
 
Eure Sandsteinjäger 

Freitag, 11. September 2015

Mit wenig Waitzsicht

Heute gab es eine kleine Einsteigertour mit 13 Kilometern und 300 Höhenmetern, die wir wegen Katrins Erkältung so gewählt hatten, dass alle nicht zu kurz kommen und Katrin geschont wird. Wir fuhren wieder mal mit dem Zug und hätten fast unseren Ausstieg verpasst. Ab Porschdorf mussten wir dann nach der Zugfahrt bis Waitzdorf laufen. Hier wartete gleich am Anfang eine Stufenanlage vom allerfeinsten. Kurze Stufen und heftige Steigungen brachten uns dann hinauf. Wir zogen über die Waitzdorfer Höhen mit all seinen schönen Aussichtsplätzen über die Sächsische Schweiz. Nur die Sicht, welche durch das Wetter verschuldet wurde, ärgerte uns etwas. 
Die Weitsicht bleib uns leider verschont. Anfangs mit Jacke unterwegs, pellten wir uns später aus. Es wurde zum späten Nachmittag etwas schwüler und es sah aus, als wolle es regnen und Gewitter geben. Aus Vorsicht ging dann unser Marsch nicht über den freien Panoramaweg von Altendorf aus kommend, sondern direkt in das Kirnitzschtal über die Dorfbachklamm. Nach Altendorf waren wir über einen erneuten Anstieg von Kohlmühle gekommen. Es ging also wieder hinauf, obwohl eigentlich die Tour in Kohlmühle vorbei sein sollte. Somit tigerten wir den Adamsberg hinauf, um herunterzuschauen und diesmal einen herrlichen Blick auf die Schrammstein hatten. Sonne und Schatten spielten sich gegenseitig aus. Wie gesagt ging es dann die Dorfbachklamm hinab. Hier wurde vor Jahren aus einem kleinen Bächlein ein reißender Fluß der selbst Steinen aus den alten Verankerungen gerissen hat. Anfangs war der Weg gesperrt. Katrin meinte das dieser Wanderweg eigentlich repariert sein sollte, da man drüber gesprochen hatte dies zu tun. Wenn da der Konjunktiv nicht wäre. Mit der Kirnitzschtalbahn ging es dann nach Schandau zurück. Während andere Touris mit Wintermänteln spazieren gingen, hatte ich nur noch mein Shirt an. Mir war echt warm geworden. Es ist übringend noch Sommer befohlen.
Eure Sandsteinjäger 

Donnerstag, 10. September 2015

Mit der Rotzgöre unterwegs

Um vier klingelte der Wecker und um halb fünf waren wir schon auf der Bahn gen Süden. So richtig warm wurde es nur im Auto. Die Außentemperatur glich eher einem Flug zum Mond. Ab Dresden erwartete uns eine Nebelwand, so dass wir nicht mal die Berge aus der Ferne begrüßen konnten, jedoch in Königstein saßen wir dann beim Frühstück in der Sonne. Auf der Fahrt gab es diesmal vier Pullerpausen, aber nicht so wie sonst an den üblichen Stellen. Diesmal war alles anders. Die Schnotter hat Kattn auch aus Doberan mitgenommen. Jetzt hängt sie über der Schüssel und inhaliert mentholische Düfte. Draußen regnet und knallt es. Unsere Einsteigertour haben wir abgebrochen, nachdem es anfing zu gewittern. Wir stiegen nur hinauf zur Carolaaussicht. Mal sehen was heute sonst noch so läuft. Auf alle Fälle gehts heute nochmal raus.
 
Eure Sandsteinjäger 

P.S. Die Straße nach Kleinhennersdorf ist gesperrt und ratet mal was dort gebaut wird.

Sonntag, 19. Juli 2015

Dort wo nicht geritten wird

Tja, heute hatte es uns die Reiteralm angetan. Katrin wird diese Tour nicht vergessen. Und das meine ich so wie ich es hier auch schreibe. Wir besuchten die fantastische Reiteralm. Hier soll auch mal Heidi gedreht worden sein. Tja, die Heidi, die hatte es damal einfacher. Die Runde war wurderschön mit seinen Aufstiegen und den Begegnungen mit den Kurztouris. Man hatte es wirklich geschafft massenhaft Busse an der Talstation anzukarren und den Leuten zu sagen: "Ist nicht mehr weit." 
Eure Sandsteinjäger 

(P.S. Es kann sein das der Link von Eurem Webmailanbieter oder von Outlook geblockt wird. Dann bitte www.sandsteinjaeger.de in die Adresszeile Eures Browsers eingeben. Fertig)

Montag, 29. Juni 2015

Rennfahrer unter sich

kurz vor dem Start
Der Wandertag am heutigen Tag war ja was für uns Männer. Zu allererst mussten wir nach Hochwurzen, um von dort mit der Seilbahn hinauf zu gondeln. Schon auf dem Hinweg witzelten wir über die Go-Karts mit denen man wieder hinunter fahren könnte. Ersteinmal ging es jedoch zu Fuß zum Rossfeld, das auf 1919 Metern lag. Im Blick hatten wir auch noch einen evtl. Weitermarsch zum Guschen. Es wurde dann doch nichts mehr und wir hielten lange ein Pause auf einer schönen Bank. Wir blickten in die Runde und verspeisten unsere Nahrungsmittel. Heute war ein kurzer erholsamer Tag, aber da war ja noch Moutain-Go-Kart.
Die Teile standen schon bereit. Wir dachten immer man könne einfach so runterfahren, aber die Abfahrtszeiten waren immer stündlich mit einem Guide. Dieser passte auf, zeigte die Strecke und zählte gnadenlos durch, ob auch alle an den Zwischenpunkten angekommen waren.
Wir standen jetzt vor den 60 GoKarts und sahen schon dass sich zwei C-Jugend Mannschaften in die Geräte setzte. Micha hatte gar keinen Bock mehr. Er sah die vielen Kinder und meinte das diese vielleicht einen ausbremsen würden. Wir saßen nun mitten im Pulk dieser wilden Horde und verstanden kaum, was der Guide uns sagen und erklären wollte. Den Kindern war es am Ende wohl auch egal. Das Wichtigste hatten wir aber verstanden. Fair Play.
Technikcheck
Während Micha noch einige Tipps von seiner Mechanikerin bekam, starte ich auf meinen Vordermann, der mich doch lieber vorbei lassen sollte. Im hinteren Drittel gingen wir an den Start und ließen uns einfach rollen. Die ersten Kinder überholte ich bereits auf der ersten Geraden. Wo Micha war wußte ich nicht. Ich zog das Ding jetzt durch und überholte einen nach dem Anderen. Das war ein Spaß.
Am ersten Treffpunkt wartete der Guide auf uns. Micha kam direkt hinter mir an. Nach einer kleinen Pause ging es wieder weiter und Micha und ich starteten wieder wie die Henker. Als gebe es kein Morgen mehr rauschten wir die Serpentinen herunter. Schnell war ich wieder an Micha vorbei und hielt ihn hinter mir. Den Atem konnte ich aber spüren. Am nächsten Treffpunkt stand er plötzlich vor mir. Er hatte sich vorbeigemogelt als ich noch den Rausch verarbeitet hatte. Der Guide sprach jetzt von "etwas schwieriger" und "etwas schmaler". Die Kinder meinten dann das die Erwachsenen vorfahren sollten. Wollten sie mit uns nichts zu tun haben? Wir waren immer fair, aber ich glaube da hatten einige die Hosen voll. Micha und ich starteten als dritter und vierter. Ich hatte jetzt mehr mit Micha zu tun. Ich wollte einfach nur überholen, doch nach meinem Fahrfehler kurz vor der Schikane kam ich nicht mehr in Schwung. Zwar verkürzte sich der Abstand sehr schnell, doch Micha war vor mir ins Ziel gekommen. Irgendwie hatten wir da verspürt, dass wir das nochmal machen müssten. Die Mädels waren indes mit der Bahn hinunter gefahren und brachten die Sachen weg. Als sie dann zum Ziel kamen wollten, kamen wir ihnen schon zu Fuß entgegen. Das ging wohl zu schnell. Sie verpassten einen tollen Endspurt.

Eure Sandsteinjäger