Sonntag, 21. Juli 2019

Balkonien

Ich war heute zu gar nichts zu gebrauchen. Diese Mal war ich wohl die Bremse. Wir konnten heute ausschlafen und frühstückten spät. Demnach waren wir auch nicht so zeitgebunden.
Es gab zwar einige Regenschauer am frühen Morgen, jedoch schien die gestrige Hitze an Ort und Stelle geblieben zu sein. Es kühlte sich nicht ab. In der Nacht zu heute gab es auch noch ein heftiges Gewitter, jedoch konnte ich sehr gut durchschlafen, es fehlte mir also an nichts. Dann kam nach dem Frühstück diese Müdigkeit und ich legte mich etwas auf die Couch und später auf den Balkon. Die Sonne gab ihr bestes an mich weiter. Herrlich. Und so brutzelte ich über einen längeren Zeitraum mit etwas Umluft bei 28 Grad leicht vor mich hin. Um ein Uhr machte Katrin mich darauf aufmerksam, dass sie noch etwas Essen möchte und etwas laufen will. Wir sind dann auch losgekommen und wie ein altes Ehepaar den Aufzug nach Ostrau hochgefahren, oben eine Runde gedreht, runter gegangen, Kuchen gegessen und wieder nach Hause gefahren. 
Am Abend wollte wir noch mit Freunden grillen. Also hatten wir auch keine Zeit mehr. Der Abend wurde lang, der Bericht kurz. Gute Nacht. Morgen wird ein langer Wandertag.

Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 20. Juli 2019

Von der Quelle bis zur Mündung


Das war heute ein Beginn..., allein beim Kartenkauf in der Bahn ging es schon kunterbunt los. Es ist so, dass man bis zur Grenze seine Karte am Automaten kaufen kann. Alles was nach der Grenze folgt wird in der Bahn gelöst. Wir wollten also beim Zugbegleiter bis Rumburk (der Anfang unserer Radtour) die Karten lösen, wurden dann aber drauf hingewiesen, dass dieser Zug nur bis eine Station hinter die Grenze fährt. Danach folgt ein Schienenersatz bis in die wilden Weiten der Böhmischen Schweiz, zusammen mit einem Ticket, welches wie der Kassenbon von Kaufland aussieht. In der Wildnis hat man dann Anschluss evtl. nach Rumburk. Das wurde uns dann im Zug verklickert. Na ja, wir lösten erstmal bis dorthin, ohne zu überlegen wie es dann weitergeht. In "Dolni Poustevna" stießen wir auf einen Schienenersatzverkehr der wirklich keine Räder mitnimmt. Dies wurde uns zwar vorher gesagt, aber ein Versuch zu fragen war es doch wert. Ich fragte den Busfahrer ob er Platz für zwei Räder hätte. Anfangs verneinend machte ich danach wohl ein bedröppeltes Gesicht. Da saß ich nun in der Provinz und keiner hilft mir. Plötzlich rief er mir hinterher. Wir sollten es versuchen ob es doch passt. Tatsächlich, mit ach und krach stellten Katrin und ich uns in eine Kinderwagennische. Ab nach Mikulasovice. Dort wieder raus ging es dann zum Bahnhof. Wir stiegen in die Ferkeltaxe, die uns zu unserem neuen Startpunkt bringt. Heidewitzka, das war ein Zugerlebnis. Mein Lenker passte gerade so durch die Tür. Kleiner als der vorherige Bus. 
Die Weichen unterwegs wurden per Hand gestellt. Gut durchgeschüttelt erreichten wir unseren Startpunkt. Katrin konnte gar nicht mehr stehen und war froh als sie wieder im Sattel saß. Von der der langen Rüttelfahrt hatte sie nun schon weiche Knie bekommen. Wir wollten heute von der Quelle bis zur Mündung der Kirnitzsch fahren und es hat geklappt. Das war schon immer Katrins Traum. Heute war es dann soweit. Sichtlich berührt trank sie das Quellwasser. Es soll besondere Wirkung haben und Glück bringen. Nun ging es hinab und auch mal hinauf immer am Bach entlang. An einem Samstag an dem alle Straßen voll sind und die tschechische Republik hier auf den Radwegen zwischen Bad Schandau und Rumburk ihre Testfahrten macht. Neue Studien haben ergeben, dass mit erhöhtem Elektrosmog auf Radwegen zu rechnen ist. In diesem Sinne: E-Bikes erst ab 55. Tretet mal wieder ohne Hilfe in die Pedale. Viel Spaß.

Eure Sandsteinjäger 

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Freitag, 19. Juli 2019

Wettergott? Was ist das?


Eigentlich wollten wir heute in Rumburk anfangen. Geplant war eine Tour von der Quelle der Kirnitzsch bis zur Mündung in die Elbe. Aufgestanden um 7 Uhr und alles fertig, jedoch machte uns der Wettergott mit seiner noch schlimmeren Vorhersage einen Strich durch die Rechnung. Ab Mittag sollte Regen mit evtl. Gewitter eintreffen. Beim Frühstück überlegten wir noch, ob wir diesen Trip bei solch unbeständigem Wetter starten sollten. Schnell wurde Ersatz gefunden. Die neue Route ließ sich beliebig erweitern oder verkürzen und wir sind schon jahrelang gern diese Runde in ähnlicher Form gefahren. An den Zwischenpunkten wurde beratschlagt und neu entschieden wie es weitergeht.
So fuhren wir also von Bad Schandau nach Königstein, weiter nach Thürmsdorf mit seinem profanen Blick über die Elbe. Langsam bekamen wir hin und wieder einige kleine Schauer zu spüren. Wir wussten, dass wir alles richtig gemacht hatten. Über Nauendorf und Rathen ging es weiter in Richtung Gamrig und Walthersdorf. Immer wieder stellten sich steile Anstiege in den Weg. Wir lieferten eine reife Leistung ab. Wenn man bergauf noch lachen kann und Witze macht, ja dann ist alles in Ordnung. Am Ende des Tages kamen wir wieder zu Hause an und setzten uns mit Kaffee und Kuchen auf die Terrasse. Mein Tacho verriet uns eine Entfernung von 36,7 Kilometern und 800 Höhenmetern. Morgen wird nur die Entfernung eine Rolle spielen.

P.S. Sofern ihr einen Kommentar hinterlassen wollt, versucht dies bitte mit Eurem Google-Account oder als "Anonym".

Eure Sandsteinjäger 

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Donnerstag, 18. Juli 2019

Ab in den Steinbruch

Der Tag begann wie im Bilderbuch. Sonne pur. Auf der Terrasse brannte uns der Stern in den Nacken. Die Butter lief über den Tisch. Eine Route stand noch nicht fest. Wir schauten auf unseren Plan und auf die Karte, fassten dann den Entschluss den Steinbrecherweg zu gehen. Wir hatten noch überlegt, wann wir diesen Weg das letzte Mal gegangen sind. Wir kamen nicht darauf, mussten uns aber sehr wundern wie stark sich die Natur hier verändert hatte. 
Hier zwischen den Bäumen war es wunderbar. Etwas Wind wehte und es war nicht allzu warm. Es war der alte Steinbrecherweg, den die Steinbrecher vor 100 Jahren nutzten, um den Sandstein in großen Mengen abzubauen. Hier liegen noch alte Geräte, Schienen, Loren und sonstiges Zeug herum. Manchmal muss man aufpassen, dass man nicht in die Löcher der unterirdischen Höhlen tritt. Es ist etwas unheimlich dort. 
Zweites Ziel war die "Kleine Sächsische Schweiz". Hier stehen in Sandstein gehauene Nachbildungen auf einem kleinen Grundstück. Man kann also für 10 € in 15 Minuten die komplette Sä. Schweiz ablaufen, inkl. Fahrt mit einer Miniatureisenbahn. Die Karte für die Bahn haben wir nachher verschenkt. 
Dieses hoch und runter heute hatte eine Länge von 13 Kilometern (inkl. Wunderland) aber stattliche 750 Höhenmeter.  Am Abend legten wir uns für die morgige Tour fest und trafen noch ein paar Wandersleute aus Niedersachsen, die sich zu uns an den Tisch gesetzt hatten. Sie gingen den Malerweg in mehreren Tagen und wir erzählten über uns. Dann war der Tag auch wieder zu Ende. 

Eure Sandsteinjäger

Mittwoch, 17. Juli 2019

5 Sterne Deluxe

Die Räder waren heute wieder unser Hauptgefährt. Wir nahmen uns eine Route vor, die bereits von anderen gefahren wurde. Es wurden diverse Hindernisse und Beschreibungen aufgezählt, die für uns machbar waren. Es wurde sogar eine Steigepassage beschrieben, bei der sogar E-Bikes Probleme hätten. Die Wurzeltrails zwischendurch würde ich persönlich keinem Normalbiker empfehlen. Am Anfang in Königstein war eine heftige Steigung dabei, weitere folgten. Wer runter will, muss erstmal hinauf. Aber das es so schlimm war, hätte ich nicht gedacht. Ich musste mir um Katrin Sorgen machen, da es entweder nur steil rauf oder über einen Wurzelweg mit 30 Grad Neigung direkt ins Tal ging. Sie ging teilweise nur noch Gassi mit dem Rad. Aufatmen nach diesem Stück.
Lange lange fuhren wir dann gemeinsam eine schöne Waldautobahn nur hinauf. Die Ziele Taubenteich und Fuchsteich kannten wir schon, doch die Wegeführung war etwas Neues für uns. Nach 19 Kilometern hatten wir heute die Spitze erreicht. Katrin meinte dazu: "Pause wird gemacht, wenn wir oben sind." Das war mal eine Ansage und oben war der Fuchsteich. Zweites Ziel Taubenteich.
Hinter dem Taubenteich kam die letzte Steigung für heute. Wer vorher all seine Kraft, sei es mental oder elektrisch, verballert hatte, hätte nun keine Chance mehr gehabt. Das war die beschriebene Stelle des Autors. Das war so eine Stelle: "Gib E-Bikes keine Chance mehr". Die 200 Meter Passage durchfuhr ich im ersten Gang. Es war schon hart an der K.-Grenze. Aber geschafft. Es lief ab jetzt nur noch bergab und das bei schönstem Sonnenschein. Ideal zum Radfahren. An den Ärmeln wurde uns kalt. Für den Rest der Talfahrt gab es ein langes Shirt. 
  
Eure Sandsteinjäger
 

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Dienstag, 16. Juli 2019

Alles nur geklaut

Heute wollte ich zum ersten Mal im Elbi etwas bouldern. Hier in Schandau gibt es eine Wand, an der man sich "warmklettern" kann, bevor es in die Berge geht. Schön dachte ich, bei diesen Temperaturen ist es doch das Richtige. Danach eine kleine Runde Wandern. Heute früh war es so kalt, wir hätten eine Mütze vertragen können.
Angekommen am Fels der Sehnsucht: Die Griffe und Tritte die hier eigentlich vorgeschraubt sind, wurden wohl einfach geklaut. Die Dübel steckten noch drin und so lang kann es noch nicht her sein. Eigentlich verschließt man solch Löcher wieder mit Zement, damit kein Wasser in die Fugen eintritt und den Fels zerstört. Da stand ich nun etwas niedergeschlagen, aber der restliche Tag lag noch vor uns. Und ein ungeplanter Weg kann lang werden. Wir änderten unseren Plan und gingen einen sehr schönen Panoramaweg über ein paar Dörfer wieder hinab ins Tal. Dort erwartete uns mit einer Punktlandung die Kirnitzschtalbahn und brachte uns zurück nach Schandau. Jetzt langsam tritt die Erholung ein und ich persönlich bin nicht mehr so angespannt. Der Akku füllt sich langsam wieder. Morgen werden wir wohl eine Radtour unternehmen. 
  
Eure Sandsteinjäger 

Montag, 15. Juli 2019

30 Kilometer Einsteigertour

Heute wollten wir mit den Rädern los. Die Route stand schon fest. Wir wollten wie immer unsere Startroute nehmen, die wir jedesmal mit den Rädern als Einsteigertour befuhren. Da wir nun schon etwas länger nicht mit den Rädern hier waren und zusätzlich Sturm und Regen hier in den Wäldern gewütet hatten, war uns nicht bewusst wie die Wege zerstört waren. Die Natur holt sich so einiges zurück, Wege sind gesperrt und Wälder werden komplett geholzt, da durch die Trockenheit der Borkenkäfer so richtig loslegen kann. Am Ende folgte der Sturm, der dann das umlegte, was andere noch nicht geschafft hatten. Katatrophe. 
Katrin hatte leider auf ersten Drittel der Strecke mit dem Weg etwas zu kämpfen. Geröll, Steine, Sand machten das Fahren mit den Reifen schwer. Irgendwann wurde es jedoch besser und wir beide kamen wieder in den Tritt. Eigentlich ist es immer eine schöne Runde gewesen. Uns war beiden unterwegs kalt geworden. Es war wirklich nicht schön. Das Wetter war zwar beständig, aber nur beständig kalt. Die Sonne haben wir hinter den Wolken erahnen können. Es war ja Tag. Nach dieser 30 Kilometer Auf-und-Ab-Tour hatte wir beide die Tour im Hintern gespürt und die Waden waren kalt. Wir hätten ein Fußbad nehmen sollen. 1036 Höhenmeter hatten wir heute bewältigen müssen. 
Wie hielten an einem Bäcker in der Stadt an und schaufelten uns leckeren Kuchen zur Kaffeezeit hinein. Katrin sitzt nun über der Karte und studiert etwas für morgen ein. Ich hoffe, dass wir nicht um sieben aus dem Bett müssen. Irgendwie möchte ich mich schon erholen. Jetzt werden wir gleich zum Essen gehen. Mich wird die Schweineleber erwarten. Hab schon richtig Lust drauf. Jetzt in der Woche habe ich mir auch überlegt Bouldern zu gehen. Hier in Schandau gibt’s eine Ecke zum Klettern. Vorab gab es noch einen kleinen Arbeitseinsatz auf unserer Terrasse. Wir verschönerten zusammen mit den Vermietern die Brüstung. Die hiesige Bauleitung hatte das Projekt auch schon abgenommen und für gut befunden.
Blöd wie ich bin habe ich mir am Abend wieder mal mein Schienbein aufgeschlagen. Die Slackline hat mir noch einen mitgegeben als ich absteigen wollte. Ich wurde schon verarztet.

Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 14. Juli 2019

Test bestanden

Der Besuch der Gaststätte hatte sich gelohnt. Dabei haben wir viele lustige Dinge erlebt. Unser Essen war einfach Klasse. Der neue Besitzer hat eine originelle und kleine knackige Karte und ebenso tolle Bedienung ;-)
Katrin und ich haben unser Essen gerade so geschafft. Jetzt sind wir komplett fertig. Der Magen knurrt nicht mehr, die Füße sind lahm und die Taschen für morgen gepackt. Morgen geht es mit den Rädern los. 
  
Eure Sandsteinjäger

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Massenauflauf

Der Morgen war frisch. Wir wussten nicht was wir anziehen sollten, entschieden uns am Ende bei frischen 15 Grad doch für lange Hose und einem Shirt. Der Marsch wird uns schon erwärmen. Wir hätten uns jedenfalls denken, dass es heute voll wird. Überall Menschen, teilweise mit Kontrollverlust der eigenen Orientierungsorgane. Selbst Hinweisschilder und Richtungsweiser können diese Wanderer nicht davon abhalten in falsche Richtungen zu laufen. Sie wissen nur, dass die sichtbare Elbe in Richtung Hamburg fließt. Das war es dann auch. Wir hätten vielleicht auf den Kohlbornstein klettern sollen oder das Schwimmbad in Bad Schandau besuchen können. Es hätte unsere Nerven geschont. Wie kann man nur ohne Vorbereitung auf solchen Touren gehen? 
Der Wettergott meinte es gut mit uns und ein Einsehen. Der Regen hat uns am heutigen Tag immer nur umkreist. Immer wieder konnten wir sehen, wie der Regen an uns vorbeizog und anderen Revieren kurze Schauer brachte. Wir waren trotzdem gut gerüstet und immer gut vorbereitet. Nach dem Besuch des Liliensteins, den wir über den schwersten Aufstieg begonnen hatten, waren wir echt müde und legten uns auf einen Kinderspielplatz des Nationalparks in die Sonne. Ich hätte liegen bleiben können. Kein Wind störte uns. Es roch nach Heu. Leider trieb uns der Hunger auf Kaffee und Kuchen weiter. 
Bis Bad Schandau gingen wir zu Fuß an der Elbe entlang, gingen in die altbekannte Mokka-Milch-Eisbar, warteten den Regen ab der wieder mal vorüber zog und liefen dann nochmal durch die Stadt. Wir sind leicht geschafft und freuen uns auf das Essen in der bekannte Gaststätte im Ort. Sie soll eine neue Chance bekommen. Na ja, mal sehen. Ich bin etwas skeptisch. Vielleicht schreib ich dazu nachher noch etwas dazu.   

Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 13. Juli 2019

Studieren geht vor Probieren

Nachdem wir unseren Schnittchenteller verputzt hatten, sollte es eigentlich nochmal zu Fuß durch den Ort gehen. Katrin wollte unbedingt neue Speisekarten studieren. Das ist ihr zweites Hobby. Das tut sie immer, selbst dann wenn sie keinen Hunger verspürt. An Hand dessen weiß sie genau wie gut die Gaststätte ist. Einigen "wiederbelebten" Stätten, welche wir bereits abgeschrieben haben (auf Grund vom "Service"), möchte Katrin noch eine Chance geben. Wir reisten jedenfalls mit dem Rad durch den Ort und blieben ganz zum Schluß an der Slackline stehen. Hier musste ich ran. Katrin wird dann auch mal üben (wenn keiner zuschaut). Irgendwie setzte auch die Müdigkeit ein und so recht sind wir beide noch nicht sortiert. Viele Utensilien liegen nicht dort wo sie eigentlich sollten. Mehrere Sachen sind auf viele Taschen verteilt und werden schon seit Stunden gesucht. In einer Tüte, die in einer Schachtel steckt, die wiederum in einem Beutel steckt, liegt das gesuchte Stück. Wer hat es eingepackt? Das nervt etwas, nehmen es jedoch mit Humor. Wir haben es jedoch noch geschafft unsere Sachen für morgen zu packen.

Eure Sandsteinjäger 



Alles muss mit


Hallo liebe daheimgebliebenen Leser. Endlich Urlaub. Heute ist auch der Tag an dem wir zum ersten Mal unseren Hausstand mit auf Reisen nehmen durften. Dank des ausgeliehen Dachsarges mit einem gefühltem Fassungsvermögen eines Familienschlafzimmers haben wir nun auch alle Sachen mit, die wir wahrscheinlich gar nicht brauchen werden. Zwei Fahrräder, einen Kühlschrank, 6 Rucksäcke, Schlechtwetter- und Schönwettersachen - alles dabei. Wer hat - der hat.
Während der Fahrt war ich sehr besorgt, da wegen des zulässigen Gesamtgewichts und der "Dachanbauwand" der Spritverbrauch beachtlich in die Höhe stieg. Ohne Zwischenstopp wären wir wahrscheinlich nicht angekommen. Nun sind wir hier und haben längst alles verstaut. Leider nieselt und regnet es, die Temperaturen sind auch nicht gerade die Besten. Mal kam die Sonne raus und es wurde schön warm und dann war sie auch wieder weg. Bis Montag soll es wechselhaft bleiben. Wir machen das Beste draus. Seit zwei Stunden sitze ich an meinem Rad und versuche die neue Kette auf die Schaltung abzustimmen. Geht leider nicht. Jetzt weiß ich aber das neue Ketten und alte Schaltgruppen nicht zusammenpassen. Glücklicherweise habe ich noch meine alte Kette mitgenommen. Die habe ich jetzt aufgezogen und bin etwas zufrieden. Katrin macht Schnittchen mit drum und dran vom Fleischer. Heute wird also noch geruht statt gleich volle Pulle. Morgen gehts dann anders lang.
Jetzt wollen wir aber erstmal essen. 

Eure Sandsteinjäger 

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Sonntag, 30. Juni 2019

Von Null auf Hundert

Ich geb es zu: In der letzten Zeit habe ich nicht viel getan, weder auf dem Blog, noch für das eigene Wohlbefinden in Sachen Sport. Nur das Bouldern hält mich etwas in Schwung. Aber harte Berührungspunkte in Bezug auf meinen Carbonsattel hatte ich deutlich zu wenig. Nur war es jedoch wieder soweit - eine kleine Runde mit ein paar Kollegen stand auf dem Zettel. Rostock - Graal Müritz - Rostock. In Summe so um die 60 Kilometer. Am Vorabend entschied ich mich zudem direkt von zu Hause nach Rostock zu düsen, um so noch mehr Kilometer auf den Tacho zu bekommen. Bei schönstem Wetter ging es los, der Wind kam leicht aus Nord-Ost. Bei vorgegebenen 20 km/h versuchte ich mit zwei E-Bikes und einem Tourenrad mitzuhalten. Ich tat mich schwer und es tat auch langsam weh. Wir waren noch nicht mal in Schnatermann angekommen. Ich freute mich auf diese erste Pause. Nach dem Frühstück ging es durch die Rostocker Heide bis nach Graal-Müritz. Der Waldweg war ruppig schlecht und nur mit einem Tourenfully auszuhalten. Gefühlt waren nur noch E-Bikes unterwegs. Na toll. 
In Graal war ich dann froh in einem Korbstuhl meinen Windbeutel zu essen, aber Zucker hilft halt nicht gegen Schmerzen. Mir war jetzt schon klar, dass ich nicht die Tour über Hohe Düne/Warnemünde nach Doberan zurück fahren würde. Da war ich mir sehr sicher. Es ging nun weiter nach Neuhaus zum besten Eisladen der Umgebung. Angesagt waren 3 Kilometer, gefühlt waren es 9 mit Gegenwind direkt an der Strandpromenade entlang, und dann nochmal durch den nächsten ruppigen Waldweg. Endlich angekommen. Ich wünschte mir den tollen Eisbecher und eine eisenharte Parkbank, die weitaus gemütlicher ist als mein Sattel. Ich liebe ihn trotzdem, gerade weil er so zuverlässig ist und mir jedesmal Freude bereitet. Jedesmal wenn ich absteige treibt er mir ein Lächeln ins Gesicht.
Mit dem Zug ging es dann von Graal nach Hause. Dort hatte ich dann nur noch 3 Kilometer zurück zu legen.
Am Abend baute ich mir dann meine neue KMC-Kette in Gold an. Ja man trägt wieder Gold. Neben einigen goldenen Schrauben und den neuen Pedalen macht sie sich sehr gut. Die Pedale hatten auch schon ihren Auftritt. In die Pedale sind kleine Pins geschraubt (gibts auch in Gold). Diese kann man beleibig wechseln oder in der Höhe verstellen. Bei einem Trick hatte ich mir am selben Abend zwei Pins in das Schienbein gerammt. Es entstehen tatsächlich kreisrunde Löcher. Langsam sortiere ich nun meine Sachen für den langen Urlaub und hoffe dabei nichts zu vergessen. Werkzeug etc.pp.
Neue Geschichten gibt es dann demnächst hier wieder im Blog und zeitgleich auch auf Instagram. Für ein paar Unterwegsbilder wird immer mal Zeit sein, so das wir nicht immer permanet uns vom Blog aus melden. Katrin ist dieses Mal mit ihrem neuen Bike unterwegs. Sie hatte sich ja eine Stevens zugelegt. Auch davon werden wir berichten.
Eure Sandsteinjäger 


Montag, 15. April 2019

Übung vor der Meisterschaft

Hallo User, liebe Leser unseres Blogs. Es wird Frühling. Seit Januar hänge ich wöchentlich in der Boulderhalle ab, um Kraft für die Sommertour zu bekommen. Viel zu lange nichts gemacht. Der Feierabend sollte immer heilig sein. So kommt die Faulheit zum Vorschein. Katrin trainiert sich bei der Rückenschule für ein starkes Rückrat.
Unsere Urlaubsunterlagen sind eingetroffen. Die Sommerplanung ist in vollem Gange und bereitet uns keine Kopfschmerzen mehr. Die Bikes kommen nach 5 Jahren wieder mit uns mit. Katrins neuer Hirsch muss endlich mal in Sachsen getestet werden und ich möchte auch gern mal wieder dort abrocken. Also los. Wir haben in der letzten Beratung festgestellt, dass wir in den letzten Jahren doch sehr viel gesehen haben, jedoch sind uns einige Wege noch etwas schuldig geblieben.
Für die nächsten Wochen stehe noch viele Tests bevor. Wir selbst müssen uns auf Vordermann bringen, genauso wie die Räder und die Ausrüstung.
In diesem Sinne. Wie lesen uns :-)
Eure Sandsteinjäger 

Donnerstag, 30. August 2018

Dort wo die Welt zu Ende ist

Hei Norge. August 2018.  
Hallo liebe Leser. Endlich kann ich wieder einmal über unsere Touren berichten. Wie schon vorab zu lesen, ging es nach unserem Sachsenurlaub in das Land der Berge, Seen und Wälder. Ein weit entferntes Ziel schien trotz der Kilometer näher gekommen zu sein. Vikna, die verschlafene Insel unweit der Kleinstadt Rørvik im Norden Norwegens sollte unser Ziel sein. Mit Holger, Maria und den Kindern Annika und Christian, sowie Katrin und Christoph machte sich unser T6 auf in die unbekannte Welt kurz vor dem Atlantik.
Gern nahmen wir die Einladung von Petra und Frank an und machten uns auf die Suche nach Fisch, Einsamkeit und Weite, die zusammen mit der Natur eine unverwechselbare Mischung ergeben sollen. Nach zwei Tagen, einer Zwischenübernachtung und 1680 Kilometer nordische Straßen, welche teilweise an Alaska erinnerten, hatten wir unser Ziel erreicht. Bei schönstem Wetter machten wir uns einen kleinen Überblick über das Ende der Welt, um am nächsten Tag durchzustarten.
Während die Männer auf dem Meer zur Jagd gingen, zog es die Damen nach Rørvik. Der Atlantik war meines Erachtens schöner und das Erlebnis ließ nicht lange auf sich warten. Insgesamt fischten wir an diesem Tag 12.5 Kilogramm reines Filet aus dem Wasser. Pollack, Dorsch, Leng und Lump waren dabei. Bei 23 Grad im Shirt auf der See zu sein und mit Pilger seine Runden zu drehen ist schon eine feine Sache.

Das Wetter wurde in den Tagen zunehmend schlechter. Sturm und Regen zeigten sich von der allerbesten Seite und schickten Grüße aus Nord-West. Der Bootsanleger musste auf Vordermann gebracht werden und unsere Ausflüge gingen mit dem Auto in die Windmühlenparks der Region. Die Aussichten sind selbst im Nieselregen und bei Stärke 10 spektakulär. Petra und Frank führten uns zu den Bauern, zu den Kaffeekränzchen der Gemeinde und den riesigen Kaianlagen der Hurtigruten. Hier trafen sich am Abend die Nord- und die Südroute. Für uns Nordlichter sind diese kleinen Schiffchen eher Beiboote. Die schwimmenden Städte die in Warnemünde ankommen, sind natürlich andere Dimensionen. Für Rørvik sind diese Dimensionen völlig ausreichend und immer wieder Anziehungspunkt. Ebenso sind die Geschwindigkeiten an die Straßen angepasst. Ob da jedoch an den Umweltschutz gedacht wurde wage ich zu bezweifeln, denn so “grün” sind die Norweger ganz und gar nicht. Es wird ihnen nachgesagt, dass sie sehr umweltbewusst leben und produzieren. Schaut man hinter die Kulissen fällt öfters auf, dass beispielsweise auch mal nicht abgeholter Müll vergraben oder verbrannt wird und Schrottautos auf dem Hof vergammeln und Wälder Mal ebenso komplett abgeholzt werden.
Das soll aber nicht Sinn des Urlaubs sein. Es hieß jeden Morgen “Früh aufstehen” da wir vieles unternehmen wollten. Die Wege sind weit, sehr weit auf Vikna - die Gegend wird auch Rørvik, die Stadt mit den tausend Inseln genannt. Man ist hier also ohne Auto ziemlich aufgeschmissen. Busse und Züge Fehlanzeige. Eines gibt es jedoch in Hülle und Fülle - Stille. Weit ab vom kommerziellen Tourismus kann man den Akku voll aufladen, wenn man nicht gerade versucht den Tag voll auszunutzen. Selbst jetzt noch im August verdunkelt sich der der Nachthimmel kaum. Die fotografische blaue Stunde beginnt um 23.00 Uhr und ist um 1.00 wieder vorbei. So richtig dunkel wird es gar nicht. Demnach kommt man abends auch schlechter zur Ruhe. Das liegt aber auch daran, dass man die Tage voll ausnutzt und später zu Abend isst. Im Sommer wird alles aus dem Tag herausgeholt. Leider vergingen die Tage wie im Fluge. Sonnenuntergänge dauern jedoch Stunden.
Der Ankunftstag begann gleich mit einer Überraschung, ein Elch präsentierte sich auf einer Wiese. Das wollten wir sehen. Zack, Haken dran.
In einem Fjord bei ankommender Flut Makrelen angeln? Zack, Haken dran. Wir haben so viel erlebt, dass ich immer wieder sagen würde: "Gleich nochmal". Und definitiv bin ich gern bereit diese Tour ein weiteres mal auf mich zu nehmen.
In diesem Sinne.
Eure Sandsteinjäger

Sonntag, 5. August 2018

Hei Norge

Zu dieser Reise sind wir wie aus dem Nichts gekommen. Unsere Verwandschaft lebt seit Jahren schon in Norwegen und letztendlich haben wir eine "Einladung" bekommen. Natürlich überlegt man das sich ganz genau. Die Fahrt soll 20 Stunden dauern. Es gibt eine Zwischenübernachtung bei Oslo und man fährt zu sechst. Also die Familie ist unterwegs. Ich freue mich sehr, doch bei einigen stößt die Fahrt bedenklich auf und wir sind zusammen noch nie im Urlaub gewesen. Doch, einmal kann ich mich erinnern. Da war ich mit meiner Schwester auf einem Campingplatz in Schwaan. Kann man das jetzt vergleichen? Ich glaube ja: Weit ab von der Zivilisation, ein Fluß in der Nähe auf dem wir angeln waren und danach wilde Sau gespielt haben, ein Wohnwagen ohne Bad, den Spielplatz vor der Tür und viele Menschen deren Sprache wir nicht verstanden - also Wildnis pur. Das war schon ne geile Zeit. Mein schönstes Familienerlebnis. 
Jetzt kommt die Neuauflage mit Schwesterherz und Familie. Mit dem Bus geht es in Richtung Malmö, Göteborg und Oslo. Nächsten Tag gehts dann weiter in Richtung Trondheim und dann noch weiter in Richtung Namsos. 
Morgen früh gehts los und ich persönlich bin tierisch aufgeregt. Anfangs habe ich auch noch etwas norwegisch versucht zu lernen, aber bis auf "Guten Tag" und "Das ist meine Schwester" hab ich alles schon vergessen. Es hilft halt nichts. Wir hoffen, dass wir gutes Wetter haben und die Fahrt nicht zum grausen wird. Katrin versucht sich im Augenblick als Bordpersonal und bereitet tausend Leckereien für die Fahrt vor. Ich glaube das wir reichlich an Bord haben. Im groben reicht das bis zum Nordkap und zurück. Der kleine Kühlschrank frostet auf Hochtouren und meine Schwester packt den Familienkoffer für Ihre Familie.
Ich freu mich - "Norge kommer vi"

Eure Sandsteinjäger 


Montag, 18. Juni 2018

Junisonne

Was wir so alles in der letzten Zeit erlebt haben, grenzt an Unglaublichkeit. Da war im Winter die Geburtstagsreise in die Sächsische Schweiz und dann war da dieser Kurzurlaub im Juni bei "Wischi-Waschi-Wetter". Im Gepäck hatten wir nicht nur 10 Kilo Fotoausrüstung, sondern auch das Ehrenmitglied. So hatten wir also von Anfang an etwas kleinere Touren geplant. Die Planung übernahm Katrin bereits in einem Onlineportal über Wochen von zu Hause aus. Digital über eine App dann aufrufbar. Darunter waren  der Brtnik im "Böhmischen", dann durch die Edmunsklamm, Schaarwändeweg und viele andere neue Wege. Gleich am Anfang führte uns Katrin durch die tiefen Wälder der Böhmischen Schweiz. Es war Waschküchenwetter und so in dieser Form würde ich persönlich dies nicht wieder tun, aber es ist ja immer auch ein Testlauf für Neues.
In den nächsten Tagen wurde das Wetter besser und wir hatten ordentlich zu tun. Teilweise hatten wir bis zu 30°. Die Routen wurden so gelegt, dass man sich mehr in den kühlen Tälern befand als unter der bratenden Sonne. Am ersten Tag hatten wir sie so vermisst und mittendrin war sie uns zu viel. Da war also auch mal ein Einkaufsbummel drin, der uns viele neue Geschenke brachte.
Am Ende war es wieder mal schön aber leider zu kurz, viel zu kurz und wir sollten schon für das nächste Jahr planen, denn es kommt im August was ganz neues. Es geht in das Land der Kreisverkehre und Elektromobile und diesmal ohne Laptop und irgendwelcher Technik. Das heißt der Bericht folgt dann ganz am Ende. 20 Stunden Autofahrt liegen vor uns bis wir unser Ziel erreichen und ich hoffe es wird mal was ganz anderes, so wie damals Österreich.
Eure Sandsteinjäger 

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Advent Advent

Statt einer Sommerzusammenfassung, welche ich zwar versprochen hatte, kommt nun eine kleine Jahresendstimmung in unser Tun. Unterwegs im Sandstein zum Advent, mit kaltem Hintern und Ohrensausen inklusive. Zu einer Zeit in der die Bürgersteige nur noch zum Wochenende heruntergeklappt werden, außer natürlich die überlaufenen Großstädte. Dresden zum Beispiel mit seinen ach so vielen Weihnachtsmärkten ist da natürlich die Ausnahme. Für Weihnachtsmarktjunkies das A und O. Ein Muss für Liebhaber der Plauener Spitze bis zum Nußknacker aus veredelter Karl-Marx-Städter Birke. Alle was das Fensterbrett gesehen haben muss, alles das was am 28.12. wieder in die heimische Kiste wandert, um es nächstes Jahr hervorzukramen. Endlich mal einen Weihnachtsmarkt ohne Rummel, Losbude, Zuckerwatte, Mutzen oder Ledertaschen aus chilenischer Gebirgslaus. Die Dresdner Märkte hatten wir an einem Tag durch und Tage später dann auch den altertümlichen Weihnachtsmarkt auf der Festung Königstein bei eisigem Wind und gefühlten -10°C. Viereinhalb Stunden schlichen wir von Stand zu Stand. Warme Getränke halfen nur noch im Viertelstundentakt. Letztendlich bekam ich dann von Katrin ihren Amaretto noch ins Gesicht, aber das half dann auch nicht mehr. Sie meinte es auch nur gut. Immerhin hatte ich noch bis zum Abend diesen zimtigen und alkoholischen Geruch in der Nase. Wanderungen gab es nebenbei natürlich auch. Am Geburtstag zog es uns durch die Schwedenlöcher hoch zur Bastei. Der Wind war eisig. Teilweise konnte uns die Sonne etwas wärmen sofern man ein windschattiges Plätzchen gefunden hatte. Wir wollten tatsächlich auf die Bastei. Dem überlaufenen Gipfel mit Aussichtspunkt. Diesmal denke ich waren wir vielleicht auf der Brücke so um die 10 Personen. Unterwegs trafen wir nur ein einziges Pärchen auf dem sonst so überlaufenen Weg durch die Schwedenlöcher. Es war richtig toll. Beim Heimweg mussten wir uns beeilen, denn zum Abend waren wir eingeladen. Auf Grund meines Jahrestages wurde mir unwissentlich ein Geheimkonzert gegeben. Die „Krippentaler Muntermacher“ hatten ihr alljährliches Weihnachtsfest. Durch den Ältestenrat konnten wir dem beitreten und gesellten uns dazu, konnten dabei nicht nur der Musik fröhnen die uns vorgespielt wurde, sondern auch Einblick in alte Weihnachtsfeiern und sonstige „Auftritte“ dank der digitalen Technik nehmen. Bis in die Nacht wurde musiziert und gelacht. Wahnsinn, einfach wahnsinn.
Unser letzter Wandertag ging in die Schrammsteine. Am Morgen lag leicht puderig der Schnee. Eisig die Kälte. Nachtsüber frostig kalt. Bei Minusgraden sind wir losgewandert. Bei stürmischem Süd-Ost Wind mussten wir über die Anhöhe von Ostrau. Von dort ging es in den geschützten Wald. Durch das „Sandloch“ wollten wir hinauf zum „Kleinen Dom“. Stiegen und vereiste Treppen machten das Klettern beschwerlich. Erst beim Abstieg am Frienstein wurden wir dann wieder in die Schranken gewiesen. Völlig vereiste Stufen machten uns den Abstieg schwer. Hier im Schatten machten sich die Temperaturen deutlich bemerkbar. Langsam wurde es dunkel. Die Sonne war bereits untergangen, aber dennoch war es leicht hell. Dadurch verloren wir viel Zeit und lagen knapp in der Zeit. Unsere Bahn sollte 15.02 Uhr abfahren. Es war 15.00 Uhr. Wir hörten ein quietschen durch das Tal und meinten diese noch zu bekommen. Warum nur dieser Streß? Zu Fuß ging es dann zum Lichtenhainer Wasserfall – dem Startpunkt der Bahn. Wir wärmten uns im warmen Kaminzimmer auf und tranken unseren Kaffee und Kakao. Bitter nötig hatten wir es beide. Leicht angekühlt tauten wir wieder auf und konnten dann die letzte Bahn in Richtung Heimat nehmen.
Dieser kurze Ausritt in die Sächsische Schweiz tat mal wieder gut nach dem langen Sommerurlaub. Diesen hatten wir leider schon verdaut und fast vergessen. Das Einzige was blieb waren die Fotos. Nächstes Jahr geht es dann wieder los. Wir haben uns diesmal für Bad Schandau und Rørvik entschieden. Also zweimal im Jahre 2018 Urlaub und wir wünschen uns gutes Wetter.
  
Frohes neues Jahr Eure Sandsteinjäger 

Samstag, 15. Juli 2017

Auslaufen

Die Nacht zu heute war grauenhaft. Nicht wegen des Wetters, sondern wegen der lauten Musik vom Fest aus Postelwitz. Fünf nach Zwei war endlich Ruhe und nachdem ich vorher bereits in ein anderes Zimmer gezogen war, konnte ich jetzt wieder zurück. Am Morgen waren wir beide wie gerädert. Da der letzte Wandertag nur etwas kurzes sein sollte, haben wir uns überlegt eine Tour vom letzten Jahr etwas abzuwandeln. Damals war es die Einsteigertour, jetzt soll es die Ausstiegstour werden, immer mit Hinsicht auf unseren Dezemberbesuch. Da suchen wir ja noch kleine Routen die wir gehen wollen.
Wieder einmal fuhren wir mit dem Bus nach Schöna. Mit dabei war Arni unser schwarzes Mammut. Das Wetter war toll. Der Wanderweg führte uns am Wolfsberg und am Krippenberg vorbei. Der Blick immer auf die Schrammsteine. Schatten und Licht waren heute genial. Wir liefen quer über die Wiesen und setzten uns immer wieder mal auf eine Bank. Das Essen schmeckte uns sehr. Die Temperatur lag so um die 18°C. Unsere Getränke schleppten wir also nur mit anstatt es auszutrinken. Unsere Route endete am Carolafelsen mit Blick auf Krippen. Nach 7 Kilometern war also Schluss. Hier war unsere letzte Pause des Urlaubs. Morgen früh geht’s Richtung Heimat. Im Gepäck viele Geschichten, Bilder und Leckereien. Eine Zusammenfassung dieser kompletten 15 Tage werden wir sicherlich geben und freuen uns auf Eure Kommentare.  Ich hoffe ihr schaut bald wieder rein, wenn es heißt: "Arni und die Sandsteinjäger auf Reisen."
Eure Sandsteinjäger 

Freitag, 14. Juli 2017

Die Mammut-Tour

Die Mammut-Tour. In Anbetracht dieser Namensgebung zur heutigen Tour kann es falsch verstanden werden, dass die heutige Route die Längste sein könnte. Nach der gestrigen Runde durch das böhmische Gebiet war es uns genehm etwas später aufzustehen und eine kleinere Runde zu drehen. Mammut-Tour? Tja, sie wird mit einem solchen enden.
So ging es mal wieder mit der Bahn zum Beuthenfall. Hier war der Start. Es ging hinauf über die „Folgen“ zum Panoramaweg, immer mit Hinblick auf die Regenprognose. Alle Onlinedienste stimmen nicht. So waren wir uns etwas selbst beholfen und schätzten den Beginn des Regens gegen 14.00 Uhr ein. Ende der nassen Veranstaltung war dann gegen 15.15 Uhr. Das musste passen. Und so sahen wir zum Himmel, schauten auf die Uhr und auf die Karte. Vielleicht mussten wir den Weg auch noch kürzen, damit wir uns keinen nassen Hintern holen. So kürzten wir dann auch ab und gingen einen neuen Weg in das Tal. Der Regen traf uns Punkt 14 Uhr. Glücklicherweise waren wir im Wald. An der Straße angekommen, mussten wir noch etwas auf unsere Bahn warten, die uns nach Hause bringen sollte.
In Bad Schandau stiegen wir aus. Kein Regen mehr und wir hatten wieder recht gehabt. Katrin und ich wollten nun noch shoppen gehen und schlenderten durch die Stadt. Dabei ist uns ein Mammut zugelaufen. Es heißt Arni und ist schwarz und so zutraulich und wird uns die nächsten Jahre begleiten. Gerne wäre es heute auch dabei gewesen. Wir waren heute noch 6 Kilometer unterwegs und haben einen neuen Pfad aus dem Kirnitzschtal entdeckt. Morgen wird Arni uns auf unserer letzten Tour begleiten.  
Eure Sandsteinjäger 

Donnerstag, 13. Juli 2017

Dobry den!

Die Nacht von gestern zu heute war katastrophal. Regen und Sturm mit Windstärke 8. Wir dachten bereits unseren Plan aufgeben zu müssen. Der Morgen zeigte sich jedoch besser als erwartet. Nur 10°C Grad auf dem Thermometer. 
6.30 Uhr aufstehen, denn gegen acht fuhr unser Zug in Richtung Tschechien. Hier setzten wir mit dem Boot über und warteten bei der Kälte auf unseren Bus, der uns weit in das Böhmische brachte. Es ist immer eine Zeitreise. Man fährt eine halbe Stunde Bus und wird um Jahre zurück versetzt, dann geht man 7 Stunden zurück und befindet sich wieder in der Neuzeit. Nein, nein. So krass ist das nicht mehr. Die Jungs im böhmischen Nationalpark haben da mächtig aufgeholt. Außerhalb der Touri-Routen bekommt man aber noch die alten Gerüche des Sozialismus zu sehen. Die Bus-Tour kostete sagenhafte 2 Euro für 2 Personen.
Unsere Wanderung begann zusammen mit einer großen Menschentraube zum Marienfels. Fast Hand in Hand gingen wir alle dort hoch. Es war viel los auf dieser Route. Im Laufe des Tages lösten die sich zwar auf, aber immer wieder trafen wir Wanderer die den gleichen Weg und Gedanken hatten. 
Am Marienfels selbst blieb die Katrin unten stehen und ich konnte mit all den anderen Menschen heute und hier auf der Spitze stehen und den Ausblick genießen. Was ein Genuss. Für nicht schwindelfreie ist das nicht zu empfehlen, ist aber zu machen und zu schaffen. Auf der Wilheminenwand hatten Katrin und ich zusammen einen schönen Blick in die Täler. Sogar der Marienfels war gut zu erkennen. Der dritte Fels war dann der Rudolfstein. Hier stellte man eine Kopie der Aussichtsplattform vom Marienfels hin. Ungeübte würden denken, sie würden im Kreis laufen. Dabei hatte der erste mit dem dritten Fels keinesfalls Ähnlichkeit. Hier braucht man echt Mumm. Stufen im Fels waren nur ausgetretene Schleifspuren der Jahre. 2 kurze steile Leitern brachten mich jeweils auf ein Podest. Von dort ging die Kletterei und Rutscherei weiter. Bis zur Spitze. Genau, der Handlauf endete an der Spitze, dann war Schluss. Die restlichen fünf Meter fast auf allen Vieren bis zum Häuschen. Die Aussicht war genial. Besser als sonstwo. Kurze Pause und zurück. Unser Marsch ging nun weiter zur Felsenburg Schauenstein. Eigentlich war die Route anders gedacht. Uns ging es aber gut und wir lagen super in der Zeit. Tja, Felsenburg Schauenstein – ich bin hoch und die Kraxelei hat sich wirklich gelohnt. Versucht mal selber Fotos über die Tortur beim Aufstieg zu finden. Ich hatte mit mir zu tun. Alles war eng, steile Leitern, Stahlbleche auf rostigen Stahlprofilen u.s.w. Aber oben war wieder so eine geniale Sicht. Langsam kam nun auch die Sonne raus und es gab ein tolles Wolken-Sonne-Spiel. Nun mussten wir aber weiter. 
Es begann der Rückweg, aber zurück konnten wir nicht mehr und so ging es stark nahe dem Abgrund den Pfad entlang in Richtung Rauschenberg. Den mussten wir auch noch überqueren. Ja richtig, überqueren. Statt runter in das Tal ging es wieder hoch. Langsam war es nervend. Da kommt einem der Gedanke: „Wiso gehe ich hoch, wenn ich doch zum Ausgangspunkt runter will?“ Irgendwann ging es dann auch runter, aber unbequem und steil. Aber ich muss gestehen, dass dies eines der besten Touren war, die wir je bestritten haben. So viele Aussichtspunkte auf 16 Kilometer Länge ist schon beachtlich. Dazu noch 750 Höhenmeter. Das merken wir jetzt leider in den Füßen.  
Eure Sandsteinjäger