In diesem Urlaub hatte ich mich entschieden keine täglichen Berichte und Blogeinträge mehr zu verfassen, sondern nur noch tolle Einblicke in unsere Unternehmungen zu geben. Es lebt sich etwas ruhiger und am heutigen Verfassertag ist das Wetter nicht so gut. Da bleibt endlich zu schreiben.
Alles begann schon mit meinem 20-jährigen Dienstjubiläum, der im Büro mit großem Tamtam und einer riesigen Überraschung am letzten Arbeitstag gefeiert wurde. Jetzt wusste ich auch, dass ich in 24 Stunden schon am Urlaubsort sein würde. Die Reise dorthin war wie immer: sehr früh los, sehr gut gefahren und tolles Wetter. Da sollte die Planung für die nächsten Tage eigentlich nicht schwer fallen, doch hier lag der Hund begraben. Die große Planung der Touren fiel hintenüber und wir hatten uns wenig Gedanken dazu gemacht was wir eigentlich machen wollten. Der erste Tag fiel in die Kategorie „Wandern“ – hier suchten wir eine kleine gemütliche Tour die uns durch das Gelobtbachtal hinauf nach Schöna führen sollte. Es war eine kleine Runde mit neuen Erfahrungen in Sachen Koordination und Abstimmung mit digitaler und analoger Karte. Dazu hatten wir zwischen den Schattenbereichen viel Sonne. Knapp 30°C zeigte das Thermometer im Schatten, aber die Schattenplätzchen sollten uns helfen etwas herunter zu kommen. Im Ort selbst hatten wir den Bus dann um 10 Minuten verpasst. Wir entschieden uns dann, die nächste Haltestelle anzusteuern. Dies war ein großer Fehler, denn der Ort ist durch seine krassen Steigungen bekannt und die galt es nun in der Sonne zu erklimmen. Kattn jappste bereits nach Luft und lief langsam rot an. Wir hatten es geschafft und saßen im Schatten.
Für den nächsten Tag hatten wir eine Bike-Tour vorgesehen. Die sollte dann von Krippen über Königstein, hinauf nach Pfaffendorf und dann zur „Schönen Aussicht“ gehen. Wieder hatten wir tolles Wetter, Sonnenschein und tolle Temperaturen. Der Anstieg von Königstein nach Pfaffendorf war wieder so ein Weg der Kategorie „Warum eigentlich“. Doch wer bergab will muss erstmal hinauf. Jede Pause wurde genutzt, um uns wieder abzukühlen und körperlich runter zu fahren. Von unserem Aussichtsplatz ging es weiter nach Gohrisch und dann weiter in Richtung Gohrischstein. Diesen mussten wir über den örtlichen Wanderweg geschickt umfahren, um über längere Zeit im Schatten zu bleiben. Jetzt kam meine Lieblingsstrecke und die ging 2 Kilometer unterhalb des Papststeins als lustiger Trail in Richtung Papstdorf. An der Brennesselhütte warteten wir den Regen ab und zogen dann weiter über Kleinhennersdorf über die Liethenmühle nach Hause. Wir mussten in der Sonne arg leiden, hatten dennoch auf dieser Tour viel erlebt.
Für den dritten Tag hatten wir uns, aufgrund der angesagten Wetteränderung zur Wochenmitte ebenfalls für eine Radtour entschieden. Wir nannten diese nicht die 3-Teiche-Tour, wie sie angepriesen wird, sondern Tour zur „Rosis Hütte“. Klingt nicht so brachial, ist aber im Grunde genommen die Höhenmeterspezifische angepasste und nichts für E-Bikes modifizierte Route. Die Tour hatten wir bereits so schon mal unternommen, mussten aber diesmal eine Umleitung fahren die uns zum Ende hin zu schaffen machte. Kurz vor Eintritt aus dem Wald in die Zivilisation gibt es eine Baustelle von der wir auch wussten. Hier planten wir daher vorab schon einen Umweg um den Berg. Das dieser Umweg jedoch fast auf den Berg hinaufführte, war uns nicht klar geworden. Wir merkten dies erst nach ca. einer Stunde, dass wir heute komplett am A*** waren. Es musste ja aber auch wieder runter gehen. Stimmt. Und wie. Da war der Damengrund aus einer vorherigen Tour und der Radweg zur Grundmühle, ebenfalls aus einer älteren Zeit, eine leichte Abfahrt mit ein paar Bodenwellen. Auf diesem Weg hat sich seit Jahren nichts getan. Wasser hat sich den Weg gesucht und die Reste der Stufen in das Tal gebracht. Wahrscheinlich gibt es welche die diesen Weg auch fahren, aber das hatte mir den Rest gegeben. Aber irgendwann kamen wir ins Dorf und von dort an ging es nur noch bergab ins Tal.
Am vierten Tag wollten wir eine leichte Tour zu Fuß machen. Es ging zu Fuß zum Arnstein und weiter nach Ottendorf. Von dort über den Vogelberg und über die Folgen zurück zur Neumannmühle. Herrlich leicht und locker hatten wir diesen Tag mit 10 Kilometern überstanden. Es war nicht zu warm, nicht zu kalt und es ließ sich gut aushalten.
Am heutigen Tage regnet es etwas und wir werden etwas pausieren und die nächsten Tage planen. Viel ist es ja nicht mehr bis zur Heimkehr. Leider.

