Sonntag, 2. Juli 2023

Alte Relikte


Das neue Programm der Sandsteinjäger ist gestartet. Die Touren sind gesteckt und alle Teilnehmer sind happy. Gestern am Ankunftstag waren alle sehr abgerockt. Früh aufstehen, die lange Tour und warme Temperaturen machten uns mächtig zu schaffen. Heute dagegen begann der Morgen mit starkem Regen. Der ließ jedoch nach und wir konnten starten. Es ging mit S-Bahn nach Schöna und von dort zu Fuß in das Gelobtbachtal. Die große Aufgabe von mir war dort etwas zu finden, was es eigentlich nicht mehr geben sollte. Nach dem ersten Steilstück ging es endlich los und während ich noch Fotos machte, hatte der andere Rest dieses markante Teil schon gefunden. Es war ein Grenzmarkierungsstein der DDR. Er geriet in Vergessenheit und nach den Überflutungen in diesem Gebiet wurde er freigespült und an einer anderen Stelle vom Wasser abgelegt.
Steil ging es nun weiter hinauf. Die Kleine wollte dauernd eine Pause einlegen. Endlich hinter dem KornMarkt taten wir ihr den Gefallen. Sie war heute eh etwas schlecht drauf und war etwas quengelig. Brütet sie etwas aus? Im Waldpark testete sie alles aus. Die Ruhezone wurde zur Unruhezone, der Bachlauf zum Testlauf für die Klamotten, das Spinnennetz zum Fallnetz. Zu guter letzt halfen die Kirschen und das Wasser eine innere Spülung mit vorgemerkten Bauchschmerzen. Doch wenn man meint, dass die Kleine jetzt pausiert wenn es um das Essen geht, der hat geirrt. Fleißig geht es weiter mit Eis und Brause, und und und. Irgendwann kehrte Ruhe ein, um später wieder auszubrechen. Der Killerzwerg weiß wie es geht Andere zu beschäftigen. Dazu helfen vielleicht Entspannungsbäder, so jedenfalls meinte die Kleine. So kommt die Dame dann erstmal runter. Die Wanderung verlief jedenfalls wunderbar und wir waren nach den 10 Kilometern nicht komplett fertig, aber gut vorbereitet für das was noch kommt. Lange Texte wird es vorerst nicht geben, denn ich muss mich erst wieder einschreiben.


Eure Sandsteinjäger 

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Samstag, 1. April 2023

Frische

Hallo User, der Winter 2022 war noch nie so aufregend wie im letzten Jahr. Wir waren als Duo mit großen Plänen und viel Energie unterwegs. Unser Ziel war es, die Sächsische Schweiz zu erkunden und lange Wanderungen zu unternehmen. Wir waren bereit für alles, was uns auf dem Weg begegnete.
In diesem Sinne: auf ein glückliches und gesundes neues Jahr voller Abenteuer!.

Die Sächsische Schweiz ist eine wunderschöne Region mit atemberaubenden Landschaften. Wir wollten die Natur auf unseren Wanderungen hautnah erleben und die Aussicht genießen. Wir wanderten kilometerweit durch die Wälder und Berge, bewunderten die Flüsse und Seen und machten viele unvergessliche Erinnerungen.

Doch leider kam eine Krankheit dazwischen und einige Einträge in unserem Blog blieben unveröffentlicht. Wir waren enttäuscht, aber wir wussten, dass unsere Gesundheit an erster Stelle stand. Wir haben uns Zeit genommen, um zu heilen und unser Körper zu stärken.

Jetzt freuen wir uns auf das neue Jahr und wir sind bereit für neue Abenteuer. Wir wünschen uns vor allem Gesundheit und Glück, um noch mehr zu erleben und zu entdecken. Wir haben uns vorgenommen, viele ausgiebige Wanderungen und Biketouren in unserer Heimat und auswärts zu unternehmen. Wir möchten neue Orte entdecken und uns von der Natur inspirieren lassen.

Wir wissen, dass das Leben unvorhersehbar sein kann, aber wir sind bereit, alles anzunehmen, was das Leben für uns bereithält. Wir werden unsere Abenteuer in unserem Blog dokumentieren und hoffen, dass wir unsere Leserinnen und Leser inspirieren können, ihre eigenen Abenteuer zu erleben.

Eure Sandsteinjäger 
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Samstag, 9. Juli 2022

Neue Details und SEV

Da bin ich wieder mit neuen Details. Die Pause am vierten Tag und die kleine Runde zum Arnstein am fünften Tag taten uns beiden ganz gut. Wir hatten ordentlich ausgeschlafen und so bombig war das Wetter auch nicht, zumal Katrin auch etwas kränkelt. Es sollte auch an den folgenden Tagen nicht so wettertechnisch schöne Tage werden, wie wir unsere Urlaubstage eigentlich gewünscht hätten. Irgendjemand gönnt uns das nicht. Der Plan war aber so, dass wir am Freitag mit dem Zug bis Neustadt fahren und uns von dort hinab ins Tal rollen lassen. Wir standen also mal wieder früh auf und fuhren mit dem Zug bis Sebnitz. Dort sollten wir in den Neustädter Zug umsteigen. Leider standen dort nur zwei Großraumtaxen und nannte sich Schienenersatzverkehr. Immer wieder SEV. Der zu erwartende Tourismustrubel hielt sich also doch in Grenzen. Nicht mal ein Rollifahrer hätte eine Chance gehabt mitzufahren. Wir mussten also umswitchen (tolles Wort).  Wer uns jedoch kennt, der weiß genau, dass wir in solchen Situationen wissen was zu tun ist. Mir jedoch hätte in dem Augenblick der Kragen platzen können. Katrin hatte aber die neue Strecke schon im Kopf. Also rauf die Berge in Richtung Lohsdorf. Zwischendurch machten wir die Erfahrung, dass auch Dorfbusse in unserer Richtung nach Neustadt fuhren. Einer davon hatte uns nämlich in einer Ortschaft überholt. Hätten wir das gewusst…
Schon in Lohsdorf angekommen sahen unsere Räder aus wie nach einem Ackereinsatz. Der nächtliche Regen hatte die Wege ordentlich aufgeweicht. Das war jedoch kein Problem, denn das war nur der starke Gegenwind den wir auf Grund der Streckenänderung nun hatten. Bis zum Schwarzbachtal war es eine Qual. Kälte, leichter Nieselregen und Bergauf und Gegenwind. Hat jemand was Besseres? Danach cruisten wir endlich bergab durch das Schwarzbachtal. Katrin bekam jetzt kalte Finger und dann meine Handschuhe. Hat riesigen Spaß gemacht.
Am nächsten Tag wollten wir wieder kürzer treten und wir unternahmen eine Wanderung rund um Hinterhermsdorf. Es ging zur Niedermühle, zur ehem. Böhmischen Mühle und zum Taubenberg. Hier waren wir noch nie und es sind verlassene, wenig begangene und ruhiger Orte. Wenn man jedoch bedenkt was diese Mühlen bereits erlebt haben, dann kommt man ins Grübeln. Wiedermal haben wir etwas Neues entdeckt und sind stolz auf unseren Entdeckerreichtum. Immer wieder etwas Neues.
Morgen wollen wir wieder mit den Rädern los. Da es nicht so warm wird, wollen wir eine altbekannte Tour in abgewandelter Form befahren. Ganz ruhig und ohne SEV.

Eure Sandsteinjäger 

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Donnerstag, 7. Juli 2022

Die ersten 4 Tage


In diesem Urlaub hatte ich mich entschieden keine täglichen Berichte und Blogeinträge mehr zu verfassen, sondern nur noch tolle Einblicke in unsere Unternehmungen zu geben. Es lebt sich etwas ruhiger und am heutigen Verfassertag ist das Wetter nicht so gut. Da bleibt endlich zu schreiben.
Alles begann schon mit meinem 20-jährigen Dienstjubiläum, der im Büro mit großem Tamtam und einer riesigen Überraschung am letzten Arbeitstag gefeiert wurde. Jetzt wusste ich auch, dass ich in 24 Stunden schon am Urlaubsort sein würde. Die Reise dorthin war wie immer: sehr früh los, sehr gut gefahren und tolles Wetter. Da sollte die Planung für die nächsten Tage eigentlich nicht schwer fallen, doch hier lag der Hund begraben. Die große Planung der Touren fiel hintenüber und wir hatten uns wenig Gedanken dazu gemacht was wir eigentlich machen wollten. Der erste Tag fiel in die Kategorie „Wandern“ – hier suchten wir eine kleine gemütliche Tour die uns durch das Gelobtbachtal hinauf nach Schöna führen sollte. Es war eine kleine Runde mit neuen Erfahrungen in Sachen Koordination und Abstimmung mit digitaler und analoger Karte. Dazu hatten wir zwischen den Schattenbereichen viel Sonne. Knapp 30°C zeigte das Thermometer im Schatten, aber die Schattenplätzchen sollten uns helfen etwas herunter zu kommen. Im Ort selbst hatten wir den Bus dann um 10 Minuten verpasst. Wir entschieden uns dann, die nächste Haltestelle anzusteuern. Dies war ein großer Fehler, denn der Ort ist durch seine krassen Steigungen bekannt und die galt es nun in der Sonne zu erklimmen. Kattn jappste bereits nach Luft und lief langsam rot an. Wir hatten es geschafft und saßen im Schatten.
Für den nächsten Tag hatten wir eine Bike-Tour vorgesehen. Die sollte dann von Krippen über Königstein, hinauf nach Pfaffendorf und dann zur „Schönen Aussicht“ gehen. Wieder hatten wir tolles Wetter, Sonnenschein und tolle Temperaturen. Der Anstieg von Königstein nach Pfaffendorf war wieder so ein Weg der Kategorie „Warum eigentlich“. Doch wer bergab will muss erstmal hinauf. Jede Pause wurde genutzt, um uns wieder abzukühlen und körperlich runter zu fahren. Von unserem Aussichtsplatz ging es weiter nach Gohrisch und dann weiter in Richtung Gohrischstein. Diesen mussten wir über den örtlichen Wanderweg geschickt umfahren, um über längere Zeit im Schatten zu bleiben. Jetzt kam meine Lieblingsstrecke und die ging 2 Kilometer unterhalb des Papststeins als lustiger Trail in Richtung Papstdorf. An der Brennesselhütte warteten wir den Regen ab und zogen dann weiter über Kleinhennersdorf über die Liethenmühle nach Hause. Wir mussten in der Sonne arg leiden, hatten dennoch auf dieser Tour viel erlebt.
Für den dritten Tag hatten wir uns, aufgrund der angesagten Wetteränderung zur Wochenmitte ebenfalls für eine Radtour entschieden. Wir nannten diese nicht die 3-Teiche-Tour, wie sie angepriesen wird, sondern Tour zur „Rosis Hütte“. Klingt nicht so brachial, ist aber im Grunde genommen die Höhenmeterspezifische angepasste und nichts für E-Bikes modifizierte Route. Die Tour hatten wir bereits so schon mal unternommen, mussten aber diesmal eine Umleitung fahren die uns zum Ende hin zu schaffen machte. Kurz vor Eintritt aus dem Wald in die Zivilisation gibt es eine Baustelle von der wir auch wussten. Hier planten wir daher vorab schon einen Umweg um den Berg. Das dieser Umweg jedoch fast auf den Berg hinaufführte, war uns nicht klar geworden. Wir merkten dies erst nach ca. einer Stunde, dass wir heute komplett am A*** waren. Es musste ja aber auch wieder runter gehen. Stimmt. Und wie. Da war der Damengrund aus einer vorherigen Tour und der Radweg zur Grundmühle, ebenfalls aus einer älteren Zeit, eine leichte Abfahrt mit ein paar Bodenwellen. Auf diesem Weg hat sich seit Jahren nichts getan. Wasser hat sich den Weg gesucht und die Reste der Stufen in das Tal gebracht. Wahrscheinlich gibt es welche die diesen Weg auch fahren, aber das hatte mir den Rest gegeben. Aber irgendwann kamen wir ins Dorf und von dort an ging es nur noch bergab ins Tal.
Am vierten Tag wollten wir eine leichte Tour zu Fuß machen. Es ging zu Fuß zum Arnstein und weiter nach Ottendorf. Von dort über den Vogelberg und über die Folgen zurück zur Neumannmühle. Herrlich leicht und locker hatten wir diesen Tag mit 10 Kilometern überstanden. Es war nicht zu warm, nicht zu kalt und es ließ sich gut aushalten.
Am heutigen Tage regnet es etwas und wir werden etwas pausieren und die nächsten Tage planen. Viel ist es ja nicht mehr bis zur Heimkehr. Leider.

Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 26. Juni 2022

Volle Hütte - alles muss mit


Endlich. Die Packerei geht los und es nimmt wieder kein Ende. Trotz der letzten Erfahrungen haben wir wieder mal viel zu viel Gepäck in unseren Koffern. Es sieht eher nach 4 Wochen Island aus, als 2 Wochen Elbsandsteingebirge. Sicherlich werden wir das ein oder andere noch vergessen.
Wir freuen uns schon riesig, sind uns aber in Bezug auf unsere Touren noch nicht so recht schlüssig geworden. Die ersten zwei Tage stehen fest. Grundsätzlich stehen wir guten Wetter offen gegenüber, aber im Augenblick herrscht Hitzewelle und wir hoffen auf angenehme Temperaturen. Diesmal sind die Räder wieder mit an Bord. Die Räder wurden schon einmal im Auto getestet, leider nur getrennt und ich hoffe, dass wir alles so hineinbekommen wie gedacht und geplant. Sonst wird es wohl Ärger geben. Den nächsten Bericht werdet ihr wahrscheinlich schon in 6 Tagen lesen können. Da können wir dann berichten wie wir duch den ersten Ferientag über die Autobahn gehuscht sind. Wir werden wohl bereits um 4 Uhr losfahren. Also bis die Tage.

Eure Sandsteinjäger
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Dienstag, 19. April 2022

Kabelbrand gewünscht?

Ich muss hier mal was loswerden. Es geht hierbei um die fehlende Umsichtigkeit von E-Bikern, die auf den Wegen unterwegs sind und meinen ihnen gehört die Welt. Alles was langsamer ist als 25 km/h hat sich unterzuordnen. Ich persönlich kann mich wehren, aber wenn es um die Rücksichtslosigkeit gegenüber 5 jährigen Kindern geht, dann platzt mir der Kragen. Es ist Ostern. Abseits der Pisten konnten wir gut fahren. Das Kind versucht mit lernenden Schritten auf öffentlichen Wegen am Straßenverkehr teilzunehmen. Die Autofahrer haben immer wieder an diesem Wochenende große Rücksicht genommen. Da sag ich nur toll. Sofern wir jedoch die Radwege nutzen wollten und die Kleine vielleicht nicht gleich den erforderlichen Freiraum für die E-Biker freigegeben hatte, entstand leichter Unmut beim Gegner. Da kann es schon mal passieren, dass diese sich selbst in die Hacken fahren, nur weil sie zu d*** sind geradeaus zu fahren oder einfach mal in die Runde zu schauen warum dieser Stau entstanden ist. Einfach nicht aus Ruhe bringen lassen. Die Kleine bekam von dem all nichts mit, aber bei mir kocht das Blut. Da würde man am liebsten die Leute vom Bike holen und auch mal sagen, dass man nicht über Fußgängerüberwege fährt, sondern schiebt. Das hatte die Kleine auch schnell gelernt und dies auch offen kundgetan. Nebenbei wünscht man den Bikes den alternativen Stromtod und Kabelbrand.
Kinder machen alles nach, was Erwachsene vormachen. Ich bin selbst schon mal unvorsichtig oder halte mich nicht immer an die Verkehrsregeln, doch sobald ein Kind in der Nähe ist halte ich mich zurück. Ich kann auch im Wald schreddern gehen und muss dies nicht auf der Straße tun.
Wir konnten jedenfalls auf ein schönes Osterwochenende und 34 Kilometern an zwei Tagen zurückblicken.


Nachträglich Frohe Ostern
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Sonntag, 3. April 2022

Blue Steel


Wir schreiben schon länger ein neues Jahr. 2022 - mit reichlich viel Zielen geschmückt und wahnsinnigen neuen Aufgaben. Mein neues Bike kann sich vor Einsatz und den darauffolgenden Wäschen kaum retten. Trotz merklich vielen abgezogenen Kilometern komme ich nicht in den richtigen Tritt. Das Bike, eine Enduro aus dem Hause Intense USA wiegt gut 2 Kilo mehr und hat eine andere Übersetzung. Ich musste leider schon sehr oft schieben um weiterzukommen. Das nervt. Klar könnte man an der Schaltung was machen, aber Katrin meinte, dass es an mir liege.
Nun endlich habe ich auch die Webseite neu aufgebaut. Ich liege auch hier bei Weitem zurück und lass es ordentlich schleifen und dann noch jetzt der Unfall mit Nasenbeinfraktur. Erst mal Pause für zwei Wochen. Ich dachte immer, das mir so etwas nicht passiert. Tja falsch gedacht. Im Sommer haben wir was tolles im Programm. Aber dazu später mehr.

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Sonntag, 8. August 2021

Höhlen-Ritt

Nachdem mit dem gestrigen Tage die Rostocker Horde angereist war, wurde am Samstag bis auf eine OKF nichts Weiteres getan. Dafür sollte es heute so richtig losgehen. Nachdem in der Nacht noch kräftige Regenschauer umherzogen, begann der Morgen umso besser. Bei strahlendem Wetter liefen wir als „Six-Pack“ über Täppichtsteig, Forststeig durch die Hölle auf den Kleinhennersdorfer Stein zu einer versteckten Boofe. Der steile Anstieg machte hungrig und ließ so manchem den Schweiß über die Stirn treiben. Im Wald war es ziemlich langweilig für den Wanderzwerg, aber wir wussten zu begeistern, denn das Highlight kam ja noch. Steil ging es durch den Wald hinauf durch die Hölle. Mit der Kleinsten lief ich dann durch die engen Spalten voran. Der Boden war leicht schmierig und die kleinen Füße fanden nicht immer den richtigen Halt. Die ältere Gesellschaft ließen wir leicht zurück. Die würden uns schon finden, denn so viele Wege gab es hier oben nicht. Es gab nochmal eine kleine Belehrung für die Nichte und es ging durch die enge Schlucht zur Boofe. Hier machten wir Pause und warteten auf den Rest. Für eine Weiterführung der Route quer über den Fels nach der Pause war ich anfangs dagegen, musste mich dann aber überreden lassen, da alle für diesen unbekannten Weg waren. Also weiter. Als letzter in der Runde schob ich Gitti durch die Büsche und Felsen und nahm später wieder die Führung ein. Wir liefen zu den eigentlichen Zielen der heutigen Tour: die drei Höhlen. Als erstes war die Lichterhöhle dran und wir konnten der Kleinen ganz viel erzählen was es in der Höhle gab. Mit unseren Lampen konnten wir sehr gut sehen. Selbst die Kleine hatte ihre Kopfleuchte dabei. Mit viel Spaß liefen wir zur zweiten und dann durchstiegen wir sogar noch die Dritte. Die Frauen blieben draußen. Hatten sie etwas Angst? Jetzt begann dann auch der Abstieg. Die Kleine wurde leicht müde, aber dennoch immer bereit mitzulaufen und ordentlich Gas zu geben. An der Liethenmühle schlief sie am Tisch nach dem Essen dann fast ein und ich entschied mich mit ihr vorzulaufen. Da entdeckten wir noch den alten DDR Spielplatz. Das alte Relikt hat es schon ordentlich dahingerafft, aber die Wippe sollte noch funktionieren. Wie schön. Wir zwei wippten dann auf einer alten nassen rostigen Wippe, bis die Anderen kam und wir gemeinsam den Rückweg antreten konnten. Bis nach Hause waren es noch gut 30 Minuten. Alle schlafen nun tief und fest.

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Freitag, 6. August 2021

Nach unserem Geschmack


Da wir gestern rein gar nichts gemacht hatten (es wurde sich auf die Wettervorhersage verlassen), kamen wir heute voll auf unsere Kosten. Zu aller erst fuhr tatsächlich eine Bahn in unsere Fahrtrichtung, aber leider sind wir vor lauter Gequatsche eine Station zu früh ausgestiegen. Gut, wir hatten ja Zeit. Der Einstieg in den Wanderweg verlief über die erste Etappe des Forststeiges. Dieser verläuft über ausgetretene und alte Pfade. Teilweise nah am Abgrund und schmal wie ein Rucksack. Dazu gepflegte Aussichten in das Elbtal. Angekommen am Gelobtbachtal gab es schon eine erste Umleitung wegen Baumfällarbeiten. Wie groß die wohl sein wird? Lange zog sich dieser Pfad an den Felsen entlang, vorbei am nächsten Bächlein und zum nächsten Bächlein und so wieter. Irgendwann mussten wir mit dem Bach dann hinauf. Durch die vorangegangen Unwetter floss nicht nur der Bach durch sein Bett, sondern der Rest über unseren Weg. Total urig und fernab vom Tourismus. Doch dann sprach uns eine Wanderin an wegen des Weges und wie weit es noch sei und ob sie richtig sei. Wir erklärten ihr den Weg und dann schloss sie sich mit ihrem 40 Kilo Marschgepäck uns an. Sie wollte in 7 Tagen den Forststeig gehen. Na herzlichen Dank bei dem Wetter. Da würde mir was fehlen, vor allen Dingen das Essen und die Toilette. Die Umleitung schlängelte sich weiter und wir rätselten wann diese endlich wieder auf den alten Weg kommen würde. Navi hin oder her. Der neue Forstweg war darin nicht vorhanden. Später standen wir wieder vor einem Schild, dass dieser Weg gesperrt sei. Hier war aber ein Missverständnis entstanden und wir konnten weiter gehen. Dann kamen uns Oma, Opa und ein Enkelchen entgegen und sie wollten wissen wo wir hinwollten und ob man weiterkönne und wenn ja wie. Der Weg sei nämlich mit tiefen Gräben zugewühlt worden, ein Durchkommen unmöglich. Da wir aber den Forststeig gehen wollten und nicht den Wanderweg, war es für uns leicht die richtige Passage zu wählen. Also nahmen wir auch diese Familie mit ins Schlepptau. Jetzt wurde es richtig spannend. Dicht an einem kleinen Bachlauf liefen wir mal links und mal rechts bis zum Abzweig Großer Zschirnstein. Spätestens als wir zur Zuwegung des G.Z. (ich schreib das jetzt nicht immer aus) kamen, war wohl die Abenteuerlust des Kindes geweckt und die des Opas am Ende. Das war nicht der Weg den er sich vorgestellt hatte. Unsere Mitläuferin Anne musste den Weg gehen, aus Prinzip die 105 Kilometer schaffen zu wollen. Schlamm bis zum Knöchel. Das hatten die Waldfahrzeuge hinterlassen. Wir kämpften uns durch. Die Kleine fand es toll auch mal dreckige Schuhe haben zu dürfen/müssen/können. Kurz vor dem Aufstieg trennten sich dann unsere Wege, trafen sich jedoch an der Aussicht wieder. Mit Anne kamen wir noch mal ins Gespräch und sie hatte sich riesig gefreut. Wir mussten dann los und der Regen kündigte sich auch bald an. Dieser überraschte uns nicht, konnte uns aber so richtig durchnässen. In Schöna war alles vorbei und wir stiegen dort in den Bus.


Eure Sandsteinjäger 

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Mittwoch, 4. August 2021

Endlich Erfolge


Nachdem wir gestern bereits über unseren Flow gemeckert hatten, sollte nun doch alles glatt gehen oder zumindest den Anschein haben, als sei alles in Ordnung. Das Regenradar zeigte heute in unserem Wandergebiet ab 13.00 Uhr Regen. Gestern Abend hatten wir bereits Vorsorge getroffen und Zeitmessungen angestellt, um diverse Unterstellmöglichkeiten erreichen zu können. Alles lief wie an der Schnur gezogen. Die Sonne zeigte uns ein Lächeln und hauchte uns Gute Laune ein. Perfekter Start in ein neues Wandergebiet. Durch die kleinsten Dörfer, wildesten Schluchten und verlassensten Gegenden erreichten wir die alte Rennstrecke. Es ging danach weiter zu unserem Panoramaplatz an der Hohburkersdorfer Linde. Hier konnten wir lange verweilen und sahen die brachiale Regenfront auf uns zu kommen. Noch war es jedoch nicht 13 Uhr. Aber sollte uns der Regen erreichen, dann wären wir gewappnet. Ich hatte jedoch bemerkt, dass mein Regenschutz für den Rucksack noch zu Hause war. Gestern war es die Jacke, heute der achso wichtige Schutz für den Rucksack. Wird schon gehen und eine Lösung wird es dann auch geben. Im nächsten Dorf besuchten wir die Kirche und als wir wieder das Tageslicht erblicken wollten, regnete es aus Kübeln. Wir suchten Unterschlupf auf einem Kinderspielplatz und hielten lange inne. Zu uns gesellte sich ein junges Pärchen die noch nach Hohnstein wollten. Am Ende stellten wir fest, dass sie ebenfalls aus Krippen stammen. Wir hatten also das gleiche Ziel, nur verschiedenen Richtungen. Der Regen hatte aufgehört und wir liefen in Richtung Steinerner Tisch und dann weiter nach Wehlen. Hier gab es dann einen fetten Eisbecher. Die Regensachen brauchten wir auch nicht mehr, bzw. hatten diese auch gar nicht gebraucht. Der Sommertag verabschiedet sich nun mit einem tollen Sonnenuntergang über der Elbe.



Eure Sandsteinjäger 

Dienstag, 3. August 2021

Der gewisse Flow


Heute ist schon Dienstag und irgendwie sind wir noch nicht angekommen. Das Wetter spielt uns zudem nicht in die Karten, aber damit müssen wir leben. Teilweise kommen wir nicht aus den Betten und die Busse und Bahnen fahren auch nicht wie gedacht. Heute auf dem Bahnsteig haben wir mitbekommen, dass es kein Zug ab Krippen fährt. Für einen Fußmarsch zum nächsten Bus an der anderen Haltestelle fehlte uns die Zeit, so dass wir erst den nächsten Zug erwischten und den eigentlichen Anschlussbus in Königstein damit ebenfalls verpasst hatten. Wir änderten den Kurs und liefen bis zu unserem Startpunkt. Die Planung war jedoch, dass wir bis diesem Startpunkt mit dem Bus fahren wollten. Soweit ging alles gut und die angekündigte Regenfront war auch noch nicht zu sehen. Gegen 13.00 Uhr sollte sie hier sein. Sollten wir heute Glück haben? Irgendwo im Nirgendwo bemerkte Katrin, dass ihre Regenjacke nicht im Rucksack war. Die Superregenjacke für 200€ hing zu Hause an der Tür. Toll und nun hörte man im Hintergrund leichtes rummeln und grollen in schnellen Abständen. Die Regenfront näherte sich also doch mit einem anständigen Gewitter. Wir unternahmen nun den Rückmarsch in Richtung Haltestelle und prompt als wir dort standen kam auch schon der Bus. War das nun Zufall oder eher eine Wiedergutmachung für den angebrochenen gebrauchten Tag. Katrin meinte, dass uns wohl der gewisse Schwung fehlte – es fehlte der Urlaubsflow der sonst immer da ist. So hatten wir noch nie begonnen. Es ist auch bei der Nahrungssuche anstrengend und stressig geworden. Die meisten Gaststätten haben aus Personalmangel zwei Ruhetage und dadurch sind andere Gaststätten so überfüllt, dass man entweder reservieren oder aber anstehen muss. Sie werden platziert. Die Stadt ist voll, fast übervoll.
Wir jedoch steigen morgen wieder in den Bus und vertrauen unserer norwegischen Wetter-App, die uns täglich den besten und genauesten Regen vorhersagen kann.
Bis die Tage und Grüße aus dem Sandstein.

Eure Sandsteinjäger 

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Montag, 2. August 2021

Im Stich gelassen?


Wir sind nun schon seit Samstag hier und haben uns sehr erholt. Das ist aber nur dem Wetter geschuldet, dass uns im Augenblick mächtig ein Bein stellen will. Am Samstag hatten wir nur einen Spaziergang durch den Ort gemacht und die „Eiche“ zum Abend hin besucht. Der gestrige Sonntag war total verregnet und da waren wir dann zum Nachmittag nochmal auf der Schandauer Seite. Schlussendlich begann heute unsere erste Tour. Jahrelang hatten wir immer gehofft, dass eines Tage mal ein Bus in Richtung Hohnstein fahren würde. Dauernd war dieser Ort nur mit viel Aufwand zu erreichen. Man war fast 1,5 Stunden mit mehreren Bussen unterwegs. Da hätte man auch fast laufen können. Jetzt ist es soweit: eine neue Buslinie und das heißt neue Möglichkeiten. Bei Nieselregen erreichten wir den Ort und vielen auch gleich in einen Outdoor-Shop hinein. Da fand ich auch gleich eine tolle leichte Regenjacke (die ich auch später gleich nutzen musste). Der Regen setzte von neuem ein und begleitete uns bis auf die Napoleonschanze. Doch ab hier änderte sich das Wetter schlagartig. Ein Sonne Wolken Mix mit etwas Wind. Man konnte es im Shirt aushalten, aber mit einer leichten Jacke war es auch nicht zu warm. Wir stiefelten bis zur Brandtaussicht. Hier kampierten junge Pfadfinderinnen unter einer Überdachung und mummelten sich in ihre Schlafsäcke. Während drei Mädels ihren Träumen nachgingen jaulte eine Dame zusammen mit ihrer Klampfe englische Charts in das Polenztal. Vielleicht war dies auch der Weckruf. Katrin las sich inzwischen die tolle Speisekarte durch. Matjesbrötchen (frisch) 4,60 € und Bockwurst mit Senf und Brot 5,00 € waren die billigsten Gerichte, doch leider war heute zu …
Abmarsch in Richtung Schulzengrund und Polenztal und dann wieder hinauf nach Waltersdorf. Am Bockstein war dann Schluss. Den Weg den wir mal so toll gefunden hatten, mit seinen vielen Panoramen in Richtung Lilienstein und Königstein, den gibt es nicht mehr und das werden wir auch bei der Stadtinfo auch petzen gehen. Kurz hinter einer Biegung steht ein Schild „Durchfahrt und Begehung verboten. Privatgelände.“ Das haben schon so einige drauf gehabt und meinen sie sind damit im Recht. Wege zumachen die Jahrelang für Wanderer begehbar waren. Zack fertig.
Wir machten dann kehrt und mussten einen Teil die Straße gehen. Im nächsten Dorf warteten wir dann auf den Bus.
Auch wenn wir uns vom Wettergott im Stich gelassen fühlen - es geht weiter.
Liebe Grüße aus dem Elbi
Die Sandsteinjäger

Sonntag, 25. Juli 2021

Warten


Wie erwarten wir diesen Augenblick abreisen zu können. Weg vom Stress und hinein in die absolute Entspannung mit neuen aber auch bekannten Touren. In den letzten Jahren haben wir so viel neues gemacht und erlebt, dass wir getrost sagen können: "Wir haben viel gesehen". Nun gilt es die Touren anders und besser zu gestalten und uns die Highlights herauszupicken. 2022 wir also das Highlightjahr - es wird 14 Tage nur Höhepunkte und das Beste vom Besten geben. Jetzt kommt aber erst 2021 mit den verschiedensten Sachen. Leider müssen wir Sperrungen von Wegen beachten, die wir eigentlich nutzen wollten. Hochwasser und Borkenkäfer spielen uns da nicht gerade in die Karten. Dennoch sind wir gewappnet und gerüstet, auch wenn die Knochen langsam müde werden. Die Ferne ruft und werden folgen. Also bis die Tage und wir wünschen Euch eine schöne letzte Juliwoche.

Eure Sandsteinjäger 

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Donnerstag, 1. Juli 2021

Letzter Post

Der letzte Post ist tatsächlich ewig her und ich staune, ja ich staune über die vergangene Zeit und über die in den letzten Wochen überdachten Reiseplanungen. Wie wirds diesmal? Der Sechserpack II. rückt näher, das heißt wir fahren alle zusammen. Während Katrin und ich unsere Routen mit den Öffnungszeiten und den Fahrplänen der Öffis verglichen brennt draußen die Sonne. Wir haben halt nichts besseres zu tun als zu planen. Dabei macht dies solchen Spaß. Eben wurde die Reiseflyer gedruckt und in die Umschläge gesteckt. Outdooractive wurde schon seit Monaten mit Infos gespickt. Man kann sich nicht mal verlaufen. Was jedoch noch fehlt, dass unsere Webseite mal komplett bearbeitet wird. Mal schauen ob dies noch auf den 5-Jahres Plan passt, denn dieser ist übervoll und lässt sich nur noch füllen statt abzuarbeiten. 
 
Eure Sandsteinjäger 

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Montag, 20. Juli 2020

Ein Sommerfazit

Jetzt gilt es das Aufgenommene und Erlebte nocheinmal zu verarbeiten und vielleicht in Zahlen wiederzuspiegeln. Insgesamt sind wir in den 13 reinen Wandertagen 121 reine Wanderkilometer gelaufen und haben dabei 3790 Höhenmeter überwunden. In diesem Jahr haben sehr viel Neues erlebt. Die Standardbesuche hatten wir einmal sein lassen und haben völlig neue Wege begangen, die wir teilweise bereits geplant oder sogar erst vor Ort entschieden hatten. Und wir hätten noch weiter machen können, hatten aber auch das Glück drei kleinere Auszeiten nehmen zu können, da wir vielleicht ein paar Touren mit etwas zu viel Gepäck genommen hatten, oder wir einfach älter geworden sind. Wir hatten in der Zeit nie Probleme mit dem Essen in den Gaststätten. Das Wetter war immer ausschlaggebend. Das Glück war immer auf unserer Seite. Klimatechnisch waren die morgentlichen Anfänge nicht immer so wie geplant, aber so viel Glück wäre wohl zu viel des Guten gewesen. Der letzte Tag hatte mich dann doch schon etwas gestresst. Zwei meiner Akkus fehlten und eigentlich wollten wir nach dem groben Packen für die Rückfahrt noch eine kleine Runde drehen, doch es kam alles anders. Statt dessen suchten wir die die letzten Gegenden ab, wo ich diese evtl. verloren haben könnte. Aber nichts. Statt dessen lagen die beiden kleinen Akkus unter meiner Decke und schliefen noch eine Runde. Den Schreck hätten wir uns sparen können, vor allen Dingen ich mir selbst. Spätestens in der Nacht hätten diese dann im Rücken gedrückt. Es ist ja auch nichts kaputt gegangen, sondern wäre nur etwas verloren. Gut, jetzt sind sie wieder da.
Die Rückfahrt war Klasse. Wir starteten dann bereits um 7.00 Uhr. Glatte 5 Stunden mit einer P-Pause und 5 Baustellen. Am Ende jammerte Betty auf allen Zylindern und die 102 Oktan verbrannten richtig gut.
Nächstes Jahr ist bereits geplant. Heute Abend wollen wir bereits, da wir noch die Touren im Kopf haben, eine kleine Planung aus der Taufe heben, die zum Wohle der Gemeinschaft und zur Stärkung des Weltfriedens und natürlich für die Verwirklichung des 10 Jahres-Plans festgehalten wird. Dazu gehören natürlich auch wieder neue Wege und Ziele, denn wir müssen deutlich die 100% Marke übertreffen. Für Frieden und Sandsteinstaub - Seid bereit.

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Freitag, 17. Juli 2020

Alte Meilensteine

Heute sollte es die letzte große Tour werden. Katrin und ich legten uns gestern eine gut ausgedehnte Tour bereit. Sie führte uns über die Kipphornaussicht und den Großen Winterberg bis zurück in das Kirnitzschtal. Es war eine ausgedehnte und etwas längere Tour mit einem starken Anstieg in der Anfangsphase. Es ging bis zur ersten Aussicht eine Stunde lang steil bergauf. Die Nacht zuvor hatte es ordentlich geregnet, so dass wir für heute früh tollen Nebel im Tal hatten und die Wege sehr matschig waren. Den Nebel hatten wir leider verpasst und so zog der Dunst über unsere Köpfe hinweg. Dazu war es mal frisch und mal etwas wärmer. Wir wussten nicht ob wir schwitzen durften oder frieren mussten. Die Aussicht von der Kipphornaussicht war zwar schön, aber fototechnisch nicht zu gebrauchen. Hin und wieder zeigte sich die Sonne am Himmel und wieder einmal verirrte Wanderer auf den Wegen. Wieder mal. Zwei davon sind mir wirklich hängen geblieben. Am Großen Winterberg standen sie zwischen all den Wegweisern und alten Meilensteinen aus dem 19. Jahrhundert. Die zwei wollten zum Prebischtor. Tja, so steht es auch auf Meilenstein drauf, den irgendein Kurfüst oder König dort hinstellen lassen hat. Den eigentlichen Wanderweg gibt schon ewig nicht mehr. Dieser sollte mal vor Jahren wiedereröffnet werden, jedoch stehen auf der tschechischen Seite die Reservate der Auerhühner und –hähne im Wege. Vielleicht will mal den Weg auch gar nicht mehr haben. Jedenfalls haben wir den beiden Wanderern mehrere Alternativen gegeben, sowie ein Foto aus unserer Karte. Ich hoffe sie sind zu Hause gut angekommen.
Unsere Ankunft im Kirnitzschtal war unspektakulär. Rein in die Bahn und ab nach Schandau. Katrin wollte noch einmal kneippen, also mit den Füßen im Wasser und so. Das wurde gestattet bevor wir unsere Heimreise antreten durften.

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Donnerstag, 16. Juli 2020

Spätaufsteher

Als ich Katrin heute gegen 13.00 Uhr geweckt hatte, war alles wieder gut. Wir beide waren endlich ausgeruht. Nach dem Frühstück hatte es geregnet und wir beide waren echt ganz unten. Die Füße taten noch weh, der Rücken schmerzte und insgeheim freute man sich wieder auf das eigene Bett. Also legten wir uns nochmal hin.
Als wir dann am Nachmittag sehr verspätet losgingen schien wieder mal die Sonne. Es war wunderschön. Zwar kam das nächste Regengebiet auf uns zu, aber mit den Regensachen waren wir auf dem Rundgang nach Rathmannsdorf (Brown-Village) gut gewappnet. Der Wechsel zwischen Regen und Sonne ließ ein Nebelmeer aus den Tälern hochziehen. Das erste Nebelmeer hatten wir verpasst. Wir gingen zum Aussichtsturm und warteten dort den nächsten Schauer ab. Der war zwar nicht so ergiebig, wir hatten aber dennoch einen fantastischen Blick. Auf dem Rückweg gingen wir wieder durch die Stadt etwas shoppen. Wir hatten uns noch Wein und Bier aus der Region für unseren Sandsteinabend in die Rucksäcke gepackt und stürmten dann zur Fähre. Da der Tag viel zu kurz war und wir recht müde waren (sind), müssen wir uns nun für morgen wieder ein Highlight überlegen. Heute geht es also wieder früh zu Bett und wir werden nachher beim Essen auf unserer Karte einen Plan machen.
Es soll eventuell zur Kipphornaussicht gehen und wird dann wahrscheinlich auch die letzte große Tour des Urlaubs.

Eure Sandsteinjäger 

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Mittwoch, 15. Juli 2020

Gut getimt (sprich: geteimt)

Früh aufstehen, die Sonne scheint auf den Balkon, Frühstücken und ab zur Fähre. Der heutige Plan ging voll auf wenn man den Zeitplan betrachtet. Der Bus brachte uns weit in das Kirnitzschtal. Dort hinten waren wir noch nie ausgestiegen. Und wieder was Neues. Es ging steil hinauf zu den Pohlshörnern auf ausgewaschenen Wegen und durch einen Wald den man beim Sterben zuschauen konnte. Man hörte es förmlich, da die immergrünen Nadeln im Takt auf den Boden fielen. Wie kleine Regenschauer. Die Nadeln hatten wir dann auch im Haar. Mit Klick, klick, klick bedeckten sie den Boden und das Umfeld. Ringsherum nur grüne Nadeln, aber äußerlich schien der Baum in Takt.
Das Kleine Pohlshorn hatten wir nun erklommen. Die Sicht war trübe und die Schlechtwetterfront schon in Sicht. Jedes Mal wenn wir bei den Pohlshörnern waren war das Wetter schlecht. Einmal überzog uns ein Sturm und Regenband, so dass wir die Aussichten nicht betreten hatten. Katrin hätte es weggefegt. Die Aussicht heute also mehr als schlecht. Am großen Pohlshorn war es dann auch nicht besser. Dafür waren der Auf- und Abstieg heute für uns eine Qual. Heute noch wollten wir was machen und das gute Wetter ausnutzen, aber in der Luft herrschte bereits eine hohe Luftfeuchte mit dem herannahenden Schlechtwetter, so dass wir bereits bei der Talfahrt schwitzten. Der Aufstieg zum Teichstein löste sich also in Luft auf. Vor 5 Jahren hätten wir den noch nebenbei mitgenommen.
Endlich ging es hinab, dorthin wo der TV-Ranger sein Quartier hat. Im Augenblick ganz schön abgerockt. Hier hatten wir dann unsere große Kuchenpause und trockneten die Sachen. Die neue Thermokanne zeigte mal wieder ihr können. Der Rest müsste jetzt noch warm sein – ich geh das gleich mal testen.
Mit dem Bus fuhren wir dann nach Hause. Dieser wurde dann von Station zu Station voller und voller. Katrin bekam auf ihrem Sitz schon fast Platzangst und atmete flach. Da merkt man das Autofahrerkind von damals. Ich als altes Busfahrerkind der Stadt Rostock weiß wie voll Busse werden können. Zu DDR Zeiten gingen meist mehr Fahrgäste in den Bus, als der Fahrgastraum Platz bot und zählte damit als erste Partnervermittlungsstätte.
Jetzt hat es, wie auch vorhergesagt, endlich mal wieder geregnet, reicht aber weitem nicht aus. Damit hatten wir unsere Zeit super eingeteilt und waren pünktlich zu Hause. Morgen soll es wieder unbeständig werden. Mal schauen was wir machen werden. Auf alle Fälle einen Schongang einlegen. Liebe Grüße in die Heimat..

Eure Sandsteinjäger 

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Dienstag, 14. Juli 2020

Katrins Geschmack

Wir hatten heute den kindgerechten Favoriten mit einer neuen Änderung ins Visier genommen. Ab Rathen ging es einen komplett unbeschwerlichen Weg hinauf zum Rauenstein. Vorbei am Nickstein schlängelten wir uns durch den Wald. Es tat sehr gut, denn die Sonne brannte ordentlich. Heute hätte ich mir auch einen Sonnenbrand bekommen können – Lieferung Frei Haus. Wir trafen eine Familie am Bärengrund, die fast durch diesen versucht hätten den Rauenstein zu bezwingen. Der Vater wäre wohl alle Tode gestorben, nachdem wir erlebt hatten wie ängstlich er wirklich war. Wir machten Witze und erklärten den Weg hinauf. Nebenbei legten wir Pfeile, damit sich die Familie nicht verläuft. Später kamen wir dann ins Gespräch und da merkten wir das der Vater doch ängstlicher war als Sohn und Mutter zusammen. Dabei wäre der Kleine doch lieber auf Pokemon-Jagd auf den Rauenstein gegangen. Am Ende des Rauensteins war die Famile überzeugt das sie wiederkommen würden. Wir konnten viele Ratschläge mitgeben.
Unsere Wanderung wäre am Fuße des Rauensteins am Ende gewesen. Wir sind jedoch nicht wir, wenn wir die Sache heute mal wieder nicht komplett durchziehen würden. Also weiter zum Pavillon nach Thürmsdorf und dann hinunter nach Königstein. Wieder wurden wir angesprochen. Angeblich würden wir aussehen als würden wir die Hotspots meiden und die Gegend kennen. Also Insider Inkognito? Auch ihm konnten wir helfen.
Am Ende war es wieder mal ein gelungener Tag den wir von 5 Kilometer einfach mal auf 10 Kilometer erweitert hatten. Zum Schluss mussten wir noch laufen, um unsere S-Bahn zu kriegen. Schlussspurt bei 28°C.

Eure Sandsteinjäger 

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Montag, 13. Juli 2020

Zurück in die Zukunft

Wir standen auf dem Bahnsteig und der Zug lies auf sich warten. Eigenartig ist es schon, denn die Züge fahren hier schon recht pünktlich. Ich schaute auf meine App. Dort war nichts zu sehen von einem Zug der heute irgendwie von hier fahren sollte. So gingen wir direkt zum Bus und der brachte uns zum Hauptbahnhof. Hier wartete die S-Bahn auf uns. Wir hatten jedoch schon eine Stunde verplempert und daher wurde die Zeit für unsere Wanderung auch sehr knapp, denn wir wollten heute grillen. Im Zug kam uns die Erleuchtung und wir stiegen wieder aus. Die Tour sollte schlussendlich zum Kohlbornstein führen. Eigentlich eine kurze Abendtour, die von uns kurzerhand und innerhalb von einer Minute, im Zug sitzend, geplant wurde. Vorher ging die Katrin nochmal zur Bahnhofsinformation und schilderte die Sache. Angeblich sollte an jedem Bahnhof ein Aushang hängen. Heute und wahrscheinlich auch morgen fährt kein Zug nach Krippen. Bums aus.
Der Täppichtsteig führte uns nun nach Kleinhennersdorf vorbei an frisch gemähten Feldern, bei sommerlichen Temperaturen. Der Marsch war angenehm. Warm mit etwas Wind und ein paar Wölkchen am Himmel. Die erste lange Pause hatten wir dann schon am Fuße der Laasensteine und blickten zurück auf die Ortschaft Papstdorf und dem Papststein und Gohrisch. Hier erholten wir uns. Unsere Füße hatten uns den gestrigen Marsch noch nicht ganz verziehen. Da kam so eine Bank ganz recht. Unser Ziel hatten wir dann auf der Aussicht des Kohlbornsteins erreicht und blickten hinunter zu unserem Ziel, dem Ort Krippen. Es ging noch eine ganze Weile abwärts.
Doch jetzt geht es zum Anfang aller Geschichten, zurück zum Urschleim allen Urlaubs. Ein Zeitsprung in der Geschichte der Sachsenurlaube: Katrin wollte noch was kaufen und sieht ein Schild, geht rein und die Zwei kommen ins Gespräch. Es dauerte eine ganze Weile, dann hatte sich alles aufgeklärt. Wisst ihr es? Das war der Sohn des Baudenbesitzers, dort wo die alte Sippe der Doberaner ihren Sommerurlaub verbrachte. Welch ein Wiedersehen.
Kommt es noch zu einem Baudenurlaub? Wir wissen es nicht. Wir wissen nur das wir jetzt grillen gehen und den Abend richtig abschließen werden.

Eure Sandsteinjäger 

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