Die letzte Tour hatten wir uns als Schmankerl aufgehoben.
Etwas mehr Kondition und Zeit war angebracht, aber das alles hatten wir gut
eingetaktet. Um 19.30 Uhr waren wir bei unseren Vermietern zum kleinen Umtrunk
eingeladen und so kam es, dass ich es nicht mehr geschafft hatte einen Bericht
zu schreiben. Dafür kommt dieser nun ausführlich 24 Stunden später.
Die Mädels fanden es auf alle Fälle gut, dass wieder eine,
oder sagen wir besser, nur noch eine Tour mit dem Rad statt fand. Nun kamen sie
an ihre Leistungsgrenzen des Urlaubs.
Mit dem Rad ging es in die Richtung des Lichtenhainer
Wasserfalls. Vorab nutzten Katrin und Gitti noch mal die Fähre mit den
Wochenkarten. Nette und ich jagten wieder über die Brücke zum Treffpunkt
„Haltestelle Bad Schandau“ der Kirnitzschtalbahn. Hier konnten Nette und ich
mal wieder warten, aber es dauerte nicht lange und die andere Hälfte trudelte
ein. Nach Lagebesprechung fuhren wir dann hinter der abgefahrenen Bahn
hinterher. Langsam aber sicher nahm ich mir vor die Bahn einzuholen. Die
anderen blieben indes zurück. An der Ostrauer Mühle hatte ich sie dann in Sicht
bekommen, ehe ich sie dann endlich am Forsthaus eingeholt hatte. Es war nun
nicht mehr weit bis zum Lichtenhainer Wasserfall. Wo die Mädels waren weiß ich
nicht. Sie hatten mich auch fahren lassen.
Am Wasserfall wartete ich und machte mich erstmal frei. Mir
war ordentlich warm geworden.
Nachdem ich dann 15 Minuten gewartet hatte, machten wir uns
dann gemeinsam auf den Weg durch die Talstraße hinauf in Richtung Lichtenhain
und dann weiter über einen der vielen Panoramawege die es hier so gibt in
Richtung „Hohe Straße“. Das waren dann auf gut 9 Kilometern so ca. 190
Höhenmeter die jetzt zu überwinden waren. Nicht ganz einfach zu bewältigen,
aber die Mädels konnten stolz auf sich sein. Das fährt nicht jeder einfach mal
so.
Auf der Hohen Straße gab es dann eine ganze kurze Pause.
Nette bekam Hunger und wurde leicht aggressiv. Die nächste richtige Raststation
kam bald, aber wir konnten nicht sagen ob diese besetzt war. Wie denn auch?
Nach der langen Pause fuhren wir dann weiter zur nächsten
tollen Aussicht. Den Weifberg konnte man schon sehen. Die Mädels dachten das
wir sie verkohlen als sie die Entfernung sahen: „Da wollen wir noch hin?“, „so
weit?“ – Äh, die Tage vorher nicht genug kriegen und nun kneifen?
Wir fuhren nun in den Wald der uns in Richtung Grenze führte.
Einen kleinen Teil nach Tomasov hinauf mussten sie wieder schieben. Es ging
aber trotzdem gut voran. Das Highlight in Tomasov selbst, die kleine Kapelle
(aus anderen Touren der letzten Jahre bekannt), interessierte aber nicht. Im
Gegenteil, sie wollten einfach nur weiter. Es ging durch das Dörfchen hindurch
und wieder in den Wald hinein, dann bogen wir ab in Richtung Weifberg. Er ist
wegen des Aussichtsturmes sehr beliebt und zieht Menschenmassen an.
Dann kamen die besagten Menschenmassen aus Tschechien. Ich
glaube es waren so um die 18 Leute und laut wie 30 Italienerinnen. Sie waren
mit den Rädern teilweise gut bestückt. Ich glaube, dass ich 5 ohne Akku gezählt
hatte. Der Rest war bestückt mit Lithium-Ionen. An nem Mountainbike einen Akku.
Ich glaub es nicht. Dazu noch die neumodisch 650B Bereifung, welche dann 27,5
Zoll entspricht. Heftig. Da wollte jemand in die Trickkiste greifen, kommt aber
den Berg hochgeschoben. Na ja.
Abfahrt – weiter gings.
Jetzt ging es immer weiter an der Kirnitzsch entlang und
weiter nach Bad Schandau. Das waren noch knapp 9 Kilometer Luftlinie, aber
durch etwas Gefälle macht es die Sache doch einfacher. Kurz vor 6 aßen wir dann
im Kurpark deftig und sind dann gegen 7 schnell wieder auf die andere Seite
nach Krippen gefahren. Jetzt war es schon dunkel geworden. Mein Licht schaltete
schon auf Reserve und ging dann später ganz aus. Schade eigentlich. Jetzt wo
man es braucht…
Es wurde sich schnell fertig gemacht und dann begann der
Rest des Abends im Partykeller. Wir ließen den Tag noch mal schön ausklingen
und zogen nach unseren 59 Kilometern ein Fazit. Geil wars.
Eure Sandsteinjäger